Wann welcher Ton?

von marcel_b, 10.12.07.

  1. marcel_b

    marcel_b Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.07   #1
    hi leute,

    ich hab da mal eine theoretische frage.
    ich wollte fragen, wie man erlernen kann, wann man welchen ton spielt, wenn der gitarrist nen lick spielt, oder wann man welchen ton beim kreieren einer basslinie verwenden darf bzw. kann.?

    ich habe nämlich das gefühl das überall ein bisschen was anderes steht und das einfach zu viel informationen von überall auf mich einprasseln - mir wurde mal gesagt das man das u.a. mit seinem gehör erlernen kann, aber das kanns allein ja auch nicht sein?

    ich gehe mal davon aus das das ganze mit tonleitern, moll-, dur usw. zu tun hat?

    wäre cool wenn ihr mir diesbezüglich tipps geben könntet.

    danke im voraus
     
  2. Driver 8

    Driver 8 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.12.07   #2
    Hi Marcel!

    Holla, da stößt Du aber Tore auf!
    Erstmal: Ja, das ganze hat einen Haufen mit Tonleitern, Akkorden und Intervallen zu tun. Sprich mit Harmonielehre. Harmonielehre an sich ist erlernbar wie das Lesen, das Schreiben und das Rechnen. Eigentlich ist Harmonielehre Mathematik, wenn man so will. Und das ist ganz schön viel an Information, das stimmt. Das kann man bis ins Wissenschaftliche hochtreiben.
    Aber das ist eben nur die eine Seite. Die andere ist die praktische Anwendung. Erlernen der Theorie ist das eine, praktische Anwendung was anderes. Man weiß ja als Fahranfänger schon, wie man theoretisch ein Auto startet und anfährt usw. Sitzt man aber das erste mal am Steuer, wird man sehr schnell merken, dass das einfach sehr seltsam und viel vielseitiger ist, als man sich vllt. im ersten Moment gedacht hat. Der Fahranfänger muss das, was er in der Theorie lernt, auch erst anwenden lernen, es muss ihm in Fleisch und Blut übergehen. Hat man einmal geschnallt, wann, wie und wo rechts vor links gilt, macht man sich darüber keine Gedanken mehr. Gleiches gilt für die Harmonielehre. Wenn ich einmal weiß, was ich wann spielen kann und das drin ist, wird man es automatisch anweden. Der Vorteil der Musiklehre verglichen mit den Verkehrsregeln ist, dass man mit den "Regeln der Musik" gerne mal brechen kann und darf und es für das gewünschte Resultat vielleicht genau das richtige sein kann.
    Daraus folgt folgendes: Du musst einerseits musiktheoretische Grundlagen und Wissen im generellen erwerben. Gleichzeitig solltest Du allerdings auch sehen, dass Du dieses Wissen in Musik verwursten zu können. Dabei kann ein guter Lehrer, der das ganze für dich didaktisch aufbereitet, ungemein hilfreich sein. So bekommst Du auch sehr leicht alles nacheinander rein und der Berg erscheint Dir auch nicht mehr so groß, da alles häppchenweise reinkommt.
    Also, wie sieht es in der Hinsicht bei Dir aus, wegen Lehrer usw.?

    Gruß,
    Carsten.

    PS: Harmonielehre ist das eine, Rhythmik das andere. Und generell gilt: Man kann mit einfachen Mitteln, wenn man sie richtig einzusetzen weiß, sehr viel interessanter klingen, als man manchmal denkt.
     
  3. Xytras

    Xytras Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 11.12.07   #3
    gundsaetzlich wuerd' ich sagen: "Alles, was passt, geht".
    Sprich: es mag jetzt einer ankommen und dir von irgendwelchen tonart-eigenen und tonart-fremden toenen, ueberleitungen und komplexen harmonischen geschichten seitenweise text hierher posten, im endeffekt wird aber vllt. in vielen faellen, einer, der etwas unbedarfter an die Sache herangeht und einfach mal versucht, was passendes zu spielen, ohne sich den Kopf ueber musiktheorie zu zerbrechen sicher die spannenderen bass-lines schreiben.
    Was ich machen wuerde: wenn du mehr/genaueres wissen willst, studier das "Harmonielehre"-Unterforum, besorg Dir buecher ueber harmonielehre, verinnerliche das, was da steht, und dann wenn's an's lines-schreiben geht, versuch es wieder zu vergessen und moeglichst interessante parts zu spielen :)
     
  4. Nerezza

    Nerezza Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 11.12.07   #4
    Dem würde ich zustimmen. Das bedeuted aber auch, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss Musik zu komponieren. Der eine geht streng theoretisch vor, der nächste kann nicht einmal noten lesen und der dritte machts wieder anders (und jeder ansatz kann zu genialen Stücken führen). Probier einfach aus, was Dir am besten liegt. Ein bischen Wissen über die Harmonielehre wird dabei sicher nicht schaden, genausowenig wie eine gewisse Gehörbildung. Wenn Du aber merkst, dass das nicht Dein Weg ist, dann gehe einen anderen.

    Grüße
    Nerezza
     
  5. kaffeetrinker

    kaffeetrinker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.07   #5
    Es hängt auch stark von dem Musikstil ab...im Jazz sind klischeemäßig zB schrägere Töne erlaubt als im Pop, wenn man nach Akkorden spielt (ordentlich rausgeschrieben, nicht einfach nur nen Buchstabe immer^^) ist mit der Bezeichnung meist aber auch oft schon fast jeder erlaubte Ton erfasst...ansonsten wirst dich da mit Akkordtheorie usw ohne Ende abrackern müssen, um alles in "Spielgeschwindigkeit" drauf zu haben ;)
     
  6. Owl

    Owl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.07   #6
    ich denke das man schon was in sachen therorie drauf haben sollte aber nich so viel das es einen überlagert wer aber diesen grundstock an musiktheorie drauf hat dem fällt es leichter sich einfach mal gehen zu lassen und darum geht es bei musik um reinen authentischen ausdruck der von selbst kommt also ich glaube der beste weg ist einfach viel jammen und dabei experimentieren udn seinen stil finden
     
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