Von Blues Harp (Richter) zur Chromatischen

von Salmiak, 12.08.16.

  1. Salmiak

    Salmiak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.16   #1
    Hallo und guten Tag,


    ich möchte von der diatonischen oder Richtersystem oder Blues-Mundi wie auch immer zur chromatischen wechseln. Ich kann nicht 1 Note sondern spiele alles nach Gehör nach. Ich merke, (höre) bei vielen Liedern dass es Töne gibt, die ich auf meiner Blues nicht "finde"! Gerade unten bei den tiefen Tönen komm ich oft an den Punkt, dass ich denke, "nee, der war falsch aber den richtigen gibt's nicht"! Bei der Marseillaise zB.

    Ich hoffe es versteht jemand, was ich meine. Bringt der Wechsel zur Chrom da Abhilfe? Kann ich mit der Chrom mehr Töne spielen? Und ist es für jemand der nur Blues Harp Instrument bisher gespielt hat recht schwer, sich umzustellen?

    Danke für Infos schon mal.
     
  2. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.08.16   #2
    Hallo Salmiak
    Das ist eine spezielle Eigenheit des Richtersystems, dass in der untersten der drei Oktaven 2 Töne fehlen und hat gute Gründe.
    Auf einer chromatischen Mundharmonika findest Du in der Anordnung des Solo-Stimmsystems sämtliche Töne der chromatischen Tonskala. (Also ja! Sie bringt Abhilfe.)
    Die Schwierigkeiten bei der Umstellung empfindet jeder anders. Allein die Dimensionen der chromatischen Harps sind völlig anders. Eine Zwischenlösung sind die Harps im Solostimmsystem ohne Chromatik. Du lernst darauf das grundlegende Blas-Ziehschema, das man auch für die ChromHarp benötigt. Dort wird es dann erweitert.

    Die Stimmsysteme habe ich in diesem Forum bereits ausführlich erklärt und verglichen. Vielleicht helfen Dir die verschiedenen Threads mit den verschiedenen Erklärungsansätzen bei Deinen Fragen schon ein Stück weiter.

    Nach Gehör spielen ist eine feine Sache. Mache ich auch. Sich mit einigen Grundlagen der Tonleitern und Stimmsysteme vertraut machen, erleichtert das Verständnis dafür, was warum funktioniert oder auch nicht. Daher lege ich Dir dringend ans Herz, beim Lesen der Erläuterungen der Stimmsysteme in die Grundlagen der Musiklehre einzusteigen.

    Gruß
    Lisa
     
  3. Mamo70

    Mamo70 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.16   #3
    Hallo Salmiak, hallo Lisa!

    Hier muss ich Lisa mal berichtigen, obwohl bei ihr jede Menge Fachwissen parat steht! Es sind ein paar mehr Töne, die in der unteren Oktave fehlen. Bei einer C-Harp sind es z.B. F und A die per Zieh-Bending erzeugt werden.
    Und dann fehlen ja noch z.B. Cis, Dis, Gis usw.
    Such mal hier im Forum nach dem Stichwort Bending. Das ist für das Bluesharp-Spielen elementar! Um ne Bluesharp chromatisch spielen zu können brauchst du dann auch noch Blasbendings und Overblows.

    Wenn Du Lieder wie die Marseillaise spielen willst, bist Du wahrscheinlich bei der chromatischen Harmonika besser aufgehoben. Da musst Du Dich nur erstmal an ein etwas geändertes Ton-Layout gewöhnen.
    Die Blas- und Ziehmuster von der Bluesharp funktionieren hierbei nicht mehr. Aber das hatte ja Lisa schon geschrieben...

    Gruß Marco

    P.S.: Ups, der Thread ist ja schon älter...Vielleicht ist gar keine Antwort mehr erforderlich...
     
  4. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.11.16   #4
    Da hast Du mich missverstanden und ich mich missverständlich ausgedrückt.
    Die Bluesharp wird zwar durch die Bending-Technik chromatisch nutzbar, war aber ursprünglich als diatonisches Instrument gedacht. Es hätte richtig heißen müssen:

    Das ist eine spezielle Eigenheit des Richtersystems, dass in der untersten der drei Oktaven 2 Töne der diatonischen Tonleiter fehlen und hat gute Gründe.

    In den Kanälen 1-2-3 findet man die Töne +1 c / -1 d / +2 e / -2 g / +3 g / -3 h
    Es fehlen also die Töne f und a.
    Das sind nach meiner Rechnung 2 Töne.

    In den Kanälen 4-5-6-7 findet man die sogenannte Kernoktave mit den Tönen +4 c / -4 d / +5 e / -5 f / +6 g / -6 a / -7 h / +7 c

    In den Kanälen 8-9-10 findet man die Töne der obersten Oktave. Da die genau genommen mit dem c in +7 beginnt, nenne ich das hier noch einmal: +7 c /-8 d / +8 e / -9 f / +9 g / -10 a / +10 c

    In längeren Instrumenten taucht das zwischen a und c (Kanal 10) fehlende h in Kanal 11 auf.


    Das mal eben auf die Schnelle.
    Für mehr als kurze Zwischenbemerkungen habe ich heute leider keine Zeit.


    Gruß
    Lisa
     
  5. Mamo70

    Mamo70 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.16   #5
    So bin ich damit auch zufrieden! ;):great:

    Ich wollte mit den Halbtönen nur auf den Unterschied zur Chromatischen verweisen. Wenn die Töne gewünscht sind und oft gebraucht werden, ist die Chromatische die bessere Wahl!
     
  6. *Capricorn*

    *Capricorn* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #6
    Moin,

    das gleich habe ich auch vor, zu meinen Blues Harps soll noch ne Hohner Chromatica II M27 C (oder G), G klingt tiefer und weicher.
    Jeztzt kommt die Frage: Wie reinigt man so eine Chromatic ? Bei den Blues Harps mache ich es mit einem Ultraschall Gerät.
    Da bei der Chrom Ventile vorhanden und auch empfindlich sind, möchte ich hier um Rat bitten.
    7271168_800.jpg


    Gruß
    Franky
     
  7. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.01.17   #7
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