Was kann man sich alles "falsch aneignen"?

von Billy Talent, 13.03.04.

  1. Billy Talent

    Billy Talent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #1
    Tja, mal ne Frage an alle, die zuerst versucht haben sich das Gitarre spielen
    "alleine" beizubringen und dann auf nen Lehrer umgestiegen sind...

    Habt Ihr Euch anhand von Büchern, Internet etc. viele Dinge falsch angeeignet, auf die
    Euch der Lehrer dann erst aufmerksam gemacht hat?
    Welche "Unarten" waren das? Ist es sehr schwergefallen, wieder "umzulernen"?


    Spiele seit ca. einem Jahr und möchte in Zukunft auch mal Unterricht nehmen.
    Allerdings frage ich mich, ob der nicht - wenn er mich spielen sieht - die Hände überm Kopf
    zusammenschlagen wird. - Falsche Handhaltung, kein Timing etc. ...

    Wem ist das schon passiert und was waren die Kritikpunkte?
    So, jetzt bin ich ja mal gespannt... :rolleyes:
    Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!
     
  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.04   #2
    Die einzige Unart bei mir war, dass ich den kleinen Finger kaum benutzt hab. Obwohl der mit etwas Training voll tauglich ist und sogar beweglicher als der Ringfinger ist.

    Auf diese Unart bin ich aber selber gekommen. Lehrer....nie gehabt :-)


    Den kleinen Finger nachträglich nachzutrainieren....harte Arbeit! Lieber von Anfang an voll einsetzen.
     
  3. HoRnet

    HoRnet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #3
    aloha!

    also, ich spiele schon von anfang an mit einem lehrer, hab mir aber einen großteil der technik selbst erarbeitet. teilweise hatte ich mir auch gedanken gemacht, ob das richtig war, was ich tat. und wenn ich meinen lehrer gefragt hatte, dann hat er mich beruhigen können. ich hatte mir schon fast eine bestimmte handhaltung abgewöhnt, weil ich im internet immer gelesen hab, wie mans machen sollte, aber mein lehrer zeigte mir, dass man es genau anders machen musste, also so, wie ich es von anfang an gemacht hatte, und nicht so, wie's im internet stand.
    ich denke mal, du solltest dir einfach einen lehrer nehmen und dir keine sorgen davor machen, dass er vielleicht was an deiner technik auszusetzen hat. denn schließlich soll er dir auch etwas beibringen.
    vielleicht machst du auch nicht wirklich grobe fehler, du hast nur sorgen, du würdest sie machen...
     
  4. Onkel Raul

    Onkel Raul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #4
    ich habe mit 5 Jahren eine klassische Gitarrenausbildung angefangen.
    Ich bin jetzt 24 und was man da alles falsch machen kann weiß ich nur zu gut auch wenn ich von Anfang an mit einem Lehrer zusammengearbeitet hab. Was natürlich nicht heißt das der alles richtig macht.

    1. Trotzdem worauf du sehr peinlich achten solltest ist das du nichts mit verkrampfter Handhaltung spielst. Weder links noch rechts. Drükcke die Saiten nicht so stark aufs Griffbrett das du nacher halbe Schnittwunden in den Fingerkuppen hast nur um einen ordentlich Ton heraus zu bekommen.
    Außerdem wirst du dann auch schnell merken das sich dein Handgelenk verkrampft und vor allem der Handballen schön schmerzt. Auch mit der rechten Hand nichts mit Gewalt und nicht mit versteiftem Handgelenk arbeiten.

    2. Achte darauf das deine E-Gitarre am Gurt nicht so tief hängt das du kaum noch ums Griffbrett kommst ;) Eine hoch hängende Gitarre sieht zwar oft bescheurt aus verhindert aber erstens üble Sehnenscheidenentzündungen und zweitens spielst du so sauberer und technisch perfekter. Bei der Akkustik und vor allem in der Klassik solltest du immer deine Sitzposition so wählen das du entspannt sitzt und die Gitarre überall gut Bedienen kannst.

    Au man da gibts doch noch einige Sachen die zu beachten sind... bei speziellen Fragen werde ich mir Mühe geben alles ordentlich zu beantworten.
     
  5. opferstock

    opferstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #5
    Konsequent mit Wechselschlag spielen. Damit hab ich heut noch meine Mühe, zum Glück gibts legato :)
     
  6. _Maiden_

    _Maiden_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #6
    Oh ja, der schöne Wechselschlag. Hab ich am Anfang auch erst immer ohne geübt und dann die Umstellung auf Wechselschlag.... schöne Sache. Also wer´s ohne übt und denkt es wär einfacher: Machts gleich MIT Wechselschlag. Ihr werdets nicht bereuen. Am Anfang zwar schwerer zu spielen, aber wenn´s dann an´s schnelle spielen geht ist man dankbar, wenn man des gleich mit Wechselschlag geübt hat.
     
  7. Black_Plek

    Black_Plek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #7
    hm, ein Fehler, der mit der Zeit als eigenständige Technik betrachtet wird, ist das Economic Picking...denke ich mir zumindest. Gerade bei sehr schnellen Licks, die auf 3 Töne pro Saite verteilt sind, ist der Wechselschlag meines Erachtens unverzichtbar. Allerdings hab ich mir damals, obwohl ich sofort mit Lehrer angefangen habe, dieses Economic Picking angewöhnt. Inzwischen kann ich natürlich im normalen Tempo (das heißt, wenn ich aus dem Handgelenk spiele) auch komplett mit Wechselschlag spielen. Nur bei superschnellen Sachen musste ich ironischerweise nie darauf achten, wie ich spiele...ich habe dabei einfach immer nur die Wechselschlagbewegung mit meinem Unterarm gemacht, ohne sie systematisch in der Geschwindigkeit zu trainieren - und trotzdem kann ich präzise spielen. Solche Kuriositäten kommen bei mir ziemlich oft vor. Wenn ich mir eine neue Technik draufschaffen will, spiele ich in manchen Fällen einfach sofort los und kann's...fragt mich nicht warum.

    Mit meiner in der Picking-Hand verkrampften Spielweise hatte ich übrigens noch nie Probleme. Manche Geschwindigkeiten bekommt man einfach nicht hin, wenn man meint, immer locker bleiben zu müssen.
     
  8. HoRnet

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    Erstellt: 13.03.04   #8
    aloha!

    @onkel raul
    bei welchem lehrer warst/bist du?

    @billy talent
    das mit dem timing ist übungssache. ich musste das zwar nie üben, aber man kann das ganz einfach mit einem metronom machen.
    du stellst das langsam ein und schlägst auf jeden beat eine saite (am besten abgedämpft) an. dann kannst du die schwierigkeit erhöhen und z.b. die doppelte anzahl der schläge nehmen,.... rythmen,melodien, akkordwechsel,...
    noch besser ist es aber, wenn du ein übungsbuch, z.b. von andreas scheinhütt "schule der rockgitarre" hast, und mit der cd spielen übst.
    die schwierigkeiten liegen nämlich oft auch darin, zur passenden zeit in den song einzusteigen und den rythmus zwischendurch zu wechseln.
    wenn du mit der cd spielst, fällt dir sofort auf, wenn du mal nicht im takt spielst.
     
  9. Onkel Raul

    Onkel Raul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.04   #9
    Ah sehe gerade das du aus Aachen kommst. Deswegen wahrscheinlich auch die Frage.

    Ich komme aber ursprünglich aus Wesel und studiere hier "nur".

    Dort hatte ich einen gewissen Schillings an der Musik und Kunstschule. Der dürfte auch anderen Lehrern bekannt sein.

    Passt wohl eher nicht hier in den Thread ... klären wir das über ICQ oder Mail oder so, wenns da noch was zu besprechen gibt ;)
     
  10. HoRnet

    HoRnet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.04   #10
    ;) ah, okay, meine frage ist geklärt
     
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