Welcher Mixer für meine PA?

von rheadude, 19.07.04.

  1. rheadude

    rheadude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.04   #1
    Hab im Moment an einer ziemlich wattstarken PA einen Phonic MM122 Mixer hängen. Nun weiß ich nicht, auf was es bei einem Mixer ankommt. Der Phonic hat z.B. pro Kanal nur jeweils einen Low und High Regler als EQ. Außerdem hab ich schon was von Mikrofonverstärkern gelesen. Heißt das also, dass ich mit einem anderen Mixer als dem Phonic evtl. mehr Power an die Endstufen liefern kann (ich mein, dass sich das dann auf die Endlautstärke auswirkt).
    Hab das schon einen Yamaha MG 16/4 in Aussicht. Hab hier schon oft gelesen, dass die Yamaha Mixer ziemlich gut sein sollen. Was haltet ihr von dem Yamaha, vor allem im Vergleich zum Phonic MM122??? Was sind definitiv die Vorteile des Yamahas??

    Hoffe ihr antwortet zahlreich....

    Tschö :)
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.07.04   #2
    Mikrofonvorverstärker hat der Phonic auch. Die Ausstattung ist allerdings in der Tat etwas dürftig.
    Falls du aber "mehr Power" brauchst, wird dir ein neuer Mischer nicht helfen.

    Wo liegt denn mit dem alten das Problem? Zuwenig Kanäle? Zu unflexibel?
    Dann macht ein neuer Mischer evtl. Sinn.

    Und, ja: die Yamahas sind ordentliche Pulte. Was das beste für euch wäre, kann man aber erst sagen, wenn die Anforderungen genauer bekannt sind, also: was genau soll damit zu welchem Zweck gemsicht werden?

    Jens
     
  3. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 19.07.04   #3
    zur Standard-Ausstattung eines einigermaßen vernünftigen Mischpultes gehört zumindest eine sogenannte parametrische Mittenregelung - d.h. du hast für den Mittenbereich zwei Regler: mit dem einen stellst du die Frequenz ein (meist im Bereich so ca. zwischen 200 Hz und 3kHz), mit dem zweiten Regler drehst du den eingestellten Bereich stärker rein oder raus. Dann noch die bekannten Höhen (Treble) und Bass. Also vier Regler für die Klangregelung.

    Desweiteren sollte eine Phantomspeisung für eventuell anzuschließende Kondensatormikrofone vorhanden sein.
    Wenn im Pult selber kein Effektgerät eingebaut ist (Hall, Echo, Chorus usw.usw.), dann brauchst du am Pult sogenannte AUX-Wege. Pro externem Effektgerät ein AUX-Weg (1x Send, 2x Return), für einen eventuellen Monitorweg ebenfalls einen weiteren AUX-Weg.

    Diese aufgezählten Punkte sind wirklich nix besonders, das hat jedes nur halbwegs vernünftige Pult drin.
    Die Yamaha-Pulte sind o.k., da würde ich den Phonic-Mixer als Spielzeug bezeichnen. Ich würde dir jedoch zum MG16/4FX raten, falls du noch kein externes Effektgerät hast.
     
  4. rheadude

    rheadude Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.04   #4
    Erstmal danke für eure Antworten :great:
    Der Mixer soll sowohl für den Proberaum als auch für den Livebetrieb genutzt werden.
    Im Livebetrieb würden wir dann insgesamt mindestens 9 Kanäle benötigen, also wäre diese Yamaha Teil nicht schlecht, oder? Ich verwende noch das FX-Gerät Virtualizer Pro von Behringer.
    Ich habe halt bei dem Phonic Mixer das Problem, das ich seine Mainout-Regler (rot) und den Regler, an dem das Mikro hängt zu 9/10 aufreißen muß, um eine akzeptable Lautstärke des Gesangs zu erzielen. Dabei laufen die Endstufen jeweils auf 7/10. Wie ihr seht ist da für Gigs nicht mehr viel Reserve da. Deshalb hab ich in einem anderen Thread auch mal gefragt, ob jemand Erfahrung mit dem Juby 2000 System von Craaft hat. Das hat 2100 W Endstufenpower und ich muß im Proberaum die o.g. Einstellungen verwenden. Kann irgendwie net sein, oder?! Wir spielen Emo/AlternativeRock.

    Fragen:

    1. Kann es sein, dass ein Mixer (kein Powermixer) irgendwie "schwächeren" Output an die Endstufen liefert, als ein anderer?

    2. Welche Rolle spielt ein Limiter, der zwischen Mixer und Endstufen angeschlossen ist? Das Teil heißt CXL 2 Crossover Limiter.

    3. Was passiert, wenn die "Limit-LEDs" des Limiters aufleuchten? Ist das schädlich für das System?

    4. Ist für unsere Zwecke der Yamaha 16/4 ausreichend?

    5. Könnte ich den Phonic Mixer und eine seperate Endstufe zusammen zum Monitoring auf der Bühne nutzen?

    Das wärs. Sorry erstmal für meine unzähligen und vielleicht auch blöden Fragen, aber ich bin Anfänger was PA-Theorie betrifft und möchte mich da jetzt mal schlau machen.
     
  5. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.07.04   #5
    Wenn es neun Mikrokanäle sein sollen, dann wird das Yamaha schneller eng als du vielleicht jetzt denkst. Also eine 12 Kanal-Variante mit in die Überlegung einbeziehen (12 "echte" Kanäle zzgl. Stereokanäle). Ansonsten keine Bedenken gegen das Yamaha.

    Entweder seid ihr extrem laut, oder da stimmt irgendwas nicht. Oder sind das evtl. 2100W gebrückt (würde heissen etwa 2*600W an 8Ohm) - dann könnte das je nach Boxen sein, dass es knapp ist. Aber ich tippe mal als erstes auf ein sehr outputschwaches (Billig-?)Mikro, ein fehlerhaftes Kabel (Pin 1+3 gebrückt oder sowas), oder einfach ein schlecht eingepegeltes Pult. Die Funktion des Gainreglers (nicht der Kanalfader) sagt dir was?

    Jein. 0dBu sind bis auf sehr seltsame Exoten 0dBu. Das Phonic ist so exotisch nicht. Unterschiede zeigen sich im sog. Headroom, also wie weit man das Pult über die 0dB "über"steuern kann. Das erklärt aber nicht diese krasse Diskrepanz.

    Der soll die Endstufe vor Clipping und somit die Boxen vor Schaden bewahren.
    Kann man sich aber schenken, wenn Amp und Boxen zueinander passend dimensioniert sind - sprich: Amp 50-100% mehr Leistung als die Boxen vertragen.

    Wenn "Limit"-LEDs leuchten, ist das nicht schädlich, sondern nur das Zeichen dafür, dass der Limiter arbeitet. Also das Endstufensignal herunterregelt, limitiert. Möglicherweise ist der Limiter auch einfach falsch eingestellt und ist die Ursache deines Problems.
    Was nicht leuchten sollte, sind "Clip"-LEDs an der Endstufe.
    Probier mal, den Limiter aus dem Signalweg rauszulassen (Master am Mischer vorher runterdrehen!) und dich dann langsam wieder an die Lautstärke herantasten.
    Ein Gerät im Signalweg, dessen Funktion man nicht kennt, ist immer ein potentieller Störenfried ;)

    s.o., ja, mit den angesprochenen Bedenken bzw. Überlegungen.

    Streich den Phonic bzw. verkauf ihn. Zum Bühnenmonitoring braucht ihr nur ein zweites Paar Boxen und eine Endstufe - die Signale dafür kommen dann aus dem Yamaha (AUX-Wege).

    Dann empfehle ich die das "PA-Handbuch" von Frank Pieper bzw. den "Mixing-Workshop" von Uli Eisner. Sollte in jeder Stadtbücherei zu finden sein.

    Jens
     
  6. stefan64

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    Erstellt: 20.07.04   #6
    Hmmmm.... warum machst Du die Endstufe nicht komplett auf? Ich fahre meine QSC immer auf komplett - um dann den Mixer nicht soweit aufreissen zu müssen um genügend Headroom zu haben damit dieser dann nicht ins Clipping läuft. Das kann(! - muss nicht) Dir bei logarithmischen Potis bei der Endstufe schon den Power bringen den Du brauchst. Es kann des weiteren auch an den Boxen liegen - was für DB-Werte bringen die Teile?

    ciao,
    Stefan
     
  7. rheadude

    rheadude Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.04   #7
    Der Limiter war beim Komplettsystem dabei, also es heißt auf der Website, er sei genau auf das System abgestimmt.

    dB-Werte der Boxen:

    T 212:

    Schalldruck 1W/1m = 99 dB
    Schalldruck max./1m = 121 dB
    Impedanz = 8 Ohm

    T215:

    Schalldruck 1W/1m = 99 dB
    Schalldruck max./1m = 127 dB
    Impedanz = 4 Ohm

    Ich werde mal nach der Mikrobeschaffenheit schauen, bin noch nicht lange in der Band und auch nicht der Sänger, aber ich glaub das Mikro is von Shure, SM 58 glaub ich.

    Den Gainregler kenne ich, hab ich halt immer in der mittleren Ausgangsposition....was kann man falsch, was richtig machen?

    Was genau bedeutet eigentlich eine gebrückte Leistung?

    Nach den angesprochenen Büchern werde ich mal ausschau halten, doch kann sich da auch der Anfänger schlau machen, oder werde ich von Zahlen, Einheiten und wirklichem Profiwissen überrannt?

    Was passiert eigentlich wenn ich die Boxen an die falschen Endstufenausgänge anschließe (falsche Ohmzahl)?

    Irgendwie hab ich schiss die Endstufen komplett aufzureißen, ich bin Gitarrenverstärker gewohnt und da graut es mir vor "komplett aufreißen". Gehn die dann nicht kaputt, werden zu heiß oder sowas?

    Zum Abschluß: Was sind logarithmische Potis?

    Tschö
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.07.04   #8
    Das mag sein (wird aber hauptsächlich die Trennfrequenzen etc. betreffen) - es gibt aber immer Möglichkeiten, solche Limiter einzustellen auf die aktuellen Gegebenheiten. Dafür sind sie da.
    BTW: Was sagt denn die Aussteuerungsanzeige des Mischpults? Annähernd 0dB und in den Spitzen leicht drücber? oder wie stell ich mir das vor?

    Das ist zwar kein Outputwunder, aber wenn es ein SM58 ist, liegt das Problem mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dort.

    falsch: einfach irgendwie hindrehen.
    richtig: einpegeln auf das Mikro und den Sänger. Schau mal dort: https://www.musiker-board.de/vb/search.php?searchid=80587
    da hab ich die Vorgehensweise schon ein paarmal erklärt

    Das ist eine spezielle (Mono)-Betriebsart einer Endstufe. Muss dich im Moment nicht genauer interessieren (steht aber auch schon öfter hier im Forum), nur ist das meist die Leistungsangabe in der Typbezeichnung, weil die so schön hoch ist. Die Leistung der Stereokanäle im Normalbetrieb ist geringer.
    Bei den Boxen und der Endstufe liegt das Problem aber IMHO auch nicht.

    Die beiden Bücher sind ideal für Einsteiger!

    Hast du mehrere Ausgänge? Dann nimm immer die mit der passenden Leistung. Üblicherweise ist bei PA-Endstufen aber nur ein Paar Ausgänge vorhanden.

    Nein. Auch Gitarrenverstärker kann man voll aufreissen. Weniger schont allerdings die Röhren (weil Verschleißteile). Bei den voll transistorisierten PA-Endstufen kannst du bedenkenlos Gas geben. Die können das ab. Nimm aber die Lautstärke am Mischer zuvor zurück und taste dich neu ran.

    Potis, die nicht linear regeln, sondern logarithmisch (Stellung des Potis zu Spannungteilerverhältnis).

    Jens
     
  9. rheadude

    rheadude Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.04   #9
    Ich nehme mal an du meinst mit Aussteuerungsanzeige, die zwei LED-Balken über den roten Mainreglern. Die bewegen sich immer (nur Gesang) zwischen gelb und rot.
    Irgendwie hab ich trotzdem Paranoia die Endstufen bis zum Anschlag aufzumachen, das kann doch net gut sein für die Teile.....ist das wirklich net schädlich?? Jede Endstufe hat einen Lüfter, geht das dann in Ordnung?

    Wenn nun in den technischen Daten der Boxen eine Impedanz von 4 Ohm angegeben ist, dann sollte ich die Teile, auch im Stereobetrieb, nur an den 4 Ohm Ausgang der Endstufen anschließen, oder? Genauso bei 8 Ohm Boxen...?

    Ansonsten wäre alles geklärt. Werde die Endsufen mal ganz aufdrehen :( und den Mixer neu einstellen.
    Der Link bei deiner Angabe zum Gainpegeln funzt net, aber ich werd mal selber suchen und wohl auch was finden.

    Danke!!!
     
  10. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.07.04   #10
    Ja, hau rein! Den Sinn einer Lautstärkeregelung an der Endstufe selbst habe ich noch nie wirklich verstanden. Dafür gibt es den Masterfader am Mischpult.
    Und die Belastung der Endstufe ist übrigens im wesentlichen gleich, ob du am Mischpult voll aufdrehst und die Endstufe auf halb oder umgekehrt.
    Sei halt mit dem Masterfader vorsichtig (im Sinne von langsam schieben, nicht plötzlich) und alles wird gut. Wenn irgendwas anfängt nicht zu stimmen, dann hörst du das rechtzeitig, keine Sorge. Wenn irgendwas übel verzerrt klingt, einfach leiser machen, dann passiert auch nix.

    Ja richtig. Mich wundert allerdings, dass diese Endstufe überhaupt verschiedene Ausgänge für verschiedene Impedanzen hat...


    Der Suchbegriff zum nicht funktionierenden Link war "PFL-Taste". Damit findest du, was du suchst.


    Jens
     
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