Vocal Coach mit "Kick"?

von 0 db, 29.07.07.

  1. 0 db

    0 db Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.07   #1
    Die Sängerin in einem meiner Bandprojekte hat schon länger "ganz normalen" Gesangsunterricht. Der ist gut und hat schon für sie und für die Band eine Menge gebracht.

    Ab und zu kann man in den Medien verfolgen, wie sich Sänger/innen mit Hilfe von Voacl Coaches in sehr kurzer Zeit gewaltig steigern können. Ich nenne diese Coaches gemäß meiner Überschrift hier - Coaches mit Kick.
    Also zum Beispiel - zwei Monate Unterricht - und um 100% besser.......................


    Wie kommt man an solche Leute ran?
    Wo kann man die finden?
     
  2. lunaberlin

    lunaberlin Guest

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    Erstellt: 29.07.07   #2
    Meinst du mit "in den Medien verfolgen" jetzt bei DsDS, Popstars oder so was in der Art?
    Diese Art von Coaching empfinde ich als eher zwiespältig.

    Klar, wenn du einen bestimmten Termin vor Augen und genügend Kleingeld im Portemonnaie hast, dann kannst du dir mit Hilfe eines jeden guten Gesangslehers (und sehr gute, erfahrene, womöglich noch bekannte (- jetzt nicht bekannt im Sinne von Popstars, sondern eher renommiert, meine ich) können auch locker mal 60 Euro oder mehr die Stunde nehmen) noch mal einen stimmlichen Kick verschaffen, in dem du diesen Gesangslehrer quasi rund um die Uhr für dich engagierst und ihn täglich einige Stunden mit dir arbeiten lässt.
    Ziemlich sicher lässt sich jede Stimme mit dieser Methode noch mal ordentlich verbessern über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

    Die Frage ist nur: Wieso sollte man das tun?
    Ich denke, wenn man seine Stimme langsam, aber stetig weiterentwickelt, dann ist das wesentlich natürlicher und gesünder als mal eben ein paar Wochen Druck zu machen und dann nichts mehr zu tun.
    Und bringt mittelfristig auch sicher mehr Erfolg.

    Wenn dir jemand versprechen sollte, dass du (oder deine Sängerin) in 2 Monaten um 100% besser wirst mit seiner Methode, dann ohnehin mal hochgradig Finger weg - so was ist in jedem Fall unseriös.

    Als Extra-Kick würde ich eher noch ab und zu eine Workshop-Teilnahme bei wirklich guten Gesangslehrerin (es gab hier kürzlich einen Thread dazu, da wurden einige Lehrer aufgezählt, die sich lohnen könnten) oder mal ein paar Stunden bei einer solch hochkäratigen Lehrerin als Extra buchen, um neue Anregungen zu holen.

    Viele Grüsse
    Luna
     
  3. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.07.07   #3
    Ich weiss nicht, ob ich an solche Leute wirklich rankommen moechte, die das bei "allen" ihren Schuelern schaffen <zweifelndguck> Ich weiss jetzt nicht, was Du da im Auge hast, aber wenn eine Schuelerin dermassen abzischt, hat es fuer mich einfach "gepasst". Da muss fuer meine Begriffe das Grundwissen schon dagewesen sein und es irgendeinen Grund gegeben haben, der irgendwie blockiert hat. Und der Coach hat's halt geschafft, diese Blockade zu loesen. Dass ein Coach das bei allen oder fast allen seinen Schuelern schafft, ist mir unwahrscheinlich oder er/sie ist eine absolute Ausnahmelehrkraft.
     
  4. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 29.07.07   #4
    Hallo,

    sofern Du Slogans begegnest "in ... Wochen um 100 % besser" (da gibt es einen recht obskuren amerikanischen Anbieter, der so ähnlich wirbt), sei vorsichtig. Das ist wie mit der Rendite bei Geldanlagen - ab einer bestimmten Dimension wird's unrealistisch. In irgendeiner Doku (ich glaube, die war bei der letzten Staffel von DSDS) habe ich mal einen Voice Coach gesehen, der eine 16jährige dazu brachte, ihre eigentlich recht schöne Stimme durch Quetschen und Pressen des Tones im Hals eher nach Donald Duck klingen zu lassen. Da sie es nicht besser wußte und glaubte, einem Fachmann gegenüberzustehen, hat sie das geschluckt und sich wahrscheinlich ihre Stimme damit ruiniert.
    Es kommt immer auch auf die zwischenmenschliche Chemie an - wenn ich keinen "Draht" zum Coach oder Lehrer bekomme, nutzen mir auch die Profis nichts. Jeder ist halt anders. Ich halte es da auch mit dem Tip von lunaberlin - sieh Dich nach Workshops um, wie sie viele Musikschulen und -hochschulen anbieten, auch und gerade im Bereich Pop und Jazz. Da sind die Grundlagen doch etwas seriöser...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  5. 0 db

    0 db Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.07   #5
    Die Aussage einer Steigerung um 100% oder mehr kommt aus eigener Beobachtung.

    Das kann jeder hier eigentlich bei Casting shows selber anschauen.
    Da ist jemand der singt in den ersten Runden. Dann kommt er zu den Workshops und jetzt ist die imense Steigerung da.

    Ich (wir) suchen genau diese Leute, die unserer Sängerin dabei helfen können ihr Potential weiter zu heben und sich ebenfalls so stark zu steigern.

    Ich könnte jetzt ganz viel über Coches von Musikschulen aus über 15 Jahren Erfahrung und auch über verkrachte Existenzen und über zerplatzte Profitäume schreiben. Und ich bin sicher für Anfänger sind diese Coches gut. Aber für mehr.................ich weiss nicht.

    Kennt jemand solche "Kick-Coaches"?
     
  6. UranusEXP

    UranusEXP Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 30.07.07   #6
    Hi,

    diese Beobachtung ist meiner Vermutung nach eher darauf zurückzuführen, dass die Leute die du gesehen hast, vorher nie Gesangsunterricht hatten und vielleicht schon da gut aber laienhaft (das muss sich nicht ausschliessen) gesungen haben. Soweit ich weiss, ist beim Gesangsunterricht der Fortschritt zu Beginn sehr schnell und verlangsamt sich mit der Zeit. Wenn man also jemanden hat, der eine gute Musikalität mitbringt, ist der nach 2 Monaten intensiver Arbeit vielleicht um 100% besser. Ich glaube mich zu erinnern, z.B. in der Biografie von Mick Hucknall gelesen zu haben, dass er in eben 2 Monaten enorme Fortschritte machte.

    Ohne Musikalität...hmm...die grundsätzliche Frage, ob man die "Lernen" kann, muss jeder für sich beantworten.

    Was man sicher auch nicht vergessen darf: Was ist "gut"? Klar, Intonation, Atemtechnik, etc. Aber es ist immer die Frage, erziehe ich eine Stimme nach einem bestimmten Ideal (das passiert nach meinem Empfinden in der Klassik und im Musical, teilweise auch im Pop) oder bringe ich die Stimme "zu sich selbst", zu ihrerm "ureigenen Ausdruck", der im Laufe der Zeit und Persönlichkeitsentwicklung (oder -verwicklung) mehr und mehr verloren gegangen ist. Das sind zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze.

    Es gibt reihenweise "perfekte" Show- und Musicalsänger. Beispiel: Juliette Schoppman aus der 1. Staffel. Ausnahmsweise kann ich Dieter Bohlen verstehen, was er meint, wenn er sagt das ist "zu" perfekt. Solche Leute kommen eben Reihenweise aus irgendwelchen Schulen und Hochschulen und sind für die Ohren der breiten Masse ebenso austauschbar. Sind Leute wie Joe Cocker oder Herbert Grönemeyer gute Sänger? Sicherlich, aber auch auf ihre Weise. Vor allem aber sind sie Eines: Persönlichkeiten!

    Bei der Stimme gilt noch mehr als sonst in der Kunst: Künstlerische Entwicklung ist immer das Ergebnis von ganzheitlicher Persönlichkeitsentwicklung. Es fällt auch durchaus bei den Workshops gewisser Casting-Shows auf, die ja oft wirklich einen zweifelhaften Gebrauch psychotherapeutischer Massnahmen darstellen, dass ein grosser Teil der kurzfristigen, oberflächlichen Erfolge durch die psychologischen Mechanismen erzielt wird. Da findet sicherlich eine Persönlichkeitsentwicklung statt, aber auch eine höchst einseitige, ähnlich wie beim Militär. Und ähnlich gedrillte "perfekte" Gesangsklone kommen dann raus. Wer's mag...

    Die Verlgeiche sind nicht soweit hergeholt wie es vielleicht scheint. Ich denke die Gesangslehrer hier werden bestätigen könne, das Stimmtraining sehr viel mit Psychotherapie gemeinsam hat. In der Stimme schlägt sich alles nieder, nicht nur die momentane STIMM-ung sondern, sondern die ganze Persönlichkeit mit all ihren unbewussten Strukturen. Das geht sogar soweit, dass die Psychologie inzwischen versucht, mit technischer Stimmanalyse zu diagnostizieren. Man weiss z.B., dass bei depressiven Menschen die kleine Septime, im Frequenzspektrum hervorsticht. Interessanterweise ist die kleine Septime im Blues-Schema in jedem Akkord vorhanden.

    Also "Kick-Coach" kann bestimmt funktionieren, genauso wie der "Life-Coach", den es ja - natürlich in den USA - auch schon gibt! Aber ob man die langfristigen Ergebnisse haben will...

    Schnell, leicht und oberflächlich, wo funktioniert das schon?




    Sorry, wenn der Post etwas zu :screwy: war...:)

    Gruß,

    Uranus
     
  7. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 30.07.07   #7
    Hallo !
    Schon allein der Begriff "Kick Coach" - also, mir ist das alles zu amerikanisch - so á la "höher, weiter, schneller in 10 Tagen" - und ich glaube nicht daran. Die angeblich so wundersamen Steigerungen von Casting-Sänger/innen mündeten nach wenigen Wochen öfters in Stimmproblemen und Kehlkopfentzündungen. Und es ist sehr viel Psychologie dabei - durch eine bestimmte Körperhaltung, Gestik und Mimik strahle ich Selbstbewusstsein aus, die Leute kaufen mir also auch meine Show ab und kann meine Stimme auch ein bisserl dahinter "verstecken".
    100%ige Steigerungen in wenigen Wochen habe ich eigentlich nie gesehen - große Verbesserungen schon, aber nur, wenn die vorhandene Stimme auch vorher schon sehr gut war. Ansonsten war es bloße Kosmetik.
    Eine Stimme braucht normalerweise einiges an Zeit, um sich zu entwickeln, zu reifen. Lasst ihr doch diese Zeit.....
    Ich kann jetzt auch viele Sachen umsetzen bzw. ausdrücken, die ich früher trotz Unterricht nicht konnte. Das Leben hat sie mir beigebracht.
    schöne Grüße
    Bell
     
  8. Feeble

    Feeble Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.07   #8
    also meines Erachtens nach hat UranusEXP nicht ganz Unrecht,da sind eben Leute
    die ein grundsätzliches Talent mitbringen, dan werden ihnen richtige Techniken gezeigt
    und daraus folgt eben ein solcher Leistungssprung in kurzer Zeit, der dann wieder abebbt.
    Um bei dem zweifelhaften DSDS-Beispiel zu bleiben, Francisca Urio konnte vorher schon singen bzw. wusste wie es geht, bei Ihr war dann trotz der gleichen Coaches auch eben dieser Sprung nicht auszumachen, ebenso wie bei Mark Medlock.
    Ich habe meine größten Sprünge immer beim Wechsel zu anderen Gesangslehrern gemacht, wenn man an dem Punkt war, ok bis hierher konnte ich dir etwas beibringen aber was du jetzt brauchst, zeigt dir besser der oder die Kollegin.
     
  9. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 30.07.07   #9
    Ich schätze an solche Leute kommt man ganz einfach ran. Das sind ganz normale Gesangslehrer. Die kann - sofern sie Zeit haben - jeder engagieren. Nur, dass es eben teuer sind, weil sie sich dann eben nur um Dich kümmern. "Gesangsunterricht": das arbeiten an der Stimme und Technik regelmäßig über einen langen Zeitraum. "Coaching": das intensivie, konzentrierte Arbeiten zu einem bestimmten Anlass. Sie arbeiten nur auf eine bestimmten Gig hin, ein bestimmmntes Lied, an einem bestimmten Ausdruck ... perfektionieren diese bestimmte Performance, hilft das, was Du sowieso schon kannst, richtig einzusetzen.

    Dafür kann man eigentlch jeden Vocalcoach des Vertrauens nehmen. Diese Investition lohnt sich aber nur bei ganz besonders wichtigen Anässen. zB. CD-Aufnahmen, ein sehr wichtiger Auftritt usw....

    Fazit: der Eindruck, dass Sänger eine 100%ige Steigerung erfahren, trügt häufig. Sie haben lediglich dieses eine Lied perfektioniert, nicht ihren Gesang an sich.

    Das ist dennoch - wenn man es sich leisten kann - sehr sinnvoll: zB. Du singst einen Song auf CD, den Du noch nicht sehr oft gesungen hast. Alle Mitmusiker und der Ton-Ing sind sich einig, dass da im Refrain an der einen Stelle noch irgendwas im Ausdruck fehlt, aber niemand weiss genau, was es ist. Der Vocal-Coach kann es dann gleich vor Ort vermitteln und verschiedenen Ausdrucksformen mit Dir ad hoc ausprobieren...
     
  10. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 30.07.07   #10
    Ich muss sowohl UranusEXP als auch Antipasti Recht geben:
    Die scheinbare Steigerung beruht sehr stark darauf, dass jemandem der entscheidende technische Impuls gegeben wird der eben noch nicht "singen konnte" und der die Sprache des Coachs gut versteht.
    Wie Feeble richtig anmerkt: Den Lehrer zu wechseln gibt oft neue und sehr starke Impulse, die oft einen kleinen oder großen Durchbruch in der eigenen Gesangstechnik darstellen.

    Außerdem macht eben ein Coaching per se sehr viel aus. Vor meinem "Studiotermin" habe ich mich zusammen mit dem Pianisten für 90 Minuten coachen lassen und das Ergebnis war auch für mich faszinierend. Allerdings habe ich eben nichts weiter gelernt, als die Songs, die wir singen wollten in absoluter Perfektion zu singen.
     
  11. Masterstroke

    Masterstroke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.07   #11
    OHA !!! Das klingt interessant.Darüber wüsste ich gerne mehr.
     
  12. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

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    Erstellt: 30.07.07   #12
    Gehört eigentlich nicht wirklich hier rein, aber da ich Juliette damals großartig fand, fühle ich mich genötigt, zu widersprechen. ;)
    Ich denke nicht, dass sie austauschbar war. Ihre Stimme hat eine sehr eigene, tiefe und warme Klangfarbe, sie hat ihren Titeln auch immer eine eigene Note verliehen und Charme. Das was, denke ich, viele als zu perfekt angesehen haben, war, dass alles saß, der ganze Auftritt von vorne bis hinten, sowohl gesanglich als auch die Darbietung. Das gleiche Problem hatte in der letzten Staffel ja Francisca, neben Juliette meiner Meinung nach die beste Teilnehmerin aller vier Staffeln. Auch sie hatte eine sehr eigene, hohe und "flirrende" Klangfarbe. Auch Francisca hat es verstanden, ihren kompletten Auftritt zu inszenieren.
    Das Problem bei DSDS ist aber, dass für den Zuschauer der Soapcharakter interessanter ist, als das eigentliche Können der Kandidaten.
    Genauso ist es. Die Kandidaten, die gesanglich weniger drauf hatten, haben natürlich immer mehr dazu lernen können, als die, die sowieso schon sehr weit waren (in der kruden DSDS-Jury-Logik wurde letzteren dann gerne mal vorgeworfen, dass sie keine Fortschritte machen).


    Ansonsten kann ich auch nur Antipasti und Ice zustimmen: das gezielte Vorbereiten der Songs ist es, das vor allem zu der empfundenen Leistungssteigerung führt. Ich staune bisweilen, was meine Gesangslehrerin mit mir aus Songs rauszuholen weiß, die wir gemeinsam durchnehmen. Ich denke, ich habe eigentlich ein ganz gutes Gespür dafür, wie ich einen Song interpretiere, aber wenn wir dann intensiv daran arbeiten, ist es immer wieder erstaunlich, was man alles noch rausholen kann.
     
  13. Bell

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    Erstellt: 30.07.07   #13
    Dem kann ich absolut zustimmen. Vier Ohren hören mehr als zwei, und die Ohren des Gesangslehrers sind huindertprozentig auf den Song ausgerichtet bzw. auf Passagen, die man verbessern kann.

    Zu den "genormten, perfekten Stimmen" noch eines: wer seine Stimme beruflich braucht, also als Musicaldarsteller oder Sänger in einer viel gebuchten Show/Galaband, der muss oft mehrere Tage hintereinander mehrere Stunden singen, und zwar in hohen und tiefen Lagen, und möglichst gleichbleibende Qualität abliefern. Die Stimme muss diesen Belastungen standhalten können, ohne dass Probleme auftreten - über Jahre. das geht nur mit einer fundierten Ausbildung bzw. Gesangstechnik. Dass diese gewisse Kanten abschleift, oft Individualität nimmt und Stimmen etwas gleich klingen lässt, empfinde ich auch so, aber es ist eben der Tribut, den man zahlen muss, wenn man sich nicht in wenigen Jahren ins stimmliche Aus manövrieren will.
    schöne Grüße
    Bell
     
  14. UranusEXP

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    Erstellt: 30.07.07   #14
    Das meinte Ich...:great:
     
  15. UranusEXP

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    Erstellt: 30.07.07   #15
    Hatte ich gehört in einer Sendung des "ZDF Nachtstudio" zum Thema "Warum macht Singen glücklich?":

    Hier der Link zur Seite der Sendung.

    Hier der Link zum Video der Sendung in der ZDF Mediathek.

    Das von mir angesprochene Thema war in einem Gesprächsbeitrag von Karl Adamek zu hören.
     
  16. UranusEXP

    UranusEXP Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 30.07.07   #16
    Natürlich waren die beiden grossartige Sängerinnen. Aber als solche austauschbar. Keine "Originale" im doppelten Sinne des Wortes. Man hat doch schon Beyoncé, Alicia Keys und 100te von R&B-Sängerinnen aus USA, die vielleicht nicht an die beiden ranreichen aber an Francisca schon. Das soll Sie als Musikerin nicht abwerten, aber solche Leute sind eher für Show- und Galabühnen und Studiojobs geeignet, nicht unbedingt als "Künstler" nach §1 des PopGesetzBuch ;)

    Das Publikum hat immer entsprechend entschieden. Man kann dem Publikum mangelnde Sachkenntnis vorwerfen, aber Popmusik, im weitesten Sinne, DEFINIERT sich eben über die Zustimmung des PUBLIKUMS und nicht an einem abstrakten "Künstlertum".

    Man muss einfach wissen wo man hin will und hingehört und - um zum Thema zurückzukehren - diesen Rat gebe ich auch 0db.
     
  17. UranusEXP

    UranusEXP Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 30.07.07   #17
    Genau so ist es! :great:

    Deswegen sage ich man muss wissen wo man hin will und hin gehört!

    Es sind einfach sehr unterschiedliche Anforderungen, die z.B. an Pop- & Rockkünstler, Show-, Musical-, oder Opernsänger/innen gestellt werden. Es soll nichts auf- oder abgewertet werden, sondern nur darauf hingewiesen werden, dass mann da schon sehr differenziert betrachten und vorgehen muss, und dass "gut" eben nicht immer "gut" ist.
     
  18. 0 db

    0 db Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.07   #18
    Als ob hier jemand mitgelesen hat. :D
    Der Gesangslehrer der Sängerin meinte gestern abend, es sei nach 2 Jahren Zeit den Lehrer zu wechseln.


    Danke für die 1000 Tips und Kommentare!

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