welche etüden nach schumann ?

von -Xerxes-, 06.04.06.

  1. -Xerxes-

    -Xerxes- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.06   #1
    hallöchen erstmal

    ich bin schon seid längerem daran , schumanns sinfonische etüden zu spielen und habe diese bis auf 2 stücke schon alle fertig .
    jetzt kommt mir die frage , mit welchen etüden mich am besten/schnellsten weiterbilden kann und ob es eventuell einen etüdenband gibt , der relativ kurze aber schwere etüden enthält

    zur zeit habe ich noch Bartoks mikrokosmos band 4-6 zur verfügung und chopin etudes op.10+25 und liszts trancendental etüden , jedoch wäre mir die arbeit daran viel zu zeitaufwendig und bartok ist mir "hörtechnisch" auf dauer zu anstrengend :D


    hoffe ich kann hier ein paar vorschläge bekommen , danke schonmal :great:

    P.S. :bitte kein czerny bzw. hanon :D
    davon hab ich schon genug gemacht :mad:
     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 07.04.06   #2
    An dem genannten hast du bannig zu tun, aber weiterbilden kannst du dich nicht nur mit etuden, sondern jedem stück, das neben technik auch anschlagskultur und musikalität verlangt. Chopins Mazurken sind nicht soooo schwer, aber sehr reizvoll und abwechslungsreich, wenn du mit vollen händen spielen willst, versuch es mit Brahms, wenn es virtuos sein soll mit Smetana. Du willst "schwere" stücke spielen, ich kenne kaum ein schwierigeres als Schumanns Träumerei, darüber wirst du lächeln. Fingerfertigkeit ist nicht alles, nur mittel zum zweck, schön zu spielen, lies mal in Mozarts briefen, was er über die "schnellspieler" seiner zeit sagt, heute gibt es noch viel schlimmere.
     
  3. pille

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    Erstellt: 07.04.06   #3
    Wenn Du kurze schwere Stücke suchst, bei denen Du Deine pianistischen Fähigkeiten trainieren willst, dann versuche mal die Preludes von Chopin. Sind alle sehr überschaubar aber "very tricky", und bei jedem einzelnen wird ein anderes technisches Problem angesprochen. Eigentlich sind das die wahren Etüden von Chopin.
    Günter Sch. hat was Gutes gesagt, mit seiner Bemerkung über Schumanns Träumerei. Das stimmt und sollte man bei all dem Fingersport nicht vergessen :great:
    Schließlich will man im Endeffekt Musik machen!
    Cheers,
    Wolf
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 07.04.06   #4
    Oh, die Préludes! Da spielt man ein leben lang dran wie an dem riesenwerk von Bach. Kurz, heikel und schön sind auch die 24 Préludes von Skrjabin, die noch tonalen. Ich habe sie kaum jemals von jemand anderem spielen hören.
     
  5. pille

    pille Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.06   #5
    meinst Du das bezogen auf ihre Schwierigkeit? Wenn ja, dann bin ich beruhigt, ich dachte schon es läge an mir und bekam Komplexe ;)..........und wie ich hier schon mal irgendwo bemerkte, No. 8 (fis-moll) könnte mein Lebenswerk werden, ich glaube, ich werde das nie können :(.
    Nein, Du hast Recht, sie sind kurz und trotzdem wird man nie fertig mit ihnen, zum einen, weil sie echte "Fingerbrecher" sind (hat mir neulich mal jemand gesagt) und zum andern finde ich sie auch interpretatorisch unendlich tiefgründig, trotz ihrer Kürze.
    Die Skijabin Preludes habe ich zwar nie gespielt, aber ich glaube nicht, daß die leichter sind, oder?
    Gruß,
    Wolf
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 07.04.06   #6
     
  7. pille

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    Erstellt: 07.04.06   #7
    Lieber Günter Sch.
    tausend Dank für die aufmunternden Worte und die Übetips. Habe bisher die Preludes 1-7, 11,15 eingespielt und gerade mit Nr. 17 und dem Op.45 begonnen. Hm, vielleicht probiere ich mich nun doch noch einmal an dem Fis-moll. Mal sehen, und nochmals Danke für die Informationen.
    LG,
    Wolf
     
  8. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 08.04.06   #8
    Ein paar tips für nr.17: beim schnell verklingenden (gedämpfte schwingungen) klavierton muss man zu tricks greifen, um eine klangfläche zu erzielen, also die ton- und akkordwiederholungen so behutsam wie möglich und bass und oberstimme ein wenig herausheben. Wenn As zu E umgedeutet wird (takt 19), vorher atmen! Das vergessen klavierspieler oft, sie brauchen es ja nicht, ebensowenig wie den bogen zu wechseln und produzieren einen tonbrei, besonders, wenn der komponist sparsam mit phrasierungsbögen ist. Dann drängt die linke hand in den chromatischen gängen. Am schluss schlägt die uhr 12, fz, aber nicht übertrieben, alles andere ist ja pp, und "perdendosi", ja, man verliert sich leicht in diesem schluss.
    Ist ja spieltechnisch nicht so schwierig, sodass man es schön spielen kann. Viel freude an diesem im grunde traurig/tröstenden, emotions- und spannungsgeladenen stück!
     
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