Warum wollt Ihr immer so klingen wie XY!?

von Hellfast, 02.03.08.

  1. Hellfast

    Hellfast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #1
    Es gibt ständig Posts wie zB ich will klingen wie ... !!!Ihr hört ja haupsächlich die "CD" und wollt dann so klingen.Überlegt mal was da noch so alles getunt und rumgebastelt wird mit Equipment das weit euer Budget übersteigt usw usw. Na gut sicher is es hilfreich gewisse Einstellungen oder Settings zu wissen, aber im Grunde genommen sollte man doch seinen charakteristischen Sound haben um sich von der Masse abzuheben!Was sagt Ihr dazu!?
     
  2. macsom

    macsom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #2
    Ja, da hast du im Grunde natürlich Recht, diese Frage wurde auch schon so oft diskutiert.
    Ich denke, man braucht eine gewisse Zeit, um das zu erkennen, manche merken das ganz schnell, andere nerven eben ein ganzes Gitarristenleben lang das Forum mit ihren Metallica-/Rammstein-/etc.-Soundwünschen. :D
    Im Grunde kann es ja auch interessant sein, andere zu covern, doch für viele Musiker, darunter auch ich, ist das Hauptziel beim Gitarrespielen, selbst kreativ zu sein und niemanden zu kopieren.
     
  3. AndreasW

    AndreasW Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #3
  4. andieymi

    andieymi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #4
    Kann ich nicht genau, sagen, da es nicht immer zutrifft. Es gibt gewisse Lieder, da will ich dass es möglichst nach dem Original klingt, bei anderen finde ich einen eigenen Sound der mir oft sogar besser als das Original gefällt
     
  5. DenniZ_10000

    DenniZ_10000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #5
    Für viele ist es wohl auch einfacher den Wunschsound durch die Ähnlichkeit zu einem Sound einer bekannten Band auszudrücken. Wenn ich einen Sound möchte, der etwa so klingt, wie z.B. Slayer dann frage ich nach "einem Effektgerät für Slayer Sound". Das muss nicht bedeuten, dass ich genau so klingen möchte wie Slayer, aber es ist halt einfacher einen Sound so zu beschreiben.

    Wenn ich nach einer Beschreibung des Sounds von Slayer fragen würde, dann bekäme ich wohl von jedem User eine andere Antwort. Wenn ich aber sage : "der Slayer Sound" dann kann sich jeder etwas konkretes darunter vorstellen
     
  6. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #6
    Eigentlich würde ich dir 100% Recht geben, nur ist es mir ehrlich gesagt zu müßig, jedem, der klingen will wie XY zu erklären, daß er/sie es nie tun wird. Zum einen natürlich das Equipment/Studio Problem, zum anderen und hauptsächlich, weil die Künstler meist ihren eigenen "Ton" gefunden haben und der eben aus den Fingern und der Spieltechnik kommt.
    Das haben die ja auch nicht über Nacht gelernt, indem sie sich Einstellungen und Equipment-Tips angehört haben, sondern hart erarbeitet. Ein Santana wird auch über einen Microcube nach Santana klingen, eine Hetfield wie Hetfield, Petrucci braucht auch kein riesiges Rack, um alles wegzushreddern und Kirk Hammet wird wohl auch auf einem 15 Watt Brüllwürfel seine Soli mit Wahwahs zukleistern (von aktuelleren Liveaufnahmen ausgehend)...
    Versucht das jemand anderes, klingt es entsprechend anders.

    Ich denke das ist einfach ein musikalischer Reifeprozess, der bei einigen früher, bei anderen später einsetzt. Spätestens, wenn sie zum ersten mal etwas aufnehmen und merken, daß sie ja ganz anders klingen, weil sie entweder nicht so gut spielen können oder einfach anders, werden sie es wohl einsehen müssen.
     
  7. KotSammler

    KotSammler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #7
    Das wurde doch schon so oft durchgekaut:confused:
     
  8. Weilando

    Weilando Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #8
    Auch wenn es mich manhcmal nervt kann ich die fragen schon verstehen. Und um es überspitzt zu formulieren: Warum soll man selbst zwar kreativen aber totalen Scheiss Sound haben, während andere nen ordentlichen Sound schon produziert haben. An dem kann man sich dann orientieren, wenn er einem gefällt, abwandeln und sein eigenes Ding machen.
    Das Rad jedes mal neu zu erfinden ist mindestens ebenso dumm wie Fragen ala: Ich hab nen 123 Euro Ebay Einsteigerset, spiele seit 5 Tagen, kling aber nicht wie Rammstein.
     
  9. Der Seerrrräuber

    Der Seerrrräuber Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #9
    Naja, wenn man einen Sound von XY hört und ihn unheimlich geil und erstrebenswert findet, warum nicht? Ich orientier mich soundmäßig auch an meinen Idolen, eben einfach weil ich ihren Sound genial find. Und um Michael Batio näherzukommen braucht man (neben viel Übung ;) *üb) nur wenige Effekte und viele Mitten, nix mit überteuertem SchnickSchnack.

    Und aus verschiedenen solchen "Nachahmungen" entwickelt sich dann mit der Zeit der eigne Sound und Stil.
    Du musst ja auch Soli von anderen Interpreten spielen ("nachmachen") bevor du irgendwann nen eigenen Stil hast.
     
  10. Floemiflow

    Floemiflow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #10
    Genau. Selbst das größte Genie hat mit Nachahmung begonnen. Nur weil man vielleicht selbst glaubt, über diese Phase hinaus zu sein (falls das jemals der Fall sein sollte), sollte man das jugendliche Nacheifern nicht geringschätzen. Gerade als junger Mensch braucht man das doch als Orientierung.

    Allerdings möchte ich ein schönes Wort Nietzsches zitieren:

    "Man vergilt einem Lehrer schlecht, wenn man immer nur der Schüler bleibt."
     
  11. Murph

    Murph Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #11
    Das ist, denke ich, eine Angelegenheit die viele Anfänger durchmachen. Die meisten fangen an Gitarre zu spielen, weil sie sowieso sehr gerne Musik hören, weil sie Musivideos auf den einschlägigen Sendern sehen oder weil sie total "geflasht" von einem Konzert nach Hause gekommen sind.
    Und genau die Einflüsse gelten erstmal als Orientierungshilfe. Man muss sich irgendwie in der riesigen Welt der Musik zurechtfinden. Es gibt so unendlich viele Dinge die den Klang eines Instrumentes beeinflussen, bevor der Sound aus den Boxen kommt, und so klammert man sich erst einmal an den Sound seiner Lieblingsgitarristen.
    Im Laufe der Zeit, sollte man dann aber genügend Erfahrung gesammelt haben um zu erkennen, dass man 1. den Sound eines anderen Gitarristen nicht nachmachen KANN, und 2. dass man hoffentlich mittlerweile einen individuellen Anspruch an den eigenen Sound hat.
    Das ist halt ein Reifeprozess.
     
  12. catosenex

    catosenex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #12
    genau! deshalb find ich es auch sehr schade das man meist keine hilfe bekommt sondern eher nur den spruch von wegen du wirst nie so klingen...
     
  13. -=Mantas=-

    -=Mantas=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #13
    Ich versuch eigentlich immer meinen eigenen passenden Klang hinzubekommen,aber ich finde es auhc interessant wie es ist fast so wie andere Bands zu klingen.
    Ich finde dadruch holt man sich auhc ne Menge erfahrung für seine eigenen soundeinstellungen ,wenn man bspw weiß wie sich rammstein,slayer oder metallica ihre anlage einstellen.;)
     
  14. darkangel012

    darkangel012 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #14
    es kommen ja auch grad von blutigen anfängern oft fragen nach dem sound und dabei wollen sie eigentlich nur wissen was die 'großen' überhaupt für effekte verwenden. da ist es dann oft schon mit einem "die verwenden nen overdrive" getan.
    und mal hand aufs herz, wieviele threads gibt es in denen jemand tatsächlich fragt wie er zu 100% nach seiner lieblingsband klingen kann und wieviele in denen die leute nur eine grobe richtlinie wollen und beide gleichermaßen runtergeputzt werden -_-
     
  15. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #15
    Mir ist der Sound irgendwelcher Bands und Göttergitarristen völlig schnuppe.
     
  16. Floemiflow

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    Erstellt: 02.03.08   #16
    Abseits der Rockgitarristenvergötterung und Equipmentvergötzung wirst auch du deine Vorstellung davon haben, wie eine Gitarre zu klingen hat, und diese Vorstellung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat auch etwas mit der Musik zu tun, die du dir den ganzen Tag reinpfeifst.
     
  17. Sebbo

    Sebbo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.08   #17
    sicher, aber er hat dadurch nur die richtung gesucht, wos ungefährt hingeht. ;)
    so ungefährt wie: "ja der sound von XY is schon geil, aber ich bräuchte eher was anderes"

    so wars bei mir zumindest.
     
  18. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 03.03.08   #18
    Mal ganz von vorn angefangen:

    Warum fragt jemand nach dem Sound eines anderen? In 99 Prozent der Fälle, wohl deshalb, weil er noch keinen Ton hat, der ihm gefällt. Ist ja auch logisch: die eigenen Ohren sind besser entwickelt als die Spielfähigkeit

    E-Gitarristen sind da leider ganz arme Schweine. So einfach bestimmte Sachen auf der Gitarre fingermäßig zu erlernen sind, so verteufelt vielfältig ist die Klanggestaltung.

    Der Reihe nach grob gesagt:

    Stufe 1: Ein Klavier oder ein Keyboard klingt auch beim Anfänger immer so, wie das Instrument eben klingt. (OK, ist vereinfacht, aber prinzipiell so richtig)

    Stufe 2: Aus einer Geige, einem Cello oder einer Trompete einen erträglichen Ton zu bekommen ist eine Sache von Spieltechnik und sich langsam entwickelndem Klanggefühl.

    Stufe 3: Beim E-Gitarristen kommen elend viele Verstärkerarten, Lautsprechereigenschaften und nahezu endlose mögliche Kombinationen von Effekten, Einstellungen und Lautstärken dazu, um einen bestimmten Klang herzustellen. Das macht es ihm unendlich schwer und total verwirrend.

    Jetzt ist es aber bei der überwiegenden Zahl der Fragen ("Wie bekomme ich den Sound von...") so, dass diese von Spielern gestellt werden, die Stufe 2 noch nicht entwickelt haben. Denn auch bei der E-Gitarre kommt der Ton nicht ohne Spieltechnik und Tongestaltung.

    Je nach Vorbild wir dann nach dem "Slash" - oder X, Y Z Ton gefragt und dem entsprechenden Effektgerät oder Amp. In Wirklichkeit steht aber dahinter die (unausgesprochene) Frage : Wie erzeuge ich mit meinen Fingern einen geilen Ganztonbend auf Bund 15 mit geilem Vibrato. Antwort: Ganz einfach, indem man es spielen kann. Dazu braucht man nicht das Equipment des Vorbilds, sondern die Möglichkeit, es zu spielen.

    Ob man das dann über den Verzerrer X oder Y passiert, ist total drittrangig. Man statte jemanden, der nach dem Carlos-Santana-Sound sucht, aber nicht ansatzweise dessen Timing und Approach kapiert, mit dessen Equipment aus. Er wird nicht wie CS klingen. Man gebe C.S. eine 100-EUR-Anlage und er wird darauf wie CS klingen (soundmäßig nicht perfekt, aber der musikalische Ansatz und die Saitenbehandlung wird 100% nach ihm klingen).

    Kurzum: Soundvorbilder sind letztlich immer nur Spielvorbilder. Sie tun etwas, was man (noch) nicht kann. Deren Spielgeräte sind austauschbare Hilfsmittel. Einen Elfer haut man dem Torwart rein, wenn man weiß wie es geht. Da spielt der Hersteller des Balles und die Farbe des Trikots keine Rolle.
     
  19. Der Seerrrräuber

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    Erstellt: 03.03.08   #19
    Da wiederspreche ich. Ich z.B. bin zwar sicher kein Übergitarrist aber ganz passabel und ich hab neulich auch gefragt welche Einstellungen MAB so benutzt, einfach weil ich erst seit nem Monat die soundmäßigen Möglichkeiten hab (hatte davor mehr als 3 Jahre nur ne endlos schlechte Marshall-Combo) und deshalb einfach soundmäßig deutlich weniger Erfahrung hab (Hatte?) als spieltechnisch. So kanns auch gehen. Ich würde da nicht alle über einen Kamm scheren, auch wenn du bei den meisten damit richtig liegst.
     
  20. Floemiflow

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    Erstellt: 03.03.08   #20
    Ich stimme dir zu, jedoch braucht man doch nicht so tun, als könnte man sich davon freimachen. Es ist zwar modern, sich als 100%ig selfmade zu begreifen, jedoch lügt man sich dabei vermutlich etwas in die Tasche und macht sich über die lustig, die "es nötig haben", Vorbildern nachzueifern. Deswegen fand ich diesen Post von Oldboy tendenziell arrogant. Ich kann allerdings auch verstehen, wenn man diesem ganzen kommerziellen wer-spielt-was-Hype kritisch bis ablehnend gegenübersteht. Deswegen braucht man aber noch lange nicht so tun, als wäre man selbst der Prometheus.
     
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