Wann wacht die Musikindustrie aus ihrem Dornröschenschlaf auf ?

von gangstafacka, 10.07.05.

  1. gangstafacka

    gangstafacka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #1
    Ich erspar' euch an dieser Stelle mal die üblichen Kritikpunkte an die Musik-
    industie, die darauf abzielen, dass die Musikindustrie wie ein Don Quichotte
    gegen Musikpitaterie kämpft, anstatt mit vernünftigen Lösungsansätzen die
    schlechten Umsätze zu verbessern und beleuchte stattdessen lieber mal
    einen Kritikpunkt, der in der Regel in all den Musikindustrie-Diskussionen
    zu kurz kommt: Das fehlende Engagement, Innovationen voranzutreiben.

    Sicherlich sind jedem von euch die Werbeclips ein Begriff, in denen auf unter-
    schiedliche Weise dargestellt wird, wie ein Raupkopierer in den Knast kommt.
    Das ist auch nicht weiter verwunderlich, so stark, wie die Musikindustrie diese
    Marketing-Kampagne medienwirksam publik gemacht hat.
    Aber hatte einer von euch bei den letzten Besuchen im Musikladen mal eine
    Super-Audio-CD in der Hand ?
    Höchstwahrscheinlich stellt sich jetzt den meisten die Frage, was überhaupt
    eine Super-Audio-CD ist, darum kommt an dieser Stelle erst einmal eine kleine
    Kurzbeschreibung, was es mit der Super-Audio-CD - dem Nachfolger
    herkömmlicher CDs - auf sich hat und worin sie sich von herkömmlichen
    CDs unterscheidet:

    • Eine Super-Audio-CD ist als Mehrkanal-Tonträger konzipiert:
      Während normale CDs die Musikstücke lediglich als Zweikanal-Variente tragen,
      lassen sich Musikstücke mit einer Super-Audio-CD (SACD) auch über
      Mehrkanal-Soundsysteme (5.1-, 4.1-, 5.0-, 4.0-Anlagen) wiedergeben.
      Somit bietet der entsprechend aufgenommene Song x als SACD-Version
      ein beeindruckenderes Klangerlebnis als das bei der CD-Variante der Fall
      ist.

    • Super-Audio-CDs haben eine bessere Soundqualität:
      Was bei uns heutzutage aus den Lautsprechern dröhnt, ist nüchtern
      betrachtet ein Audiosignal, dass 44100 mal pro Sekunde abgetastet wird
      und dessen Lautstärkepegel während diesen 44100 Messungen in einem
      "Datenwort" wie zum Beispiel 1001010111001010 in 16 Bit angegeben
      wird. SACDs tasten jedoch mit einer Samplingtiefe von 24 Bit und einer
      Samplingrate von 48 kHz oder sogar 192 kHz ab. Das wiederum ist kein
      sinnloses Zahlenspielchen, sondern macht sich deutlich in der Praxis
      bemerkbar. Selbst wenn man einen Song schon seit Jahren hört und ihn
      damit in- und auswendig kennt, würde man in der SACD-Version dieses
      Songs plötzlich leise Musikpassagen hören, die bei der Aufnahme der
      konventionellen CD-Version gar nicht erfasst wurden.
      Diese qualitativen Verbesserungen ermöglichen zudem eine Erweiterung
      des Dynamikumfangs von bisherigen 96 dB auf 120 dB, sprich:
      Die Audiosignale können bis zu einer Lautstärke von 120 dB störungsfrei
      verarbeitet werden. Somit wird der Begriff von klarem, dynamischen Sound
      durch die SACD quasi neu definiert.

    • Abwärtskompatibilität:
      Wenn die zweite Schicht dieses Datenträgers dazu genutzt wird, den
      Inhalt auch in der CD-Version abzuspeichern, kann man SACDs auch in
      normalen CD-Playern abspielen.

    • Kopierschutz:
      Die Songs auf SACDs sind salopp gesagt mit einer Art Wasserzeichen unzer-
      trennlich versehen, dass sich nicht kopieren lässt.

    SACDs gibt es schon seit 2 Jahren, allerdings haben sie es bis jetzt nicht
    aus der Rolle eines Nischenproduktes herausgeschafft.
    Ob man nun nach Qotsa, Metallica, Velvet Revolver- oder RHCP-Alben in einer
    SACD-Version sucht: Man wird nirgendswo fündig :( .
    Die Schuld an dieser ernüchternden Situation schreibe ich eindeutig der
    Musikindustrie zu, da sie mit ihrer äußerst fragwürdigen Politik ob sie wollen
    oder nicht, diesen tollen Technologiefortschritt zum Leidtragen des
    Endkunden verschlafen. Anstatt abwärtskompatible SACDs haupsächlich zu
    veröffentlichen, so dass man den Kundenkreis durch diese Neuheit nicht
    schneidet, bleibt im Wesentlichen nach wie vor alles beim Alten.
    Die vereinzelten SACDs, die mal herausgebracht wurden, bleiben wie Blei
    in den Regalen liegen, was die Musikindustrie wohl abschreckte.
    Aber ist das denn so verwunderlich, wenn eine SACD 23 € kostet, während
    ich mir bereits für 9,99 eine Video-DVD kaufen kann ?
    Aus Sicht der Musikindustrie rentiert sich diese Technologie wohl nicht;
    scheint wohl nicht das Sprungbrett aus den vermürbenden Umsatzeinbußen
    zu sein. Statt den Bekanntheitsgrad dieses Formats mit optimistischen
    Marketing-Kampagnen zu steigern, was dem Format einen leichteren Stand
    beschehren würde, setzt man auf lächerliche Schock-Werbung, um dem
    Käuferverhalten neue Impulse zu geben.

    Was haltet ihr von der ganzen Geschichte um die Super-Audio CD und was
    die Musikindustrie drauß macht ?
    Würde dieses Format euer Käuferverhalten anregen ?




    Liste hörenswerter SACD-Alben:














     
  2. PODrocks

    PODrocks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #2
    ALso ich habe sie vor einer Weile mal bei Saturn in der Hand gehabt und nicht gewusst, was es gab (die CD war auch noch ein Joe Satriani Album).
    Da ich eigentlich in allen Dingen zum Genießer veranlagt bin würde mich so etwas definitiv interessieren, doch bisher wusste ich nichts darüber, danke für die information.
    Nun kommt aber das Problem, dass meine alte Anlage so eine Cd eh nicht auskosten könnte, was nach sich ziehen würde, dass man sich erst einmal ensprechenden Cd player zulegen müsste, oder etwa nicht?
    Wie dem auch sei, es ist imho sehr typisch für unsere Industrie, denn sie scheint inzwischen fast nurnoch auf den schnellen Euro zu setzen (charts...) und das bedeuted in unserer Zeit erst einmal Mp3.

    Danke noch einmal für die Info, werde mal ein bisschen schauen, ob sich so etwas lohnt und wie die Lage des Marktes wirklich ist (denn ich habe ein paar nette super-audio.cd gesehen und in Zeiten des Internets?)

    Gruß aus den Staaten, Georg
     
  3. De$tructeur

    De$tructeur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #3
    Ich hab mal ne SACD Version von der Lateralus von Tool gesehn...leider nicht gekauft, die Platte ist ja schon als normale CD ein Erlebnis, wie geil wird die dann als SACD sein?!?
     
  4. Axolotl

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    Erstellt: 10.07.05   #4
    "El Cielo" gibt's auch als SACD. Ich hab aber eh nicht die Hardware, um sowas wirklich nutzen zu können, und CDs nochmal kaufen deswegen würd ich vielleicht auch nicht unbedingt.
    Dass die Musikindustrie sich Innovation verschliesst is ja nix neues. Sie glauben offenbar, mit kostenpflichtigen MP3s und spartanischen Billig-CDs ohne Booklet dem bisher illegal herunterladenden Musikhörer entgegenzukommen. Blöd nur, dass die "Warum für etwas bezahlen, das ich auch kostenlos kriege?"-Mentalität dadurch unberührt bleibt. In der Tat verschläft man die Möglichkeit, auf die genannte Weise die eigentliche Schwäche von MP3s, die schlechte Tonqualität, zu nutzen. Mein Bruder hat sich ein Sourround-Boxensystem gekauft und hört damit fast ausschließlich MP3s :screwy: . Der wird wahrscheinlich Bauklötze staunen, wenn er mal mit so einer SACD die Möglichkeiten der Boxen wirklich nutzen würde...
     
  5. Cheldar

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    Erstellt: 10.07.05   #5
    Super Audio CD? Halt ich persönlich für unnötig, da DVD Audio soweit ich weiß noch bessere Spezifikationen hat.

    Für SACD müssten die meisten sich ohnehin nen passenden CD Player zulegen ( ich hab zB noch einen 7 Jahre alten, der nur normale CDs lesen kann), da kann man sich auch gleich einen DVD-A kompatiblen zulegen und dann SACD überspringen und direkt zu DVD A wechseln.

    nuja.. mal schauen, was dabei rumkommt...
     
  6. Everest2002

    Everest2002 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #6
    uz SACD naja ..irgenwie fehlen div music arten....spricht für metaller ,trance usw.. gibt es halt wenig @SACD und DVD Audio...

    oder weiß einer wo man gute sachen für SACD bekommt

    aber für die trance,würde sich eh vinyl eignen
     
  7. irres licht

    irres licht Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #7
    bevor ich mir ne SACD kaufe, kauf ich lieber ne Schallplatte. (CD-)plastik bleibt plastik, aber vinyl währt ewig. :cool:
     
  8. loeffel

    loeffel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #8
    Ich würde wirklich wieder wöchentlich in einen Plattenladen fahren, wenn qualitativ bessere CDs erhältlich wären, denn bei den mormalen CDs ist der Unterschied zu einer guten mp³ eigentlich null. Das soll nicht heißen, dass ich nur mp³´s besitze, nene, ich hab genug CD´s im Schrank, die aber gerippt wurden und jetzt auf der Platte liegen, von daher kann ich auch beurteilen, wie das Qualitätsverhältnis von mp³ zu CD ist.

    Ich frage mich wirklich, warum das 1.nicht durchgesetzt wird und 2.so teuer ist???
     
  9. gangstafacka

    gangstafacka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #9
    Geht mir genau so. Bei dem, was mir wichtig ist, such ich mir grundsätzlich
    die beste Qualität aus. Und schon allein durch die höhere Abtastrate von
    48 kHz, springt einem ein großer Unterschied ins Gesicht. Der Sound wirkt
    schon nur allein durch diese Veränderung voller, dynamischer, klarer
    und lauter. Wenn man ein Stück in der CD-Version entsprechend lauter
    stellt, so dass das Musikstück in der SACD- und der CD-Version den gleichen
    Lautstärkepegel haben, so ist die Aufnahme in der CD-Version hörbar
    schlechter. Zumindest meinem Empfinden nach...
    und ich lass' mich nicht von irgend welchen Zahlenwerten blenden; ich
    hab' lediglich mein Gehör ein eigenes Urteil fällen lassen...

    Tja, auf diesen zitierten Teil von dir hab' ich mich auch erst einmal bezüglich
    der Wiedergabegeräte für SACDs schlau gemacht und eins vorweg:
    Das Resultat war ziemlich ernüchternd !
    Obwohl die Einführung der SACD gut 2 Jahre zurückliegt, kann man SACDs heutzutage
    nach wie vor ausschließlich nur auf Stand-alone Playern abspielen.
    In naher Zukunft werden die Abspielmöglichkeiten von SACDs noch durch
    die kommende Playstation 3, die dieses Format ebenfalls unterstützen
    wird, erweitert. Es ist kein einziges Laufwerk für den PC erhältlich, was
    Super-Audio CDs unterstützt !

    Also, ich weiß ja nicht, wie's euch geht und wie euer Verbraucherverhalten
    ist, aber mich stört der letzte Punkt gewaltig :mad:
    Ich hab' auch diesbezüglich gerade eine E-mail an Sony und Philips, die
    Entwickler dieses fortschrittlichen Formats, geschrieben, in der ich
    gefragt hab', wie sowas überhaupt angehen kann, dass die große
    Zahl der PC-Anwender so verschmäht wird...
     
  10. gangstafacka

    gangstafacka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #10
    Oh ja, den Punkt kann ich sooo gut nachvollziehen :rolleyes:
    Wenn die Musikindustrie sich mehr bemühen würde, dieses Format zu
    etablieren, so dass solche akustischen Schmankerl nicht so spärlich gesäht
    sind, würden mich bald alle Verkäufer im Musikladen dutzten und die
    Filialleitung bei der Begrüßung die Hand schütteln :D

    ... hey, da hast du mich auf eine gute Idee gebracht : D
    Ich erweitere den Anfangsbeitrag zu diesem Thema von mir um eine
    Liste von hochwertigen, hörenswerten Alben, die als SACDs erhältlich
    sind :) . Irgendwas muss man ja tun, um aus dem Schlamassel heraus-
    zukommen ^.^. Also immer her mit den Vorschlägen, am besten gleich
    mit amazon.de Link oder dergleichen ;)
     
  11. spiritx

    spiritx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #11
    wenn die leute aufhören cds von bands wie metallica kaufen die sich von den plattenfirmen einreden lassen das ein 12 jähriger der sich 2 metallica lieder runterläd weil sein cd player die orginal cd dank kopierschutz nicht abspieln kann ein schwerverbrecher ist.
     
  12. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 10.07.05   #12
    Um mal etwas Theorie in die Sache zu bringen: es lassen sich Frequenzen bis zu 1/2 der maximalen Abtastrate erkennen. Bei 44kHz liegen die höchsten Frequenzen also bei 22kHz, eine Frequenz die eigentlich kein Mensch mehr hört. Bei 48kHz wären es 24kHz, die 2kHz die da noch oben draufkommen hörst Du gar nicht. 16Bit bietet immerhin über 65000 diskrete Werte, ich bezweifele ebenfalls, daß man höhere Werte noch als Dynamikverbesserung wahrnimmt.
    Ich vermute, daß der wahrgenommene Qualitätsfortschritt eher daran liegt, daß die neuen Platten mit einem moderenen/besseren Quantisierungsalgorhythmus aufgenommen wurden oder sonstwie überarbeitet wurden. CDs werden ja auch oft im Hinblick darauf abgemischt, daß sie auch auf "normalen" Anlagen gut klingen. Kann schon sein, daß ein Mix für Audiophile anders aussieht, da diese ja auch hochwertigere Wiedergabegeräte besitzen.
     
  13. DaveN

    DaveN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #13
    Also das finde ich ein eher billiges Argument...
    Neue Cd-Player können Cd's mit Kopierschutz problemlos abspielen. Natürlich kann man denn nun sagen, man wolle keinen Neuen kaufen, aber als die ersten Cd's erschienen sind, und jeder noch einen Plattenspielr hatte konnte man das doch auch nicht anbringen...

    mfgNoob
     
  14. bloodyzoo

    bloodyzoo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #14
    au ja! es gibt allerdings auch leute, die 5.1 nicht mal bei filmen toll finden (mich eingeschlossen. warum soll ich mir 4 zusätzliche boxen kaufen, aus denen alle 20 Minuten mal für 3 sekunden was rauskommt?)
    abgesehen davon sind die preisunterschiede imho immer noch zu hoch. für das geld was ne brauchbare 5.1 Anlage kostet krieg ich ne endgeile 2.0 Anlage, die 10mal besser klingt.

    was für ne Anlage hastn du? ich kann bei nem fertigen endmix uber meine Studiomonitore keinen unterschied zwischen 32 Bit und 16 Bit hören und erstrecht nicht zwischen 44.1 und 192 kHz.
    das mit den mehr als 44.1 kHz ist eh quatsch. die 44.1 kHz kommen aus nem Gesetz aus der Messtechnik zustande (hab grad den namen nicht mehr im kopf) nachdem du für einevollständige erfassung des signals die max. frequenz, die wiedergegeben werden soll einfach mal 2 genommen werden muss. das ist standart in der messtechnik, weil jeder dort weis, das eine weitere erhöhung der samplingrate keinerlei messbare (!!!) geschweige dennhörbare vorteile bringt.


    sorry das ist quatsch. es geht hier um den dynamikumfang nicht um die entdlautstärke.
    selbstverständlich kann man normale audio cds ohne qualitätsverlust (abhängig von den verstärkern und boxen, die man nutzt) mit 120 oder mehr dB wiedergeben.
    der dynamikumfang, den du meinst, ist einfach nur der pegelunterschied zwischen leisesten und lautesten wiedergegebenen ton. d.h. bei ner normalen audio cd ist der max. wiedergebbare pegeluntschied zwischen lautester und leisester stelle "nur" der 9fach verdoppelte pegel ist (das ist wirklich gigantisch! versuch mal das ticken einer uhr im pegel 9 mal zu verdoppeln, das wird deine anlage höchstwarscheinlich garnicht mitmachen)
    solche dynamikunfänge kommen nichtmal in der klassik vor, von moderner totkomprimierter musik garnicht zu reden (ich schätze jetzt mal vorsichtig, das bei modernen pop bzw. rockproduktionen der dynamikumfang bei weniger als 15-20 dB liegt, wenn überhaupt)

    fakt ist, das dieses format für den ottonormaluser, der keine anlage im 5 stelligen preisbereich besitzt (also 99%) völlig unnötig ist
     
  15. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #15
    Leute, die das bisschen Soundqualität hören (sprich die entsprechenden Anlagen dazu haben) kaufen sich auch CDs ... da liegen die Probleme der Musikindustrie sicher nicht.

    Das Problem ist, dass man für die meisten neuen Alben immer noch 15+ Euronen bezahlt und das für viele Musikkonsumenten einfach zu teuer ist, wenn sie als Alternative die Musik einfach umsonst herunterladen können.
     
  16. gangstafacka

    gangstafacka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #16
    Ich will ja nicht unhöflich sein, aber kennst du den oftmals zitierten Satz von Dieter Nuhr ? ^.^
    Dass 5.1-Tonausgabe von Musik nicht jedemanns Sache ist, will ich gar nicht bestreiten,
    wobei ich denke, dass so eine persönliche Abneigung wohl eher die Seltenheit ist.
    Der Vergleich im Anschluß ist jedoch Käse. Willst du ernsthaft 5.1 Dolby Digital, das extra
    für die Wiedergabe von Filmen konstruiert ist und bei dem die Rear-Boxen dazu da sind,
    Effekte und Akzente wieder zu geben, mit der Mehrkanal-Ausgabe einer SACD gleichsetzen ? [​IMG]

    mhm, schon klar :cool: ...

    Da wirst du jetzt aus allen Wolken fallen, aber ich hab' 'n stinknormales GigaWorks S750,
    allerdings in 5.1 Konstellation aufgestellt mit einer Soundblaster Audigy Player (Kosten: 470 € ) .
    Ja, richtig gehört ! Nicht mal 'ne 5 mio. € teure dicke Monster-Anlage mit zementierten
    Füßen, um nicht umzukippen xD ;D

    Joa, okay, da ist was dran *g*...

    Ah, ich seh schon, du gehörst wohl mehr der Fraktion der pragmatischen Theoretiker
    an ;) Das ist auch dein gutes Recht, bloß reden wir hier größtenteils über subjektive
    Höreindrücke, die halt von Person zu Person variieren. Und gerade deshalb begibt
    man sich da schnell auf dünnes Eis, wenn man plötzlich in seinen Aussagen
    indirekt den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt.
    Ein weiterer Vorteil der SACD, von dem du sicherlich ebenfalls gänzlich wenig hältst,
    da der Mensch ja nur im Idealzustand Frequenzen bis zu 20 kHz wahrnemen kann,
    ist der erweiterte Frequenzbereich. Inwiefern diese Frequenzen, die man ja eigentlich
    gar nicht hören kann, letztendlich doch einen Teil zum Klangerlebnis beitragen,
    erfährt man über diesen Link hier, seeehr interessant :great: .
    Ich will gar nicht bestreiten, dass CD-Qualität sich sehen lassen kann. Ganz im Gegenteil,
    CD-Qualität ist technisch sauber... aber durch den Wegfall der ultrahohen Frequenzen
    ist sie nunmal nicht so naturgetreu wie SACD-Qualität. Schließlich fehlt ja etwas,
    was auch einen - wenn auch kleinen - Teil zum Ganzen beiträgt.
     
  17. bloodyzoo

    bloodyzoo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #17
    nunja man sollte aber auch beachten, dass die annahme, dass das menschliche gehör bis 20kHz oder sogar 22kHz geht schon seeeehhhr großzügig ist.
    ich persönlich höre "nur" bis ca. 17-18 kHz was (über kopfhörer mit frequenzgenerator versucht)
    das ist meines wissens für mein alter schon relativ gut (o.k. so alt bin ich auch nicht... :D )
    jetzt kannst du ja noch mit "gefühlten" tönen usw. kommen aber das trifftet dann schon in richtung audiophiles vodoo ab also lassen wir das mal lieber... :D :D
     
  18. loeffel

    loeffel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.05   #18
    Gibts sowas auch für den PC, dass ich auch mal gucken kann, wie gut ich höre?
     
  19. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Dass sich SACD und DVD-Audio nicht durchsetzten, liegt meiner Eminung nach nicht an der Musikindustrie. Die reagiert eifnach auf die Käufermasse, und ist an höherer Qualität nicht interessiert. Zunächst mal ist da das Problem, dass es zwei Formate gibt. Das verwirrt den Käufer nur. OK, das Problem lässt sich dann sehr wohl auf die Indusztie zurückführen.
    Aber schaut euch doch mal um, was die MAsse hören will? Alle wollen MP3s, viele hören da noch nicht einmal einen Unterschied zur CD. Und solchen Leuten soll man erzählen, dass sie ein Format kaufen soll, dass besser klingt als CD? Die werden doch mit dem Kopf schütteln. Besser als CD geht doch gar nicht, dass ist doch unkomprimiert und so...Außerdem ist die CD doch schon digital - ist euch nicht auch schon mal aufgefallen, dass in Prospekten mit schwachsinnigen Begriffen wie "digitale Bild- und Tonqualität" geworben wird?
    Ein wenig kann ich die Leute sogar verstehen. Ich habe noch nie SACD oder DVD-Audio im direkten Vergleich mit einer CD-Pressung gehört, würde mich aber durchaus als audiophil einstufen. Dennoch bezweifle ich, dass ich da einen großen Unterschied hören würde, wenn nicht auch eine sündteure Anlage dahinter steht. Aus einer normalen CD lässt sich schon soviel rausholen, wenn man ein paar Tausender in die Anlage steckt. Aber selbst das würden ja die meisten nicht tun, kann ich ja auch verstehen, die meisten sind eben weniger anspruchsvoll und wollen einfach Musik hören, dafür reicht dann auch eine MiniAnlage.
    Also ich brauche keine hochauflösenden Tontröger, ich müsste so schon erstaml auf eine gute CD-Anlage sparen, die mich dann aber auch glücklich macht. Zur Technik muss ich korrigieren (oder hat das schon ejmadn gemacht?), dass die Ausasagen im AAnfangspost falsch sind. Die DVD-Audio arbeitet mit PCM, dem gleichen Verfahren wie die CD, aber eben mit Samplingraten/Auflösungen bis zu 24bit/96Khz (Mehrkanal) bzw. 24Bit/192Khz(Stereo). Die SACD dagegen arbeitet mit DSD, das lässt sich dich nicht direkt vergleichen. Dabei wird die Veränderung der Amplitude in nur einem Bit gespeichert, dafür aber mit einer Abtastrate von 2,8224 MHz.
    Mehrkanal ist natürlich eine echte Veränderung, die auch Ottonormalverbraucher sofort hört. Aber ob sich Musikliebhaber wirklich alle eine Amehrkanalanlage ins Wohnzimmerstellen? Ich bin da auch etwas skeptisch, finde es vor allem schwierig, dass man ja quasi für zwei Meiden prodzieren muss - was ist dann das Original "Kunstwerk", wie es vom Künstler gewünscht ist, die 2.0 oder 5.1 Version? Bei Filmen sehe ich das weniger eng.
    Da aber steht ja auch der Wechsel zu HD an. Den sieht sogar jeder Laie, dennoch findne das auch viele unnötig, weil DVD ja schon digitale Qualität lieftert. BEi DVD-Playern hat man übrigens auch den Effekt gemerkt, dass die meisten nicht an Qualität interssiert waren. Da kam nun endlich ein Medium raus, welches wirlich PAL ind voller Auflösung udn guter Qualität darstellt, und die Leute schaune sich auf den PLayern gerippte VCDs oder sonst was an.
     
  20. EvolutionVII

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    Erstellt: 10.07.05   #20
    Das wäre doch mal der perfekte Kopierschutz.
    Aber man sollte das Recht besitzen, eine CD am Computer abspielen zu können.
    Und genau das ist der Streitpunkt. Genau wie die Internetradiogebühr.

    Alles bull$hit. Ich hasse die Musikindustrie. Die Musiker verdienen ihr Geld doch nicht von ihren CD-Verkäufen. Nagut, vielleicht 15% ihres Gesamtvermögens, aber den Rest krallt sich der Boss des Plattenlabels.