Wandstärke im E-Fach für Toggle-Switch reduzieren. Wie am besten?

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Hallo zusammen,

in einem anderen Thread hatte ich schon mal von dem Umstand berichtet, dass ein Standard-Toggle-Schalter nicht in meine Cort M-600 passt. Offensichtlich ist die "Wandstärke", also die Holzdicke zwischen E-Fach und Oberfläche zu stark. Der Original-Toggle hat ein um 2-3 mm längeres Gewinde und lässt sich problemlos anbringen, während beim Ersatz-Toggle nun kaum ein halber Gewindegang oben rausschaut.

Da es offensichtlich (habe auch bei Rockinger gefragt und das Internet abgesucht) keine Toggles mit längerem Gewinde gibt, will ich nun die Holzdicke an der Stelle im E-Fach reduzieren. Ich hatte schon früher mal an anderen Gitarren mit einem Stechbeitel vorsichtig gute Ergebnisse erzielt. Ich würde vermutlich jetzt eher zum Dremel greifen, aber die Hauptproblematik ist jetzt ja, dass die Oberfläche möglichst plan werden soll. Wobei das am Ende auch nicht auf ein paar Zehntelmillimeter ankommen dürfte.

Ein Forstnerbohrer wäre eine andere Option, aber allein die Gitarre irgendwie unter meinen doch eher kleinen Bohrständer zu positionieren, stelle ich mir schwierig vor.

Wie würdet ihr das angehen? Und falls Dremel: welchen Aufsatz würdet ihr nehmen, um wohldosiert und kontrolliert etwas Material im E-Fach abzunehmen?
 

Hi,
Wäre denn eine Mutter deren Gewinde in das Loch reingeht (Deep Knurled Nut) eine Option?
Beispiel
 
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Benutzt man da nicht die "sunk nut" ....?

so z.B.



Das Gewinde des langen Switchcraft Toggle Switch hat eine Länge von ca. 8,7 mm (entspricht etwa 11/32 Zoll). [1]

Technische Daten des Gewindes
    • Gewindelänge: ca. 8,7 mm
    • Gewindedurchmesser: 12 mm (bzw. US-Maß 15/32"-32)
    • Besonderheit: Die mitgelieferte Sunk Nut (tiefere Rändelmutter) ist speziell für dickere Decken wie bei klassischen Les Paul oder ES-Gitarren ausgelegt, bei denen eine flache Standardmutter nicht ausreichen würd


??
 

Für mich käme ein Stechbeitel nie infrage, weil grundsätzlich zu grob.

Alles, was durch Drehung bohrt, senkt, hobelt oder schleift könnte man nehmen. Ich würde halt Vorkehrungen treffen, dass die Senktiefe klar und sicher begrenzt wird. Wenn es nämlich zu tief wird, dann ist das unwiderruflich passiert (natürlich kann man auffüllen, aber es geht ja um die Stabilität des Restes - man will ja nicht beim 1000sten Mal schalten den Schalter in die Gitarre drücken). Ohne passenden Ständer für die Maschine mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten würde ich mir etwas zum Zwischenlegen (z.B. ein Rohr zwischen Gitarrenrückseite und einer sicher aufliegenden Stelle an der Maschine) basteln: Bedenke, dass man immer zweimal misst (und rechnet!), bevor man den Einschalter betätigt.
 
Bei den meisten Hilfsangeboten wird das wirkliche Problem (zu kurzes Gewinde) nicht wirklich angesprochen. Ich habe mir für so ein Problem einen großen Bohrer abfräsen lassen. Das aber hilft Dir nicht. Eine andere Möglichkeit: Mit einer Handoberfräse und einem passenden Fräser Material um das Toggle Loch abfräsen. Alles Andere ist mit Risiko behaftet!! Wenn Du in Deinem Umfeld niemanden mit so einer Handoberfräse hast, dann einen Gitarrenbauer aufsuchen.
 
Witzig:
Bei den meisten Hilfsangeboten wird das wirkliche Problem (zu kurzes Gewinde) nicht wirklich angesprochen.
Dein Beitrag
Das aber hilft Dir nicht.
:gruebel:

Deine sachliche Lösung fällt unter das, was ich geschrieben habe.

Alles, was durch Drehung bohrt, senkt, hobelt oder schleift

Ein sehr guter Tipp indes, wenn man keine geeignete Maschine hat, ist aber zweifelsfrei, zu einem Gitarrenbauer zu gehen :prost:. Entweder hat/beschafft der einen aktuell passenden Schalter, kann den alten reparieren oder kann die erforderlichen Senk-Arbeiten zuverlässig (mit Haftung) sauber und effektiv ausführen. So etwas wird auch nicht die Hölle kosten, ist aber zielführend.
 
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Ich würde es mit einem Forstnerbohrer, einem Fräser, oder mit so einem zentrierten Fräser, der eigentlich für das Versenken der Schraubenköpfe in (Metall-)Platten gedacht ist, versuchen:
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DIe Bilder stammen von der Versenkung meines 6-Fach-Schalters in Paulus:
Beitrag im Thema '"Projekt Paulus" - Die Worship-Gitarre mit dem gewissen Etwas'

Das kannst du ja auch von innen machen, falls dein Toggle-Switch eine dafür geeignete Form hat.
Mach mal ein BIld von dem Toggle, den du verwenden möchtest.
 
  • Ersteller
  • #8
Vielen Dank für die vielen Beiträge in so kurzer Zeit. (y)

Ich muss mal ein paar Dinge in den Raum werfen:

1) wenn ich von Stechbeitel spreche, dann meine ich nicht in Kombination mit einem Hammer. Ich bin ein geduldiger Mensch und in der Lage, in Ruhe und mit kleinen Schritten voran zu gehen.

2) Es handelt sich um eine 400 € Gitarre. Es geht also nicht um einen besonderen Wert - außer dass ich das Instrument sehr gern und schon lange spiele. Geld für einen Gitarrenbauer oder auch nur für einen Schalter von weit über 30 € auszugeben, das will ich einfach nicht.

3) Eine Fräsung oder auch mit dem Forstnerbohrer von oben/außen will ich natürlich auch nicht. Schließlich ist das Instrument schön lackiert. Deshalb will ich das Material ja im E-Fach von innen abtragen.

4) Das mit der Mutter, die ins Loch reingeht: müsste dafür nicht das Loch vergrößert werden? Oder ist das Gewinde entsprechend kleiner vom Durchmesser her? Naja, wie auch immer: ich würde lieber an diesem Punkt die Gitarre so verändern, dass in Zukunft ohne unnötig hohen Aufwand/Kosten ein Toggle-Switch ausgetauscht werden kann bei Bedarf.

Ich vermute, dass ich es dann doch einfach mit dem Dremel angehen werde, regelmäßig nachmesse und mich so ans Ziel herantaste. ;)
 
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dass ich das Instrument sehr gern und schon lange spiele
DAS macht doch den Wert aus und ist unbezahlbar - finde ich. Ich habe Gitarren von wenigen 100 bis über 10.000 € (ange-) spielt. Die "Kröten" und die "Engel" waren in allen Preisbereichen dabei, so dass das Preisschild nicht das Kriterium ist. Und wenn man eine Gitarre hat, die man gerne spielt, dann ist für mich die Rechnung für Reparaturen (wie im vorliegenden Fall und nicht an der Substanz der Gitarre, wonach man nicht weiß, wie sie dann klingt) nicht zwingend in Relation zum Kaufpreis. Aber da hat jeder sein eigenes Maß, ohne dass es gut oder schlecht gibt.

dass ich es dann doch einfach mit dem Dremel angehen werde, regelmäßig nachmesse und mich so ans Ziel herantaste. ;)
Dann ist die Lösung ja gefunden (y)

Ich drück Dir die Daumen und hoffe, dass es gut klappt :prost:
 
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  • #10
Ich hätte keine Hemmungen mit dem Forstnerbohrer in einem kleinen Akkuschrauber von innen etwas Material abzutragen. Man müsste sich schon doof anstellen, wenn man dabei zu viel Material wegnimmt.
 
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  • #11
Cort ... Asia Gitarre ... vielleicht hilft ein Asia Schalter

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  • #12
Zwar wissen wir die Deckenstärke an der Bohrung nicht, aber die Bauart, die @boisdelac mit 11 mm Gewindelänge gefunden hat, hat immerhin 2,3 mm mehr Länge als oben die Kloppmann-Teile/langen Switchcraft Toggle Switch gemäß @Dr Dulle . Vielleicht rentiert es sich ja doch, mal die konkreten Zahlen zu liefern, bevor der Dremel angesetzt wird?
 
  • #13
Ich hätte keine Hemmungen mit dem Forstnerbohrer in einem kleinen Akkuschrauber von innen etwas Material abzutragen. Man müsste sich schon doof anstellen, wenn man dabei zu viel Material wegnimmt.

Ein Forstnerbohrer lässt sich in einer bestehenden Bohrung nicht zentrieren, wird also definitiv nicht funktionieren.

*
 
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  • #14
Was ist denn überhaupt am originalen Schalter defekt? Dort würde ich zuerst ansetzen.
 
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  • #15
schau doch mal nach "Freihandfräser"
Den kannst Du mit dem Schaft nach außen in den Akkuschrauber spannen und dann ziehen. So hab ich Bohrungen für die Klinkenbuchse schon geweitet, ohne die Lackierung zu beschädigen. Wenn die erforderliche Tiefe erreicht ist dann auf feineres Werkzeug (vom Dremel z.b. ) umspannen.
 
  • #16
Grund: Vollzitat reduziert
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  • #17
Wenn schon ein Loch da ist wird der Forstnerbohrer nicht sauber geführt durch seine Spitze und eiert.
Dann bohrt man sich eine Führungsplatte zB aus Sperrholz.
Eine Begrenzung als Tiefenanschlag läßt sich auch an den Bohrer fummeln.
 
  • #18
Habt Ihr Euch schon einmal einen Forstnerbohrer genau angeschaut?

Die Umfangsschneiden stehen da meist über den Hauptschneiden. Das bedeutet, dass die Umfangsschneiden bereits durch die Gitarrendecke brechen können, bevor die Hauptschneiden genügend tief gebohrt haben.
 
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  • #19
Es gibt da verschiedene Ausführungen auch mit liegenden Schneiden wie sie zB zum Einlassen von Topfbändern verwendet werden.
Es ist imm sinnvoll erst ein Probestück zu machen.
 
  • #20
...ja, aber der TE besitzt all die schönen Werkzeuge nicht und möchte nicht mal 30,- € ausgeben auch nicht für den Gitarrenbauer der vielleicht einfach den toggleswitch repariert hätte...

*
 
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