Was macht für euch einen guten Bassisten aus?

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NicD
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Ne Frage, die mir heut mal durch den Kopf ging.. Ist irgendwelches Highspeed-Geslappe, bloße Kreativität, ausgedrückt in langsameren Läufen oder die goldene Mitte der Weg zum Erfolg? Ich persönlich bevorzuge nette, low- Mid-Tempoartige Läufe á la Incubus oder Dredg.. Nun, diskutiert mal schön drüber ;)
 
Eigenschaft
 
Ich find es toll, wenn ein Bassist sich eher dezent hält, d.h. zwar an den Grundtönen orientiert spielt, aber z.B. die Akkordwechsel durch kleine Läufe überbrückt. Ich mag es, wenn ein Bassist zusammen mit den Drums einen geilen Rhythmus vorgibt. Ich mag es, wenn der Bassist für den richtig drückenden Sound sorgt.

Das waren ein paar Beispiele, aber ich kann das nicht irgendwie pauschalisieren ... kommt auf den Song an. Ich kann eigentlich bloß sagen "Das gefällt mir" oder "Das gefällt mir nicht" :)
 
seh ich auch so wie wikinger. bassisten haben es net nötig so wie gitarristen die helden zu spielen. schöne bass-lines die passen un gut kommen was will man mehr. zusammen noch mit dem schlagzeug mal was hinhauen is auch was dolles. wenn flea mal was sanfteres spielt oder sowas wie dani carlifornia das is für mich ein schöner bass :)
 
ich mags wenn bassisten innovativ spielen, in innovativen bands innovative musik machen, leute bei denen man bei nem blindtest hört, wer es ist!

das kann sowohl spielerisch als auch soundmäßig der fall sein!
 
moinsen,

kann mich der bisherigen meinung nur anschließen: dezent, aber elementar, so würde ich es beschreiben!

das "am-bühnenrand-stehen" überlasse ich lieber den gitarristen, wenn bass und schlagzeug gut harmonieren, hat die rhythmus-sektion ihre aufgabe erfüllt. für mich zählt einfach der groove, ob das nun eine einzelne note im takt ist oder ein sechzehntellauf. und es muss - meiner meinung nach - dem song dienen. mein motto dabei ist: weniger ist mehr!
 
mich machts einfach an wenn bassisten ausgecheckte rhythmen runterspieln (siehe Nick Fyffe zb - Jamiroquai). das auch noch mit slap zeug kombiniert - einfach geil.

zum thema weniger ist mehr: ich erwisch mich immer dabei dass ich eigentlich viel zu viel spiele. achteln oder sechzenteln spiel ich eher weniger, weil ich mehr mit dem gitarrenrhythmus mitzocke, find ich spannender. und wenns mal abgeht dann spiel ich sowieso viel zu viel :rolleyes:

aber auch größen wie victor wooten beeindrucken mich auf grund ihrer technik und ihrer innovativen art, obwohl ich mir hierbei nicht vorstellen könnte, wie sie sich ohne wirklich aufzufallen in einer band zurechtfinden würden.

wie gesagt -> TIGHTER GROOVE :D

lg
 
EDE-WOLF schrieb:
ich mags wenn bassisten innovativ spielen, in innovativen bands innovative musik machen, leute bei denen man bei nem blindtest hört, wer es ist!

das kann sowohl spielerisch als auch soundmäßig der fall sein!

Stimmt, mag ich auch sehr. Wobei Innovation bei mir etwas unter dem Umstand rangiert, dass ein Bassist seine ,,Funktion'' in der Band wahrnehmen sollte. Das ist für mich irgendwie die Vorraussetzung für innovatives Spiel.

Gruesse, Pablo
 
naja funktion kann so unglaublich subjektiv sein :)
 
Wikinger schrieb:
Ich find es toll, wenn ein Bassist sich eher dezent hält, d.h. zwar an den Grundtönen orientiert spielt, aber z.B. die Akkordwechsel durch kleine Läufe überbrückt. Ich mag es, wenn ein Bassist zusammen mit den Drums einen geilen Rhythmus vorgibt. Ich mag es, wenn der Bassist für den richtig drückenden Sound sorgt.

Das waren ein paar Beispiele, aber ich kann das nicht irgendwie pauschalisieren ... kommt auf den Song an. Ich kann eigentlich bloß sagen "Das gefällt mir" oder "Das gefällt mir nicht" :)

Exakt so denke ich auch. Es muss einfach zum Song passen und die von Dir genannten Beispiele treffen ebenso zu. Ein guter Bassist definiert sich m.E. nach durch band- und songdienliches Spiel und nicht durch Virtuosität. Ich kann mit Victor Wooten bspw. überhaupt nichts anfangen. Klar, sind virtuose, geslappte Basssoli etc. auch reizvoll, aber nicht unbedingt in jeder Band oder jedem Song angebracht. Wenn ich Songs mit guten Basssoli nennen müsste würde ich in Richtung Like The Way I Do von Melissa Etheridge oder My Generation von The Who tendieren. Mir würde vllt. noch mehr einfallen, aber das reicht als Beispiel. Aber wie gesagt, wichtig ist, dass der Bass einfach passt. Wenn der Song an sich schlecht oder durchschnittlich ist und eine virtuose geslappte Basslinie hat, die aber einfach überhaupt nicht ins Feeling des Songs passt, dann rettet ihn der virtuose Basseinsatz auch nicht mehr sondern macht ihn i.m.h.o nur noch schlechter.


Gruß,
Carsten.
 
EDE-WOLF schrieb:
naja funktion kann so unglaublich subjektiv sein :)
Klar, aber dennoch kann man auch versuchen sie begrifflich zu fassen. Vielleicht ist sie weniger subjektiv, als man zunächst denkt. Ich glaub mit dem Statement machst du ausserdem gerade Generationen von Musikwissenschaftlern arbeitslos. :)

In den meisten Fällen wird die Funktion in der Band nicht die des Solisten sein, sondern die des ,,verbindenden Elements zwischen Harmonie und Rythmus'', wie ich meine hier gelegentlich gelesen zu haben. Ausserdem ist die Funktion des Basses kontextabhängig. Je nach Musikrichtung, aber auch durch bandspezifische Besonderheiten im Sound (Gitarren, die sehr basslastig sind oder fast nur hohe Voicings spielen) ,,muss'' anders Bass gespielt werden.

Bei Bands wie Primus ist das Verhältnis ja schon beinahe auf den Kopf gestellt, da kommt der Bass noch am ehesten von der Bassdrum und irgendwelchen Fills. :rolleyes: Aber auch dort erfüllt der Bass eine Funktion, und wenn es vorwiegend die eines Percussioninstruments ist. Aber in der regel ,,funktionieren'' Bands anders als Primus.

Man könnte ja auch als Kriterium nennen, dass eine Band mit Bass besser als ohne Bass klingen muss, damit er seine Funktion erfüllt. Wär aber eher ein recht grobes Kriterium... :cool: :D

Gruesse, Pablo

P.S.: Bin jetzt fertig mit dem Editieren...
 
palmann schrieb:
Man könnte ja auch als Kriterium nennen, dass eine Band mit Bass besser als ohne Bass klingen muss, damit er seine Funktion erfüllt. Wär aber eher ein recht grobes Kriterium... :cool: :D

jo das ist gut formuliert :)
 
Ein guter Bassist spiegelt sich für mich in seiner Einzigartigkeit wieder. Ein eigener Stil, möglichst viele verschiedene "Angebote" an Spieltechniken. Das ist schon gut.
 
Ich mag es ....

1. Wenn der Bassmann symbiotisch mit dem Drummer zusammenspielt und trotzdem jeder noch Freiraum für sich hat.

2. Band- und Songdienlich spielende Bassisten, die eher Understatement betreiben, als sich dauernd profilieren zu müssen.


Derer gibts bestimmt viele. Klassisches beispiel für mich..Mein Lieblingsbassist Nathan East.
Der Mann kann bestimmt spielen das einem die Spucke wegbleibt, dennoch begrenzt er sich auf absolut grooviges Song- und Banddienliches Spiel. Jede gespielte Note ist genau da wo sie sein muss und ist genau so gemeint wie sie gespielt wird. Da wird eben nicht mit wildem 16tel Geslappe alles zugekleistert.....
 
EDE-WOLF schrieb:
ich mags wenn bassisten innovativ spielen, in innovativen bands innovative musik machen, leute bei denen man bei nem blindtest hört, wer es ist!

das kann sowohl spielerisch als auch soundmäßig der fall sein!

Krass, du könntest anhand des Spiels (ohne den song zu kennen) den Bassisten erkennen ?? Das finde ich krass .Ich meine das nicht ironisch. Ich könnte das nicht. :eek:

Uff, was macht einen guten Bassisten aus ?? Also ich versuche mit meinem Spiel dem Song irgendetwas zu geben, was ihn besser macht, als wenn ich nicht mitspielen würde. Bei einem unserer songs spiele ich etwas gefrickel im Intro, achtel die Grundtöne und verbinde sie mit einfachen einfachen Läufen. Ich denke es passt zum song aber ich weiß nicht ob das die absolut 100&ige Lösung ist. Schließlich führen viele Wege nach Rom.

EDIT : Ganz wichtig noch.......ich finde es obergeil wenn ein Bassist "durch den song führt" wenn er ankündigt, dass es gleidch losgeht oder ruhiger wird oder das irgendetwas im song passiert. Das versuche ich auch des öfteren.
 
Wenn der Bass dem Lied gibt, was fehlt, ist es ein guter Bassist. Und wenn es in jedem Lied einer Band so ist, ist es sogar ein sehr guter. Dazu kommen dann natürlich noch eigener Stil und Sound, aber im groben ist es das.

Beispiele für sehr gute Bassisten habe ich spontan auch:

Flea (RHCP), der sich immer im Vorder- und Hintergrund befindet, wenn es gerade nötig ist

und

Christopher Wolstenholme (MUSE), der in vielen Liedern der Band genau seine Nische gefunden hat, in der er sich austoben kann, ohne das es auch nur annähernd unpassend klingt.

greetz

M.U.Y.A.
 
ich finde ein guter bassist sollte sich nicht darauf konzentrieren sein instrument zu spielen, sondern ein lied rüber zu bringen.
da bringts gar nix, wenn er bei nem fast gesangssolo-balladenlied wie n wilder rumslappt und mit dem schlagzeuger geil groovt.
außerdem sollte er flexibel sein. d.h. er soll sich nicht auf einen musikstil verschießen, bzw. eine spielart.
er sollte in nem klassischen ensemble genauso gut aufgehoben sein, wie als musical begleiter, oder chorbegleiter, oder tanzmusik band, oder in ner bösen metalband, oder einer coverband.
d.h. er sollte wissen, wie er sein instrument gebrauchen kann - ideen haben, verschiedene musik-richtungen zu verbinden.
wenn er zum beispiel in einer kleinen country band mit schlagzeug, banjo, bass, sänger un mundharmonika ist, soll er auch gut und gerne mal aus sich raus gehen können, und den aus dem normalen leben bekannten begleitbassist weglassen und eine dem banjo ähnliche rolle übernehmen.
Experimentierfreude! das is was tolles. mit nem gehörigen maß an disziplin um das lied nich in euphorie zu versauen.
 
Das ist absolut nicht unterschreiben. :)

Was du erzählst macht vielleicht einen flexibelen Musiker aus aber keinen guten Bassisten. Warum soll ein Rockbassist Salsa spielen können ??
 
weil es mich für mich keinen rockbassist gibt :p
sondern einen global bassist. genauso wie ein sänger sowohl schouten als auch normal singen, als auch als chorsänger einsetzbar sein soll.
genauso wie ein keyboarder zum jazzen wie zum klassischen spiel und auch für industrial geschult sein soll.
genau dieselbe anforderung hab ich auch an nen bassisten
(achso - avatargetreu muss er natürlich auch zu weihnachtsliedern was passendes beitragen können)
ich mag keine fachidiotie. auch ich in der musik. wenn ich mich jetz einachtel über 5 jahre hinweg - da könnt ich vielleicht der beste punk bassist werden. wäre aus meiner sicht pauschal immernoch schlecht, weil ich nur achteln würde.
liegt wahrscheinlich daran, dass ich viele dinge gleichzeitig mach und von daher nich musikstilgebunden bin, dass ich so was in nem guten basser seh

oder kürzer: ein guter bassist muss meines erachtens gleichzeitig ein flexibler musiker sein.
grade beim komponieren hilft es auch, andere instrumente spielen zu können
 
Hmm, wenn ich mir AC/DC anhöre interessierts mich Null, ob der Mann Salsa spielen kann. Gut ist er trotzdem.

Gruesse, Pablo
 
Es gibt meineserachtens 2 Arten von guten Bassisten
Der erste ist stubenrein und hilft immer brav dem Gitarristen seinen Fullstack zu tragen
Beim zweiten gilt das gleiche wie für jedes andere Mitglied einer Band
Songdienlichkeit, Innovation, Technik, Sound und trotz allem
das eigene Ego (bis auf kleine gezielte Highlights:D) wegstecken
Im Grunde genommen macht einen guten Bassisten primär aus,
dass er ein guter Musiker ist und nur sekundär Bassist
Mir stellt sich eher die Frage, was einen guten Musiker ausmacht
Vielleicht ist es die Fähigkeit andere Menschen mit Musik zu bewegen
also echte Emotionen in ihnen zu wecken
Rausnehmen müsste man Musiker, die nicht verstanden werden (weil über unserem Verständnis oder sowas)
und ausgelöste Emotionen wie Wut, Angst und Empörung ("Wasn das für ne Scheißband!? Schnell weg");)
 

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