Vicious Rumors / Sadistic Symphony / 2000 / CD

von Loomis, 14.11.04.

  1. Loomis

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    Erstellt: 14.11.04   #1
    Vicious Rumors – Sadistic Symphony (2000)US Power Metal
    [​IMG]
    1. Break
    2. Sadistic Symphony
    3. March Of The Damned
    4. Blacklight
    5. Puritan Demons
    6. Born Again Hard
    7. Neodymium Man
    8. Elevator To Hell
    9. Cerebral Sea
    10. Ascention
    11. Liquify

    Ende der Achtziger sah es für Vicious Rumors gar nicht schlecht aus: Mit den guten Alben Digital Dictator (1988) und Vicious Rumors (1990) und mit dem Ruf, eine geniale Live-Band zu sein, sollten die Zeichen damals eigentlich auf Sturm stehen.
    Taten sie aber nicht, denn durch etwas schwächere Folgealben und den Unfalltod von Sangesgenie Carl Albert war die Luft bei VR scheinbar raus, was schließlich in etwas ziellosen Alben (Cyberchrist hatte mit dem Titeltrack und Kill The Day zwei geniale Hits, aber ansonsten eher lauwarme Luft) und Gigs in fast leeren Hallen mündete.
    Doch 2000 erscheint wieder ein gutes Album: Sadistic Symphony.
    Endlich wieder auf dem Pfad des Power Metal liefern die Amis etliche tolle Songs ab wie den verschachtelten Opener Break, die achtminütige Halbballade Blacklight, die Uptemposongs Neodymium Man und Elevator to Hell sowie die göttliche Ballade Cerebral Sea.
    Mit Sänger Morgan Thorn, Basser Cornbread und ex-Heathen Gitarrist Ira Black hat Bandkopf Geoff Thorpe eine solide Truppe um sich geschart
    Eine gute Arbeit liefert vor allem Interims-Sänger Thorn (der gleich nach den Aufnahmen wieder durch Brian O´Connor ersetzt wurde) ab. Seine kraftvolle, rauhe und doch melodische Stimme setzt jedem Refrain die Krone auf.
    Musikalisch liegt auf dieser Scheibe also alles im grünen Bereich, allerdings gibt es in der B-Note Abzug: Die Produktion, die Gitarrist Geoff Thorpe selbst verbrochen hat, ist einfach nur lasch. Selbst manche Demo-Bands haben das schon besser hinbekommen. Diese saft- und kraftlose Produktion wird den guten Songs einfach nicht gerecht. Und wer jetzt glaubt es ginge nicht mehr schlimmer, der höre sich Song Nr. 11 – Liquify – an: Dieser Song wurde schon vor den anderen produziert und klingt noch matter.
    Na ja, da haben VR wohl am falschen Ende gespart. Ein paar Dollars für jemanden der sich mit sowas auskennt wären sicherlich gut angebracht gewesen.
    Aber alle, die nicht gerade zu den High-End Klangfetischisten gehören, oder sich gerade eine Megaproduktion wie Metallicas Black Album reingepfiffen haben sollten unbedingt mal in Sadistic Symphony reinhören.

    Es gibt also 10 Punkte für die geile Musik, und einen Punkt Abzug für die Produktion.

    9/10

    // Edit im Auftrag von Loomis: Genre nachgetragen von Peegee
     
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