Von der Synthie Workstation zur DAW - ein kleiner musikalischer Vergleich

Jan S.

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Nachdem ich im Jahresverlauf 2025 auf dem damals recht frisch erworbenen Korg* Nautilus ein paar kleine Musikwerke eingespielt und sodann veröffentlicht hatte, versuche ich mich (bekanntermaßen) seit Herbst 2025 an der Musikproduktion mittels Computer.

Eine meiner ersten Veröffentlichungen in 2025 war das kleine Werk "Fire" (von meinem Erstlingsalbum "Four Elements"):


View: https://open.spotify.com/intl-de/track/5DylxU0QTfuvqrHDjjuyBe?si=4ecdef58234e4a85

Alternativ hier (und damit gut vergleichbar):


View: https://soundcloud.com/jan-m-schneider/4-fire?si=7eecae90b5214b52a850bac3ac9035a6&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Mit Sicherheit ist "Fire" nicht gerade das bedeutsamste Werk der Musikgeschichte. Aber ich mag das Stück, weil es ruhig und unauffällig auf dem Piano beginnt und sich sodann, über mehrere kleine Umwege hinweg - man könnte sie auch als Stilbrücke bezeichnen und kritisieren - zu einem ausgewachsenen Werk entwickelt (ähnlich wie sich das namensgebende Feuer ausbreitet).

Nun habe ich "Fire" - in erster Linie zu Übungszwecken - unter Verwendung der DAW neu eingespielt. Hierfür habe ich die originalen MIDI-Daten aus dem Nautilus verwendet, alles in allem aber - natürlich - viel verändert - sowohl technisch als auch musikalisch. Das Ergebnis ist das Folgende:


View: https://soundcloud.com/jan-m-schneider/fire-2026?si=5d67725c313f4f03bd7dab45c1b6ceea&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Ich weiß nicht, ob sich jemand die Mühe machen möchte, beide Stücke einmal vergleichsweise vollständig anzuhören. Für mich jedenfalls war der Schaffensprozess, und ist nun der Vergleich beider Werke, durchaus interessant. Ein paar Eindrücke und Erkenntnisse:

1.) Wie damals beim Umstieg von der Hardware (Nautilus) auf die Software (DAW) erhofft ist es so, dass sich am Computer Musik schaffen lässt, die man mit einer einzelnen Synthesizer Workstation nicht hinbekommt. Leichter finde ich es mit der DAW - trotz der enormen Möglichkeiten - aber nicht. Das aktuelle "Fire" klingt zwar in manchen Details (m.E.) besser als das Nautilus-Pendant. Aber die Erstellung war auch um ein Vielfaches aufwändiger: Während ich das Original von "Fire" damals auf dem Nautilus innerhalb von 1-2 Tagen entspannt (vom Fluchen über das kleine Display mal abgesehen) eingespielt habe, hat die Produktion an der DAW alles in allem sicherlich die fünffache Zeit beansprucht.

Mein Eindruck ist: Auf einer Synthesizer Workstation funktioniert vieles "out of the box", mit deutlich geringerem Fehlerpotenzial. Mit der DAW und den vielen virtuellen Instrumenten unterschiedlicher Hersteller lässt sich zwar vieles erreichen, aber man muss auch auf viel mehr achten und viel mehr Fehlerquellen im Griff haben. Die Erkenntnis mag für viele hier trivial sein, aber mir war das damals vor dem Umstieg auf den Computer nicht in dieser Deutlichkeit bewusst.

2.) Retrospektiv ist zu sagen, dass das Klangniveau des Nautilus zumindest teilweise beachtlich hoch ist. Insbesondere dessen Piano-Klang finde ich hervorragend. Auf dem Computer habe ich zahlreiche Piano-Instrumente, tue mich aber dennoch schwer damit, einen einwandfreien und herausragenden Klavier-Sound hinbekommen: Irgendetwas stört mich immer. Auf dem Nautilus funktioniert das Piano dagegen "out of the box" - und klingt dafür sehr gut. Auch einige weitere Preset-Sounds des Nautilus vermisse ich am Computer sehr.

3.) Mixing und Mastering sind am Computer wesentlich größere Herausforderungen als auf der Synthesizer Workstation: Auf dem Nautilus funktioniert(-e) das einfach, ohne dass man sich dazu größere Gedanken machen muss (dass der Sound von "Fire" bei der Veröffentlichung vermurkst wurde, ist ein anderes Thema...). Was ich an der DAW im Mastering so alles falsch mache, lässt sich im Forum ja nachlesen (… :censored: …).

Immerhin bringt die Neuaufnahme von "Fire" diesbezüglich für mich einen kleinen Erfolg, weil ich erstmalig - auch dank der zahlreichen hilfreichen Hinweise einiger Forumsteilnehmer - beim Mastering des Werkes keine größeren Probleme hatte. Sogar die teilweise recht extremen Drum-Parts im aktuellen "Fire" haben sich artig mastern lassen. Die hiesigen Profis werden sicherlich noch reichlich Optimierungspotenzial finden, aber für mich hat es gut funktioniert, schon auf Ebene der einzelnen Instrumenten-Spuren Sorgfalt walten zu lassen, anstatt auf den (Ozone-) Mastering Assistenten zu hoffen. Der hatte diesmal im Mastering dann auch tatsächlich eher wenig zu tun - d.h. die automatische Analyse von Ozone 12 hat längst nicht so drastisch eingegriffen, wie sie das bei vorherigen Masterings tat.

4.) Alles in allem war und ist der Wechsel auf die DAW für mich der richtige Schritt. Die Lernkurve ist zwar deutlich länger und flacher als erwartet, aber allmählich macht es Spaß. Wahrscheinlich werde ich noch ein oder zwei weitere ältere Werke zu Übungszwecken neu einspielen, bevor es dann endlich mit aktuellen Kompositionen richtig losgeht.

Viel Spaß beim Anhören - und einen herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit dafür nehmen. :)
 
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Insbesondere dessen Piano-Klang finde ich hervorragend. Auf dem Computer habe ich zahlreiche Piano-Instrumente, tue mich aber dennoch schwer damit, einen einwandfreien und herausragenden Klavier-Sound hinbekommen: Irgendetwas stört mich immer. Auf dem Nautilus funktioniert das Piano dagegen "out of the box" - und klingt dafür sehr gut. Auch einige weitere Preset-Sounds des Nautilus vermisse ich am Computer sehr.
Und warum verwendest Du das Nautilus für Piano Sounds dann nicht einfach weiter. Lässt sich ja mittels eines Midi-Interfaces einbinden oder direkt als Audio einspielen oder nicht?
 
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  • #3
Und warum verwendest Du das Nautilus für Piano Sounds dann nicht einfach weiter.
Das ist mir zu umständlich und würde den DAW-Arbeitsplatz unschön vergrößern. Deshalb habe ich - endgültig - entschieden, vollständig auf den Computer zu wechseln.
 

Das klingt ja wirklich sehr unterschiedlich. Ich finde den Klang der Nautilus Version irgendwie "runder" und "wärmer" und den Klang der DAW Version irgendwie "schmaler" und weniger "warm", aber dafür mehr "Kino".

Wenn Du die passende DAW nutzt, könntest Du den Sound vom Nautilus auch einmalig als Audiospur aufzeichnen und dann den Nautilus wieder wegstellen.

Das mit dem Piano Sound hatte ich auch mal. Da habe ich ewig gesucht. Hast Du die "Quantum Leap Pianos" von EastWest mal gecheckt? Wenn ich mich richtig erinnere, waren die mir aber schon zusehr "Kino" und ich meine, ich war dann schließlich bei dem "C7 Grand" von Acoustic Samples. Oder waren es die akkustischen Keys von uvi?
 
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  • #5
Das klingt ja wirklich sehr unterschiedlich. Ich finde den Klang der Nautilus Version irgendwie "runder" und "wärmer" und den Klang der DAW Version irgendwie "schmaler" und weniger "warm", aber dafür mehr "Kino". …
Sehr interessanter Eindruck - vielen Dank. (y)

Tatsächlich finde ich auch (nach nun einigen Vergleichen beider Versionen auf unterschiedlichen Wiedergabegeräten), dass das Original etwas „runder“ klingt. Genau diese Instrumentierung hat damals auf dem Nautilus offensichtlich gut funktioniert. Die Nachbildung innerhalb der DAW ist mir zumindest in Details nicht vollständig gelungen. Auch über das Frequenzband hinweg scheint mir das Original runder und „aufgeräumter“ zu sein.

Mindestens die Streicher finde ich in der DAW aber deutlich besser. Allerdings zu laut und dominant. Die werde ich in einem zweiten Mixing-Versuch leiser machen. Und das Piano vielleicht noch eine Nuance heller, damit es sich besser durchsetzt, aber das sind natürlich Details.
 
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Insbesondere dessen Piano-Klang finde ich hervorragend. Auf dem Computer habe ich zahlreiche Piano-Instrumente, tue mich aber dennoch schwer damit, einen einwandfreien und herausragenden Klavier-Sound hinbekommen: Irgendetwas stört mich immer. Auf dem Nautilus funktioniert das Piano dagegen "out of the box" - und klingt dafür sehr gut. Auch einige weitere Preset-Sounds des Nautilus vermisse ich am Computer sehr.
Einfachste Lösung ist das hier:

Das ist die Engine des Nautilus / Kronos als Plugin.

Das Plugin ist auch Teil der Korg* Collection:


Gibt es auch immer mal wieder als günstiges Angebot oder zu Aktionen.
 
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  • #7
Danke, aber primär geht es mir hier im Thread um einen musikalischen Vergleich - und gerne auch um kritische Anmerkungen zum Gehörten. ;)
 
Danke, aber primär geht es mir hier im Thread um einen musikalischen Vergleich - und gerne auch um kritische Anmerkungen zum Gehörten. ;)
Ich will jetzt nicht die belitigte Leberwurst spielen aber mein Hinweis war für die Leser dieses Threats gedacht, dass man den Klang des Korg*-Pianos (Nautilus/Kronos) auch OHNE das Gerät haben kann, da du dies ja auch expliziet in deinem Post erwähnst:

auf dem Computer habe ich zahlreiche Piano-Instrumente, tue mich aber dennoch schwer damit, einen einwandfreien und herausragenden Klavier-Sound hinbekommen: Irgendetwas stört mich immer.

Ich selbst finde es allgemein sehr schwierig Musik zu kritisieren. Ich kenne weder deinen Kompositionsprozess, noch die Hintergründe des Titels. Deswegen kann ich immer nur persönliche Eindrücke eines Songs vermitteln und maße mir nicht an einen Song zu "kritisieren".

Ich habe mir beide Versionen auf verschiedenen Systemen angehört, jetzt zum Schluß im Studio über die Studio-Abhöre (Yamaha* HS-7 und Beyerdynamic* DT-770 Pro ). Dabei sind bei mir die folgenden "Eindrücke" entstanden. :)

Zum Sound:
Die Nautilus-Version klingt intimer, was glaube ich einfach der Tatsache geschuldet ist, dass du mit weniger Hallräumen arbeitest. Dadurch klingt die DAW-Version im Vergleich "studioartiger" oder mehr nach Kino. Natürlich tragen da auch die Orchester-Samples ihren Teil dazu bei. Die sind bei der Korg-Version schon gut aber mit etwas Erfahrung nimmt man schon wahr, dass es sich hierbei um Samples aus einer Workstation handeln muss. Dies klingt in der DAW-Version schon mehr nach realem Orchester.

Die Frage, die ich mir noch gestellt habe ist, wurde die Korg-Version komplett in den Nautilus-Sequenzer eingespielt und dann auf einer Stereo-Spur in der DAW aufgenommen und gemastert? So vermute ich es anhand deiner Beschreibungen. Ich bin mir sicher, hättest du mit den Korg-Sounds eine echte DAW-Produktion gefahren also Aufnahme und Mischung der Einzelspuren in der DAW, würde die Korg-Version auch nochmal anders klingen.

Große Unterschiede hört man bei den Drum und Percussion-Sounds. Die klingen in der Korg-Version doch irgendwie dünn und ein wenig nach Drum-Computer. Ich würde auch differenzieren zwischen Klang und Komposition. Vom Klang mag ich die DAW-Version im Drum / Percussion-Bereich mehr als die Korg-Version. Einige Chrashcymbals sind mir in der DAW-Version etwas zu sehr im Vorderung. Da fehlt es mir etwas an Tiefenstaffelung, dass ist aber auch nicht so leicht hinzubekommen.

In der DAW-Version gefallen mir auch die Synthesizer-Sounds und Sequenzes. Die klingen etwas ausgereifter als bei der Korg-Version. Das passiert aber häufig, wenn man eine Komposition zum zweiten Mal einspielt, dass man einige Ideen verfeinert. Dies kann aber auch die ursprüngliche Version in ihrer Art komplett verändern.

Zur Komposition:
An der Komposition mag ich besonders das Klavier. Ich finde auch nicht, dass die DAW-Version hier "schlechter" klingt, sondern insgesamt durch die unterschiedlichen Hallräume einen anderen Eindruck vermittelt. Ich selbst bin aber ebenfalls großer Fan der SGX2-Piano-Engine von Korg und mag den Grundklang des Pianos in der Korg-Version auch lieber. Was ich durchaus festgestellt habe: wenn man einen Sound wechselt, lohnt es sich oft, die Spur mit dem neuen Sound nochmal einzuspielen.

Die Harmonik gefällt mir auch, es wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut und man kann die Komposition in klare Abschnitte einteilen, die unterschiedliche Eindrücke und Stimmungen vermitteln. Es würde sehr gut als Filmmusik passen aber funktioniert nach meiner Meinung auch als eigenständiger Song.

Was mir persönlich nicht gefällt und das finde ich jetzt schwierig zu schreiben, sind die Drums und Percussion als Komposition. Es ergibt sich leider für mich und mein Empfinden in den Parts, in denen du die Drums als rhythmisches Mittel einsetzt, kein Gesamtpuls der Komposition mehr. Eher im Gegenteil, gerade bei der Korg-Version arbeiten die Drum-Parts irgendwie gegen die Instrumentenparts. Das ist in der zweiten Version schon anders geworden, hier gibt es aber den einen Teil ab ca. 6:13min wo Drums, Synthesizer-Sequenz und Haupt-Piano-Part aufeinander treffen. Hier geht nach meinem Empfinden der Puls des Stückes irgendwie verloren aber dies kann natürlich auch Absicht sein, deswegen ist dies ausdrücklich kein gut oder schlecht, sondern nur mein persönliches Empfinden.

Ich versuche einen kleinen Vergleich (auch das ist natürlich schwierig) herzustellen:

Fallout 4 Main Theme:

View: https://www.youtube.com/watch?v=6YmUufemZSM&list=RD6YmUufemZSM&start_radio=1

Auch hier schwenkt der eher ruhige melancholische Anfang um, in einen dynamischen Teil. Der Gesamtpuls des Songs bleibt aber immer irgendwie deutlicher erkennbar.

Zum Abschluß möchte ich nochmal sagen, dass mir der Song sehr gut gefällt und ich auch die Qualität und Produktion gut finde.

Grüße Dennis
 
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  • #9
Klasse - vielen Dank für dieses ausführliche Feedback (zu dem ich erstmal in mich gehen werde)! :)
 
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  • #10
Meine Hörwahrnehmung deckt sich mit dem was ich auch erwarten würde.
Da das Stück mit Hilfe aller Möglichkeiten einer DAW weiter ausgearbeitet wurde, klingt es für mich auch so. Die Workstation Version gibt einen guten Eindruck der Komposition und ist für mich eine sehr gute Vorproduktion. Das DAW Ergebniss ist aber komplexer und IMO besser arrangiert und auch stimmiger abgemischt.
Das ist aber eben auch keine große Überraschung, da eine DAW enben viel mächtiger als eine Workstation ist.

Eine ganz andere Frage ist, in wiefern der Produktions Workflow (der bei der Workstation ganz anders ist, als bei einer DAW) einen Einfluß auf den kreativen Prozess hat. Eine Workstation ist rein haptisch/physisch erstmal ein "Keyboard". Während (so nehme ich es wahr) eine DAW eine Mixing und Sequenzer Software Umgebung und weniger ein "Instrument" ist. Daher kann es IMO durchaus so sein, dass "Komponieren" mit einer Workstation andere/bessere Resultate bringt, als wenn man Pianorollen in einer DAW erstellt.

Vom Sound her sollte eine DAW heute mit jedem Synthy/Piano/... zumindest mithalten, wenn nicht sogar übertreffen können, weil eben viel über Effekt/Plugins noch aufgehübscht werden kann.

Das das alles viel Zeit sowohl bei der Lernkurve als auch bei der Anwendung mit sich bringt, liegt auf der Hand.
 
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  • #11
… Eine ganz andere Frage ist, in wiefern der Produktions Workflow (der bei der Workstation ganz anders ist, als bei einer DAW) einen Einfluß auf den kreativen Prozess hat. Eine Workstation ist rein haptisch/physisch erstmal ein „Keyboard“. … Daher kann es IMO durchaus so sein, dass "Komponieren" mit einer Workstation andere/bessere Resultate bringt, als wenn man Pianorollen in einer DAW erstellt. …
Interessanterweise ist es zumindest so, dass ich auch in die DAW die Werke zu 99,9% über die Klaviatur einspiele. Zumindest das hat sich damit nicht geändert.

Die Pianorolle und die vielen weiteren Möglichkeiten der DAW nutze ich aber - zugegeben - für die Nachbearbeitung. In den Nautilus habe ich die meisten Werke vollständig frei eingespielt - häufig sogar ohne Metronom. Die Nachbearbeitung war marginal (und bestand im Wesentlichen darin, nicht gelungene Passagen nochmals neu einzuspielen). Mit der DAW ist die Nachbearbeitung und Feinjustierung der zeitlich größere Brocken geworden.

Ich persönlich finde es übrigens auch wichtig, dass Musik mit einem „Instrument“ eingespielt wird - und sei es auch nur eine Klaviatur, die dann - je virtuellem Instrument - auf der jeweiligen Spur unterschiedliche Instrumente nachahmt. Dass (sogar von Profis) ganze Musikwerke vollständig über die Pianorolle gebastelt werden, empfinde ich als ebenso überraschend wie beachtlich. ;)
 
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  • #12
… Die Frage, die ich mir noch gestellt habe ist, wurde die Korg-Version komplett in den Nautilus-Sequenzer eingespielt und dann auf einer Stereo-Spur in der DAW aufgenommen und gemastert? …
Hierauf schulde ich noch die Antwort - sie fällt sogar noch schlimmer aus als vermutet: ;) Alle auf dem Nautilus erstellten und danach veröffentlichten Stücke (immerhin vier Alben) sind vollständig auf dem Nautilus eingespielt und danach überhaupt nicht (!) ordentlich gemastert. Sondern sie wurden lediglich im Veröffentlichungsprozess (iMusician) durch ein völlig automatisiertes Instant Mastering gejagt. Leider haben sich so ziemlich alle Werke dadurch akustisch negativ verändert (das Album „Oscar‘s Here“ ist m.E. sogar völlig verunglückt).

Insofern liegst du sicherlich richtig: Hätte man den Nautilus-Output noch ordentlich gemastert, klänge er deutlich besser.
 
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  • #13
Hierauf schulde ich noch die Antwort - sie fällt sogar noch schlimmer aus als vermutet:
Ich finde das gar nicht schlimm. Dafür ist das Ergebnis doch nicht schlecht also diese Hörprobe jedenfalls nicht und nach meiner Meinung wird heutzutage eh zu viel Wert auf das "rauspolieren" eines Tracks gelegt, als auf den eigentlichen musikalischen Inhalt. Das finde ich bei dir gar nicht, gerade die Klavierkomposition finde ich wirklich gut und musikalisch ansprechend.
 
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