Welche Gesangsrichtung einschlagen?

von Tanita, 22.06.06.

  1. Tanita

    Tanita Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #1
    Huhu,

    ich kann mich nicht entscheiden, welche Richtung ich beim Gesang einschlagen soll, bin ja erst seit 9 Monaten dabei.

    Meine derzeitige Lehrerin unterrichtet eher Popularmusik, Blues und Jazz. Mit mir macht sie viel Musicals, Oldies, Disneylieder, etc, weil Jazz und Blues nicht so meins ist.

    Außerdem singe ich in einem Chor, wo überwiegend Oratorien und solche Sachen gesungen werden.

    Nach der Chorprobe, vor allem wenn dann noch eine Solosopranistin da ist, denke ich immer "Boah toll... will klassisch singen".

    Wenn ich mal wieder mit einem totalen Hochgefühl aus der Gesangsstunde komme, denke ich "Boah toll, noch so ein paar coole Sachen von Joan Baez, Bob Dylan oder noch so ein paar Musical-Stücke".

    In der letzten Zeit haben wir im Unterricht auch mal die Chorsachen gemacht und das scheint mich unheimlich nach vorne gebracht zu haben. Gestern war ja die letzte Stunde vor den Ferien (Musikschule macht dann ja dicht *heul*) und wir haben so richtig fein Wunschkonzert gemacht und auf die Chorsachen gepfiffen. Ich hab gesungen wie ein Weltmeister (ok, für meinen Kenntnisstand), sogar mit einem erkennbaren Vibrato in der Stimme (absolute Premiere), prima abgestützt und ohne mich beim Registerwechsel großartig zu verheddern. Hab mich so richtig in die Musik reinfallen lassen können, weil es einfach nur fluppte und das hat sowas von Spaß gemacht.

    Und ich weiß genau, wenn ich heute Abend wieder aus der Chorprobe komme, hab ich wieder den Drive auf Klassik. (Wobei ich auch merke, dass das Deutsche Requiem von Brahms für mich noch eindeutig eine Nummer zu groß ist.)

    Wann muss man sich dann da entscheiden? Bzw. muss man sich als Laienquietscheentchen da überhaupt entscheiden?
     
  2. IcePrincess

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    Erstellt: 22.06.06   #2
    Ich würde sagen: Du musst Dich als wie Du so schön sagst Laienquietscheentchen gar nicht entscheiden. Selbst als Profi musst Du es eigentlich nicht. Du musst halt beide Techniken lernen und es kann sein, dass Du um die Klassik auszubauen irgendwann evtl. noch einen Klassischen Lehrer haben solltest, aber im Prinzip tun sich die beiden Sachen nicht weh. Wenn Du beides richtig machst.
    Ich kann meine klassische Opern-Kopfstimme (aus der ersten Zeit meiner Ausbildung bei einer von der Klassik kommenden Jazz-Lehrerin) auch nach fünf Jahren Nicht-Nutzung immer noch auspacken wenn es für ein bestimmtes Renaissance-Stück gefragt wird.

    Liebe Grüße

    Julia
     
  3. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #3
    Hi Tanita

    Hm das ist echt net gute Frage!
    Wie wars denn bei uns? Uns (Hanna's Job) gibts jetzt gut 1 Jahr und unser Stil bzw. die Richtung der Musik hat sich irgendwie von selbst ergeben bzw. wir sie oder sie uns gefunden!

    Denke wenn du in Richtung einer Band tendierst dann würde ich am Anfang einfach ne grobe Richtung angeben. Bei uns war es die GreenDay-Schiene. Mittlerweile sind wir eher bei Nickelback oder 3DoorsDown angelangt. du siehst völlig anderer Stil!

    Mach einfach worauf du grade Lust hast oder im Falle einer Band worauf ihr Lust habt. Richtung kommt von selbst! Nur eins darfst nicht...aufhören ;)
     
  4. Feeble

    Feeble Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.06   #4
    gebe ich StayTuned Recht, erstmal weitermachen und sich nicht s festlegen,
    das schränkt nur den Blick ein, wlte auch immer mehr in Richtung Rock macht mir nach wie vr Spass, aber inzwischen finde ich es auch interessant mal ein Musicalstück anzugehen, kann ja nicht schaden und s findet man immer wieder Herausforderungen.
    Also wenn ein Stück interessant ist, probiere ich es aus egal welche Richtung.
     
  5. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 25.06.06   #5
    Ich fahre auch ein bißchen zweigleisig. Ich halte mich zwar für klassischen Gesang (eher) ungeeignet, aber man kann von den Klassikern einfach verdammt viel lernen. Einsetzen kann man es prima im Musicalbereich, wenn man nicht Arien trällern möchte (oder die reine Klassik einem nicht liegt).
    Ich habe Jazz/Pop/Rock Unterricht, arbeite aber in unregelmäßigen Abständen mit einer Freundin zusammen, die Sopranistin ist. Das bringt mich sehr gut weiter, auch für den anderen Unterricht. Das "Schauen über den Tellerrand" ist nicht schädlich, solange Du nicht beruflich klassische Sängerin werden willst. Da sagt man allerdings, dass der Jazz/Rock Gesang einem irgendwann die klassische Stimme "versaut". Ob das ein Vorurteil ist oder der Realität entspricht kann ich nicht beurteilen.
    Mach was Dir Spaß macht. Und beides bringt Dich weiter und eröffnet neue Sichtweisen.
    Es ist meiner Meinung nach aber schwierig von der ausgebildeten Klassikstimme zurück auf den Rockgesang zu kommen. Das sagt auch meine Freundin (die es glücklicherweise selten versucht - es klingt auch einfach nicht. ;))
    Elisa
     
  6. Masterstroke

    Masterstroke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.06   #6
    Genau die Bands ,die sich nicht festgelegt haben waren immer die Besten.Deshalb liebe ich Queen( 70er!).Hätte Freddie sich auf nur eine Musikrichtung eingeschoßen,wäre Bohemian Rhapsody ein ungeborenes Baby geblieben.
     
  7. Sangesdame

    Sangesdame Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.06   #7
    Ich denke auch, man sollte sich gar nicht festlegen und das auch dem(r) Gesangslehrer(in) sagen...sonst landet man doch schnell (so war es bei mir) in einer Ecke, die man eigentlich gar nicht immer singen möchte..Ich habe erste vor zwei Jahren mit Unterricht angefangen und meine erste GL war Sopranistin und rein für Klassischen Gesang..das hat mir viele Schwierigkeiten bereitet, weil sie null auf mein Brustregister eingegangen ist...nach einem Jahr habe ich gewechselt und meine aktuelle GL hat es wirklich drauf und achtet auf alles und vor allem legt mich nicht fest...
     
  8. Tanita

    Tanita Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.06   #8
    Huhu, danke für die vielen Meinungen! Dann kann ich ja in aller Ruhe so weitermachen, wie bisher. Und das klassische Singen hat ja auch wirklich schon viel für die anderen Sachen gebracht. Der Tonumfang hat sich deutlich nach oben erweitert und durch die Technik habe ich jetzt auch eine halbwegs passable Stütze in den unteren Tönen (vom -a- an abwärts). Eine berufliche Gesangskarriere habe ich sowieso nicht vor, ist mit 35 vielleicht auch ein bisschen spät, gerade wenn es um den klassischen Sektor geht. Zum Glück ist meine Lehrerin ja sehr flexibel und übt mit mir auch klassische Sachen. Ich kenne da noch eine Sopranistin, vielleicht frage ich die einfach mal, ob sie Lust hat, mir ab und zu mal eine Unterrichtsstunde in klassischem Gesang zu verpassen.
     
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