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Was läuft da bei der "neuen" GroKo?

von hotlick, 17.03.18.

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  1. Kasper666

    Kasper666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.18   #21
    Mich würden einfach genauer Informationen zum Sinn und Zweck interessieren. Der Zustand des deutschen Mobilfunknetzes sei "für eine Wirtschaftsnation untragbar", sagt Minister Scheuer – aber was genau erwartet man von der Verbesserung des "Zustands"?

    Neue Jobs bei den Mobilfunktbetreibern und in Handyläden? Neue Jobs bei (deutschen?) Entwicklern von Services und Apps für die gesteigerte Zahl von Nutzern und Nutzungszeiten?

    Und wie sieht das aus, wenn man die neuen Arbeitsplätze aufrechnet gegen die Arbeitszeit, die verloren geht, weil noch mehr Berufstätige noch mehr während ihrer Arbeitszeit mit dem Smartphone herumdaddeln?

    Ich empfinde das momentan so: Alle Politiker repetieren gebetsmühlenartig diverse Floskeln zum Thema Digitalisierung und "Anschluss verlieren" – aber keiner kann (oder will?) erläutern, was sich denn konkret dahinter verbirgt, was die Benefits denn genau sein sollen, außer umfangreicheren digitalen Konsummöglichkeiten?

    Es scheint aber auch kaum jemanden interessieren – oder fehlinterpretiere ich die nicht stattfindenden Nachfragen an die Politiker und außer mir ist allen total klar, was gemeint ist?
     
  2. CaptainFuture

    CaptainFuture Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.18   #22
    Ich stimme dieser Sichtweise zu 100% zu.
    Mit der Digitalisierung habe ich immer den Ausbau des Flächendeckenden HighSpeed DSL in Zusammenhang gebracht.

    Wobei ich mich frage, ob unsere Behörden mit schnellerem Internet besser zusammenarbeiten....ich bezweifle das natürlich.
    Meiner Meinung nach setzt man Prioritäten eindeutig falsch. Wie du schreibst....soll die Gesellschaft noch mehr vorm Smartphone sitzen ? 6 oder 9 jährige haben eigene Smartphones...wozu ?
    Ich vermute die politiker wissen selbst nicht, was sie von "der" Digitalisierung erwarten.
     
  3. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.18   #23
    Obacht Käptn, es geht nicht um DSL und nicht um Behörden, sondern um Breitband Mobilfunk und Wirtschaft.

    @Kasper666
    Man kann es sich doch ungefähr vorstellen: Alternativen zum DSL in ländlichen/allen Gebieten, damit dieser Faktor Unternehmen(-svorhaben) nicht negativ beeinflusst. Aber auch für den Außendienst interessant, um in komfortabler Geschwindigkeit mit Daheim zu kommunizieren oder Daten zu tauschen. Nicht zuletzt geht es wohl auch um Prestige, 100%tige Verfügbarkeit von Breitband klingt nun mal besser als 9x,x%tige, grade für ausländische Investoren.
    Aufgrund meines Hintergrundes komme ich auch noch auf ganz andere Ideen: beim precision-farming ist/kann eine hohe Bandbreite und Netzabdeckung in ländlichen Gegenden grundlegend sein.
     
  4. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 04.04.18   #24
    Schlichtweg weil es niemand kann. Die Politikerriege scheint weitestgehend (abgesehen von Einzelpersonen) abgehängt. Es kann niemand das Schlagwort "Digitalisierung" (welches im übrigen, wenn man es mal wörtlich nimmt ein denkbar dämliches ist) mit Leben füllen.
    Ich gucke mir gern mal diverse Talks auf Youtube an (irgendwelche Wirtschaftsforen etc.), bei denen ich so ein paar Leute verfolge (etwa Precht, Frank Rieger vom CCC u.ä.) und mir fällt dort immer wieder auf, wie hilflos und "unwissend" die meisten Wirtschaftsvertreter dort sind. Abgesehen von Floskeln passiert auch dort nicht viel...

    Und in "der Politik" ist es leider noch dramatischer....

    Jetzt mal so aus meiner persönlichen Persepktive:
    Ich bin Lehrer und man versucht nun die "digitale Schule" zu entwerfen....
    Ihr glaubt gar nicht wie UNFASSBAR viel Stuss in diesem Kontext zu lesen ist... von der Forderung nach Tablets in der Grundschule bishin zur Annahme des autarken Schülers, der zu Hause vor Youtube selbstständig und vollends begeistert lernt....

    Es gibt kaum kritische Positionen, die eine nachvollziehbare Vision liefern können, was die Ziele, Vorteile und Gefahren der vermeintlich "digitalen Schule" (im übrigen ebenfalls eine völlig sinnbefreite Wortkonstruktion) sein sollen...

    Naja ich reg mich nur wieder auf....

    In der Tat wie an allen Ecken und Enden: Es wird in Permanenz gefloskelt, so dass es kaum noch zu ertragen ist....
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.04.18   #25
    Die Politik ist generell beim Thema Bildung beratungsresistent, wie die seit Jahrzehnten Jahr um Jahr veröffentlichten Berichte (insbesondere im internationalen Vergleich und bei dem Punkt Chancengleichheit) offenlegen, ohne dass pragmatische Schritte unternommen werden oder eine Orientierung an Länder mit einer besseren Praxis stattfindet geschweige denn mehr Lehrer_innen ausgebildet und eingestellt werden (auch das beste Konzept hilft nichts, wenn eine Lehrkraft vor mehr als 22 Schüler_innen steht, sitzt oder liegt).

    Dass das Thema weitgehend Ländersache ist, hilft dabei ungefähr genau so viel wie 16 Böcke zum Gärtner zu machen statt einen.

    Zukunftsentwürfe gehörten in den seltensten Fällen zur Kür einer deutschen Regierung, eher eine mühsame Pflicht. So beim Ausstieg aus der Atomenergie, der Energiewende selbst, dem Umweltschutz, der Landwirtschaft - und eben sowohl der Globalisierung, der beherzten wirklichen Reform der Sicherungs- und Steuersysteme statt der immer wiederkehrenden Flickschusterrei - pardon: Optimierung im Promillebereich - oder eben der digitalen Zukunft.

    Dass das Durchschnittsalter der Politiker hoch ist, hilft dabei genau so wenig wie der Umstand, dass die wenigstens aus - ich sage es jetzt mal so - dynamischen Tätigkeits- bzw. Bildungsbereichen kommen. Die Verwaltung beispielsweise gilt nicht als hochagiler, kreativer Wegbereiter und ein Jurist mag viele Qualitäten haben, aber den wenigsten ist eine visionäre Phantasie gegeben.

    Vielleicht sehe ich das aber viel zu schwarz und alles wird gut.

    x-Riff
     
  6. Kasper666

    Kasper666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.18   #26
    Ungefähr genügt mir aber nicht, ich hätte es gerne konkret ;-)

    Ich habe 15 Jahre in einer Branche geabeitet, wo es "unser täglich" Brot war, online-basiert zu arbeiten und jede Menge Daten hochzuschieben und runterzuladen. Kurioserweise war ich aus der Firma in einer kleinen Großstadt immer gewohnt, ein langsameres Netz zu haben als an meinem ländlichen Wohnort – für die professionelle Arbeit genügte das aber, während unsere Dorfbevölkerung seit Jahre verzweifelt ein schnelleres Netz fordert. Warum brauchen die ein schnelleres Netz als wir in der Firma habe ich mich oft gefragt – es gibt eigentlich nicht viele Anwendungen, die ein richtig "schnelles" Netz wirklich brauchen. Spontan fallen mir nur ein: Aktuelle (...) Hollywood-Blockbuster von illegalen Plattformen runtersaugen und evtl. noch anspruchsvolle Multi-Player-Spiele... Für "normales" Surfen und Streaming in höchster Auflösung genügt komischerweise auch ein "langsames" Netz eigentlich aus ...

    Insofern kann ich mir ungefähr vorstellen, warum manche (bzw. offensichtliche nicht wenige ...) Privat-Nutzer schnelleren Datentransfer wollen. Aber alles abseits solcher schnellen Download großer Bewegtbildmengen – insbesondere "professionelle" Anwendungen – kommt eigentlich mit vergleichsweise geringer Bandbreite aus.

    Daher ist mir nicht klar, wo (vermeintlich) langsame Netze tatsächlich die Wirtschaft ausbremsen – denn die Möglichkeit, schnell und viel und für lau Filme zu rippen ist ja eher kein positiver Wirtschaftsfaktor, oder? Ob den Lokal-Politikern klar ist, wofür sie sich da teils so engagiert einsetzen?

    Ok, Abdeckung erkenne ich als Faktor an. Aber die Datenvolumen von denen bei Deinem Beispiel die Rede ist, dürften ebenfalls sehr überschaubar sein.

    Sehe ich auch so. Das Zauberwort "Digitalisierung" soll hier leisten, was man so schon nicht in den Griff bekommt? Grundschullehrer haben schon jetzt zunehmend Probleme, ihren Schülern Lesen und Schreiben beizubringen (wie die jüngsten Untersuchungen gezeigt haben) – und dann sollen sie noch Zeit abzwacken, um den Kindern zu zeigen, wie sie mit Tablet und Smartphone zurecht kommen? Weil man in der Welt von morgen eben nicht mehr Lesen und Schreiben, aber Tablets und Smartphones bedienen können muss?

    Sorry, aber den Treibern der Forderung, diese Medien schon in der Grundschule, am besten schon in der Kita, zu nutzen geht es nicht um die Bildung der Kids, sondern darum, diese schon frühstmöglich für digitalen Lifestyle/Konsum zu konditionieren ...

    DAS ist der Wirtschaftsfaktor dabei, nicht die vermeintliche Unfähigkeit traditionell-umfassend gebildeter Kinder, die digitale Welt von morgen mitzugestalten ...
     
  7. Marschjus

    Marschjus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.18   #27
    Schnell ist da halt relativ. Mir haben immer die Leistungen von DSL6000 gereicht. Wobei ich mir sicher bin das ich die theoretische "Spitzengeschwindigkeit" mit der da immer gerechnet wird wohl nie erreicht habe.
    Man sollte aber auch bedenken das immer mehr auf die virtuelle Geschichte zurückgegeriffen wird. Software bekommt man nicht mehr auf CD sondern einen Download code,Filme werden Streaming angeschaut,die Werbung ist immer umfangreicher und wird auf jeder Webseite mit geladen usw. Ich hätte jetzt keine Lust mich entscheiden zu müssen ob ich im Netz was herunterlade oder meine Frau einen Film streamen möchte oder so.
    Wobei ich zumindest bei uns schon klar feststellen musste das im ländlichen Raum die Verfügbarkeit von Internet zumindest in DSL Geschwindeigkeit wenn dann nur über LTE gegeben war. Das ist aber zumindest hier sehr unzuverlässig,die Verträge
    mit Volumengrenze und wirklich schnell ist das ganze halt auch nicht. Gleiches Problem hat man dann auch in Dresden. Aber da gibt es eh ein paar Schwierigkeiten diesbezüglich.
    Traurig aber war. Es werden auch keine Gestalter der digitalen Welt gesucht...man braucht Nutzer. Und wenn man so sieht was bei FB,YT,Twitter und was es sonst noch so gibt läuft ist man da auf einem guten Weg.
     
  8. CaptainFuture

    CaptainFuture Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.18   #28
    Wobei aber immer wieder der Begriff "Glasfaser" seitens der Politik gefallen ist. Das spricht ja für...ja sorry DSL ist ja der veraltete Begfiff ..Breitband Internet. Glasfaser hat soweit ich richtig informiert bin, erstmal nichts mit dem Mobilfunknetz zu tun ?
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.04.18, Datum Originalbeitrag: 05.04.18 ---
    Genau so ist es. Schnelleres Inet für more&more Lifestyle. Ich sehe den unbedingten Bedarf am schnelleren Inet einfach nicht. Bzw. verstehe diese seltsame Priorisierung einfach nicht, wenn man a) bedenkt wieviel Geld da reingebuttert werden müsste (um die Wünsche zu verwirklichen) und b) schaut, wo dieses Geld einfach massiv dringender benötigt wird.
    Wozu benötig die Wirtschaft zb. noch bessere Leitungen ? Ist ja bereits so, dass Firmen bei einigen Anbietern bevorzugt behandelt werden, weil sie Produkte bekommen, die dem Privatkunden verwährt bleiben...
    Ich sehe einfach diesen enormen Bedarf nicht...
     
  9. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.18   #29
    Ich meinte im ursprünglichen Artikel, mittlerweile haben wir anscheinend das Thema doch verbreitert. Von mir aus...
    Mit Verlaub, nur weil man selbst die Notwendigkeit nicht sieht, heißt dies nicht, dass diese nicht existiert.
    Allerdings kann ich verstehen, dass man seitens der Politik und Wirtschaft gern mehr Kommunikation und Details hätte. Dass diese aber nicht frei Haus geliefert werden, sollte auch klar sein.

    Ein Ausbau geht nicht nur mit Bandbreite, sondern auch Reaktionszeiten (Ping → Schwubdizität) einher. Von beiden Aspekten profitieren:
    Also mehr Beispiele für euch: Einzelhandel (Lokale Daten <-> Zentrale, EC-Zahlung - 0.1s warten ist angenehmer als 5s), Datenbackup in der Cloud, große Datenpakete die zwischen Unternehmen getauscht werden(CAD?, alles was mit Geodiensten zu tun hat, Hochauflösende Fotos), IP-Telefonie, Videokonferenzen, Tourismus (WLAN-Hotspots sind ein Kriterium für viele), Krankenhäuser/Artzpraxen, Behörden, ... dies ist zwar nicht alles der Industrie direkt zugeordnet, aber eben Gesamtheitlich betrachtet ein Standortfaktor.
     
  10. Marschjus

    Marschjus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.18   #30
    Ich kann jetzt erstmal nur von mir selber ausgehen. Und da gibt es halt schon noch Ecken wo dauerhaft funktionierendes Internet halt nicht selbstverständlich ist.
    Verbindung die "nur "bei schönen Wetter funktionieren sind sowohl für private als auch Industrie unbrauchbar. Ebenso wenn es auf die Übertragungsgeschwindigkeit als Folge von stärkerer Nutzung abnimmt.
    Stoner hat ja schon einige Punkte angesprochen. Auch wenn ich das mit der EC Zahlung nicht so dramatisch sehe..ich frage mich halt schon warum das länger dauert als wenn ich in Bar bezahle...sehe da auch nicht den
    Nutzen dahinter. Beobachte ich immer aber wieder.
    Die Nutzungsgewohnheiten gehen immer mehr zu "immer und überall, alles machen zu können" nur dafür muss auch die notwendige Technik da sein und FUNKTIONIEREN.
    Das die breite Masse das erstmal für Lifestyle Geschichten nutzt ist klar und lässt sich auch nicht vermeiden. Und seitens der Hersteller, so sehe ich das zumindest, sind die meisten Produkte auch nur genau dafür gedacht.
    Was mir manchmal ein wenig fehlt ist auch die Sensibilisierung der Nutzer für Risiken. Gerade der sehr jungen.
     
  11. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.18   #31
    Ich sage mal "fettes Internet" und meine dait nicht nur Geschwindigkeit sondern auch Verfügbarkeit. Irgendein Provinz-Bürgermeister sagte mal, dass sich in deinem Kaff keine Wirtschat asiedelt weil er halt kein "fettes Internet" hat.

    Und wie Stoner ja schon andeutete geht es nicht nur um Filme ziehen und Multiplayer zocken sondern auch, oder gar vordergründig um die Vernetzung von Maschinen und Produktionsanlagen.
     
  12. Marschjus

    Marschjus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.18   #32
    Eben....das läuft aber im Hintergrund ab daher bekommt man das als Otto-Normalbürger nicht mit wenn man nicht gerade damit arbeitet. Wenn ich manchmal auf Arbeit mitbekomme wie sich wieder über einige Stunden die LTE-Verbindung abmeldet denke ich mir schon manchmal " Mein Gott, 1969 sind'se zum Mond geflogen und wir bekommen es fast 60 Jahre später nicht auf die Reihe eine dauerhaft stabile Funkverbindung zwischen 2 Objekten mit nem Abstand von ca 5km zu bauen."
     
  13. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 05.04.18   #33
    Jo, also ich kenne aus meiner Praxis (es gab eine Prä-Lehrer-Zeit) durchaus Fälle, bei denen Kleinunternehmen (mit denen hatte ich halt zu tun) nicht mehr als 6MBit/s downstream und 1MBit/s upstream zur Verfügung hatten. Das verbaut schon gewisse Möglichkeiten, so dass ich eine "Grundversorgung" durchaus für notwenig halte.

    Inzwischen scheint es auf dem flachen(!!) Land so weit erledigt zu sein, da mit LTE durchaus leistungsfähiger und stabiler Mobilfunk zur verfügung steht. Hier im Ort (Ich wohne inzwischen am Niederrhein) stehen überall LTE-fähige Mobilfunkmasten herum und bevor ich in meiner Wohnung "stationäres" DSL von Vodafone (hier sind immerhin 25MBit/s downstrem möglich) musste ich mit mit einem Mobile-Router und LTE-Karte "begnügen". Der Gag: Das LTE war erheblich schneller (grob Faktor 2) aber leider eben Datenbegrenzt...

    Kurzum: Ich halte den LTE-Ausbau für "effizienter" immer da, wo flaches Land ist. In einer Eifel ist flächendeckendes LTE eher nicht drin (bzw. nur sehr aufwändig zu realisieren und damit extrem teuer).

    Das ganze korrelliert übrigens mit einem Glasfaserausbau, denn die LTE-Masten müssen ihre Daten ja weiterleiten. Das wird zwar in vielen Fällen mit Richtfunkstrecken realisiert, eine Faser ist aber im Vergleich ERHEBLICH leistungsfähiger...
     
  14. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.04.18   #34
    Infrastrukturentscheidungen sind immer Entscheidungen für eine Zukunft und sollen für längere Zeit auch mit der Entwicklung mithalten können.
    Damit sind natürlich Prognosen verbunden. Gerade die digitale Technologie ist aber mit einer erheblichen Dynamik verbunden - wenn man bedenkt, dass vor knapp dreißig Jahren noch mit floppy disks gearbeitet wurde und was heute Standard ist, dann wird das glaube ich klar.

    Wenn man ländliche Gebiete stärken will, damit sie nicht abgehängt werden, sollte man auch dort in Infrastruktur investieren.

    Generell ist in Deutschland eher von einem Investitionsstau auszugehen.
    Bei gleichzeitig hohen Steuereinkommen (und das bei noch bestehenden erheblichen Steuerschlupflöchern und faktischer Steuerfreiheit von Großkonzernen).

    Mit welchen Mitteln diese Infrastruktur für die Datenübertragung am besten und vorausschauendsten anzugehen ist - da bin ich überfragt.
    Wenn ich mir so anschaue, wie bestimmte Entscheidungen getroffen werden, kann es gut sein, dass nicht die technisch beste und funktionsfähigste Lösung umgesetzt wird - sprich: es geht immer darum, zu schauen, welche Sonder- oder Partikularinteressen dabei durchgesetzt werden sollen. Am Beispiel Stuttgart 21 konnte man das sehr schön mitverfolgen (nur mal als Beispiel). Auch beim Thema der Stromtrassen geht es meiner Einschätzung nach eher um die Interessen von Stromkonzernen bzw. bestimmten Ländern als um das eigentliche Ziel.

    Aber dass die flächendeckende Datenübertragung und die dementsprechende Infrastruktur verbessert und zukunftsfähig ausgebaut werden soll, das glaube ich schon.

    x-Riff
     
  15. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.04.18   #35
    Och, glaub ich eigentlich schon. Vielleicht noch unfassbarer ist, dass in der Öffentlichkeit nur wenig Stimmen laut werden, die klipp und klar sagen, dass dieser Stuss genau das ist, nemmich Stuss.

    Vielleicht aus denselben Gründen, aus denen Politiker dazu viel, aber nicht unbedingt viel Substanzielles verbreiten. Wer da kritisch nachfragt, läuft das Risiko, als geistiger Dinosaurier dargestellt zu werden. Dann lieber kein Risiko ...

    Hat natürlich auch was mit den Medien zu tun. Was gibt es Schöneres als jemand als fortschrittsfeindlich brandmarken zu können?

    Für das lesende bzw. schauende Publikum gilt Entsprechendes.
     
  16. CaptainFuture

    CaptainFuture Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.18   #36
    Es bleibt spannend, wie es mit der SPD weiter geht. Sie haben noch vieles in der eigenen Hand und könnten tatsächlich eine "Erneuerung" der Partei schaffen. Wenn da nur nicht A.Nahles Konkurrentin S.Lange wäre....
    Die teilt mittlerweile mit, dass Nahles und Scholz sie als ernste Konkurrentin für die Spd Parteiführung wohl ignorieren würden.
    Der Spd würde eine Frau Lange deutlich besser stehen.
    Ob die Spd es sich erlauben kann solch eine Konkurrentin tatsächlich zu ignorieren ? Geht das rechtlich eigentlich, wenn sie sich zur Wahl aufstellen lassen möchte ?
    https://www.welt.de/politik/deutsch...-entschieden-mich-erst-mal-zu-ignorieren.html
    --- Beiträge zusammengefasst, 08.04.18, Datum Originalbeitrag: 08.04.18 ---
    Das Problem liegt mMn an der allgemeinen Akzeptanz der technischen Möglichkeiten. Ich kann gar nicht genug den Kopf schütteln, wenn ich mitbekomme, dass 5 oder 6 jährige zum Geburtstag ein richtiges Tablet bekommen. Finde diese Entwicklung beunruhigend. Nicht, dass ich es verteufle, dass Kinder mit sowas in Kontakt treten. Es ist einfach diese Selbstverständlichkeit des Besitzes solcher Geräte im Kindesalter ( ..ua. wird für die Schule gebraucht).
    Eine Schule sollte solche Geräte zur Verfügung stellen können.
     
  17. Marschjus

    Marschjus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.18   #37
    hmm....also die Schulen die Geld einsammeln damit kopiert werden kann? Die Schulen die kaum genug Geld haben um Sportgeräte und Lehrbücher neu zu kaufen? Die Schulen die sich wie verrückt freuen wenn das Chemielabor nicht mehr aussieht wie 1985?
    Das Kinder den Umgang damit lernen müssen ist klar. Die Technik entwickelt sich immer weiter und das hat natürlich auch Einfluss auf den Umgang damit.
    "Lustig" das immer gesagt es wird gebraucht um zu lernen,Arbeiten erreichbar zu sein und am Ende wird gedaddelt. Bei Smartphone und co auch so.
    Eigentlich müssen die wenigsten Nutzer nichtmal immer und überall erreichbar sein. Es wird gemacht weil es geht.
     
  18. CaptainFuture

    CaptainFuture Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.18   #38
    Genau so ist es ! Nicht nur von "in Bildung investieren" reden, sondern auch tatsächlich investieren.
     
  19. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.04.18   #39
    Aber dann mit Sinn, Maß und Ziel!

    1) Kann ich mich noch genau erinnern - okay, das war die Zeit, wo noch Geld für Bildung ausgegeben wurde - dass jedes Gymnasium ein Sprachlabor hatte (also so Dinge, wo man Sprachen lernen und sprechen und die Lehrperson sich einklinken sollte.
    Es wurde schon genutzt - aber nicht wirklich so wie es die Kapazität ermöglicht und angesichts der Investition wünschenswert gewesen wäre.

    2) Gerade in der digitalen Welt schreitet der Fortschritt von software und damit eben oft auch verbunden hardware schnell fort.
    Ehe die Mühlen bezüglich Antrag, Förderung, Bewilligung der Gelder und schließlich Anschaffung gemahlen haben, sind schon zwei neue Generationen aktuell. Sinn?
    Mal noch nicht betrachtet, dass die Lehrkörper auch noch geschult werden wollen.

    Sowas wie zentrale Einrichtungen schaffen, wo IT-Leute die Infrastruktur bereit stellen, es auf dem Laufenden halten, Datenschutz betreiben etc. und Dienstleistungen für Schulen anbieten, wäre unter Umständen hier ein sinnvoller Ansatz.

    Sowas müßte mal - kompetent - besprochen werden, bevor frisches Geld in alte Schläuche gepumpt wird, nur um dann festzustellen, dass man nun das neueste System hat, sich aber leider kein Lehrkörper damit auskennt und übrigens noch Sicherheitslücken zu bewältigen wären ... bis man dann dafür vielleicht Lösungen hat, um dann festzustellen, dass die Anschaffungen nun leider nicht mehr aktuell sind ... Und bis man feststellt, dass es vielleicht wirklich Sinn macht, dass man in einigen Bildungsbereichen mal von Länder- auf Bundesebene umstellen sollte ...

    Jahrelang gibt es einen Denkstau, weil man nicht bereit ist, sich gründlich mit dem Neuen, was kommt, auseinanderzusetzen - und dann kann es nicht schnell genug gehen, weil man etwas vorzeigen muss - wirkliche Dynamik sieht anders aus.
    Es gibt so einiges an dem System Schule zu überdenken. Dabei gibt es in anderen Ländern Systeme, die deutlich besser funktionieren - aber irgendwie kann man sich nicht dazu durchringen.

    x-Riff
     
  20. Kasper666

    Kasper666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.18   #40
    Nichts für ungut: Deine Beispiele überzeugen mich immer noch nicht.

    Nicht falsch verstehen: Ich lehne einen flächendeckenden Ausbau mit "schnellem" (was auch immer das konkret heißen mag) Internet ja nicht ab; ich halte ihn nur für zumindest für solange als den "entscheidenden Standortfaktor" überbewertet, bzw. schlicht gar nicht zu bewerten, wie nicht mal irgendwer skizziert, für welchen Anteil der Unternehmen das wirklich relevant ist. Dass es Nischen-Branchen gibt, die davon profitieren oder gar darauf angewiesen sind, kann ich mir schon vorstellen. Aber für das, was durchschnittliche Unternehmen so an Daten hin- und herschicken und up- und downloaden, reicht eine durchschnittliche Bandbreite bequem aus.

    Insofern bleibe ich – für den Moment – dabei: Das Bedürfnis nach "schnellem Internet" vor allem auf Konsumenten-Seite, nicht jedoch als Basis für das Funktionieren der aller-allermeisten Unternehmen. Zumindest, solange man als Unternehmen nicht davon lebt, digitale Produkte mit außergewöhnlich hohem Datenvolumen an Endkunden zu verkaufen. Aber auf wen trifft das schon zu?

    Was sollen das für Branchen sein, die zukünftig davon abhängig sein werden? Oder was vermutet man, was für Services entstehen, wenn nur das Netz schnell genug dafür ist? Irgendwas muss man sich doch davon versprechen. Und das würde ich halt gerne mal von den Politikern hören, die für mein Empfinden irgendetwas nachbeten, was ihnen jemand (mit einem konkreten Interesse) eingeflüstert hat.

    Aus meiner Sicht wäre der alles entscheidende Standortfaktor das Thema "Bildung". Und zwar hier zu allererst das erlernen der bewährten Kulturtechniken Lesen und Schreiben. Vor allem Leseverständnis ist die Basis, auf der sich alles weitere erschließt.

    Die Forderung von "Tablets in die Kita (spätestens aber in die Grundschule)" finde ich wirklich absurd ...

    Vertraut man darauf, dass es in der Gesellschaft von morgen entbehrlich ist, lesen und schreiben zu können? Weil man da alles mit "wischen" erledigen kann? Was will man mit solchen Maßnahmen in Wahrheit heranbilden: Fundiert ausgebildete Kids, die die digitale Revolution als mündige Bürger mitgestalten können – oder doch eher eine breite Masse an tumben Konsumenten?

    Dazu wäre mal ein ehrliches Statement der Politik hilfreich.