Was bewirkt die Höheneinstellung der PU´s?

von shillen, 27.03.08.

  1. shillen

    shillen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #1
    Hallihallo,

    bislang habe ich mich um folgende Fragestellung nicht gekümmert (habe erst seit 3 Monaten eine E-Gitarre und kämpfe mich durch die Grundlagen), aber nun möchte ich es doch wissen:

    "Was bewirkt die Einstellung des Abstandes der PU´s zu den Saiten?" Ich will jetzt nicht einfach wie wild an meiner Gitarre rumschrauben, um es auszutesten, deshalb würde ich mich über auch für Newbies verständliche Erklärungen sehr freuen ;)

    VLG
     
  2. Doomhammer

    Doomhammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #2
    Das kann bewirken,dass die Saite lauter klingt.
    Also der Bass satter wird oder die Höhen noch höher klingen.
    Aber es kann auch sein,dass die Saiten durch die Magnete im PU nicht mehr sauber ausschwiengen,dass heist der Ton ist schneller weg.
     
  3. spa

    spa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #3
    Wenn du die PUs näher an die Saiten schraubst wird der Output, also das, was du aus deinem Verstärker hörst lauter. Man kann so auch einen Röhrenverstärker den letzten Kick geben.
    Da Tonabnehmer aber ja magnetisch funktionieren ist auch irgendwo die kritische Grenze erreicht, wo die Magneten in den Abnehmer die Saite in ihrem Schwingungsverhalten beeinflusst und hindert. Daraus folgt dann eben schwindendes Sustain, also wie lange die Saite nach dem Anschlagen klingt.
    Man muss natürlich auch beachten, dass alle Tonabnehmer im lautstärketechnischen Gleichgewicht sind, es sei denn man will es anders. Dann gibt es noch die Möglichkeit bei einigen PUs an den Polepieces, also die Magneten selbst zu schrauben, um die Lautstärke einer einzelnen Saite zu verändern, was aber wirklich nicht für Laien zu empfehlen ist und meistens auch überhaupt nicht nötig ist!
    Also man steuert im Endeffekt damit, wie laut deine Gitarre ist, wird kein Unterschied wie Tag und Nacht, aber man kann da noch etwas rauskitzeln...man sagt außerdem, dass die Tonabnehmer auf der Saite der hohen E-Saite etwas näher sein sollen, weil die hohe E-Saite weniger Masse zum Schwingen hat...

    Aber einstellen müssen, muss man da nichts ;) Aber somit weißt du, wofür das alles ist ;)
     
  4. shillen

    shillen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #4
    Hey,
    danke für die schnellen Erklärungen. Das klingt jetzt nicht sooo spektakulär, scheint aber ein weiteren Baustein hinsichtlich der Gesamteinstellung der Gitarre zu sein...

    Würdet ihr eher sagen, dass Gitarren vom Händler wie bspw. Music Store in Köln schon eine vernünftige PU-Höhe haben? Oder wird auf so was bei den "Billig-Gitarren" (ich habe eine Rockson ST 30) idR kein Wert gelegt?

    VLG
     
  5. Doomhammer

    Doomhammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #5
    Hab auch eine vom Store und die sollte schon gut eingestellt sein=)
    Natürlich kann man mal ne Drehung höher stellen aber musste eigentlich net.=)
    MFG
    Doomi
     
  6. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #6
    Bei den ganz günstigen Gitarren wird der Händler in aller Regel keine Zeit für ein Setup investieren, die Wahrscheinlichkeit für Optimierungspotential ist also ziemlich groß. Schau doch mal in diesen Rockinger-Workshop, unter Punkt 5 steht auch etwas zur Pickup-Höhe.

    Wenn Du die Pickup-Höhe änderst, merke Dir einfach die Anzahl der Drehungen mit dem Schraubendreher. Dann kannst Du das bei Nichtgefallen ganz einfach wieder rückgängig machen.
     
  7. shillen

    shillen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #7
    Wow,
    danke für den Link zum Rockinger-Workshop! :)

    Auch danke für die anderen Beiträge, nun bin ich doch ein wenig schlauer, was die Technik meines Babies angeht... :)

    VLG
     
  8. Hans_3

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    Erstellt: 28.03.08   #8
    *del* Doppelpost
     
  9. Hans_3

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    Erstellt: 28.03.08   #9
    Wobei auch der Rockinger-Workshop "nur" den richtigen Weg zum optimierten Standard weist.

    Ich habe z.B. bei einer meiner Strats die PUs sehr niedrig eingestellt. Grund ist, dass die Gitarre vom Holz her die Tiefmitten recht stark betont. Das Tieferlegen der PUs schwächt diesen Bereich etwas ab und betont zugleich den"seidigen" Bereich der Hochmitten stärker. Und der etwas geringere Output gegenüber einer höheren PU-Position spielt überhaupt keine Rolle, da man das jederzeit durch die Einstellungen an Boostern, Overdrives oder Pre-Gain am Amp ausgleichen kann.

    Kurzer Sinn: Erlaubt ist, was gefällt. Wer erstmal auf der sicheren Seite sein will, nimmt den Rockinger-Workshop.

    Hier noch ein Blick auf eine Ritchie-Blackmore Strat: Die PUs sind für einen besonders knochentrockenen Sound sehr weit unten:
     
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