Was macht einen guten Musiker/Gitarrist aus ?

Genism
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Hallo, ich wollte mal eine kleine Umfrage starten. Was macht einen guten Musiker bzw. Gitarristen aus ?
Welche Eigenschaften sind in euren Augen nötig um als gut zu gelten. Ist es die Kreativität, Technik, Wissen ?
Ist es unbedingt förderlich eine funiderte Ausbildung - Unterricht gehabt zu haben ?

Lieben Gruss
Th
 
Eigenschaft
 
Hey,
interessantes Thema, würde mich auch mal interessieren.
Ich für meinen Teil glaube, dass es nicht viel mit großartigem Wissen oder einer Ausbildung zu tun hat.
Wenn man Musik fühlen kann, und die Hörer deiner Musik spüren, dass du das kannst, dann bist du ein guter Musiker.
Du kannst auch ein guter Musiker sein, wenn du nur 4Akkorde spielen kannst, und noch nicht mal weißt, wie die Saiten heißen.

So das war mein Senf dazu:D
Besten Gruß
 
ich glaube, bei diesem Thema gibt es so viele Ansätze wie Gitarrenmarken und darum wird es da auch keinen Konsens geben, was auch gar nicht nötig ist. Ich bin mir nicht sicher, was einen guten Musiker ausmacht, aus kommerzieller Sicht muss er wohl Songs schreiben können, die sich verkaufen lassen (unabhängig vom Genre) - für mich ist ein Gtarrist dann gut, wenn er mich berührt, unabhängig von seinem technischen Vermögen und wenn er in der Lage ist, mit einem Solo einem Song die Krone aufzusetzen.
 
Hauptsache man hat Spass an der Musik
 
Dass er aus dem Bauch raus das "Richtige" zur Situation x oder y spielt und dem ganzen seine eigene Note verleiht. Ich hab Musik (JazzGitarre) studiert und mein Kopf war voll mit Blockaden. Jetzt nach dem Studium hab ich mehr Wissen, aber es klingt einfach besser, wenn man es laufen lässt und sich auf ein gutes Musikvokabular stützen kann, aber nicht bei jedem Ton drauf angewiesen ist. Misha Mansoor von Periphery (gib mal das bei YT ein) ist völliger Autodidakt und schau mal, was er so fabriziert..solche Musiker/Menschen inspierien mich viel mehr.
 
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Wichtig ist denke ich wenn man nen guten Groove hat und gut mit anderen Musikern zusammen spielen kann.
Und man sollte hören können^^
Ansonsten schließe ich mich da psywaltz an. Es gibt zu viele Definitionen von gut. Und die ist für jeden anders.
Dennoch denke ich, dass die ersten beiden sachen die ich geschrieben habe für alle musiker und alle stile von nöten sind wenn man gut sein will.
 
Sehe ich in vielen Punkten genauso. Unabhängig vom Genre, sollte man tolerant sein, sich auch für andere Musikarten intressieren und immer vom Herzen spielen. Ob man utodidakt ist oder studiert hat ist völlig egal finde ich. Denn es gibt auch noch sowas wie Talent und Kreativität und wenn man das nicht hat, wird man nie weit kommen. Vielleicht ist es auch unmöglich fest zu machen was "gut" bedeutet, denn für jeden ist das anders. Hauptsache ist dass man in der Lage ist, etwas dazu zulernen und keine Scheuklappen zu haben. Vorausgesetzt jemand möchte überhaupt sich die Mühe geben an seinem Instrument gut zu werden... Es soll ja noch viele Musiker geben die darauf Scheissen und nicht unbedingt gut sein wollen ;)
 
Auch ein wichtiger Faktor ist "Teamfähig sein", vorallem wenn man mit Anderen zusammen Musik macht. ;)
 
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im takt/timing bleiben !

vor allem live scheinen da sehr viele musiker (bekannt sowie unbekannt, technisch versiert oder eher "einfach" gehalten) ihre liebe müh und not zu haben. was einem da manchmal vorgesetzt wird ist einfach schlecht. der ganze rest, den "gute" musik oder musiker ausmachen/kennzeichnen ist zu subjektiv, um das an irgendetwas fest zu machen.

gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt, Timing ist das A und O. Ich neige immernoch ab und an zu weiter vorne zu sein. Dann sich lieber in einer Hängematte liegend vorstellen und versuchen laid back zu spielen, dann ist man meistens drauf, wenn man das Problem hat sehr weit vorne zu spielen. An dieses Gefühl muss man sich erst gewöhnen. Das mit der Teamfähigkeit ist auch komplett richtig, denn es muss alles im Sinne der Musik passieren. Wenn in einem Teil keine Gitarre passt, dann nichts spielen!
 
Das hängt davon ab was man will. es gibt sehr gute Gitarristen , die technisch top sind aber selber alles andere als kreativ sind. Mittlerweile sehe ich es so, das gute Musiker es schaffen ein packends Riff oder Lick zu schreiben.
 
Die Idee zu dieser Umfrage kam mir, weil ich oft mit unserem zweiten Gitarristen zusammenstosse...der meistens sich als Musiker bezeichnet, der aber alles immer an können festmacht. Zum Beispiel bin ich Autodidakt, und kann eben nicht alles spielen was er, mit jahrelangen Unterricht und durchs Covern erlernt hat. Ich bin eher jemand, der von Anfang an eigen Riff und Musik schreiben wollte - und es Heute auch noch macht. Der Grossteil der Songs von meiner Band, basieren auf meine Riffs und Ideen.Er jedoch, unterscheidet eben ganz klar, ob jemand sweepen kann oder eben alles mögliche Spielen kann.
Zum Beispiel hat er sich Stücke von Paganni drauf geschafft, nicht etwa weil er die Musik toll findet, sondern eher um denn Wow Effekt bei anderen zu erzielen. In meinen Augen macht das jedoch keinen Sinn, denn du kannst so gut Gitarre spielen wie du willst bzw alles andere nachspielen können. Aber wenn du nix eigenes schaffen kannst oder besser gesagt unkreativ bist dann finde ich dass man sich nicht als der grosse Musiker hinstellen kann. Und immer muss er zum Beispiel nach jedem Song die anderen auf ihre kleinen Spielfehler hinweisen um sich besser ins Licht zu Rücken. Ich denke, dass sowas tödlich ist auf Dauer, wenn man mit jemanden in einer Band spielt der übermotiviert, arrogant und Menschen nur nach ihren Können beurteilen. Das mache ich letztendlich nicht, denn für mich ist es viel wichtiger eigenes Zeug zu schreiben, als alle Songs von Acdc - ZZ Top zu lernen...
 
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so wie Du das beschreibst, scheint es mir, daß er eher ein "handwerker", denn ein "musiker" ist...

nach meiner definition eines "musikers" ist der bereich kreativität nicht zu unterschätzen.

sieh es mal so (und sag ihm das ruhig auch mal): er ist austauschbar, nachspielen kann jeder. Du bist sowas wie das herz, der "geist" der band. wenn der nicht mehr da ist, ist es vorbei...

ich kenne solche typen zu genüge. oft genug gespielt mit solchen leuten. früher oder später sind sie meist aus der band geflogen (oder ich bin gegangen), weil mit so jemanden man auf dauer nicht produktiv zusammenarbeiten kann und deren gehabe einfach nur noch nervt, nervt, nervt...

in meinen augen bist Du mindestens 100x mehr "musiker" als er jemals sein wird :great:

gruß

ps: ich kann genau einen song nachspielen: Raining Blood. der hat einfach sein müßen... :rock:
 
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Also, vom Geschmack mal abgesehen, es geht doch eher um den eigenen Stil. Wir hatten das schon mal in einem anderen Thread, ob eigene Kompositionen wichtig sind oder nicht. Sachen auf die Note genau nachzuspielen ist vor allem in einer Cover-Band wichtig, das mit dem Handwerker trifft es gut. Wer etwas gut interpretieren kann, und einem Stück seine persönliche Note verleiht, ist meines Erachtens kreativer. Da braucht es auch keine Eigenkompositionen. Bestes Beispiel unter Gitarristen: Johnny Winter, der zu seinen besten Zeiten einige Gitarristen durch sein Spiel beeinflusst hat, aber mit seinen eigenen Kompositionen nicht so sehr aufgefallen ist. Trotzdem wird wohl keiner bestreiten, dass er ein guter Musiker ist?! :D
 
Ich finde vor allem eines wichtig: Das Gefühl für ein nicht exaktes, sondern PASSENDES Timing. Das sind für mich nämlich zweierlei Dinge. Eine Note kann auch dadurch effektvoll werden, indem sie eben nicht zum perfekten, quasi erwarteten Zeitpunkt kommt, sondern ggf später oder früher. Buddy Guy ist da für mich ein gutes Beispiel. Der verzögert manchmal die Noten auch etwas, was für mich ein sehr geniales Klangbild ist.


Ich habe selbst jahrelang Klarinettenunterricht gehabt, habe mich durch allenmöglichen Kram gekämpft und habe immer einen drauf gekriegt, wenn ich es nicht 1:1 wie in den Noten gespielt habe, sondern mich gewagt habe, zu interpretieren. Da lobe ich mir doch die gewisse Anarchie an der Gitarre (an der ich Autodidakt bin). An der Gitarre lasse ich meinen Gefühlen einfach freien Lauf. Und wenn es scheiße klingt und mich jemand schief anguckt: "Hey, dass ist Free Jazz!" :p
 
Die Antwort auf diese Frage hat sehr viele Facetten, wie einige hier auch schon geschrieben haben.
Im Sinne von:
-technisch hochkarätig
-ausdrucksstark, empathisches Spiel
-zuverlässig und lernwillig
-sozial in Band/Orchester
-kreativer Künstler
-genialer Frontmann/Entertainer
-lebt für die Musik
...und womöglich noch andere Kriterien.

Kaum jemand hat all diese Qualitäten im Überfluss, aber wer all das vereint, ist/bleibt sicher auch kein unbekannter.
 
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Also, vom Geschmack mal abgesehen, es geht doch eher um den eigenen Stil. Wir hatten das schon mal in einem anderen Thread, ob eigene Kompositionen wichtig sind oder nicht. Sachen auf die Note genau nachzuspielen ist vor allem in einer Cover-Band wichtig, das mit dem Handwerker trifft es gut. Wer etwas gut interpretieren kann, und einem Stück seine persönliche Note verleiht, ist meines Erachtens kreativer. Da braucht es auch keine Eigenkompositionen. Bestes Beispiel unter Gitarristen: Johnny Winter, der zu seinen besten Zeiten einige Gitarristen durch sein Spiel beeinflusst hat, aber mit seinen eigenen Kompositionen nicht so sehr aufgefallen ist. Trotzdem wird wohl keiner bestreiten, dass er ein guter Musiker ist?! :D

Das sehe ich etwas anders. Ich würde nie behaupten dass jemand der Musik Covert kein guter Musiker sein kann, aber ob das jetzt als Anspruchsvoller oder besser ist lassen wir mal im Raum stehen. Klar, man braucht nicht unbedingt Eigenkompositionen haben, wenn man es nicht kann. Aber es geht doch eher um folgendes, wenn man in einer Band mit "eigenen" Songs spielt, muss man sich auch Künstlerisch einbringen können - und da genügt es jetzt nicht die ganze Hitparade von anderen Leuten spielen zu können. Eigener Stil ??? Verstehe ich jetzt nicht so ganz, wo ist da der eigene Stil wenn man Note für Note von nem Cover nachspielen kann ? Also anderes Beispiel, wenn ich Slayer oder Metallica hören möchte, dann höre ich lieber die Originalen als die anderen 1000 Kopien. Ist schön und gut wenn man Covermusik machen möchte, würde da nix schlechtes behaupten, aber sich dann toll zu fühlen weil man Songs von anderen Künstlern "nur nachspielen kann" ist da Ansichtssache, und Leute die dann dadurch einen Höhenflug haben und Scheuklappen aufhaben, müssen dann immer etwas auf den Teppich bleiben. Egal ob eigene Songs oder Covermusik, man sollte nicht so arrogant sein und sich immer ins Rampenlicht stellen müssen, wobei die anderen letztendlich die ganze Mucke machen, jedoch im Hintergrund bleiben und es nicht nötig haben den Rockstar zu machen :)
 
Apropos eigener Stil: wenn jemand nur in der Lage ist, immer nur das Selbe zu spielen und sich nur selbst zu kopieren, wird das ja auch ganz gerne mal als "eigener Stil" verkauft. Das ist dann aber mitnichten kreativ, sondern Derjenige dreht sich einfach nur im Kreis. Das gibt's leider viel zu oft.

Was das Covern angeht: gute Titel gut covern ist mir hundert mal lieber, als wenn jemand schlechte, langweilige eigene Songs spielt.

Was einen guten Musiker ausmacht, ist vor allem auch, auf die andern Musiker hören zu können. Auf die Band hören, auf den Titel hören, darauf achten, wie sich das eigene Gespielte in den Titel einfügt. Diese Fähigkeit beobachte ich leider viel zu selten, dabei ist sie viel wichtiger, als irgendwelche Kabinetstückchen abliefern zu können.
 
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Ist das denn wirklich so Kreativ wenn man nur Musik von anderen spielt ? Eigener Stil ist nicht verkehrt, man kann zwar nix neu erfinden, aber man kann sich weiterentwickeln. Bedeutet ja nicht dass man immer dasselbe mit seiner eigenen Band/Musik spielt.
Auf die anderen Musiker hören zu können finde ich auch sehr wichtig, vorallem wie schon jemand sagte, dass man sich auch mal zurückhalten kann und sein Können dem Song unterordnet.
 
Ist das denn wirklich so Kreativ wenn man nur Musik von anderen spielt ?

Kommt darauf an wie man die "Kunst" im Musikbereich auslegt. Entweder rein als Interpretation, oder als eigenes (neues) Konstrukt, Letzteres ist kreativer. Mir perfekten Coverstücken, kann ich z.B. nichts anfangen, außer vielleicht was Opern betrifft, kommt eigener Stil mit rein, kann man es mögen. Besteht der Stil der Eigenkreationen allerdings ausschließlich aus Verwurstetem (Kopiertem) eines anderen Künstlers/einer anderen Band, finde ich es problematisch. Da lauscht man Musik und hört nichts Neues, muss auch noch andauernd an eine völlig andere Band denken, die das alles schon vor 30 Jahren gespielt hat.. grauenhaft!

Was einen guten Gitarristen auszeichnet? Er muss Allrounder sein, nicht schlecht ist's wenn er auch noch beim spielen singen kann.
 

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