Volume Poti kondensatorwechsel?!

von Max B, 23.11.06.

  1. Max B

    Max B Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.06   #1
    Hallo,

    ich habe schon viel gehört, dass man Kondensatoren (?!?) vom Volume Poti wechseln kann, damit man bei runtergedrehtem Volume an der gitarre keinen Höhenverlust hat.
    Diese Idee ist mir gestern Abend im heimischen Wohnzimmer beim spielen auf der Couch sehr sympathisch geworden.
    Nun meine Fragen:
    Habt Ihr Erfahrung mit solchen wechseln, wenn ja, welche?
    Ich spiele eine Gipson LP studio, welche ich schon mit einem SD SH1 und SH6 PU modifiziert habe, klingt saugeil.
    Welche Teile/ Kondensatoren müsste ich denn kaufen? kann ich die selber einbauen ( bin technisch nicht soooo begabt) oder überläßt man das besser dem Fachmann?! Und natürlich, was kostet das denn etwa, wenn man beide Vol. Kondensatoren wechselt/wechseln läßt?

    Vielen Dank schon mal für eure Tips.

    Max
     
  2. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.11.06   #2
    Du solltest mit einem Kondensator (am besten nen Folien-C) dein Vol-Poti überbrücken. der C sollte ne Kapazität von 100pF bis etwa 470pF ham, da musst du ausprobieren was hilft und was zu viel ist.
     
  3. K-Bal

    K-Bal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.06   #3
    wenn du ungeübt mit dem Lötkolben bist dann pass besser auf (ich weiß wovon ich spreche :D ). Ansonsten ist das kein großer Aufwand und auch für Anfänger zu meistern ;)
     
  4. Superunknown

    Superunknown Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.06   #4
    Du solltest dann aber das Poti ausbauen, gerade wenn man kein geübter Lötkolbenschwinger ist, kann schnell mal was daneben gehen...
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 24.11.06   #5
    Ich vertiefe das mal:

    Der Wert des Kondensators bestimmt sozusagen die "Höhe der Höhen", die unbeeinflusst durchgelassen werden. Ein gleichbeibend zu hoch erhaltener Höhenwert führt automatisch zu unbefriedigend dünnem, kaltem, unnatürlichem Klang, der unter Verlust von Wärme leidet.

    Man kann das ganz verfeinern, indem man zusätzlich einen Widerstand dazunimmt. Dessen Wert bestimmt wiederum den relativen Anteil der durchgelassenen Höhen. So dass wir es dann mit der Abhängigkeit von zwei Paramatern zu tun haben:

    1. erhaltene Frequenz
    2. Stärke der erhaltenen Frequenz

    (Ulf = DerOnkel könnte dazu mal wieder eine schönes Diagramm machen :-))

    Eine halbwegs ausgewogene Mischung hier:

    [​IMG]

    (Achtung: bei der Angabe 63 fehlt eine Null, es muss 630 heißen).

    Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, dass bereits verschiedene Kabel unterschiedlich Höhen dämpfen. D.h., wenn man mit viel Mühe und Graswachsenhören seine Ideal-Modifikation des Vol-Potis gefunden hat, kann der Umstieg auf ein anderes Kabel mit auffällig anderer Kapazität die Arbeit zunichte machen.

    Man sollte also solche Modifikationen immer mit dem Kabel und dem Amp testen, die man im Regelfalle ständig verwendet.
     
  6. SoЯRoW

    SoЯRoW Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.06   #6
    naja selbst wenn, sind 630v etwas übertrieben, kann auch weniger sein ;-)

    kurze übersicht
     
  7. murray

    murray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.06   #7
    Ich habe mir auch eine Treble-Bleed-Schaltung gebaut. Allerdings gibt es da wie gesagt mehrere Methoden. Ich habe die Variante genommen in der man einen Kondensator und einen Widerstand parallel schaltet. Ich weiß nicht mehr welche Werte ich da genommen habe...bin grad zu faul die Gitarre aufzubauen aber im Internet findet man tonnenweise Material. Im Endeffekt hängt die Stärke des Effektes nicht nur von den Werten der Widerstände und Kondensatoren ab sondern auch von der Art der Pickups, deren Widerstand, den Potis an sich, dem Kabel, dem Amp...am besten kauft man sich einfach ein paar Widerstände und Kondensatoren und probiert ein bisschen rum. Ich bin gleich bei meiner ersten Konfiguration hängen geblieben und ich muss sagen so eine Schaltung wirkt Wunder und ich bin sehr zufrieden mit der Verbesserung! Und insofern man auch nur ein bisschen Ahnung vom Löten hat kann man das selber machen und Geld und Nerven sparen (es gibt wirklich Vollspacken in Musikgeschäften, die dir allein schon für das Nennen der Werte der Bauteile Geld abverlangen :screwy: )
     
  8. Max B

    Max B Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.06   #8
    Vielen Dank für die Antworten.
    Wie ich die Sache sehe wäre es dann am besten in ein Musikgeschäft zu gehen und mich da beraten zu lassen, was man bei einer Gipson LP studio mit den PUs empfehlen könnte. Weil zu viel Höhen und den Verlust meines jetzigen Sounds bei voll aufgedrehtem Vol. will ich auf keinen Fall riskieren. Ich hatte mir das eher so vorgestellt, dass der Sound so bleibt, wie er jetzt bei voll aufgedrehtem Vol. ist und beim zurückdrehen die gleichen Anteile an Höhen und Tiefen behält und nur eben leiser wird.
    Wenn sich der Gesamtton ändert bei Einlöten eines Kond., dann muß man sich das echt überlegen, meist ist das Vol.Poti ja doch voll offen.

    Schöne Grüße,

    Max
     
  9. murray

    murray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.06   #9
    Nein das hast du schon richtig verstanden. Die Treble-Bleed Schaltung ändert nichts am Sound wenn das Poti offen ist. Wenn du es jedoch langsam zudrehst wird es leiser und die Höhen werden nicht mehr gedämpft. Natürlich werden jetzt wieder Leute, die das Gras wachsen hören aufschreien aber ich persönlich habe keinen Unterschied feststellen können und mich hat es einfach genervt, dass der Sound dumpf wird wenn man zudreht.
     
  10. DerOnkel

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    Erstellt: 24.11.06   #10
    Da wirst Du wohl kaum eine technisch einwandfreie Auskunft erhalten!
    Wie schon geschrieben, ergibt sich bei 100% Volume sich keine Veränderung![/quote]
    Das ist aus technischer Sicht absolut nicht zu erreichen! Es wird sich immer eine gewisse "Verschiebung" im Amplitudengang ergeben.
    Aus klanglicher Sicht gibt es da nur eines: Einfach ausprobieren. So teuer sind Kondensatoren nicht. Also einkaufen: Folienkondensatoren von 100pF bis 1nF und ausprobieren. Notfalls kann man die Höhen mit einem in Reihe geschalteten Widerstand etwas "bremsen". Auch hier gilt: Ausprobieren!

    Ich kann das ganze zwar mit simulieren, benötige dann aber alle elektrischen Daten der Tonabnehmer.

    Ulf
     
  11. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 29.11.06   #11
    Ich habe noch einmal etwas in meinen alten Beiträgen gewühlt. Hier findet sich einer über das Thema Volume-Kondensator. Dieser Beitrag ist auch in Guitar-Letter III enthalten.

    Ulf
     
  12. Hetfield89

    Hetfield89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.06   #12
    Ein Kumpel von mir hatte sich mal einen Kondensator mit 220pF eingelötet und hatte ihn kurz darauf wieder rausgehauen, da nicht wirklich ein "bedeutender" Unterschied zu hören war. Naja musst du selbst wissen ob du dir ein C reinbauen willst. Genügend Vorschläge hast ja gehört!
     
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