Warum Silent Stage ?

  • Ersteller Ersteller Bowhunter
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  • #261
Was haltet ihr von nur halb eingesteckten In Ears?

Kennt ihr es, wenn die Band beim Soundcheck nur andeutet, im Konzert aber Vollgas gibt? Wie geht ihr damit um?

Was sagt ihr den Vocalistinnen, die zu weit vom Mikro weg singen, dadurch ploppen und pusten, fauchen verursachen oder den Abstand verändern?
In dem Zusammenhang- welches Headset könnt ihr empfehlen?

Es gibt ja kaum Normen, aber sind Stagerider für Euch sinnvoll geschrieben?
 
Zuletzt bearbeitet:

  • #262
Was haltet ihr von nur halb eingesteckten In Ears?
was meinst du genau damit?

wenn du damit meinst, dass in nur einem Ohr ein IEM Stöpsel ist und das andere Ohr quasi "frei" ist, dann eher nix, da hätte ich sorge, dass man versehentlich durch die unterschiedliche Situation beider ohren gefahr läuft einen Gehörschaden durch fehleinschätzung der Pegel zu holen.

wenn du damit meinst , dass man die IEm nur halb einsteckt, damit man mehr umgebung mitbekommt, dann ebenfalls nix, da hier der Sound nicht ausgewogen ist, kannst auch mal ausprobieren, wenn du kopfhörer für MP3 Player hast, also die zum ins ohr stecken, dann zieh die mal halb raus und achte auf die basswiedergabe.

bei einer Situation wo man mehr Umgebungsgeräusch mitbekommen will würde ich eher Ambient Mikros aufstellen, oder anstatt der Schaumstoffpolster die silikonpolster draufmachen die sonst auch im Consumerbereich genutzt werden - bei den Shure* SE ist im Standardlieferumfang zum beispiel beides dabei.
Was sagt ihr den Vocalistinnen, die zu weit vom Mikro weg singen, dadurch ploppen und pusten, fluchen verursachen
die Plosivlaute (auch Popplaute genannt) entstehen durch Luftstöße und das wird soweit ich weiß eher durch zu geringen Abstand begünstigt.

generell kann man das auch nicht verallgemeinern, bei einem Shure* SM58 in einer Death Metal oder Grindcore Band sieht man eher, dass der Nahbesprechungseffekt krass genutzt werden, sprich die Fressen das mikro fast auf so nah wie es dran ist, manche nutzen auch die "Technik", dass man das Mikro am Korb nimmt und es einerseits Tiefer klingt und andererseits der FOH sich wünscht, er hätte seine Schrotflinte mitgenommen um den Sänger zu erschießen :ROFLMAO:

wenn man jetzt normalen Gesang in verbindung mit z.B. einem Neumann KMS 105 hat, dann kann die Variation des Abstands auch ein Stilmittel sein, wenn am Gesang z.B. ein Ton lange gehalten wird und man das Mikro ähnlich wie bei einem Fade langsam wegzieht.

In dem Zusammenhang- welches Headset könnt ihr empfehlen?
leider keine Erfahrungswerte, wenn die Möglichkeit besteht einfach in einem Großen Musikhaus antesten, Thomann* hat für Vocalisten z.B. einen Testraum, ich würde egal welches Musikhaus in der Nähe ist einfach vorab anfragen, ob man da auch mal eines testen kann. alternativ ginge halt auch 30 Tage Moneyback nutzen.
Es gibt ja kaum Normen, aber sind Stagerider für Euch sinnvoll geschrieben?
das kommt auf den Stagerider an.

Ich hab früher kleine Lokale gigs ab und zu veranstaltet, da hatte ich gute und schlechte, bei kleinen Lokalen dingern war aus meiner sicht immer eine Tabelle mit der Pultbelegung am besten, z.b. sowas hier:
Pultbelegung - Technik.webp



was immer maximal genervt hat waren rider
- wo alles einfach wie ein Aufsatz aus der Grundschule auf einer DinA4 Seite Geschrieben war, mit Namen, Hobbys und Equipment jedes Bandmitglieds, aber keine Angabe, ob z.B. der Modeller via XLR oder Klinke angeschlossen wird,

- oder wo eine Bühnenaufstellung für die Band zwingend notwendig war (spiegelverkehrt aufstellen wenn der Bass links sein soll war dann schon weltuntergang)

- wo ein Intro von einem USB Stick oder CD abgespielt werden sollte und nix im Rider vermerkt war

usw...

aber bei Ridern würde ich auch nochmal auf Antworden von leuten Warten die FOH techniker sind, bzw. gibts hier auch einen Thread für Rider, da kann man sich umsehen was andere machen und auch Feedback einholen, habs mal verlinkt 😉
 
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  • #263
Was haltet ihr von nur halb eingesteckten In Ears?
Das bedeutet, dass IEM (zumindest in diesem konkreten Fall) nicht funktioniert. Stellt euch dann vor es ist Silent Stage mit Akustischen Drums, dann hat man nicht mal diesen Ausweg.
Kennt ihr es, wenn die Band beim Soundcheck nur andeutet, im Konzert aber Vollgas gibt?
Das macht keinen Sinn. So kommt nichts vernünftiges raus. Soundcheck ist da, um den "Ernstfall" einzustellen.
Was sagt ihr den Vocalistinnen, die zu weit vom Mikro weg singen
Dasselbe wie einem Gitarristen oder Pianisten, der sein Instrument nicht beherrscht.
 

  • #264
Sehr interessant das alles. Welche Bands - ich meine welches Genres spielen denn gerne mit Klick?
Ich kenne das nur als notwendiges Übel für einen Moment wie zum Beispiel Pausen genau auszählen oder mit etwas sync sein, das man nicht sieht.


:hi5:
Kurze Antwort: mehr als man denkt ;-)
Je mehr "Produktion" da ist desto wahrscheinlicher.
Visuals: ganz oft synchronisiert
Einspieler/Samples: enorm schwierig ohne Click

Darüber hinaus noch viele Bands die entschieden haben (und das meine ich ohne Wertung) dass reproduzierbare konstante Tempi ihnen besser gefallen als tagesformabhängige Schwankungen.

Genres: ich denke das geht mittlerweile quer durch. Deutliche "Ausreißer" in Richtung "click-frei" würde ich im Jazz sehen, ggf. auch im Bereich Singer/Songwriter. Ansonsten: Metal, Pop, Funk - in allen Bereichen ist das mittlerweile oft zu finden.
Btw. Bisher hab ich sehr oft feststellen können, dass klickgegner einfach nicht klickfest sind.
Das denke ich auch. Wer click ablehnt kann es häufig nicht.
Wer es nur nicht mag/ohne schöner finest sagt das zwar deutlich, weiß aber dass es auch gute Gründe dafür gibt und fügt sich meistens der Mehrheitsentscheidung.

Wobei können und mögen hier auch stark mit der Erfahrung zusammenhängen: wer es nicht oft geübt hat und daher nicht clickfest, für den ist der Click vom musikalischen auch noch stärker ein Fremdkörper als für den Erfahrenen. Das "Tick-tick-tick" im IEM ist noch unangenehmer als das Metronom das man sich zuhause zum Üben hinstellt.
 
  • #265
dass reproduzierbare konstante Tempi ihnen besser gefallen als tagesformabhängige Schwankungen.
hier wäre ergänzend vielleicht noch anzumerken, dass man bei Nutzung eines Klicktracks mit Tempovariationen im gegensatz zu einem standard Metronom den Song nochmal aufwerten kann.
Wir haben als Sampler nen Mac Mini als Sampler, da kann man Tempo und Takt in der DAW frei konfigurieren.
das macht dinge wie eine Rampe von 120 bis 180BPM oder Sprunghafte Anstiege/abfälle oder so dinge wie Schwankungen um 1-5bpm sind hier möglich
Das nimmt das Statische gefühl was bei einem Metronom mit konstanter Time entstünde wieder raus und man ist trotzdem tight wie ne Schraubzwinge.

ebenfalls Taktwechsel sind mit einem konfigurierten Tempotrack super umsetzbar.

und wer keinen Rechner auf der Bühne will kann ja den Clicktrack auch als audiofile über einen Hardwaresampler ins IEM Pult einspielen.
 
  • #266
Ok - da bin ich jetzt total unerfahren und neugierig:
das macht den Click ja quasi wiederum zu einem "menschelnden" Mitspieler mit den Schwankungen. Muss man dann nicht recht häufig zu genau diesem Track geprobt haben damit man diese Schwankungen dann auch verinnerlicht hat? Ich hätte gedacht wenn der Track "unerwartet"/ungeprobt schwankt wird das mit der Tightness genauso schwierig (oder leicht) wie wenn man mit anderen Spielern und deren Schwankungen ohne Click zusammenspielt.

Dass Taktwechsel und Accelerando/Ritardando kein Ausschlusskriterium für Click (aus der DAW) sind ist logisch, ist eben mehr als nur ein Metronom
 
  • #267
Muss man dann nicht recht häufig zu genau diesem Track geprobt haben damit man diese Schwankungen dann auch verinnerlicht hat?
wie immer kommt drauf an.

Beispiel A ( auch bei meiner Band):
ich bin alleiniger Komponist (wäre hier aber kein Muss, nachbearbeitung kann durchaus mal vorkommen, bzw. sind bei den Drums die Regel). Bevor wir Lieder das erste mal proben ist der Song quasi fertig und ausgearbeitet, Drums und Samples programmiert, Gitarren und Bass eingespielt. jeder der Band bekommt also von mir:
1. eine Guitar Pro datei mit den einprogrammierten Tempowechseln, hier kann z.B. auch mit Tempotrainer sehr langsam eingestiegen werden usw.
2. ein Reaper DAW Projekt mit einer Übungsspur, d.h. da kann man sein instrument im mix stumm schalten und die Übungsspur wird zum mitspielen verwendet, bzw. wenn man wo nicht sicher ist kann man schnell mal reinhören. bei uns nutzt jeder Reaper, daher toll, wenn das bei einer Band nicht so ist, dann muss man halt MIDI mit Temposignatur in die jeweilige DAW importieren und anschließend die audio files reinziehen, ist auch kein Beinbruch.

d.H. jeder übt zu Hause im Grunde das Zeug ein, das klingt dann auch näherungsweise wie der IEM Mix den man dann auf Probe und live auch auf dem Kopfhörer hat, jeder übt daher auch zwangsweise das identische Tempo wie auf Probe, inkl. aller tempowechsel.

wenn man das so handhabt kann man theoretisch auch gar nicht proben, bzw. nur mal ne session vor dem Auftritt, ist aber dann halt essentiell, dass jeder zu Hause entsprechend vorbereitet.

Beispiel B:

man probt zu hause nach gedächtniss oder notenblatt, dann hat man womöglich auf Probe folgende Probleme:
- der Sound ist kein Routineding, sondern Ausnahmesituation
- wenn du zu Hause ohne klick übst sind teile meinetwegen auf 160BPM eingeübt, aber die tatsächliche time ist 170BPM

in diesen Fällen denke ich sind regelmäßige Proben schon notwendig.

zurück zu Beispiel A:
es gibt ja auch internationale Bands, spontan fällt mir da Septic flesh ein, der Drummer ist aus Österreich, der rest aus Griechenland, wobei der Sänger soweit ich weiß zumindest zeitweise in Frankreich gewohnt hat.
der Drummer ist übrigens in mehreren Bands in verschiedenen ländern aktiv - Griechenland, USA, Kroatien und Österreich

Necrophagist (gibts nicht mehr) hatten drummer aus Frankreich, Gitarrist aus Finnland, band war aber aus Deutschland.

gibt sicherlich noch zahlreiche weitere Beispiele, aber Punkt ist, in solchen Konstellationen ist es quasi unabdingbar, dass man theoretisch ohne Probe auf die Bühne könnte, weil da wirds sicherlich nur wenige Proben vor Tourauftakten geben. d.H. wenn alle konsequent zu Hause auf vernünftigen Übungsmaterial sich fit machen, dann läuft das schon, ohne Disziplin läufts aber gewaltig schief, das ist halt dann die dunkle Seite der Medallie.
 
  • #268
Überflüssiges Komplettzitat des direkten Vorgängerbeitrags entfernt - bitte lesen: Thema 'Sinnvolles Zitieren, Benutzen der Zitat-Funktion'

Danke für die interessanten Einblicke!
Zeigt mal wieder wie vielfältig die Proben- und Auftrittssituationen und Bandkonstellationen sein können.
 
Grund: s. o.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #269
Was haltet ihr von nur halb eingesteckten In Ears?

Jeder wie er/sie will. Ein Stöpsel eingesteckt, der andere draussen, da habe ich als Tech kein Problem mit. Ein Hörgeräteakustiker sagte aber zu dem Thema mal, dass die Leute dann den drin verbleibenden Stöpsel ungesund laut machen. D.h. für das Konzert spielt es keine Rolle, aber für die Gesundheit ist es u.U. ungesund.

Kennt ihr es, wenn die Band beim Soundcheck nur andeutet, im Konzert aber Vollgas gibt? Wie geht ihr damit um?

Ein wenig mehr Pegel beim Konzert ist wegen des Adrenalins, wenn das Publikum da ist, eigentlich ganz normal. Je erfahrener die Band, desto geringer der Pegelanstieg zum Konzert. Drei bis sechs dB lasse ich darum immer als Reserve beim Gain, bei Bands, die ich nicht kenne, auch etwas mehr.

Einmal hatte ich eine Band, wo die Percussion-Section (drei Leute) beim Soundcheck ihre Instrumente nahezu gestreichelt haben, um beim Konzert dann voll, also wirklich VOLL, loszulegen. Das war noch zu analogen Zeiten, das Pult leuchtete rot wie ein Christbaum. Zuerst habe ich natürlich überall den Gain zurückgenommen. In der Setpause dann Ansage an die Protagonisten, dass ich die Pegel beim Soundcheck ungefähr so brauche wie im Konzert dann auch. Beim nächsten Mal war es dann etwas besser.

Was sagt ihr den Vocalistinnen, die zu weit vom Mikro weg singen, dadurch ploppen und pusten, fauchen verursachen oder den Abstand verändern?
In dem Zusammenhang- welches Headset könnt ihr empfehlen?

Zu weit weg heißt oft, dass sie auch nahezu unhörbar sind (Leute it extrem lauter Stimme mal ausgenommen). Ich tue während des Konzerts natürlich, das irgendwie zu retten, aber die Physik setzt da einfach Grenzen. Ich sage ihnen das einmal freundlich, dass sie mit und nicht gegen die Physik spielen müssen. Ich sehe oft Sängerinnen, die ihr dynamisches Mikro auf Armeslänge entfernt halten - da kommt nix mehr an. Dann zeigte mir eine Mal ein Bild, bei dem ihr Vorbild eine Kondensator(!)Mikro so auf Abstand hält. Ja, da kommt noch was an. Dann muss sie halt das richtige Mikro benutzen. Auch das habe ich schon erklärt. Trotzdem wurde weiter das dynamische Mikro weg gehalten. Was soll ich machen? Wer nicht will, der hat schon.

Ploppen, pusten und fauchen kommen meiner Erfahrung nach aber eher, wenn die Sängerin zu nah am Mikro ist und dieses keinen guten Poppfilter hat.

Es gibt ja kaum Normen, aber sind Stagerider für Euch sinnvoll geschrieben?

Normen gibt es nicht, aber es gibt anerkanntemassen gute Inhalte - einmal eine Tabelle mit allen Signalen, den dazu benötigten Mikros oder DI-Boxen und Anmerkungen, ob die Band das mitbringt oder vom PA-Verleih braucht. Zweitens eine Skizze, wer auf der Bühne wo steht und wie, wo der Monitor sein soll und wo wieviel Strom liegen soll. Damit kann ich eine Bühne dann soweit vorbereiten, dass die Band sich einfach nur hinstellen muss und mit dem Soundcheck loslegen kann.

Weniger praktisch, aber immer noch brauchbar, sind die meisten in Fließtext geschriebenen Tech Rider. Daraus kann ich mir dann von Hand die Tabelle erzeugen. Und alle Jubeljahre mal kommen Rider, die sind eher eine Wunschliste mit Equipment, von dem ich WEISS, dass die Band sowas noch nie aus der Nähe gesehen hat. Dann telefoniert man mal, macht ein paar realistische Vorschläge und klärt die Situation.
 
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  • #270
Einspieler/Samples: enorm schwierig ohne Click

Kennt ihr das hier?


Ich bin einer von der Sorte, die das immer trifft - ohne Click.
Aber gut, davon kann man nicht ausgehen. Ihr habt vollkommen recht, in bestimmten Situationen braucht man es, In Ear machts möglich.
Ich würde sterben.

Meine Produktionen auch im Studio haben immer Tempokurven. Linear je nach Art manchmal nur alle 4 Takte, manchmal 20 pro Takt.
Es fällt immer als erstes auf, wenn eine Produktion nach Klick gegangen ist, dann reicht ein Tempopunkt vorn und fertig.
Das findet man in den letzten 50 Jahren immer häufiger, früher nie - logisch. Aber umso erstaunlicher sind manche Aufnahmen, die doch verdammt stabil sind und wenn sie "atmen", dann aus musikalischen Gründen.
 
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  • #271
Was haltet ihr von nur halb eingesteckten In Ears?
Kann ich nicht sagen, ich kenne ein paar wenige die das machen, weil sie halt meinen mehr von der Umwelt mit zu bekommen. Aber es wird ja mehr oder weniger laut gemunkelt, dass man sich damit die Ohren zerschießen kann.

Kennt ihr es, wenn die Band beim Soundcheck nur andeutet, im Konzert aber Vollgas gibt? Wie geht ihr damit um?
Ja, kenne ich, ich schiebe das in der Regel auf das zusätzliche Adrenalin, das freigesetzt wird beim Konzert. Allerdings kenne ich auch, meist "Gesangstalente" die meinen mich "betrügen" zu können. Beim Soundcheck bekommen die den Mund nicht auf, wollen immer mehr von sich hören um dann beim Konzert so richtig los zu legen. Da geht es halt mit dem Gain recht schnell nach unten um die Verhältnisse wieder grade zu rücken. Ich finde das aber unprofessionell bis zum Gehtnichtmehr.
Was sagt ihr den Vocalistinnen, die zu weit vom Mikro weg singen, dadurch ploppen und pusten, fauchen verursachen oder den Abstand verändern?
Also diese Störgeräuschen entstehen meiner Erfahrung nach durch wenig Abstand zum Mikro. Bei Headsets muss man auch peinlich genau auf die Positionierung der Kapsel achten. Direkt vor Mund und Nase ist keine gut Idee, etwas seitlich im Mundwinkel bringt da mehr.
In dem Zusammenhang- welches Headset könnt ihr empfehlen?
Gute Kugelmikros. Überraschend hat sich bei diversen Gelegenheiten die BO440 von Behringer* als eine gute, preiswerte Lösung heraus kristallisiert. Ich hab die bei Musical Produktionen in Schulen kennen gelernt und mag die inzwischen recht gerne.
Es gibt ja kaum Normen, aber sind Stagerider für Euch sinnvoll geschrieben?
Eine meiner Grunderkenntnisse ist dass Stagerider, die man so bekommt, eine Absichtserklärung sind. In der Regel hat sich dann kurz vor dem Konzert doch noch was geändert, das so im "alten" Rider halt nicht drin steht. Ich habe mir angewöhnt da kurz vor dem Konzert nochmal den hoffentlich im Rider angegebenen Kontakt zu verwenden um allfällige Änderungen noch zu erfahren. Aber auch das kann nicht immer ausschließen, dass sich bis zum Veranstaltungstag noch etwas ändert und sei es weil ein Musiker ausfällt, ein Substitut einspringt und der halt andere Anforderungen hat.
Und ich habe da schon alles möglicher erlebt, von einem Einzeiler wie
we need a drumkit, a double base, a piano and a sax microphone and monitors
Bis hin zu 9 Seiten Anweisungen für ein Solo Piano.
Ich hab auch schon Fotos von "Ridern", die auf eine Serviette gekritzelt wurden, bekommen, wenn man denn einen bekommt.

Zum Thema Klick kann man viel in die eine oder andere Richtung erleben. Es gibt sicher Anwendungsfälle, speziell mit Backing Tracks oder vorprogrammierten Delay Effekten, die davon profitieren. Ich selbst habe meist mit frei gespielter Musik, Jazz, World Music aber auch klassischer Rock und Soul, zu tun, da kommt das kaum bis gar nicht vor. Ok, es gibt schon auch Jazz Bands, die viel mit Electronics arbeiten, da hat dann auch einer oder mehrere Musiker einen Klick im Ohr. Aber das ist aktuell eher die Ausnahme, zumal die meisten dieser Bands keine Silent Stage haben und mit konventionellen Monitorboxen arbeiten.
Aber umso erstaunlicher sind manche Aufnahmen, die doch verdammt stabil sind und wenn sie "atmen", dann aus musikalischen Gründen.
Es gab mal in Österreich eine Zeit da konnten prominente Leute eine Stunde lang am Sonntag ihre persönliche Lieblingsmusik im öffentlichen Rundfunk präsentieren (schade dass das wieder abgeschafft wurde). Einmal war der Ostbahn Kurti dran und der sagte nach dem Abspielen einer Aufnahme aus den 50ern "pünktlich, pünktlich die Herren". Ja, ja das waren noch Zeiten :biggrinB:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Kennt ihr das hier?
He, he. Bei einem Konzert, bei dem ich am Pult stand, deutete der Drummer mit den Sticks das Tempo an, ohne sie wirklich zusammen zu schlagen. Nur den letzten Beat machte er zusammen mit einem lautstarken "vier" und setzte auf der Eins ein. Aber er war da halt der einzige.:evil:
 
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  • #273
Wenn das Tempo langsam und ein accel oder rit enthalten ist ...
Na gut vielleicht nicht 20, aber 10 sind schon reell.
 
  • #274
Wenn das Tempo langsam und ein accel oder rit enthalten ist ...
Achso, ja da würde ich eher ne Kurve oder rampe machen, zumindest bei reaper kann ich z.b. start bei 110, stop bei 200bpm einstellen und dann festlegen, ob linear, logarithmisch oder sonstiges
 
  • #275
Das ist leider nicht detailreich genug. Lineare Verläufe sind es sowieso.
Zur Themenrettung:
Es geht hier auch um den Punkt IEM und Click, der geprobt sein will.
 
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