Was wäre wenn..

von Liwjatan, 22.04.04.

  1. Liwjatan

    Liwjatan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.04   #1
    Es wird ja immer wieder darüber debattiert ob der heutige Black Metalm dem sogenannten Old School Black Metal das Wasser reichen kann.
    Man kann sagen, dass Euronymous die damalige Ikone war - bevor sich die Lager spalteten. Wenn er aber noch immer am Leben wäre, hätte sich dann der BM anders entwickelt? Gäbe es weniger 08/15 "Old School" Bands wie Negator? Und wären Burzum vielleicht nie in die Nazischiene gelangt?
     
  2. ChaosOrb

    ChaosOrb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.04   #2
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass dann vieles im BM nicht nach rechts hängen würde, denn Euronymous war ja Kommunist soweit ich weiß.

    Andererseits wäre der norwegische Club wohl früher oder später sowieso von der polizei zerschlagen worden.
     
  3. Garulf

    Garulf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.04   #3
    Sagen wir so, der NS-Anteil im Black Metal ist immer noch der kleinste, wenn auch der populärste, was vermutlich nicht unweigerlich mit Varg zusammenhängt, viele Trittbrettfahrer und falschinterpretierer nutzten dann halt (extrem lächerlich recherchierte und unbegründbare) ns-Thematiken um zu schoccken und somit in einem großen Kreis Gehör zu finden. Den Erfolg sieht man daran, dass das "rechte Image" dem Black Metal extremst nachhängt...

    Wäre alles anders gewesen, würde Herr Euronymous noch leben?
    Klar, wie gesagt die oberste Schicht wäre sicherlich anders...
    Nur "leider" besitzt der Black Metal Zuviel tiefe, als wenn alles von 2Bands abhängig wäre...

    Wäre Varg niemals in die Nazischiene gelangt?
    ähh, wer sagt das er jemals hineingelangt ist und es nicht schon immer war? Seine Äußerungen sind mitlerweile schon ein wenig bedenklich und ich weis nicht was ich davon halten soll, das lange Gefängnisleben und der zwischenzeitlich große Rummel sind warscheinlich nicht alzu zuträglich für die ansonsten unberührbare Seele eines Menschen, aber wer kann da schon objektiv urteilen?

    Fazit: es würde immer anders kommen, was auch passiert... doch befallen ist eh immer nur die offensichtliche Schicht.

    Garulf

    EDIT: achso @Chaosorb:
    naund, dann wäre der Zirkel eben aufgeflogen, dann wäre eben nicht Varg (alleine!?) der Märtyrer gewesen und es haette trotzdem mächtigen Anklang gefunden...

    ich meine wen von unseren schlauen Al Quaida terroristen interressiert es ob Ali oder HAssan 40000Leute getötet hat? Jubeln tun sie doch alle...
     
  4. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.04.04   #4
    Herrn Vikernes war schon immer rechts,das sagten einige seiner Bandkollegen mal ... Aber es war halt nich so schlimm wie im Knast,sonst wär er auch denk ich net mit Euronymous ausgekommen,den er ja letztendlich wegen seiner Freundin,finanziellen Gründen und vor allem Neid abgestochen hat ...


    Aber ALLZU viel wäre heute nicht anders,vielleicht würden die Bands nich ganz so stark nach nem 200-Mann-Orchester in Draculas Schloss mit Fledermäusen um die Türme klingen,aber SOOOO viel halt net ...
     
  5. GRINDyourMIND

    GRINDyourMIND Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.04.04   #5
    Die nicht zu leugnende NS-Sympathie im Blackmetal, hat nicht nur mit Burzum zu tun, im Gegensatz zu Christian Vikernes, haben die ganzen NSBM-Spackos auch alle gar keine Ahnung vom Faschismus, sondern malen sich da eher einen tollen Vernichtungsfeldzug gegen die ganzen "Untermenschen" ,die hübscher/intelligenter/weniger kaputt als sie sind, aus.
    Ohne den besagten Mord wäre BM insgesamt glaube ich auch weitaus weniger populär. Interessant wäre es geworden, wenn Euronymous den Mordanschlag überlebt hätte und sich die "Szene" dann in zwei Lager gespalten hätte, wobei ich auch hier glaube, dass es den BM eher bedeutungsloser gemacht hätte.
     
  6. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.04.04   #6
    Ähm,nicht ale BMler sind NS-Sympatisanten,eigentlich nur relativ wenige ... Sind aber mehr Satanisten darunter als bei allen anderen Genres zusammen ;)

    Ich nehme dazu immer einen satz von George Harrison (R.I.P.):

    Lieber ein freier Atheist als ein Heuchler ...
     
  7. GRINDyourMIND

    GRINDyourMIND Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.04.04   #7
    Was du nich sagst...

    Ich find nur, dass man die nicht einfach nur als eine kleine Grupper Spinner abtun kann, die sowieso keiner mag. Ich hab ja auch extra Sympathisanten und nich Na.zis gesagt und das ist auch durchaus so gemeint. Eine Menge Bands verwenden Militarismus als Stilelement und der Christenhass so einiger Bands trägt auch faschistoide Züge. Es sind auch weniger die durchschnittlichen Hörer sondern mehr die Bands, die problematisch sind. Aber das ist jetzt auch nicht so direkt das Thema und ich hör's auch selber nur sollte man sich über die Musik hinaus auf keinen Fall zu sehr beeinflussen lassen.
     
  8. Valglaumnir

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    Erstellt: 22.04.04   #8
    Das stimmt, aber genau wegen diesen wenigen ist die ganze Szene in Verruf geraten. Heute muss man als BM-Band immer mehr darauf hinweisen, dass man bewusst KEINE NSBM-Band ist und mit Rassismus und Faschismus nichts zu tun haben möchte.

    Ob sich der Black Metal anders entwickelt hätte??? Na ja, vielleicht schon, weil sich alles in irgendeiner Form weiter entwickelt. Wie gross der Einfluss von Mayhem oder Burzum dabei gewesen wäre, lässt sich schwer sagen. Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth hätten auch dann abgeräumt und folglich hätten wiederum Nachwuchsbands ihre Idole nachgespielt...

    Man bedenke bei der ganzen Frage, dass der damalige sog. "Inner Circle" der skandinavischen BM-Szene aus Leuten bestand, die zwischen 16-19 Jahre alt waren. Das ganze Theater um das "Kirchen-Abfackeln" usw. scheint doch eher jugendlicher Leichtsinn zu sein und wäre früher oder später wieder verschwunden (Die Musik wäre jedoch geblieben).
     
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