Jan S.
Registrierter Benutzer
- 11.06.26
- 20.04.25
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Nachdem ich im Jahresverlauf 2025 auf dem damals recht frisch erworbenen Korg* Nautilus ein paar kleine Musikwerke eingespielt und sodann veröffentlicht hatte, versuche ich mich (bekanntermaßen) seit Herbst 2025 an der Musikproduktion mittels Computer.
Eine meiner ersten Veröffentlichungen in 2025 war das kleine Werk "Fire" (von meinem Erstlingsalbum "Four Elements"):
View: https://open.spotify.com/intl-de/track/5DylxU0QTfuvqrHDjjuyBe?si=4ecdef58234e4a85
Alternativ hier (und damit gut vergleichbar):
View: https://soundcloud.com/jan-m-schneider/4-fire?si=7eecae90b5214b52a850bac3ac9035a6&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
Mit Sicherheit ist "Fire" nicht gerade das bedeutsamste Werk der Musikgeschichte. Aber ich mag das Stück, weil es ruhig und unauffällig auf dem Piano beginnt und sich sodann, über mehrere kleine Umwege hinweg - man könnte sie auch als Stilbrücke bezeichnen und kritisieren - zu einem ausgewachsenen Werk entwickelt (ähnlich wie sich das namensgebende Feuer ausbreitet).
Nun habe ich "Fire" - in erster Linie zu Übungszwecken - unter Verwendung der DAW neu eingespielt. Hierfür habe ich die originalen MIDI-Daten aus dem Nautilus verwendet, alles in allem aber - natürlich - viel verändert - sowohl technisch als auch musikalisch. Das Ergebnis ist das Folgende:
View: https://soundcloud.com/jan-m-schneider/fire-2026?si=5d67725c313f4f03bd7dab45c1b6ceea&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
Ich weiß nicht, ob sich jemand die Mühe machen möchte, beide Stücke einmal vergleichsweise vollständig anzuhören. Für mich jedenfalls war der Schaffensprozess, und ist nun der Vergleich beider Werke, durchaus interessant. Ein paar Eindrücke und Erkenntnisse:
1.) Wie damals beim Umstieg von der Hardware (Nautilus) auf die Software (DAW) erhofft ist es so, dass sich am Computer Musik schaffen lässt, die man mit einer einzelnen Synthesizer Workstation nicht hinbekommt. Leichter finde ich es mit der DAW - trotz der enormen Möglichkeiten - aber nicht. Das aktuelle "Fire" klingt zwar in manchen Details (m.E.) besser als das Nautilus-Pendant. Aber die Erstellung war auch um ein Vielfaches aufwändiger: Während ich das Original von "Fire" damals auf dem Nautilus innerhalb von 1-2 Tagen entspannt (vom Fluchen über das kleine Display mal abgesehen) eingespielt habe, hat die Produktion an der DAW alles in allem sicherlich die fünffache Zeit beansprucht.
Mein Eindruck ist: Auf einer Synthesizer Workstation funktioniert vieles "out of the box", mit deutlich geringerem Fehlerpotenzial. Mit der DAW und den vielen virtuellen Instrumenten unterschiedlicher Hersteller lässt sich zwar vieles erreichen, aber man muss auch auf viel mehr achten und viel mehr Fehlerquellen im Griff haben. Die Erkenntnis mag für viele hier trivial sein, aber mir war das damals vor dem Umstieg auf den Computer nicht in dieser Deutlichkeit bewusst.
2.) Retrospektiv ist zu sagen, dass das Klangniveau des Nautilus zumindest teilweise beachtlich hoch ist. Insbesondere dessen Piano-Klang finde ich hervorragend. Auf dem Computer habe ich zahlreiche Piano-Instrumente, tue mich aber dennoch schwer damit, einen einwandfreien und herausragenden Klavier-Sound hinbekommen: Irgendetwas stört mich immer. Auf dem Nautilus funktioniert das Piano dagegen "out of the box" - und klingt dafür sehr gut. Auch einige weitere Preset-Sounds des Nautilus vermisse ich am Computer sehr.
3.) Mixing und Mastering sind am Computer wesentlich größere Herausforderungen als auf der Synthesizer Workstation: Auf dem Nautilus funktioniert(-e) das einfach, ohne dass man sich dazu größere Gedanken machen muss (dass der Sound von "Fire" bei der Veröffentlichung vermurkst wurde, ist ein anderes Thema...). Was ich an der DAW im Mastering so alles falsch mache, lässt sich im Forum ja nachlesen (…
…).
Immerhin bringt die Neuaufnahme von "Fire" diesbezüglich für mich einen kleinen Erfolg, weil ich erstmalig - auch dank der zahlreichen hilfreichen Hinweise einiger Forumsteilnehmer - beim Mastering des Werkes keine größeren Probleme hatte. Sogar die teilweise recht extremen Drum-Parts im aktuellen "Fire" haben sich artig mastern lassen. Die hiesigen Profis werden sicherlich noch reichlich Optimierungspotenzial finden, aber für mich hat es gut funktioniert, schon auf Ebene der einzelnen Instrumenten-Spuren Sorgfalt walten zu lassen, anstatt auf den (Ozone-) Mastering Assistenten zu hoffen. Der hatte diesmal im Mastering dann auch tatsächlich eher wenig zu tun - d.h. die automatische Analyse von Ozone 12 hat längst nicht so drastisch eingegriffen, wie sie das bei vorherigen Masterings tat.
4.) Alles in allem war und ist der Wechsel auf die DAW für mich der richtige Schritt. Die Lernkurve ist zwar deutlich länger und flacher als erwartet, aber allmählich macht es Spaß. Wahrscheinlich werde ich noch ein oder zwei weitere ältere Werke zu Übungszwecken neu einspielen, bevor es dann endlich mit aktuellen Kompositionen richtig losgeht.
Viel Spaß beim Anhören - und einen herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit dafür nehmen.
Eine meiner ersten Veröffentlichungen in 2025 war das kleine Werk "Fire" (von meinem Erstlingsalbum "Four Elements"):
View: https://open.spotify.com/intl-de/track/5DylxU0QTfuvqrHDjjuyBe?si=4ecdef58234e4a85
Alternativ hier (und damit gut vergleichbar):
View: https://soundcloud.com/jan-m-schneider/4-fire?si=7eecae90b5214b52a850bac3ac9035a6&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
Mit Sicherheit ist "Fire" nicht gerade das bedeutsamste Werk der Musikgeschichte. Aber ich mag das Stück, weil es ruhig und unauffällig auf dem Piano beginnt und sich sodann, über mehrere kleine Umwege hinweg - man könnte sie auch als Stilbrücke bezeichnen und kritisieren - zu einem ausgewachsenen Werk entwickelt (ähnlich wie sich das namensgebende Feuer ausbreitet).
Nun habe ich "Fire" - in erster Linie zu Übungszwecken - unter Verwendung der DAW neu eingespielt. Hierfür habe ich die originalen MIDI-Daten aus dem Nautilus verwendet, alles in allem aber - natürlich - viel verändert - sowohl technisch als auch musikalisch. Das Ergebnis ist das Folgende:
View: https://soundcloud.com/jan-m-schneider/fire-2026?si=5d67725c313f4f03bd7dab45c1b6ceea&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
Ich weiß nicht, ob sich jemand die Mühe machen möchte, beide Stücke einmal vergleichsweise vollständig anzuhören. Für mich jedenfalls war der Schaffensprozess, und ist nun der Vergleich beider Werke, durchaus interessant. Ein paar Eindrücke und Erkenntnisse:
1.) Wie damals beim Umstieg von der Hardware (Nautilus) auf die Software (DAW) erhofft ist es so, dass sich am Computer Musik schaffen lässt, die man mit einer einzelnen Synthesizer Workstation nicht hinbekommt. Leichter finde ich es mit der DAW - trotz der enormen Möglichkeiten - aber nicht. Das aktuelle "Fire" klingt zwar in manchen Details (m.E.) besser als das Nautilus-Pendant. Aber die Erstellung war auch um ein Vielfaches aufwändiger: Während ich das Original von "Fire" damals auf dem Nautilus innerhalb von 1-2 Tagen entspannt (vom Fluchen über das kleine Display mal abgesehen) eingespielt habe, hat die Produktion an der DAW alles in allem sicherlich die fünffache Zeit beansprucht.
Mein Eindruck ist: Auf einer Synthesizer Workstation funktioniert vieles "out of the box", mit deutlich geringerem Fehlerpotenzial. Mit der DAW und den vielen virtuellen Instrumenten unterschiedlicher Hersteller lässt sich zwar vieles erreichen, aber man muss auch auf viel mehr achten und viel mehr Fehlerquellen im Griff haben. Die Erkenntnis mag für viele hier trivial sein, aber mir war das damals vor dem Umstieg auf den Computer nicht in dieser Deutlichkeit bewusst.
2.) Retrospektiv ist zu sagen, dass das Klangniveau des Nautilus zumindest teilweise beachtlich hoch ist. Insbesondere dessen Piano-Klang finde ich hervorragend. Auf dem Computer habe ich zahlreiche Piano-Instrumente, tue mich aber dennoch schwer damit, einen einwandfreien und herausragenden Klavier-Sound hinbekommen: Irgendetwas stört mich immer. Auf dem Nautilus funktioniert das Piano dagegen "out of the box" - und klingt dafür sehr gut. Auch einige weitere Preset-Sounds des Nautilus vermisse ich am Computer sehr.
3.) Mixing und Mastering sind am Computer wesentlich größere Herausforderungen als auf der Synthesizer Workstation: Auf dem Nautilus funktioniert(-e) das einfach, ohne dass man sich dazu größere Gedanken machen muss (dass der Sound von "Fire" bei der Veröffentlichung vermurkst wurde, ist ein anderes Thema...). Was ich an der DAW im Mastering so alles falsch mache, lässt sich im Forum ja nachlesen (…
…).Immerhin bringt die Neuaufnahme von "Fire" diesbezüglich für mich einen kleinen Erfolg, weil ich erstmalig - auch dank der zahlreichen hilfreichen Hinweise einiger Forumsteilnehmer - beim Mastering des Werkes keine größeren Probleme hatte. Sogar die teilweise recht extremen Drum-Parts im aktuellen "Fire" haben sich artig mastern lassen. Die hiesigen Profis werden sicherlich noch reichlich Optimierungspotenzial finden, aber für mich hat es gut funktioniert, schon auf Ebene der einzelnen Instrumenten-Spuren Sorgfalt walten zu lassen, anstatt auf den (Ozone-) Mastering Assistenten zu hoffen. Der hatte diesmal im Mastering dann auch tatsächlich eher wenig zu tun - d.h. die automatische Analyse von Ozone 12 hat längst nicht so drastisch eingegriffen, wie sie das bei vorherigen Masterings tat.
4.) Alles in allem war und ist der Wechsel auf die DAW für mich der richtige Schritt. Die Lernkurve ist zwar deutlich länger und flacher als erwartet, aber allmählich macht es Spaß. Wahrscheinlich werde ich noch ein oder zwei weitere ältere Werke zu Übungszwecken neu einspielen, bevor es dann endlich mit aktuellen Kompositionen richtig losgeht.
Viel Spaß beim Anhören - und einen herzlichen Dank an alle, die sich die Zeit dafür nehmen.

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