Warum zum Teufel Harmonielehre pauken???

von Musictoon, 21.10.04.

  1. Musictoon

    Musictoon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.04   #1
    Hallo zusammen!

    Ich bin ein grosser "Fan" der Hamonielehre. Ich pauke sie manchmal wirklich gerne, wieder neu auffrischen und natürlich neues dazulernen.
    Aber man muss sie ja nicht lernen.. :rolleyes:

    Des öfteren werde ich von Leuten (anderen Musikern) gefragt, warum man Musiklehre beherrschen sollte. Irgendwie finde ich keine richtige Argumentation, ich persönlich finde es jedoch ungeheuer wichtig.

    Welche sind also die Hauptgründe, warum man Harmonielehre lernen/beherrschen sollte?? :confused:

    Danke,
    miles
     
  2. 3mAnuEL

    3mAnuEL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.04   #2
    tja, sehr gute frage. ich bringe mir derzeit patterns bei, warum? damit ich solos spielen kann, die sich auch harmonisch anhören. ich finde, dass einige grundlagen vorhanden sein müssen. beispielsweise akkorde beim gitarre spielen, die verschiedenen pickings usw.. ist bei allen instrumenten so. wenn man das erst mal hat dann braucht man halt noch sowas wie ein gefühl für die musik, dann erledigt sich der rest von selbst ;)
    meine meinung

    greetz
     
  3. destroyer

    destroyer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.04   #3
    das menschliche ohr empfindet die versch. klänge anders. manche klingen traurig, manche fröhlich, etc. manchmal findet man, dass es irgendwie nicht passt, worauf noch ein anderer akkord folgt, und dann findet man es passt wieder....aber irgendwie genau erkären kann ich es auch nicht...aber ich bin leider auf harmonie-genie...
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 22.10.04   #4
    ... weil

    Musik eine Sprache ist. Wer nur wenig Grammatik und Vokabeln lernt, kann sich mich auch nur beschränkt ausdrücken. Beschränkte Ausdrucksmöglichkeiten können zwar auch zum Stilmittel werden (“Strunz spielen wie Flasche leer”), aber solche Erfolge sind Ausnahmen. Jeder muss für sich selber für sich entscheiden, wo und wann er stehen bleibt, sich umsieht, sich wohlfühlt oder weiter geht.

    Umgekehrt machen ein großer Sprachschatz und perfekte Stil- und Grammatikkenntnissse noch keinen erfolgreichen Romanautor, wenn originelle, kreative Ideen fehlen.
     
  5. stringsurfer

    stringsurfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #5
    Wo wir gerade bei Symbolik und Metaphern sind:
    Musik ist wie ein endloser Ozean durch den die Harmonielehre wie eine Seekarte hindurch zum Ziel führt. Allerdings sollte man den Blick nicht nur auf die Karte fixieren, da man sonst die Schönheit der Natur vergisst.
     
  6. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #6
    :confused: :confused:

    Versteh ich irgendwie nicht - wenn Du nicht weißt, wozu Du sie brauchst, warum findest Du sie dann ungeheuer wichtig?

    Aber wenn Du sie brauchst, dann ist doch klar wozu.

    Ich kenne Leute, die spielen phantastisch, improvisieren nach Gehör und können nie im Leben sagen, ob das jetzt ne Subdominantparallele war oder was auch immer. spielen einfach. und das genial. Und brauchen keine Musiklehre.
    Als Klassiker brauchst Du sie auch nicht. Es gibt ne Menge studierte PianistInnen, die können kein Volkslied aus dem Hut begleiten. Brauchen / wollen sie aber auch nicht.

    Ich bin mehr so'n Tastn-Kopf-Funktionsmensch :D und hab einfach gemerkt, dass ich über die Theorie besser klarkomme als nur nach Gehör. Ich kann Dir schon sagen, wozu ich sie brauche, aber das würde ich nicht verallgemeinern.

    (Ist so ähnlich, wie wenn Dich einer fragt, warum er Verkehrsregeln zum Autofahren braucht - manche können es auch so, aber es sind halt wenige Talente :D )
     
  7. Gomer

    Gomer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #7
    Mal am Rande: Es wird hier immer häufig erwähnt, was studierte Pianisten doch für Deppen sind; ich fass mal die Kernaussagen zusammen:

    - können nicht Improvisieren
    - können nur eine Musikrichtung spielen
    - haben keine Ahnung von Harmonielehre
    - sind selbst völlig unkreativ

    Glaubt ihr das wirklich?
     
  8. Fendi

    Fendi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #8
    Ich glaub wer den Harmonielehrekram richtig gut beherrscht, kann einfach viel besser kreativ sein und Ideen kann man dann schon wunderbar im Kopf zusammen setzen bevor man überhaupt die Gitarre in die Hand nimmt.
    Ich kanns leider nicht und bekomme es auch nur schwer in meinen Schädel, obwohl ich es auch hin und wieder versuche. :mad:

    Also ich schaue echt auf die Leute hinauf die das beherrschen und auch verstehen!

    Ich glaube Musik machen kann man auch ohne Theorie, aber mit dem Theoriewissen öffnen sich Welten und man kann leichter kreativ sein.
     
  9. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #9
    wenn sich das auf mein Posting bezieht, dann hast Du mich falsch verstanden.

    "brauchen / wollen sie auch nicht." Einige sind auf einem Spezialgebiet supergut, Spezialisten eben. Die wollen gar kein Volkslied begleiten oder in ner Rockband spielen. Mit "unkreativ" hat das aber nullkommanix zu tun!

    Genauso gibts aber auch ne Menge PianistInnen, die nicht nur ne brilliante Technik haben, sondern auch sehr vielseitig vom Musikstil sind.

    Ist natürlich auch ne Frage der Ausbildung und des musikalischen Umfelds, in dem man sich bewegt. Und eine Zeitfrage, denn bis man das ganze so intus hat, dass man beim Spielen nicht mehr nachdenken muss, das hat bei mir schon ein paar Jahre gedauert, und ne Menge Übezeit, in der ich halt nix anderes geübt habe.
     
  10. 3mAnuEL

    3mAnuEL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #10
    was mich sehr interessieren würde wäre, ob mega gitarristen wie jimi hendrix jeh was von pentatoniken/patterns usw. gehört haben.

    greetz
     
  11. Musictoon

    Musictoon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.04   #11
    Hey!!
    Coole Antworten, danke!!

    @dnalor:
    Ich weiss nicht mehr so recht, wie ich an die Musik rangegangen bin, alos wie ich sie gehört habe, als ich noch keinerlei theoretischen Kenntnisse besaß!
    Sicher irgendwie anders, vielleicht mehr Produktions und Gesangsmelodiebezogen... :confused:

    @Hans:
    Du postest wieder?????????? :eek: :eek: :eek: :great:

    miles
     
  12. 3mAnuEL

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    Erstellt: 22.10.04   #12
    tja, ich möchte nur noch sagen: musik ist die sprache der sinne. warum? man hört musik, man drückt seine emotionen damit aus und man kann sie fühlen!
    wie gesagt, grundlegende kenntnisse gehören dazu, aber alles weitere hat man oder hat man nicht.

    greetz
     
  13. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.04   #13
    grundlegende kenntnisse gehören dazu, aber alles weitere hat man oder hat man nicht

    schön wärs ...

    hast Du's oder hast Du's nicht ?? :D
     
  14. 3mAnuEL

    3mAnuEL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.04   #14
    gute frage, das weiß ich leider auch noch nicht. aber ich hab schon ein paar leuten gesagt bekommen, dass ich "etwas" habe... mehr nicht.
    ich bin eben der meinung dass die ganz großen gitarristen álla jimi hendrix keine harmonielehre gepaukt haben, sondern einfach nach gefühl gespielt haben (natürlich, licks oder ein paar patterns werden sie schon gekannt haben aber viel mehr).
    aber vielleicht irre ich mich da auch, wenn ja dann belehrt mich eines besseren :great:

    greetz
     
  15. illbleed

    illbleed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.04   #15
    Habe auch meine kleine Theorie zur Sinnigkeit von Harmonielehre.. Ich glaube dass man zwar sehr wohl auf seinem Gebiet gut werden kann, auch ohne Harmonielehre etc. zu pauken. Höre ich zB viel Metal, spiele viel und hab etwas Talent, kann ich auch mit viel Übung ein guter Metal-Terrorist, äh Gitarrist werden. Wenn ich aber mein musikalisches Können erweitern möchte über die Grenzen die sich bei einem Ich-Hör-Nur-Slayer-Gitarrist vllt irgendwann zeigen hinweg, oh mann jetzt hab ich mich verrannt... Ich glaube ihr wisst was ich meine..

    Harmonielehre als Hilfe über die eigenen Grenzen hinweg.. Aber es gab wohl schon immer Kopf- und Herz-Spieler, und beides kann ganz toll sein..
     
  16. eulenspiegel

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    Erstellt: 26.10.04   #16
    Harmonielehre ist wie eine andere Sprache lernen. Wenn du dich mit anderen gesitteten Musikern unterhalten willst solltest du auch deren Wortschatz mächtig sein. Ohne Harmonielehre geht nichts. Das lernen der Akkordnamen ist ja schon ein Teil dieser. Du triffst andere Musiker und sagst was haltet ihr von dieser Akkordfolge. Äh, ich weiß die Namen der Akkorde jetzt nicht, habe auch keine Gitarre dabei aber ich kann sie euch aufmalen. Was meinst du wie lange man dir zuhört?
     
  17. Jim_Dandy

    Jim_Dandy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.04   #17
    Ich finde eine weitere Facette dieser Thematik aber weitaus faszinierender: Ich hab mit meinem Lehrer, ausgebildeter Jazzgitarrist, neulich mal alternative Tunings angeschnitten. Dabei hat er mir gesagt das dies eine der wenigen Möglichkeiten ist sich nochmal musikalisch komplett fallen zu lassen. In diesen Momenten wird für ihn sein theoretischen Wissen weitgehend ausgeblendet und er verläßt den "gewohnten Trott". Fand ich irgendwie faszinierend, da ich selbst heute nicht mehr so frei und "naiv" spielen kann - bin wohl irgendwie festgefahren.
     
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