Weihnachtsgedichte

von derMArk, 06.12.07.

  1. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 06.12.07   #1
    Weihnachten steht schon wieder vor der Tür. Wie immer viel zu kurzfristig! Die Geschäfte sind voll, die Stadt überfüllt und alle sind genervt von den Weihnachtseinkäufen. Heute schenken wir ja viel zu viel materielle Dinge! Ist zwar schön, aber was ist denn mit den wunderbaren alten Weihnachstgedichten? Keine sagt zu Weihnachten mehr ein Gedicht auf. Der Grund? Vielleicht kennt einfach keiner mehr Gedichte!

    Dem will ich Abhilfe schaffen und dazu ist dieser Thread optimal. :D Primär hatte ich mir gedacht, dass es um lustige oder versaute Weihnachts-/Nikolausgedichte geht und nicht zu sehr um die Traditionellen. ;)

    Ich fange mal an!

    Frau:

    Müde bin ich, geh zur Ruh,
    mache meine Augen zu.
    Lieber Nikolaus bevor ich schlaf,
    bitte ich Dich noch um was.
    Schick mir mal 'nen netten Mann,
    der auch wirklich alles kann.
    Der mir Komplimente macht,
    nicht über meinen Hintern lacht,
    mich stets nur auf den Händen trägt
    und sich Geburtstage einprägt,
    Sex nur will, wenn ich grad mag
    und mich dann liebt den ganzen Tag.
    Soll die Füße mir massieren
    und mich chic zum Essen führen.
    Er soll treu und zärtlich sein
    und mein bester Freund noch oben drein.

    Nikolausgedicht des Mannes:
    Lieber Nikolaus ,
    schicke mir eine taubstumme Nymphomanin die einen
    Getränke- oder Fleischhandel besitzt,der Vater ne Kneipe hat, und
    Jahreskarten fürs Stadion. Und es ist mir scheißegal,
    dass sich das nicht reimt!


    mfg
    derMArk :)
     
  2. Karl.

    Karl. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #2
    zicke zacke hühnerkacke
     
  3. macsom

    macsom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #3
    Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass die Gedichte nicht unbedingt selbst geschrieben sein müssen, deswegen hier ein tolles von Loriot:

    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den tunklen Tann ein warmes Licht.

    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!

    Dazu kann ich noch ne kleine Anekdote erzählen: Im Reliunterricht ist es bei uns üblich, dass jede Stunde ein Schüler eine Art meditativen Stundeneinstieg präsentiert. Ratet mal, was der heutige Kandidat zum besten gegeben hat! Die Lehrerin war begeistert... :D

    Übrigens: WeiHnachten kommt nicht von weinen - siehe Titel ;)
     
  4. Wolf-107

    Wolf-107 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #4
    du Poet, du;)
     
  5. DarkspY

    DarkspY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #5
    Danke, aber das wollte ich bringen. :mad::D
    Krawel, Krawel, Taubtrüber Ginst am Musenhain... Trübtauber Hain am Musenginst. Krawel, Krawel...

    Mein spontanes Weihnachtsgedicht.

    Es ist so kalt auf Straß' und Wald.
    Der Weihnachtsmann der kommt gar bald.
    Verschenkt Sachen an Jung und Alt,
    doch Pizza nicht, denn die wird kalt.
    Auch Instrumente werden verschenkt,
    damit Jesus gemütlich hängt
    bei fröhlicher Weihnachtsmusik,
    die er sonst kaum zu hören kriegt.
    Habt ihr Jesus besonders gern,
    dann hängt ihm um 'nen Weihnachtsstern,
    und noch Lametta obendrein,
    das lässt ihn eine Dragqueen sein.

    Ende.
     
  6. derMArk

    derMArk Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 07.12.07   #6
    Ups... Schreibfehler

    Weiß natürlich, dass es Weihnachten heißt. :p

    Zicke Zacke Hühnerkacke ist im gleichen Film, wie die wunder schöne Weihnachtsgeschichte von Loriot :D

    Weihnachten bei Hoppenstedts herrlich!

    Selbstgedichtetes ist natürlich auch erwünscht.

    Die Weihnachtsgans

    Tiefgefroren in der Truhe
    liegt die Gans aus Dänemark.
    Vorlaufig läßt man in Ruhe
    sie in ihrem weißen Sarg.

    Ohne Kopf, Hals und Gekröse
    liegt sie neben dem Spinat.
    Ob sie wohl ein wenig böse
    ist, daß man sie schlachten tat?

    Oder ist es nur zu kalt ihr,
    man sieht’s an der Gänsehaut.
    Na, sie wird bestimmt nicht alt hier
    morgen wird sie aufgetaut.

    Hm, welch Duft zieht aus dem Herde,
    durch die ganze Wohnung dann.
    Mach, daß gut der Braten werde –
    Morgen kommt der Weihnachtsmann.

    Heinz Erhardt