Welches Lehrwerk für absoluten Anfänger?

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corta2
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Ich habe ein Anliegen:

Seit einiger Zeit habe ich die Vormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling (15) übernommen. Die Aufgabe: Türen öffnen und Möglichkeiten schaffen, Traumata zu überwinden. Der Junge möchte gerne Gitarre lernen und hat von meinem Sohn eine recht gute Gitarre bekommen. Nach den Ferien wird er in der Musikschule oder VHS auch Unterricht bekommen. Bis dahin wäre es schön, wenn er schon einmal mit einem guten, einfachen Lehrwerk autodidaktisch anfangen könnte. Der Markt ist voll von Gitarrenbücher für Anfänger und ich bin ganz ratlos, welches Buch geeignet ist. Es sollte auch nicht so lange Texte haben, sondern viele Illustrationen, denn mein Schützling lernt gerade Deutsch.

Wer kann mir Tipps geben?

Herzliche Grüße
Corta
 
Eigenschaft
 
Ich finde das Buch "Garantiert E-Gitarre lernen mit Flunk" ganz nett gemacht. Auch die Übungslieder sind nicht schlecht. Selbst mir als Erwachsener hat dieses Buch Spaß gemacht :great:

EDIT: Leider kann ich das Buch nicht verlinken, unsere Firmenfirewall lässt mich nicht zu Amazon oder sonstigen Buchversendern.
 
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Also ich hab mit peter bursch angefangen, gibts ja standart-werke oder rock-gitarre, fand ich einfach und gut am anfang, man muss ja leicht anfangen und erstmal verstehen was man da in der hand hält. Mittlerweile gibts das ja bestimmt auch alles mit dvd.
 
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Hab auch mit Peter Bursch angefangen, mit 14, glaub ich.
Ich fand das sehr einfach aufgebaut, und ohne große Hürden.
Ist allerdings 30 Jahre her ... weiß gar nicht obs das so noch gibt.
Nach wie vor halte ich es für gut, erstmal Akustikgitarre zu spielen.
So lernt man etwas am Laufen zu halten, evtl. dazu zu singen, tricky Begleitungen zu entwerfen und -ganz wichtig- einen konstanten Rythmus, indem man mit dem Fuß aufstampft ( oder tappt)..
 
Ja, den Peter Bursch mit seinem Gitarrenbuch gibt es natürlich schon noch, aber leider waren die darin enthaltenen Lieder auch vor 30 Jahren schon alt und verbraucht :D
Ich persönlich würde dieses Buch nicht zum erlernen einer E-Gitarre verwenden, da gibt es weit bessere Bücher für diesen Zweck.
Für die Konzert- oder Westerngitarre wäre es natürlich für den Anfang wieder ok, aber ich denke der TE hat mit Absicht seine Frage im E-Gitarren-Bereich des Boards gestellt.
 
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Wunderbarer, von tiefer Einsicht ins Thema geprägter Beitrag.
Eigentlich hab ich auch mit dem Buch gar nichts gelernt.
Hätte ich nur früher einen Berater wie Dich zur Seite gehabt.
 
Edit: Beitrag gelöscht um nicht in unsinnige Diskussionen verwickelt zu werden.
 
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Wie geil. Sogar in einem solchen Thema stößt man noch auf solche Beiträge. Ich hätte nicht gedacht dass das Thema "welches Buch ist geeignet" noch genug Stoff für solch patzige Beiträge bietet.

Zudem muss ich poti recht geben. Ich habe mir den Bursch auch angesehen. Und mich würde das keine zwei Monate beim spielen halten. Ich kenne fünf Leute in meinem Umfeld die mit Bursch angefangen haben. Interessanterweise kenne ich keinen der es durchgehalten hat und heute als "fortgeschritten" bezeichnet werden könnte. Bursch ist sicherlich der absolute Standard, aber sicher nicht für jeden automatisch die richtige Wahl.

Wenn es um einen Einstieg ins e-Gitarrenspiel geht empfehle ich gern rock it! von Thomas Danneboom. Ich finde das zugrundeliegende Konzept vernünftig umgesetzt und auch wenn ich als Anfänger nicht damit gearbeitet habe (mein Buch würde ich niemandem empfehlen) kann ich mir sehr gut vorstellen dass es einen im Fluss hält. Welches Buch mehr Bild als Text hat kann ich leider nicht sagen. Etwas Erklärung gehört schon dazu.


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In wie weit ein Buch, zum Erlernen eines Instrumentes, nun aktuelle Hits, Chards und Trends bedient….hm? Ich denke nichts ist so kurzlebig wie eben diese Faktoren, denn was heute „angesagt“ ist, wird „Morgen“ schon „Schnee von Gestern“ sein.

Ich bin selber, in den 80ern“ mit dem „Bursch“ angefangen, wie eben ganz viele andere Gitarristen auch und seine Werke haben uns „durchhalten“ lassen, denn das war keine Frage eines bestimmten Buches, sondern der Wille und der Spaß daran, auch über das „Strohfeuer“ hinaus den Spaß am Gitarre spielen nicht zu verlieren. Letztlich hat das was mit der Erkenntnis zu tun, dass mir kein Buch diesen Weg abnehmen kann, ich muss üben und üben und üben. Das Buch vom Bursch kann dabei ein guter Einstieg und Begleiter sein. Mögen die Songs auch schon älter sein, so decken sie doch ein gewisses Spektrum ab und wenn man sich entwickelt, wird man sich sowieso mehr auf einen bestimmten Bereich konzentrieren und sich entsprechend informieren.

Ich empfehle den „Bursch“ auch heute noch (ohne schlechtes Gewissen) Gitarrenschülern und Autodidakten, denn ob ein Buch nun ein Konzept aus den 70ern verfolgt, oder der „neueste Schrei“ ist…. Eine Gitarre ist eine Gitarre, Akkorde sind Akkorde, Rhythmus ist Rhythmus und Üben heißt Üben….Letztlich kann es nur auf "den Weg" bringen, gehen müssen wir selber.

Neben dem Gitarrenbuch vom Bursch gibt es aber natürlich diverse andere sehr gute Schulen ("Garantiert Gitarre lernen" von Bernd Brümmer z. B.), aber auch für dies Bücher gilt das oben Geschriebene…
 
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Da ich auch erst anfange mit der wundervollen E-Gitte, schaue ich mich schonmal überall bissl um, auch auf YouTube.
Bevor's zum Gittelehrer geht, weiß ich jetzt schon was von der Pentatonik, klimpere schonmal bissl, um das Feeling zu kriegen.
So spare ich mir bestimmt auch paar Unterrichtsseinheiten, denn der Tag hat leider nur 24 Std.
Gewiss spare ich mir durch's Zuschauen UND Zuhören auch das viele Lesen, denn der Tag hat ja nur... :D
 
Vielen Dank für Eure Ratschläge.
Deshalb habe ich mir das Einsteigerwerk von Bursch (gebraucht) bestellt, das gestern angekommen ist. Es stimmt: übersichtlich, gut aufgebaut, einfach zu verstehen. Gebraucht deshalb, weil ich erstmal sehen will, ob mein Schützling "dranbleibt", Musikschule ist dann nach den Sommerferien angesagt. Heute werden erstmal neue Saiten aufgezogen und das "Stimmen" geübt.

Ich wünsch Euch was! Und herzliche Grüße
Corta
 
ich glaub das wichtigste ist, das er dich zum Mitmachen dabei hat. Zusammen Saiten Saiten aufziehen und Stimmen lernen... hätte mir auch gefallen. Zusammen ist es eben schöner, als immer nur die Wand anzuspielen.

ich kann nur alle paar Wochen eine Küchensession mit Freunden einrichten.... und lerne immer viel dabei.

Viel Freude und vor allem: Durchbeißen und dran bleiben!

Micha
 
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Gebraucht deshalb, weil ich erstmal sehen will, ob mein Schützling "dranbleibt",

Also in diesem fall ist das sicherlich ungefährlich, aber allgemein Rate ich bei der Einstellung zur Vorsicht. Das "erstmal gucken ob er dranbleibt und DANN eine Anschaffung machen" ist eine Rechnung die in sehr vielen Fällen nicht aufgeht. Ob das Kind/der Schützling dranbliebt hängt sehr häufig davon ab, welches Material er bekommt.

Z.b. Als Kind wollte ich gern Klavier spielen lernen. Meine Eltern wollten kein Klavier kaufen. Ist ja logisch. Kostet ja nunmal so viel wie ein gebrauchtes Auto. Ich hab also ein Keyboard mit drei Oktaven gekriegt. Kein Buch dazu, keinen Lehrer. Man wolle ja erstmal gucken ob das Kind dranbleibt. Ist es verwunderlich dass da nichts bei rausgekommen ist? Ich glaube nicht. Als ich damit begann, gitarre zu spielen hätten sie es fast nochmal hingekriegt. Haben mir da ein Stück holz hingeworfen mit dem es einfach keinen Spaß gemacht hat. Habe dann auf der Gitarre eines bekannten gelernt. Die Moral von der Geschichte - kein Mensch will einfach Geld in den Raum schießen weil Kinder ständig etwas anderes wollen. Man sollte Kinder aber nicht durch den Kauf von billigem Schrott davon abhalten, etwas lernen zu wollen. Mit Eltern führe ich diese Diskussion leider ständig weil alle denken - erst wenn das Kind anhand des billigen Schrotts gezeigt hat dass es dranbleibt wird Geld investiert. Wenn das Kind dann nicht dranbleibt sehen sie das als Bestätigung ihrer Befürchtung. In Wahrheit allerdings sind sie oft schuld daran.

Sorry für diesen langen Vortrag den ich allen zur vorbeuge geschrieben habe. Es ist nichts falsches daran, ein Buch oder ein Instrument gebraucht zu kaufen, absolut nicht. Nur wenn ich diese Worte hintereinander weg lese (erstmal schauen ob er dranbleibt) dann krieg muss ich an die ständigen Diskussionen mit Eltern denken die ihr Kind dazu zwingen, auf Treibholz spielen zu lernen. :)



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Gebrauchtkauf ist doch hier die Lösung. Für den Betrag, den ein vernünftiges Starterkit neu kosten würde, vernünftige Gebrauchtware anschaffen.
Während ein neues Starterkit mit dem Öffnen der Verpackung schon nur noch die Hälfte wert ist, kann man das noch dazu qualitativ höherwertige gebrauchte Zeug ohne Wertverlust weiterverkaufen, "wenn er doch nicht drann bleibt".
Instrumente mit vernünftiger Qualität helfen dem Neuling über die Mühsal des ersten Jahres. Billiger Mist vergällt die Freude am Musizieren und ist noch dazu wie Geld verbrennen.

Ich pflege für mich die Theorie, dass Kinder durch Blockflötenunterricht in der Grundschule vom Musizieren abgeschreckt werden, vor allem jene, die schon von Natur aus ein musikalisches Gehör haben.
 
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Also in diesem fall ist das sicherlich ungefährlich, aber allgemein Rate ich bei der Einstellung zur Vorsicht.

Gebrauchtkauf ist doch hier die Lösung. Für den Betrag, den ein vernünftiges Starterkit neu kosten würde, vernünftige Gebrauchtware anschaffen.


Ich sehe das grundsätzlich ähnlich wie Handwerker. Aber keine Panik - Corta hat sich nur ein BUCH gebraucht gekauft: ;) :)

Deshalb habe ich mir das Einsteigerwerk von Bursch (gebraucht) bestellt, das gestern angekommen ist.




Corta,
Viel Erfolg an dich und deinen Schützling auch von meiner Seite! Ich hoffe, dass er auch längerfristig viel Freude am Gitarrenspiel hat! :)



HTH
 
Hallo Corta,

Du meintest, dass er nicht so sehr gut deutsch spricht. Wie sieht es denn mit englisch aus? Da hätte ich 1-2 Empfehlungen...

Mark
 
Beitrag gelöscht.
Wichtig ist daß der Threadersteller seinem Schützling den Spaß an der Gitarre vermitteln und erhalten kann.
 
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Vielen Dank Euch allen!

Die recht gute Gitarre hat mein Schützling von meinem erwachsenen Sohn, mit der er angefangen hat und mittlerweile auf 4 verschiedenen Instrumenten spielt. Mein Anfänger spricht leider nur französisch. Wenn jemand da etwas weiß....

Aber das Buch von Bursch ist so gut, dass ich mit wenigen Erklärungen auskomme, denn die Illustrationen sind sehr anschaulich. Ich freue mich sehr, dass die städtische Musikschule die Integration fördert und sehr günstigen Unterricht anbietet. Bis dahin kann ich ihm
auch etwas zeigen.

Herzliche Grüße
Corta
 
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