Watt (RMS + amerikanische Auffassung)?!?

von ~barny~, 12.07.05.

  1. ~barny~

    ~barny~ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.05   #1
    Hallo,
    bin hier neu und hab auch gleich mal eine Frage:
    Ich hab ne Box die 350 Watt an 8 Ohm aushält und will mir nun ein Topteil zulegen...
    zB. Hartke 3500a (350W an4), eins von Ashdown (350W an 4) oder das Little Mark II von Markbass (500W an 4) -Topteil

    Nun geben die einen Hersteller die Watt Leistung in Watt und die anderen wiederum in Watt RMS... was ist da der unterschied?
    Wie ich gehört habe gibt es auch noch aus den USA ein WATT ( ;) ) , we3lches glaube ich das doppelte der Europäischen Norm besitzt....

    ALso, was ist was und welche Topteile würden zu der box passen (mal abgesehn von dem Klang)?!?
     
  2. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 12.07.05   #2
    Die Thematik um die Leistung ist so komplex, dass es noch niemand geschafft hat, vernünftige Kriterien in der Bewertung zu entwickeln.

    Es gibt so viele Betriebszustände der Box, in denen sie unterschiedlich belastbar ist und es gibt genau so viele Betriebszustände für den Verstärker, in denen er unterschiedliche Leistungen abgibt.

    Die Leistungsangabe des Amps bezieht sich auf die Leistung an einem bestimmten Widerstand, meistens 4 Ohm. Hat die Box 8 Ohm, bringt der Amp etwa die Hälfte der Leistung, theoretisch genau die Hälfte, in der Praxis Netzteilbedingt etwas mehr.

    So passt ein 500 Watt Amp problemlos an eine 300 Watt Box.

    Ich würde nach meinem Geschmack und Empfinden entscheiden und dabei RMS und USA Watt völlig unberücksichtigt lassen, da diese Angaben nur bei der Vermarktung eine Rolle spielen.

    Grüße, Uwe
     
  3. ~barny~

    ~barny~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #3
    Danke dir für deinen Ratschla(ä)g(e) :):):)

    MfG LAG-BASS
     
  4. fangorn

    fangorn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #4
    rms unberücksichtigt lassen?

    ich würd mich genau danach richten weils einer der wenigen werte is an denen man nix mogeln kann

    oder steh ich gerade auf der leitung?
     
  5. Nullchecker

    Nullchecker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #5
    Wenn ich's richtig verstanden hab: JA :D .
    Ich glaube, er meinte, dass er einfach nur auf die Wattzahl achten soll, egal ob da jetzt RMS oder sonstirgendwas steht.
     
  6. fangorn

    fangorn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #6
    na dann is ja gut :D
     
  7. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 13.07.05   #7
    Die Leistung ist wirklich gar nicht so wichtig wie man annimmt. Dazu ein paar Beispiele:

    Meine Bassreflexbox hat 8 Ohm Nennimpedanz. Je nach Frequenz geht sie runter bis 5,6 Ohm. Bei der Resonanzfrequenz von rund 50 Hertz hab ich allerdings 80 Ohm (in Worten: achzig!).

    Mein Amp bringt nominal 600 Watt an 4 Ohm, 1000 Watt in Spitzen an 5,6 Ohm, an 8 Ohm dann nur noch 300 Watt, an 80 Ohm schlappe 30 Watt. Rechnet man nun einen Dynamikumfang (Unterschied leisester bis lautester Ton) von 10 db, was sehr wenig ist, dann spiele ich mit 3 Watt bei 50 Hertz. Dabei ist mir völlig wurscht, ob das rosa Rauschen, RMS oder USA Watt sind. Merkwürdige Rechnung, aber wahr.

    Andere Rechnung. Ein Lautsprecher eines bekannten Herstellers soll angeblich 1000 Watt aushalten. Tut er auch oder besser: Er geht an einen Verstärker mit 1000 Watt zu betreiben, ohne den Gnadentod zu sterben.

    Legt man dann tatsächlich besagte 1000 Watt an die Schwingspule an, funktioniert diese dann wie ein Toaster - sie wird heiss. Und was passiert, wenn ein Draht heiss wird? Der Widerstad steigt enorm an. Der Speaker begrenzt sich also selbst und sieht niemals wirklich die 1000 Watt. Wie lang soll denn der Hub der Membrane sein, wenn man 1000 Watt halbwegs in Schallenerge umsetzt?

    Weiteres Beispiel: Der Schwingspulenspalt für den 1000 Watt Speaker muss wegen der Wärmeausdehnung der Schwingspule entsprechend größer sein. Damit sinkt rapide der Wirkungsgrad in der 3. Potenz. Ein guter 100 Watt Speaker ist in der Regel mit 100 Watt betrieben lauter als ein 1000 Watt Grill, der keinen Wirkungsgrad hat. Unterschiede von 20 db und mehr sind gang und gäbe (=100fache Leistung bei gleicher Lautstärke, also z.B. 1 Watt statt 100 Watt).

    Solange die Wattzahlen einigermaßen im Verhältnis zueinander stehen, passt das schon. Viel wichtiger ist ein guter Sound des Gesamtpaketes und auch ein guter Wirkungsgrad, mit dem automatisch der Sound besser wird.

    Ich hatte vor 20 Jahren ein Basshorn mit schlappen 50 Röhrenwatt befeuert. Damit hab ich ne Aula einer Fachhochschule satt beschallen können. Die gleiche Box spiele ich heute immer noch. Bei einem Open Air hab ich meine Anlage auch den anderen Bands zur Verfügung gestellt und konnte mir den Sound als Unbeteiligter aus allen Perspektiven anhören. Die PA war gerade im Bassbereich extrem unterbelichtet und damit ab 10 Meter Entfernung wirkungslos. Als ich mich ca. 250 Meter vom Auftrittsort entfernt habe, war keine Musik mehr zu hören. Nur der Basslauf war klar und deutlich vernehmbar...

    Noch Fragen?
     
  8. fangorn

    fangorn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #8
    @uwe : dan reden wir doch vom selben :D
    kann mich nicht gescheid ausdrücken, meinte nur das man zum vergleich wohl am ehesten die rms ranziehen sollte, oder ich würds so machen weil imho das der vertrauenswürdigste wert ist
     
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