Violinschlüssel in Bassschlüssel???

von butong, 10.01.05.

  1. butong

    butong Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.05   #1
    Hallo
    Wie forme ich die Töne vom Violinschlüssel in den Bassschlüssel um??
    Angenommen ich habe im Violinschlüssel ein e dann entspricht das doch im Bassschlüssel einem c oder???Handelt es sich immer um eine grosse Terz oder wie muss ich denken??
     
  2. onedevotee75

    onedevotee75 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.05   #2
    Du solltest Notenlesen lernen, dann brauchst du auch gar nicht mehr großartig drüber nachdenken, wo welche note liegt. Der Violinschlüssel wird auch g-schlüssel genannt. Dadurch ist klar definiert wo das eingestrichene g liegt. Dadurch sind alle anderen Noten auch definiert. Genauso gehts auch mit dem Bassschlüssel (=f-Schlüssel). Er legt fest, wo das f der kleinen Oktave liegt. Demnach sind auch alle anderen Noten im Bass-Schlüssel festgelegt. Ein e im Violinschlüssel bleibt auch ein e im Basschlüssel. Nur die Position der Noten ändert sich aufgrund der festlegung von g im Violinschlüssel und f im Bassschlüssel.

    Gruß
    Chris
     
  3. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 10.01.05   #3
    Zitat:
    Zitat von butong
    Handelt es sich immer um eine grosse Terz oder wie muss ich denken??



    Hallo butong,
    falls die Melodie 2 Oktaven tiefer klingen soll, musst Du die Melodie immer einen Zwischenraum, bzw. eine Notenlinie tiefer schreiben und dann einfach den Bassschlüssel davor setzen. Eventuelle Alterationen (Vorzeichen) im Violinschlüssel übernimmst Du eins zu eins in den Bassschlüssel. Ob die Terz dabei nun groß oder klein ist, spielt für Dich absolut keine Rolle da beide Systeme absolut kongruent sind. Sie sind eben nur um eine Linie, bzw. Zwischenraum verschoben. Ein Beispiel dafür habe ich Dir beigefügt. Vergiss nicht! Alles klingt mit dieser Methode 2 Oktaven tiefer!

    Ciao
    Cudo
     

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  4. butong

    butong Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.05   #4
    Vielen Dank!!
    Eigendlich ganz einfach :)
    @Cudo Super Anhang auch dafür vielen Dank!!!!!
     
  5. junge-mit-bass

    junge-mit-bass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.17   #5
    Moin, moin,

    reine Interessensfrage, vielleicht hat noch wer Lust diese, 12 Jahre nach Threaderstellung, zu beantworten. LOL.

    Was hat es denn dann mit der Terz auf sich, die in diesem Zusammenhang immer angesprochen wird? Das klingt in nem Forum, wo IMMER gute Fragen gestellt werden ;) so, wie es der Threadautor scheinbar auch verstanden hat, als würde aus einem Bass c ein Violin e (gross, klein, gestrichelte lass ich jetzt alles mal weg) werden.

    Das ist dann das, was cudo meinte mit einem Zwischenraum, bzw. eine Linie tiefer und Schlüssel tauschen?

    Danke schonmal für die Nachhilfe, jmb.
     
  6. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 12.03.17   #6
    Liest man ein eingestrichenes c im Violinschlüssel so, als stände es im Bassschlüssel, dann wäre diese Note ein großes E, das zweigestrichene c würde dann als kleines e gelesen usw.
    c zum nächsthöheren e bildet das Intervall einer großen Terz, dann natürlich im gleichen Schlüssel notiert.

    bassvio2.jpg
    Das sieht man in der nachfolgenen Grafik an den übereinander stehenden Noten, musikalisch wäre es allerdings eine Zwei-Oktaven-Transposition.
    Noten im Violinschlüssel: eingestrichenes c, zweigestrichenes c, dreigestrichenes c
    Noten im Basschlüssel: großes C, kleines c, eingestrichenes c

    upload_2017-3-12_21-50-31.png

    Gruß Claus
     
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  7. junge-mit-bass

    junge-mit-bass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.17   #7
    Moin, moin,

    also ist die Terzgeschichte eine rein theoretische, ohne praktischen Bezug für die eigentliche Transkription?! Außer man will wirklich zwei komplette Oktaven tiefer gehen, dann braucht man eben nur die drei runter zählen.

    Danke auf jeden Fall für die Aufklärung! So kann man es dann auch mal verstehen.
     
  8. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.17   #8
    Es ist eine Eselsbrücke, um sich (angeblich) leichter merken zu können, wo die Noten im jeweiligen System stehen.
    Ich habe mit 15 "richtig" Noten lesen gelernt, weil ich damals E-Bass gelernt habe und den Jazz für mich entdeckte. Folglich konnte ich zunächst keinen Violinschlüssekl lesen. Also habe ich mir gemerkt, dass das eingestrichene c auf der ersten Hilfslinie über dem System zugleich das "Schlüsselloch c" auf dem Klavier und die Note auf der ersten Hilfslinie unter dem Violinschlüsselsystem ist. Damit konnte ich Noten im Violinschlüssel relativ leicht entziffern.

    Für mich sind die Umdeutungen der Eselsbrücken eher verwirrend als hilfreich. In einem anderen Schlüssel zu lesen ist schließlich mit ein paar Übungen am Tag ruckzuck erledigt, wenn man überhaupt Noten lesen kann.
    Braucht man den anderen Schlüssel oder die Transposition wirklich selten würde ich mir statt Eselsbrücken einfach zwei Tonleitern übereinander oder im jeweiligen Schlüssel mit Tonart bei Transkriptionen wie Altsax (Eb) -> klingend (C) aufmalen.

    Gruß Claus
     
  9. junge-mit-bass

    junge-mit-bass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.17   #9
    @ Claus: genau so sehe ich das dann auch. Ich kannte von früher den Violinen und den Bass kann man eben genauso an einem Tag erlernen. Also finde ich diese Eselsbrücke auch mehr verwirrend als hilfreich.

    Ich hab jetzt mal ein Liedchen eine Oktave tiefer in den Bass gebracht und zumindest ist mir ein Übertragungsfehler beim Spielen aufgefallen. So hoffe ich die Übung also richtig gemacht zu haben.

    Greetings, jmb.
     
  10. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.17   #10
    Sehr bequem sind für solche Jobs natürlich Notationsprogramme, kostenlos und topmodern sowie ziemlich benutzerfreundlich ist Musescore:
    https://musescore.org/de/download

    Kommerzielle Lösungen gibt es auch, ich benutze seit zig Jahre die Finale Vollversion, aber bei einem (nicht subventionierten) Neukauf würde mir Finale Printmusic für 99 EUR auch genügen. Dort dürfte demnächst das Update anstehen, um zur aktuellen Volllversionsnummer 25 aufzuschließen.
    Finale ist zwar leider nicht objektorientiert programmiert, aber es kann bislang doch noch Einiges mehr als Musescore. Ich benutze es aber auch, weil ich mich über die Jahre ganz gut damit auskenne.
    http://www.klemm-music.de/makemusic/finale/vergleich.php

    Falls es keine Absicht war: "markieren" (= ich bekomme einen Hinweis) funktioniert nur ohne Leerzeichen zwischen Klammeraffen und Usernamen, z.B. @junge-mit-bass :)


    Gruß Claus
     
  11. junge-mit-bass

    junge-mit-bass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.17   #11
    @Claus: Leerzeichen ist das letzte mal tatsächlich reingerutscht. Thx.
    Danke auch für die Nennung der Notationsprogramme. Das wird in ein oder zwei Wochen interessant.

    Cu, Tom.
     
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  12. EgoMe

    EgoMe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.17   #12
    hallo,

    vielleicht hilft die grafische "Erklärung" als "mittige" Anordnung des C (exakt c', hier C4 genannt).

    lg

    Noten im Bass(F) und Violin(G)Schlüssel.jpg


    Notenlinien und Notenschlüssel.jpg
     
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  13. drowo

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    Erstellt: 14.03.17   #13
    Diese Eselsbrücke ist eher was falls man den Bassschlüssel nie braucht aber mal ausnahmsweise was nachsehen möchte
     
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