Welche Gitarre (Nylonstring) soll ich nehmen, bis 200€

von JohnSW, 27.06.20.

  1. JohnSW

    JohnSW Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #1
    Hallo erstmal,

    ich bin vor 4-5 Monaten zum Gitarrenspielen gekommen, durch eine Freundin, die eine billige Aldi Gitarre wegwerfen wollte. Nun habe ich mich dazu entschlossen in mein neues Hobby etwas zu investieren und mir eine anständige Gitarre zu holen, mit der ich weiterüben und spielen kann. Ich habe etwas recherchiert und habe 3 gebrauchte Modelle gefunden, die für mich Preislich (also unter 200€ infrage kommen). Da ich noch nicht sehr viel Erfahrung habe, frage ich jetzt mal hier in die Runde, ob jemand eines der Modelle kennt und/oder mir eines empfehlen kann. Neue Empfehlungen auch gerne gesehen.
    Die 3 Modelle die ich herausgesucht habe sind die:

    4/4 Konzert-Gitarre La Mancha LM5C
    für 189€

    4/4 Konzert-Gitarre La Mancha Rubi S
    für 199€

    Carl Hellweg CS 32 (spanische Bauart)
    für 175€

    Ich Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, vielen Dank!
     
  2. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #2
    Vorab die Fage: ist die Entscheidung für eine 'Klassik-Gitarre' eine bewusste oder Zufall, weil die der Freundin eben so war ?
     
  3. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #3
    Ich habe die HB 850 Classic und würde sie weiterempfehlen, ist aber keine typische Konzertgitarre-
     
  4. Frank-vt

    Frank-vt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #4
    Für mich stellt sich erstmal die Frage nach der Musikrichtung. Für Klassik, Flamenco u.ä. ist eine Konzertgitarre geeignet, für einfache Liedbegleitung wie Rock/Pop/Country (vorwiegend Strumming) eher weniger, da macht sich eine Westerngitarre im Regelfall besser.
     
  5. JohnSW

    JohnSW Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #5
    Die Entscheidung für eine Konzertgitarre ist schon richtig. Ich habe auch über eine E gitarre nachgedacht, aber ich wollte mir zuerst eine ordentliche 'Klassik-Gitarre' zulegen
     
  6. Frank-vt

    Frank-vt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #6
    Ich habe auch nicht von E-, sondern von Westergitarre geschrieben...
     
  7. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #7
    Mit LM5C kann ich nichts anfangen; ob Rubi S oder Hopf-Hellweg ist Geschmackssache, von der Qualität sind die ebenbürtig. Die Hellweg dürfte etwas "wärmer" als die Rubi S klingen, die Rubi S eher etwas "transparenter", daher wäre ich bei meinem aktuellen Repertoire vermutlich eher bei der Rubi S. Ich habe selbst aber ein paar Hopfs hier zuhause und habe einige Hopf-Hellwegs für die Familie gekauft.
     
  8. gidarr

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    Erstellt: 28.06.20   #8
    Diese drei Modelle sind alle von ein und demselben Verkäufer auf Ebay, gibt es einen besonderen Grund dafür? Die Beschreibungen und Bilder dazu sind sehr ausführlich und gut, aber bei einem Privatkauf kann man die meisten gebrauchten Konzertgitarren deutlich unter dem früheren Neupreis erwerben, natürlich ohne Rückgabemöglichkeit.
    Den Klang in Worte zu fassen ist schwer, Qualitätsurteile kann man eher abgeben. Leider habe ich mit allen drei Gitarren keine eigenen Erfahrungen, aber beide Firmen sind seriöse Hersteller, Hellweg weist sogar auf eine Fertigung in Europa hin. Am einfachsten ist es immer, Gitarren selbst anzuspielen, vergleichen geht in einem solchen Fall natürlich kaum. Das bedeutet mehr Aufwand, aber auch etwas mehr an Sicherheit. Wäre das für Dich keine Alternative?
     
  9. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #9
    Ich habe z. Bsp. die Fender ESC 105 mit der ich sehr gerne spiele, die hat aber eine schmale Sattelbreite.
     
  10. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #10
    Das wäre auch mein Vorschlag... wenn ich an die zahllosen Angebote (oft unter 100€) in den entsprechenden online Kleinanzeigen denke.
    Ich hatte selbst 3 Konzertgitarren (200-400€ Neupreis) und war mit keiner wirklich zufrieden.
    Western-Gitarren sind deutlich 'anspruchsloser', was die Bauweise betrifft - da findet man auch zwischen 100 und 200€ mal ein interessantes Instrument beim Händler (Zufall der Massenfertigung).

    Für den Einstieg ist es relativ egal, ob man ein ehemaliges Geschenk für zB 80€ privat erwirbt oder ein 200€ Exemplar aus dem online Handel nimmt - eine konstante Qualität lässt sich in dem Preisbereich kaum feststellen.
    Es empiehlt sich in jedem Fall ein Besuch beim Händler, um auch mal gute Gitarren live zu hören und die Bandbreite des Angebots kennenzulernen.
     
  11. rw

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    Erstellt: 28.06.20   #11
    Meine Güte, ehe ihr nun alle versucht, jemandem der eine Nylonstring sucht, eine billige Steelstring anzudrehen, recherchiert doch mal bitte etwas... La Mancha sind in Deutschland designt, werden in China gebaut, Hellweg-Hopf werden in Europa gefertigt. La Manche und Hopf/Hellweg sind Instrumente, die regelmäßig von der European Guitar Teacher Association (EGTA) als Schülerinstrumente prämiert werden (http://www.egta-d.de/page/media/pdf/praemierte_Gitarren.pdf, http://www.egta-d.de/page/media/pdf/Artikel_EGTA-Gitarrenbauwettbewerb_2019-2020.pdf).
    Mit einer gebrauchten Steelstring für 200€, kann man Glück haben, vielleicht bekommt man dafür eine alte Yamaha, mit der man sich auf die Bühne trauen kann. Mit einer Rubi oder der 32er Hellweg würde ich jederzeit auf die Bühne gehen. Wer mit einem dieser Instrumente anfängt, muss erst dann wieder in den Laden gehen, wenn er in der ca.-800€-Klasse zuschlagen möchte.
    Dass die drei Instrumente von einem Anbieter kommen, könnte ein Indiz dafür sein, dass ein Musiklehrer seinen Bestand an Schülerinstrumenten loswerden möchte. Oder irgendwas in der Art.
    --- Beiträge zusammengefasst, 28.06.20, Datum Originalbeitrag: 28.06.20 ---
    Hellweg und LM liegen neu mittlerweile bei 250+€, vor einigen Jahren noch bei 200. Die SIND konstant in der Qualität, ich nehme regelmäßig neue Schülerinstrumente in die Hand.
     
  12. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #12
    Da geht deine Interpretation etwas zu weit ;)
    Mein Hinweis bezog sich nur auf den grundlegenden Unterschied, dass 'billige Steelstrings' erstaunlich gut sein können, während mir das bei Klassikgitarren nie passiert ist.
    Natürlich subjektiv und vom persönlichen Anspruch beeinflusst, aber zumindest (m)eine reale Erfahrung.

    ps: dass es eine konstante Fertigungsqualität gibt, zweifle ich nicht an - war von mir schlecht formuliert.
    Der Satz bezog sich darauf, wie sich die einzelne Gitarre spiel- und klangtechnisch verhält.
    Da gibt es merkliche Unterschiede, selbst wenn man das Budget deutlich erhöht.
     
  13. rw

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    Erstellt: 28.06.20   #13
    Same ... nur genau umgekehrt:-)
    Aber vielleicht habe ich bei den Steelstrings andere Klangerwartungen, als Du oder viele andere Ich bin da nicht der klassische Strummer, sondern komme vom Picking; da gibt es für mich in der unteren Liga wenig. Beim Strumming ist tatsächlich die (mir geschenkt zugeflogene) 50€ HB auch tauglich.
    Bei klassischen Gitarren gibt es tatsächlich viele in der unteren Liga, die man nicht anspielen muss. Aber es gibt auch eine ganze Reihe, die wirklich bühnentauglich sind. Allerdings muss man viel mit Saiten experimentieren; LM werden standardmäßig mit Savarez ausgerüstet, die liegen im Laden schonmal bei 15€, Carbonsaiten dann eher bei 20€. Das ist aus Sicht von Anfänger*innen natürlich viel Geld, wenn das Instrument selbst nur 150 oder 200€ gebraucht kostet.
    Ich denke, dass man sich bei Steelstrings immer auf eine gebrauchte Yamaha einigen kann:-)
     
  14. bernie_r

    bernie_r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.20 um 12:11 Uhr   #14
    Ich kann die Yamaha C40 empfehlen! Ich besitze die C40M. Die original Saiten haben nichts getaugt. Jetzt mit guten Markensaiten, klingt sie wunderbar und ist auch leicht bespielbar.
    Yamaha ist eigentlich bei vielen Instrumenten in der unteren Preisklasse eine Empfehlung.
     
  15. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.20 um 13:53 Uhr   #15
    Zwischen der C40 (die wir mal als Hotelgitarre hatten) und einer LM oder Hellweg liegen Welten. Die C40 ist eine Gitarre, kein Spielzeug, das ist richtig. Und Yamaha baut auch empfehlenswerte Instrumente, schreibe ich selbst auch immer wieder. Aber eine C40 würde ich nicht kaufen, wenn ich eine LM oder Hellweg bekommen kann. Die LM oder die Hellweg reichen auch für etwas fortgeschrittene Spieler*innen, bei der C40 kommt man recht schnell an die Grenzen.
     
  16. chris_kah

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    Erstellt: 30.06.20 um 18:04 Uhr   #16
    Zu den oben im Start erwähnten La Mancha Gitarren kann ich leide nichts sagen, da ich in der Regel doch eher in Richtung 300-500 EUR einsteigen würde.
    Was ich aber bisher von La Mancha in der Hand hatte, war alles prinzipiell nicht verkehrt.

    Allerdings kommt es bei allen Instrumenten darauf an, wie das jeweilige Exemplar ausfällt.

    Mein Ibanez AEG Nylon kam von Thomann. Beim 3. Exemplar (2 x reklamiert - 1x Elektronik defekt, 1x Saitenlage unterirdisch) habe ich dann aufgegeben und die immer noch zu hohe Saitenlage selber korrigiert.

    Alle anderen Instrumente habe ich direkt beim Kauf testen können.

    Bei meinen Suchen nach Instrumenten sind mir auch teure Gitarren (z.B. Ortega) untergekommen, die nicht bundrein waren (Verkäufer: "Das ist bei allen Konzertgitarren so, die sind nicht komplett bundrein" - komisch ich habe 2 Nylon Akustiks, die sind bundrein).

    Wenn möglich, schau, dass du die Gitarre selber anspielen kannst. Wenn möglich (ich lese heraus, du hast noch wenig Erfahrung) nimm jemanden mit, der schon länger spielt und Erfahrung hat und las denjenigen auch ein Urteil abgeben.
     
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