warum sind demos immer mit gewalt verbunden??

von itsab, 03.06.07.

  1. itsab

    itsab Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #1
    hi, als ich heute abend in hamburg mit der u-bahn unterwegs war, saßen hinter mir zwei leute, die sich über die demos gegen den G8-gipfel unterhielten. der eine von ihnen erzählte dem anderen, wofür er schon alles vorbestraft ist (volksverhetzung, körperverletzung...), dass er einen bewährungshelfer hat, den er hasst, dass er wieder ins gefängnis muss, wenn er sich montag nicht bei ihm meldet etc...
    ehrlichgesagt hat mir das ziemlich zu denken gegeben:
    warum sind demonstrationen immer mit gewalt verbunden? ich finde die G8-gegner auf jeden fall sympatisch und ihre ziele nachvollziehbar, aber ich kann einfach nicht verstehen, warum ständig steine und flaschen fliegen müssen und warum immer wieder barrikaden errichtet und angezündet werden...
    solche aktionen helfen doch nicht weiter! damit machen sich die linken doch nur unbeliebt und kommen ihren zielen keinen schritt näher!

    wie seht ihr das? findet ihr, dass gewalt nötig ist, um die aufmerksamkeit der leute zu erregen, oder meint ihr auch, dass ohne gewalt mehr erreicht werden könnte?
     
  2. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #2
    Unbeliebt sind "Linke" doch auch so schon... bei politisch ungebildeten Menschen kommt irgendwie immer reflexartig die Assoziation "Dreckspunk", also volles Klische... da ist nichts mehr zu verlieren.
    Die Ziele der Rechten kennt wohl jeder, aber die der Linken kennen die meisten nur aus der Bild :rolleyes:
     
  3. noodles 89

    noodles 89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #3
    Die Demonstranten die wirklich Gewalt anwenden sind entweder eh bloß auf ner Demo um rumzupöbeln, oder sie sind einfach völlig resigniert weil man in Deutschland sowieso nichts verändern/verbessern kann. (wer braucht schon eine Demokratie in einem Land wo die BILd die Auflagenstärkste Zeitung ist) :twisted:
     
  4. Cobainfreund

    Cobainfreund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #4
    größtes problem ist, dass das deutsche volk faul vorm fernseher rumgammelt und sich lieber anschaut wie sich ein kleiner pulk mit gewalt fortbewegt anstatt in massen dazuzukommen um friedlich zu demonstrieren. ein kleiner hund macht theater. ein großer hund ist entspannt. und so ist es mit kleinen und großen menschenmassen auch.

    würden mehr leute auf die straße gehen würde im fernsehen ohnehin darüber berichtet ohne dass schlägereien stattfinden weil man eine große masse menschen nicht in den medien ignorieren kann. die linke wird immer so lange ignoriert im fernsehen bis sie gewalt ausübt und dann kommen solche wörter wie "schwarzer block" etc zustande in völlig falschem kontext. ist doch heute wieder die gleiche scheisse. in den nachrichten wir nur von klopperei berichtet obwohl über 30.000 menschen auf der straße waren um friedlich gegen den G8 Gipfel und die Folgen der Globalisierung zu demonstrieren. als erstes wird 2 min schlägerei gezeigt und dann kurz erwähnt dass aber doch noch 30.000 leute da waren um friedlich zu demonstrieren. pure sensationsgeilheit und das funktioniert auch super bei den palästinensern. wenn die da mal die presse abziehen würden wäre das theater nach nem monat komplett vorüber. das interesse der presse stachelt solche leute an.

    zu links rechts und an der ampel geradeaus:
    linke werden in diesem land als terroristen abgestempelt und etwas radikalere rechte werden also vollnazis hingestellt. das führt dazu dass die meisten versuchen sich aus allem rauszuhalten um bloß nicht schlecht dazustehen. diejenigen die ihr maul mal aufmachen werden dann kriminalisiert und müssen unter dem druck der öffentlichkeit und vieler polizisten demonstrieren.....was erwartet wird ist klar: gewalt. und erwartungen erfüllt der deutsche gern und gründlich.

    ich bin damals bei der antiexpodemo dabei gewesen. war prinzipiell ne gute und entspannte demo aber selbst dort war verbaler stress zwischen polizei und demonstranten. wenn so viele bullen um dich herum sind macht dich das aggressiv und du sprichst sie auch an, auch mit der masse und dazugehörigen parolen. prinzipiell sind demos dazu da das volk und die anwohner anzusprechen aber letztlich ist in demos nur noch verbaler stress zwischen cops und demonstranten. wenn leute um dich rumstehen und als faules arschloch betrachten, dass am 1.mai oder sonstwas nichts besseres zu tun hat führt das ganz klar zu konflikten. man wird ja bei einem solchen polizeiaufgebot grundsätzlich als krimineller angesehen. wenn dann ein anwohner zufällig die gleiche straße kreuzt, läuft er schon schnell weg weil polizei in dem ausmaß ja eine gewisse gefahr impliziert. früher in den 70ern war es nicht so und massig anwohner haben sich auch der demonstration angeschlossen weil einfach nicht die menge an bullerei darum stand.

    demonstranten werden zunehmend kriminalisiert und ich finde es letztlich verheerend, denn viele denken zunehmend an gewalt und polizei wenn sie was von demonstrationen hören. dass die demonstranten etwas gutes im schilde führen wird dabei oft total ignoriert auch von den medien.

    allein das wort globalisierungsgegner ist schon ein scheiss wort. könnte man das nicht positiver ausdrücken?

    vielleicht hat jemand einen vorschlag? Vielleicht Solidaritätsbewegung nationaler Individualismus? :p
     
  5. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.06.07   #5
    Naja, ein kleiner Pulk ist das aktuell ja nicht gewesen...

    Den Satz versteh ich jetzt definitiv nicht...du meinst, es würde keine Berichte geben, wenn alles friedlich verlaufen würde? Glaub ich kaum...dafür ist die Sache optisch viel zu schillernd.

    Mal auf die innerländische Situation bezogen: also ich glaube nicht dass sich vermummte Gestalten dann paar Wochen später zusammensetzen und sich freuen "boaah ich war im Fernsehen!" ;)

    etwas arg übertrieben, ne?

    Ist das nicht ziemliche Erbsenzählerei? "Etwas radikalere"...:rolleyes: Definier das bitte mal, was man sich unter reduzierter Radikalisierung vorstellen muss.

    Maybe, dennoch ist er ein denkendes Individuum und keiner zwingt ihn dazu.


    Ach, echt? Warum denn? Schlechtes Gewissen? Schon öfters "Kontakt" gehabt?

    Sorry aber genau solche Aussagen klären doch eigentlich alles. Gleich mit gesunder Grundaggression an die Sache rangehen, und sich schön "provozieren" lassen...und du redest von mediengetriebener Gewalt?

    Der Eindruck mag durchaus entstehen, da kann man den Medien imho auch keinen wirklichen Vorwurf draus machen - spektakuläres Material verkauft sich eben besser.

    Und generell: wer sagt denn, das jede x-beliebige Demo die stattfindet, die Masse der Bürger interessiert? Und das hat nix mit Gleichgültigkeit zu tun (zumindest nicht in erster Linie). Vielleicht ist das ja der eigentliche Grund für so manche Ausschreitung, weil es einfach im Hirn klick macht und man merkt: "verdammt, es interessiert keine Sau was ich hier tue!".

    Sicher ist das bitter...aber mit dieser Möglichkeit muss man klar kommen.


    Ich behaupte allerdings auch, dass Demos einfach auch eine immer höhere Anzahl "gewaltbereiter" Bürger mit sich bringen. Und das vor allem deren Alter immer weiter fällt.
    Daher ist es ja verständlich, dass durch massive Polizeipräsentz im Keim zu ersticken - mal mehr, mal weniger erfolgreich.

    Aber ich erinnere mich da grad an die sog. "De-Eskalationtaktik" unseres Herrn Ex-Kanzlers ein paar Jahre zurück. Auch 1. Mai wenn ich mich nicht irre. Da wurde die Polizei angewiesen sich sehr zurückzuhalten. Resultat?
    Ungebremste Randalle verwüstet ganze Straßenzüge.

    Ist das die Alternative? Wohl kaum.

    Ja, es hat halt den Charakter von "dagegen"...ist aber halt prägnant :o

    Klingen tuts nett, wenn dir ne passende Abkürzung einfällt ;)
     
  6. ESCAPED

    ESCAPED Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #6
    ein freund von mir ist auch momentan in rostock, denke aber er wird freidlich bleiben.

    die gewalttätigkeit geht ja, wie oben gesagt, meist nur von einem kleinen teil aus. manchmal schaukelt sich das dann aber hoch, weil sich "unschuldige" von den polizisten angegriffen fühlen (was auch passieren kann, weil die polizei ja nicht so genau sortieren kann).
    diese leute machen dann vllt, obwohl sie das nicht vorhatten, mit.
    wenn die polizei dann überreagiert ist das chaos perfekt, denn bei manchen polizisten hat man so das gefühl, dass sie auch nur zur demo gekommen sind, um sich zu prügeln. (aber die ausnahme).

    gruß E.
     
  7. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.06.07   #7
    Und wieder einmal wurde der Linksextremismus unterschätzt. :rolleyes: Das ist in Deutschland schon so, seit ich denken kann. Gegen Rechtsextremismus verwehrt sich jeder sofort vehement (was ja auch in Ordnung ist ...), während der Linksextremismus in seiner Gefährlichkeit verkannt und herabgespielt wird. Wo gibt es denn "Demos gegen Links"? ;)

    In sämtlichen Berichten (z.B. auf der NDR-Seite) steht, dass die Mehrheit der Demonstranten friedlich war, und nur wenige Autonome "alles kurz und klein schlagen, was sich ihnen in den Weg stellt". Hallo? Was sind das für Leute? Das hat doch mit Demonstration und dem Ausdruck einer politischen Meinung nichts mehr zu tun. :screwy: Dieses Gesindel sollte man wegsperren, damit die restlichen mehreren Zehntausend in Ruhe demonstrieren können. Oder glaubt ihr, ein vermummter linker Steinewerfer würde die Größen der Weltpolitik interessieren? 50000 friedliche Ottonormalbürger geben da sicher ein glaubhafteres Bild der öffentlichen Meinung ab.
     
  8. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #8
    ist die dkp mit 9 % im sachsener landtag vertreten? und selbst wenn, ich schätze die dkp immer noch um einiges demokratischer ein als die npd. welche linksextreme partei bleibt dann noch übrig? die APPD? lol die ham sogar vergessen sich für die wahlen anzumelden :D
     
  9. BASSisT86

    BASSisT86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #9
    Keine Frage. Linksextremismus ist eine schlimme Sache.
    Den Rechtsextremismus mit dem Linksextremismus gleichzusetzen, ist für mich aber ziemlich unpassend. Klar! Beide wenden Gewalt an. Aber wenn man das als Vergleichsgrund sieht, dann macht man es sich sehr einfach.
    Die Einen möchten schließlich Millionen Juden vernichten und ein arisches Weltreich errichten, (koste es so viele Menschenleben, wie es wolle,) die anderen wollen Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in der Welt (mit möglichst wenigen Toten). DAS ist für mich nicht das Gleiche.
    Sollte für euch eigentlich auch nicht das Gleiche sein.

    Für mich ist das ein Unterschied wenigstens in der Motivation. Und gegen "Links" zu demonstrieren scheint letztendlich ziemlich absurd zu sein. Schließlich ist das was als "links" bezeichnet wird, eine Vielfalt verschiedener Einstellungen, die nicht grundsätzlich Gewalt implizieren, im Gegensatz zu den Rechten.
    Bei soetwas erwarte ich eine etwas differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema. Das die einen alle Juden vegasen möchten und die anderen ein gleiches Recht und den gleichen Reichtum z.B. für Afrika, sollte wohl jedem klar sein. Ist das gleichzusetzen? Ich denke nein.

    Was gleichzusetzen ist, und da sind wir uns wohl alle einig, ist, dass beide Gewalt anwenden, was ohne Frage eine Schweinerei ist.
     
  10. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 03.06.07   #10
    Die Ziele der ganz Recten und Linken sind sich teilweise sehr ähnlich.
    Globalisierungskritiker
     
  11. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #11
    Politischer Extremismus ist schlecht, egal in welcher Richtung.

    Was ich mich aber frage, ist ob diese "gewaltbereiten Autonomen" in der Tat der Meinung sind, ihrer Sache damit hilfreich zu sein. Denn die Mehrheit der Bevölkerung dürfte hiervon wohl kaum "wachgerüttelt" und überzeugt werden sondern viel mehr kopfschüttelnd vor'm Fernseher sitzen.

    Was bitte ändern brennende Autos und umfallende Mülltonnen an der Weltpolitik?

    Ich meines Teils eher links eingestellt (und auf friedlichen Demos gewesen..) sitze hier. Kopfschüttelnd.
     
  12. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #12
    demzufolge waren auch demokratischen bewegungen im vorletzten jahrhundert linksextrem. ohne die hätten wir immer noch den kaiser an der macht ;)
     
  13. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #13
    Genau. Was man als politischen Extremismus bezeichnet, ist relativ. Saddam Hussein hätte Demokraten garantiert auch als extrem bezeichnet.

    Man muss mit solchen Pauschalisierungen echt vorsichtig sein. Politischer Extremismus ist immer Definitionssache und liegt im Auge des Betrachters.

    Zitat Einstein : Alles ist relativ
     
  14. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.06.07   #14
    Diese "anderen" sollten sich mal damit befassen, wie es in Afrika zugeht. Wie dort Leute mit Macheten abgeschlachtet werden, bloß weil sie zu einem anderen Volksstamm gehören. Mädchen werden die Beine gebrochen, damit sie nicht weglaufen können, wenn sie Tag und Nacht vergewaltigt werden (es liegt mir übrigens fern zu polemisieren ...). Dass Afrika wegen seiner Rohstoffe von den Industrienationen ausgebeutet wird, ist deswegen nicht besser. Aber die Afrikaner sind bei weitem keine Heiligen. Ruanda hatte seinen ganz eigenen Holocaust. Daran sollten die Leute, die in Rostock Steine werfen, auch mal denken.

    Das Thema ist mit Sicherheit zu diffizil, um alles und jeden in einen Topf zu werfen. Worum es mir geht ist folgendes: Es ist schön, wenn Menschen den Idealismus nicht verlieren. Aber ihn mit Gewalt durchzusetzen ist nicht akzeptabel!
     
  15. BASSisT86

    BASSisT86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #15
    Gut dann sind wir so ziemlich einer Meinung. :)

    Ich bekomme nur immer einen Hals, wenn links mit rechts gleichgesetzt werden soll.
     
  16. Booster

    Booster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #16
    Hi zusammen,
    also wenn ich manche Sachen hier schon wieder höre bekomme ich nahezu nen Anfall

    1) Wenn die Polizei mal wieder überreagiert: Was macht ihr denn, wenn euch Steine und Flaschen entgegenfliegen? Stehen bleiben und sagen: ok, die wollen mir ja nur ihre Meinung zeigen? Entschuldigung mal, aber da stimmt doch was nicht?!!
    Natürlich mag es die Polizisten geben, die nur den Leuten eins aufn Deckel hauen wollen...aber ich wage mal zu behaupten, dass das eher die Minderheit darstellt. Ich mein gestern wurden auch über 150 Polizisten nach Medienberichten zum Teil schwer verletzt. Die stecken gut ein, aber wenn sie sich dann wehren ist es Polizeiwillkür?

    2) Deutsche alle zu faul um zu Demonstrieren? Das glaube ich eher nicht...hier finden doch recht viele auch recht große Demos statt. Aber solange die Demonstrierenden nicht auch mal für ein wenig Ruhe sorgen (indem sie Polizisten Leute im Vorhinein zeigen die Ärger im Sinn haben, wenn man es mitbekommt...und das hat nichts mit Petzen zu tun..Die Polizei ist nicht direkt euer Feind, wenn ihr zu ner Demo geht), seh ich keinen Sinn darin, mich der Gefahr auszusetzen in ner Auseinandersetzung mit der Polizei und Demonstranten zu kommen.

    3) Links- und Rechtsextreme: Ja, die Ziele sind verschieden....aber die Mittel leider nicht. Beide Gruppen sind ideologisch total verblendet und fühlen sich im Recht und beide Gruppen sind bereit äußerste Gewalt anzuwenden, um ihren Zielen Nachdruck zu verleihen. Beide Gruppen gehen hin und glauben sich im Recht und fordern auf, jeden, der zur anderen Gruppe gehört, gleich mal "eine zu verpassen"...
    Da ist keine Gruppe besser als die andere!!! Meiner Meinung nach, müssten beide Extreme aus diesem Land verschwinden, da sie hier (und vor allem die Gewalt die sie ausüben) nichts, aber auch rein gar nichts, verloren haben.

    4)Das Argument "Wenn ich auf einer Demo von vielen Polizisten begleitet werde, dann werde ich auch agressiv" : Sorry, dann hast man auf ner Demo nichts zu suchen und sollte sich mal darüber klar werden, warum man wegen so ner Sache agressiv wird. Die sind zu eurem Schutz und zum Schutz von anderen Leuten da. Benehmt euch alle, dann haben sie keinen Grund für irgendetwas. Aber wenn ihr euch dadurch angegriffen fühlt, dass sie da sind , dann ist doch mit Sicherheit ein gewisser Wille da, auch seine Agressionen auf so ner Demo auszuleben...und das führt bei manchen dann zu Gewalt. Und dann wird sich gewundert, dass die Polizei sich wehrt (möchte die auch nicht über alles erheben, da es dort auch viele schwarze Schafe gibt). Mir kommt es einfach so vor, dass Demos heutzutage von sehr vielen nur noch dafür genutzt werden, um Streit anzufangen.

    5) zu Jays Aussagen: Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Sich zu engagieren und zu demonsrieren ist ja gut, aber man sollte auch gut informiert sein wofür man sich engagiert und das nicht gleich per se für richtig und als perfektes Ziel darstellen. (Wobei ich auch glaube, dass einiges getan werden muss, um die Zustände in Afrika zu verbessern...aber wir sind da nur ein Schritt...solange dort noch wegen Stammesdingen Menschen getötet werden und Bürgerkriege laufen, kann man keinem dort vernünftig helfen. Und das muss auch was von Afrika selbst kommen, da die anderen Länder nsowas nicht alleine klären können.)

    Anmerkung: Falls sich jemand angegriffen fühlt durch meinen Post: Das war auf keinen Fall mein Ziel. Niemand von euch ist persönlich gemeint, sondern das sind meine allgemeinen Gedanken zu dem Thema

    Mfg Booster
     
  17. Hellfire

    Hellfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #17
    Ich finds lustig, dass manche die Schuld mal wieder bei anderen als denen suchen wollen, die tatsächlich auf der Straße waren und gewalttätig wurden. Sowas ist einfach nicht zu rechtfertigen und die Polizisten sind sicher nicht diejenigen, die Prügel für Versäumnisse irgendwelcher Politiker einstecken sollten. Und mir persönlich ist es ein Rätsel, wie Leute für eine friedliche und ansich produktive Sache mit Gewalt demonstrieren können. Das widerspricht sich so unglaublich..
    Aber es ist ja das alte Lied. Egal ob linkes oder rechtes Pack, unnötige Gewalt ist und bleibt unnötige Gewalt. Und meiner Meinung nach sollte die Polizei einfach mal radikal dazwischenhauen. Wenn der Gummiknüppel nich reicht, sollen sie eben mit Wasserwerfer und Tränengas in die Menge halten. Dann weint zwar wieder jeder, dass die Staatsgewalt so asozial gegen die "armen" Demonstranten vorgeht, aber anders scheint es ja zwecklos zu sein. Wäre ja noch schöner, wenn in Zukunft Gewalt gegen Polizisten toleriert wird. 430 verletzte, davon 40 "schwer" .. hallo?
    Wenn jemand den Drang hat, den Köpfen tatenloser Nationen eins in die Fresse zu geben, halte ich das zwar für nicht weniger primitiv aber kann zumindest noch die motive nachvollziehen. Aber Polizisten? Wir sollten froh sein, dass es diese Leute gibt und ihnen nicht irgendwelche Benzinbomben überwerfen.
     
  18. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #18
    So ich sags ganz banal

    Es freut mich für jeden Krawallo der von der Polizei eine in die Fresse kriegt.....mir ist es dabei ziemlich egal aus welchem politischen Lager diese kommen
     
  19. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #19
    Das hätte ich gerne genauer.
    Wenn man von den Extremen Anarchismus und Faschismus ausgeht, sehe ich da zwei Gemeinsamkeiten:
    - Abschaffung der Demokratie
    - Globalisierungskritik

    Joa, die Beweggründe sind aber verschieden oder sehe ich das falsch?
     
  20. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.07   #20
    Jay, die Demos gegen Links machen die Rechten :D
    Und die Dauerhetze gegen Links kommt von sog. Volksparteien, selbst im Bundestag :D, die warnen immer noch gern vor den "Kommunisten", bei Sitzungen gegen Rechte Gewalt u.ä. im Bundestag glänzt unsere Regierung regelmäßig mit Abwesenheit, als würde das Problem (=Rechtsextremismus) nicht existieren.
    Und wenn du schon beides vergleichen willst, vergiss nicht das sich die einen, nach Stalin und Sozialismus im Osten, die Menschenrechte auf die Fahne geschrieben haben, während die andere Seite mit Rassismus einhergeht. Das System kippen wollen beide, wenn sie den Extrem sind.

    Was die Gewalt betrifft, da fällt mir spontan Herr Fischer ein der sich in Frankfurt auch unter die Prügelnden mischte, sicherlich um Anerkennung in der Szene zu bekommen, aber sicherlich auch um Aufmerksamkeit zu erzielen.
    In einer Gesellschaft wie der Heutigen, wo Kriege nur noch in den Nachrichten auftauchen wenn's mal wieder ordentlich Tote gegeben hat, wo diejenigen nie auftauchen die leiden und verhungern, sondern diejenigen die zur Waffe greifen, wo Terror ein Quotenrenner geworden ist, da erregt man mit einem "Blumenfest" weltweit keine Aufmerksamkeit mehr. Ja die Medien berichten selbst länger wenn es Knallt, eine friedliche Demo ist allenfalls einen Nebensatz wert. Daher lassen es dann einige krachen, teils sogar verständlich wenn man sich das Polizeiaufgebot anschaut, irgendwann fühlt man sich auch bedroht. Über das Ergebnis brauchen wir nicht weiter zu reden, Gewalt muss nicht sein, einige sehen darin aber ein Mittel um Aufmerksamkeit zu bekommen und nebenbei noch Frust abzubauen.

    Außerdem muss man die Relationen betrachten, gerade in dem Fall gestern ging der Staat, allen voran Herr Schäuble, Wege die am Rande des GG Verstoßes wandeln, ja durchaus schon in Richtung "Russische Verhältnisse" abdriften, wobei nicht unerwähnt bleiben sollte das bei uns kein Regierungskritiker gezielt ermordet wird wie es in Russland der Fall ist. Da wir inzwischen dermaßen gelähmt sind das begreifen zu wollen was man uns so an Rechten klaut, das Volk zuckt nur noch mit den Schultern wenn Schäuble sagt er wolle die PC Durchsuchungen per Internet per GG Änderung umsetzen "weil es ja der Terrorismusbekämpfung dient".. dann gibt es eben auch einige denen dann der Kragen platzt, verständlich. Mit einer friedlichen Demo gegen sowas erzeugt man allenfalls ein Grinsen bei den Verantwortlichen, die sich sowieso nicht dafür interessieren was das Volk will.
    Gewalt hingegen, sei es nur ausschweifende Sachbeschädigung, kann jedoch selbst Politiker zu Fall, zum Rücktritt, bringen. Dummerweise ist aber auch das heute nicht mehr möglich, jene Innenminister karren lieber im Voraus zuviele Polizisten an, damit es ja nicht dazu kommt. Was wiederum bei Demonstranten als Bedrohung wirkt.. eine Verzwickte Situation, zugegeben. Interessant war gestern jedoch, das mehr Neonazis in anderen Städten als Autonome in Rostock festgenommen wurden, was das Bild Rechts-Links eigentlich gerade rückt, nur nicht in den Medien.