Von Jazz allein kann man nicht leben.

von TE335, 16.03.16.

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pedaltrain
  1. TE335

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    Erstellt: 16.03.16   #1
    Moin. Ich bin heute über einen Radiobeitrag im NDR Info gestolpert, den es auch als Text gibt und der sich um das Leben mit Musik, hier im speziellen mit Jazz auseinandersetzt.

    http://www.ndr.de/kultur/musik/jazz/Vom-Jazz-allein-kann-man-nicht-leben,jazzstudie100.html

    Es geht hier um eine Umfrage bei Jazzeern und über ihre Einkünfte. Es ist sehr interessant und zeigt, wie schwierig es ist, mit und von der Musik zu leben. Es soll niemanden entmutigen, aber es ist meiner Meinung nach auch ein Argument in Richtung der häufig gestellten Frage, ob man Musik/Gitarre studieren sollte.

    Und hier mal die 80seitige Studie als pdf

    http://jazzpages.com/fsmedia/jazzstudie2016_small.pdf
     
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  2. Pie-314

    Pie-314 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.03.16   #2
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  3. stoffl.s

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    Erstellt: 17.03.16   #3
    Wow, umfangreiche Studie - ich hab mir mal nur das Inhaltsverzeichnis angeschaut, aber da ist ja einiges zu lesen :great:
    Wobei es wohl nicht nur Jazzern so geht, ich glaub die wenigsten Musiker können von ihrer Kunst leben - die meisten sind froh, wenn sie halbwegs ihre laufenden Kosten der Musik damit decken können, also Proberaum, Saiten etc...
    Und gerade im Bereich Jazz und Rock ist es extrem schwer ausreichend Publikum zu finden um damit wirklich genug zu verdienen.
     
  4. falschirmdefekt

    falschirmdefekt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.16   #4
    Super,
    der NDR berichtet über Musiker, die nicht von ihrer Kunst leben können,

    spielen dagegen seit Jahrzehnten den Plattenfirmen nach dem Mund, um ihre Verkaufszahlen zu erhöhen und uns die große Musikwelt vorzuenthalten, diese GEZ-*edit - Beleidigungen dieser Art bitte ab sofort unterlassen*, dreht doch mal NDR 1, NDR 2, Enjoy, etc ein, ...

    weiter unterhalten sie ein NDR-Synphonieorchester, das trotz erheblichem Minus eine blattvergoldete USA-Reise vornimmt. Dafür wurden dann noch neben GEZ echte Steuergelder aus Berlin entnommen, von uns,

    sollten sie doch mal wie die freien Sender unbekannte und echt gute Band vorstellen und nicht dieses Radiolala spielen,
    NDR kritisch, haha, Musiker kein Geld ...
    (ich denke aktuell auch an den NDR-Bericht über das Ergebnis der Verhandlung bei der Betrügerin Von der Leyen: " Urteil ist verständlich...nur eine kleine Schramme ...steht ihr gut...", nichts von Vater Ministerpräs in N, Ehemann Prof und Unterstützer dieser Uni, ...


    naja, ich höre gerade echt cooles auf Radio Tide, war gestern im ganz kleinen Jazzkonzert mit unglaublich guten Musikern, natürlich ohne den NDR, und freue mich über echtes Engagement
     
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  5. TE335

    TE335 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.16   #5
    Junge, junge, da hat sich aber jemand den Frust von der Seele geredet.

    Also wenn ich NDR Info höre und den Jazzabend, dann werden dort regelmäßig neue und unbekannte Künstle vorgestellt.

    Die Studie ist aber nicht vom NDR erstellt worden, sondn dieser hat sie nur veröffentlicht. Das heißt nicht, dass die Nachricht dahinter falsch oder gelogen ist.

    Zu wlche, Preis bist du denn gestern im Jazzclub gewesen? Können die Jazzer davon ordentlich bezahlt werden?
     
  6. falschirmdefekt

    falschirmdefekt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.16   #6
    hallo,

    nein, Frust wäre, wenn ich etwas erwarte, aber ich bin weder ein 12jähriges Mädchen (Enjoy), noch eine 30jährige Sekretärin (alle anderen) oder über 70 (Kultur), ich lasse den Sender links liegen, auch die Nachrichten. In dem Punkt haben die üblen Pegidas übrigens etwas Recht, man müsste Halbwahrheitensender zu den Gez-tis sagen, Süddeutsche und Taz arbeiten noch richtig !
    Ich höre gerade auf Tide die sechste Spezialsendung heute, ich kannte kein einzigen Song davon, das ist Vielfalt, von der alle sprechen...


    die Jazzer erhalten eine Festgage, net viel, aber so ist der Laden gut besucht, wir erhielten früher für sowas sogar nur Essen und Trinken :), später je Person einen Hunni, ich aquirierte immer die Gigs, meine Leidenschaft :), stellte mich überall vor, lief ganz gut
     
  7. gidarr

    gidarr Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.03.16   #7
    Darum hatte ich sie in seinem Thread ja zitiert:

    Aber wahrscheinlich hatte niemand Zeit es zu lesen. :rolleyes:
     
  8. TheMystery

    TheMystery Gitarren - MOD Moderator

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    Erstellt: 18.03.16   #8
    @falschirmdefekt : dein rumgereite auf dem NDR lenkt hier allerdings auch von den Aussagen der Studien ab, um deren Inhalt es hier gehen soll, daher bitte ich um eine Rückkehr zum Thema!

    Zum Thema:

    Die genannten Zahlen (ca. 11.000€ Brutto/Jahr im Durchschnitt und nur 5% der Jazzmusiker mit einem Jahrenbruttoeinkommen im Bereich des Gesamtdurchschnitts von ~31.000€/Jahr) sind schon sehr ernüchternd :-/

    Gruss
    TheMystery
     
  9. TE335

    TE335 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.16   #9
    Ich habe es tatsächlich gelesen, und die Studie ist schon sehr ernüchternd. Interessant - und berechtigt - finde ich die Forderung, Jazz so zu fördern wie es andere Künste in Deutschland erfahren. Und was mir neu war, dass wir mit der Künstlersozialkasse ein weltweit einmaliges System zur sozialen Absicherung von Künstlern haben, auch wenn es nicht vor Armut schützt. Zumindest das ist ein Hoffnungsschimmer.
     
  10. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.16   #10
    Ich sehe das sehr kritisch. Wer oder was bestimmt denn, dass nun ausgerechnet Jazz ausgesprochen "förderungswürdig" ist? Die Jazz-Leidenschaft diverser Würdenträger in der Politik? Was genau macht Jazz so schützenswert wie Klassik, aber meinetwegen Metal oder Funk nicht? Irgendein Regelwerk außer "das ist irgendwie anspruchsvoll, sollte man also bewahren" sollte es geben.
     
  11. TE335

    TE335 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.16   #11
    Ja, das eine zu fördern heißt ja nicht, dass das andere nicht gefördert werden sollte. Ich habe es für Jazz zum Thema gemacht, andere Leute können es für Metal zum Thema machen, so wie es für Klassik bereits gemacht wurde.

    Und wer es dann bestimmt was förderungswürdig ist ... wir alle durch unsere demokratische Arbeit, in einem langen, schwierigen Prozess.
     
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