Wechselschlag am Bass bei "Tinte im Regen"

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Michael Scratch

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Ich übe gerade folgende Basslinie:

Bildschirmfoto 2026-07-11 um 21.54.31.webp


Flottes Tempo. Und da frage ich mich: Wie mache ich das mit der rechten Hand am besten?

i-m-m i-m-m usw.
oder
i-m-i m-i-m usw.

Und wie bei dem Lauf in Takt 20: mal angenommen, ich fange in Takt 20 an mit i:

i - m-i-m-i-m - (Saitenwechsel). i-m- (Saitenwechsel) i-m- (Saitenwechsel). i-m (also den Wechselschlag konsequent durchziehen, auch beim Saitenwechsel)?

oder

i - m-i-m-i-m - (Saitenwechsel) i-m- (Saitenwechsel) m-i- (Saitenwechsel). i-m (also quasi den Finger "durchziehen".

Wie würde es ein Basslehrer unterrichten?

Ist ja in der Fragestellung ähnlich wie beim Werchselschlag mit dem Placktrum bei der Gitarre ... 🤷‍♂️
 
Zuletzt bearbeitet:

Sorry, falls das ne blöde Frage ist, aber was bedeutet p - m usw? Ich spiele selbst nur autodidaktisch Bass, habe davon noch nie gehört.
 
  • Ersteller
  • #3
Keine blöde Frage. Blöder Fehler von mir: Buchstaben verdreht. Habe es augebessert: i für index (=Zeige) Finger, m für Mittelfinger.
 

Bin zwar weder Bass- noch Gitarrenlehrer ;), würde aber mal ausprobieren, alles bis einschließlich Takt 20 auf die "2" nicht mit einem "klassichen" Wechselschlag zu spielen, sondern mit "i - i - m - i", also die jeweils erste Sechzehntel auch mit dem Zeigefinger anzuschlagen.
In Takt 20 würde ich dann auf der "3" und der "4" kurz in den Wechselschlag gehen ("i - m - i - m - i - m"), den Takt also im Wechseltakt zuende spielen und ab Takt 21 dann wieder auf "i - i - m - i" wechseln.

Das Muster ist, die jeweils ersten Sechzehntel einer Zählzeit mit dem Zeigefinger anzuschlagen. Man bekommt so ein "schlüssiges" Zupfuster, indem man auf den Sechzehntel immer einen Wechselschlag hat. Dadurch kommt man auch bei den vier Sechzehnteln "am Stück" in Takt 20 nicht aus dem Tritt.

Der Saitenwechsel von der "E" auf die "D"-Saite in Takt 20 braucht dann zwar vielleicht anfangs etwas Übung, ich finde aber, dass das gut geht. Ich habe es gerade mal an meinem Bass ausprobiert: es ist vielleicht erst etwas ungewohnt, aber man hat dann relativ schnell ein durchgehendes, schlüssiges Zupfmuster, in das sich der Saitenwechsel gut einfügt. :biggrinB:

Andernfalls würdest Du ja den Takt 21 mit "m" beginnen müssen und hättest ab dann erstmal immer einen gegenläufigen Wechselschlag, der bis zum nächsten Sechzehntellauf immer mit "m" beginnen müsste, erst dann könntest Du wieder zurück wechseln. Das würde sich für mich eher unorganisch anfühlen und ich würde vermeiden wollen, es so zu spielen. Der einzigen Vorteil dieser Technik wäre, dass der Saitenwechsel von der "E" auf die "D"-Saite in Takt 20 vielleicht etwas leichter wäre, aber das erkauft man sich mit einem "Wechsel des Wechselschlages"…

mal angenommen, ich fange in Takt 20 an mit p:
Warum würdest Du hier den Daumen einsetzen wollen, wo sonst alles im Wechselschlag ist? 🤔
 
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Ich hätte es wohl ganz normal mit ZF und MF gespielt, also i m i m usw
Aber schreib doch mal das gewünschte Temo?
 
Keine blöde Frage. Blöder Fehler von mir
Ah, danke, allerdings wäre ich bei i - m nicht schlauer gewesen. (Ich glaube, Deutschland ist das einzige Land, in dem Musiker permanent versuchen, "international" zu klingen, statt ihre eigene Sprache zu verwenden 😉)

Ich würde es wie @TeJo machen. Wenn ich die "schweren" Achtel immer mit dem Zeigefinger zupfe, und nur die "eingefügten" Sechzehntel mit dem Mittelfinger, kommt mir mein Groove irgendwie stabiler vor, als wenn ich nen Wechselschlag spiele.
 
  • Ersteller
  • #7
Aber schreib doch mal das gewünschte Temo?
189 bpm, 6/8- Shuffle Takt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Warum würdest Du hier den Daumen einsetzen wollen, wo sonst alles im Wechselschlag ist? 🤔
Schreibfehler, ausgebessert.

Wen´s interessiert: Das ist die komplette Linie, die ich mir für meinen neuen Song "Tinte im Regen" zurecht gezimmert habe. Wird einiges an Übung kosten, bis ich das fertig aufgenommen habe ...

So nebenbei:
Wie kann ich MuseScore sagen, dass er alle #-Noten in b-Noten umwandeln soll? Oder muss ich da jedes mal mit der Hand ran, wenn ich eine Enharmonische Verwechslung ausbessern will?
 

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Zuletzt bearbeitet:
Das ist ein bischen schwierig, ohne zu hören, was genau Du mit Shuffle meinst. Ich kenne Shuffle eher als ein triolisches Feeling bei 4/4 Takten. Unter einem geshuffleten 6/8 kann ich mir nicht so richtig was zusammenreimen.

Wegen 6/8 gehe ich hier ersteinmal davon aus, dass Du eigentlich ein triolisches Feeling meinst (kein Walzer, aber ein bischen so ähnlich). Also denk ich mir das als

1 - 2 - 3 2 - 2 - 3

Die spiele ich alle mit dem Zeigefinger. Für die Zwischenschläge nehme ich den 🖕 (sorry, konnte ich mir nicht verkneifen ;-) und dann folgt daraus:

1 - 2 - 3 2 - 2 - 3
i - i m i i - i m i

Sofern das von den resultierenden Akzentuierungen her passt.

---
Beim Takt 20 gibt es die Doppelschläge abwärts von der D-Saite hin zur E-Saite. In die Richtung fange ich automatisch mit dem Zeigefinger an, weil der Wechsel von m auf der höheren Saite zu i auf der tieferen Saite sich für mich einfach easy und richtig anfühlt. Ich kann aber nicht einschätzen, ob das generell so ist, oder nur für mich, weil ich es mir so angewöhnt habe.

Der ganze Takt 20 wäre also:

(E-Saite) i - i - m - i - m
(D-Saite) i - m -
(A-Saite) i - m -
(E-Saite) i - m

Die einizge Hürde ist dabei der Wechsel von m auf der E-Saite zu i auf der D-Saite. Das würde ich solange üben, bis es ausreichend flüssig kommt.

---
Strategisch vermeide ich Wechsel der i - m Reihenfolge soweit irgendwie möglich - und zwar aus dem Grund leichter im "Flow" zu bleiben. Weil dann weniger Aufmerksamkeit auf dem Greifen liegt, kommt der "Automatismus" leichter, der notwendig ist, um die Aufmerksamkeit auf das "Grooven" zu lenken, also die rythmischen Feinheiten und das "Feeling" zusammen mit den Drums, die nicht notiert werden können.

Den Takt 20 kann man schön als 1-taktigen Loop üben. Und danach ist dann alles im Schema "der Zeigefinger macht den Beat, weil er auf jedem Achtel sitzt, und nur für die Zwischenschläge kommt der Mittelfinger dran" - easy, abschalten, grooven, wohlfühlen ... weiter so :m_dblbass:
 
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Andere Frage, um welches Lied geht es hier? Manchmal hilft es mir, das Original zu hören, um den Fingersatz zu verstehen. Nur konnte ich unter dem Titel nichts in 6/8 finden.
 
  • Ersteller
  • #10
Hier übrigens der kom
Andere Frage, um welches Lied geht es hier? Manchmal hilft es mir, das Original zu hören, um den Fingersatz zu verstehen. Nur konnte ich unter dem Titel nichts in 6/8 finden.
Das Lied heißt "Tinte im Regen" und das habe ich selbst geschrieben und produziere es gerade für´s Phil Harmonie Projekt. Ich werde vor Veröffentlichung keine Hörproben einstellen. Die Basslinie mit zugehörigen Akkordern habe ich oben angehängt.
 
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  • #11
Ich werde vor Veröffentlichung keine Hörproben einstellen.
Ah, natürlich nicht, ich dachte an Cover. Vielleicht auch, weil ich bei ner Eigenkomposition keine Passagen reinschreiben würde, die ich selbst erst mühsam üben müsste.

Hätte zu viel Sorge, dass das Ergebnis mich nicht überzeugt, wenn ich spielerisch am Rand meiner Komfortzone agieren müsste :LOL:
 
  • Ersteller
  • #12
Mich spornt das an.

Wegen 6/8 gehe ich hier ersteinmal davon aus, dass Du eigentlich ein triolisches Feeling meinst (kein Walzer, aber ein bischen so ähnlich). Also denk ich mir das als

1 - 2 - 3 2 - 2 - 3
Nein.
1 - 2 - und - 3 --- 4 - 5 - und - 6

oder doch?

Instinktiv mache ich alles mit "mimimi" bzw. "imimi".

Umgewöhnung wäre Neulernen. Wenn Ihr mich überzeugt, dass das Sinn macht, dann würde ich das machen.

Die einizge Hürde ist dabei :m_dblbass:
... der Wechsel in Takt 20 vom "imimi-Schema" in das "i imimi" Schema. Aber vielleicht mache ich es mir einfach, indem ich den Takt ändere und aus den beiden 16tel auf 3. einfach kurzerhand eine 1/8tel mache, auch wenn es dann nicht mehr ganz so schön mit den Drums harmoniert.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

P.S. Dank Euch habe ich jetzt auch verstanden, warum ich an der Stelle immer raus gefallen bin. Der Clou ist, eben von "imimi" auf "i imimi" zu wechseln an der Stelle (Takt 20) und nicht mit "imimi" weiter zu machen und dann bei dem Lauf mit m anfangen zu müssen.

Ah, jetzt komme ich mir noch weiter auf die Schliche:
Weiteres Problem war, dass ich beim 8tel-Lauf in Takt 12 beim Wechsel von der A-Saite auf die E-Saite mimimi nicht konsequent durchgezogen habe, sondern den i-Finger für die A- und die folgende E-Saite verwendet habe.

Vielleicht auch, weil ich bei ner Eigenkomposition keine Passagen reinschreiben würde, die ich selbst erst mühsam üben müsste.

Hätte zu viel Sorge, dass das Ergebnis mich nicht überzeugt, wenn ich spielerisch am Rand meiner Komfortzone agieren müsste :LOL:
Ich denke, Du hast recht. Ich habe es vereinfacht:

Bildschirmfoto 2026-07-13 um 19.37.19.webpBildschirmfoto 2026-07-13 um 19.37.12.webpBildschirmfoto 2026-07-13 um 19.37.06.webp
 
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  • #13
jetzt auch verstanden, warum ich an der Stelle immer raus gefallen bin. Der Clou ist, eben von "imimi" auf "i imimi" zu wechseln an der Stelle (Takt 20) und nicht mit "imimi" weiter zu machen und dann bei dem Lauf mit m anfangen zu müssen
Weiteres Problem war, dass ich beim 8tel-Lauf in Takt 12 beim Wechsel von der A-Saite auf die E-Saite mimimi nicht konsequent durchgezogen habe, sondern den i-Finger für die A- und die folgende E-Saite verwendet habe

Das liest sich für mich so, als wärest Du genau auf der Spur. Weiter so :great:
 
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