Welches PA-System ?

von Matthifant, 06.10.03.

  1. Matthifant

    Matthifant Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.03   #1
    Wir wollen für unsere Gottesdienste ein neues PA-System kaufen.
    Die Leistung sollte für etwa 200 bis 300 Leute ausreichen und für Sprache, Gesang, Gittarren, Keyboard und evtl. Bass geeignet sein.
    Was wäre Eure Empfehlung ?
    Aktive Boxen (hatten jetzt leihweise mal die H&K Lucas 1000), Powermixer und passive fullrange oder ganz klassisch: Mixer, Boxen und Verstärker ?
    Ach ja: Preis bis ca. 2500 (ein Behringer Mischpult UB 2222 haben wir zur Zeit).
    Herzlichen Dank schon mal für alle Antworten.
     
  2. magicgynnii

    magicgynnii Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.10.03   #2
    Hi,

    soll das eine Festinstallation werden - oder soll die Anlage so mobil sein, dass sie auch mal in anderen Räumen genutzt werden kann?

    Dann kommt es auch darauf an, um was für einen Raum es sich handelt. Wenn es ein sehr halliger Kirchenraum ist, macht es wahrschscheinlich eher Sinn, mit mehreren Lautsprechern und Delay zu arbeiten, wenn der Raum nicht so hallt, kann man durchaus mit einer Beschallung von vorne arbeiten. Beim HK Lucas System wird Dir aufgefallen sein, dass es in den Mitten, gerade da wo "Sprache" stattfindet etwas schwächelt - die Predigt soll ja wohl auch gut zu Ohren gebracht werden.....

    Recht gute Erfahrungen habe ich in einer Gemeinde mit den Dynacord CP 12-3 gemacht, die wir an den Wänden befestigt haben - allerdings handelt es sich da um einen recht schmalen Raum. Ansonsten halt auf Stative, wenn das die Gottesdienstbesucher optisch nicht stört. Dazu eine passende, günstige Endstufe wie den T-Amp 1050 oder eine Palladium, wenn sie denn lieferbar ist. Durch das 3-Wege-System ist die Sache klanglich recht ausgewogen - es fehlt allerdings etwas in den Bässen - zusätzlich eine aktive Frequenzweiche und ein Monosub wären da nicht schlecht (für zweie wird Euer Geld dann wohl nicht mehr reichen)....

    Beispiel auch hier: Dynacord CP 15-1 als Sub, Behringer CX3400 als Frequenzweiche und eine passende brückbare Endstufe, da bietet sich ein weiterer TA-1500 an.

    Mit dem Mischpult werdet Ihr, wenn Stative oder Wandhalterungen und Kabel noch gekauft sind, bei der Lösung wohl weiterleben müssen, weil dann das Geld azfgebraucht ist. Ausserdem wäre gerade bei einer Festinstallation statt einer aktiven Freqenzweiche ein Controller mit u.a. EQ schon besser, um die Anlage optimal auf die Raumgegebenheiten einstellen zu können. Als günstige, aber durchaus brauchbare Lösung bietet sich da der Behringer Ultradrive an....

    Wenn allerdings noch ein Mischpult dazu kommen soll, würde es schon preislich recht eng. In einer Gemeinde, bei der ich ziemlich regelmäßig am Mischpult sitze (und die eine sehr besch... Beschallungsanlage hat), reichen die vorhandenen 24 Kanäle des Soundtracs RX8 bei größeren Veranstaltungen öfter nicht aus und ich muss mit meinem Venice anrücken (dann aber auch gleich mit "vollem Gepäck" ;-)...

    Klanglich auch sehr ordentlich, besser als die Lucas-Lösung aber doch nicht so "voluminös" wie die oben ganannte wäre das Littlemax - 2 System von Dynacord, bestehend aus 2x LM 12-1 und 2x LM 8-2. Preislich als passives System etwas günstiger als die oben genannte Lösung, aber klanglich doch schon etwas "schwächer". Allerdings habe ich auch damit in Gottesdiensten schon bis zu 350 Leute beschallt - Mörderlautstärken sind ja nicht gefordert, allerdings ist das System schon etwas Bass- schwach...

    Bei uns übrigens Standard Musikteam: Flügel, Schlagzeug (unverstärkt bei "normalen" Gottesdiensten und nur für den Mitschnitt verkabelt), akustische Gitarre(n), Bass, Querflöte, 5 - 15 Sänger. Natürlich gibts dann auch mal Keyboard, E-Gitarre.....

    Gruß Günter
     
  3. Matthifant

    Matthifant Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.03   #3
    Hi Günter,

    erst mal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
    Wir haben leider noch kein eigenes Gemeindehaus, deshalb muss die Anlage flexibel sein.
    Meistens sind wir in einem der auf unseren Dörfern (im Hunsrück) zahlreich vorhandenen Gemeindehäusern, oder in einer Mehrzweckhalle, d.h. räumliche Gegebenheiten wie z.B. Hall, Grundriss der Halle etc. ändern sich immer wieder mal.
    Der Subteil bei der LUCAS-Anlage ist natürlich schon ne elende Schlepperei, aber bringt sehr guten Bass.
    Würdest Du generell zu einer Sub-Satelliten-Kombination raten oder eher zu fullrange Boxen (15-er mit Horn oder sowas) ?
    Hast Du Erfahrung mit Powermixern ?
    Wir denken da z.B. an den Yamaha EMX 5000/12 http://www.musik-service.de/ProduX/PA/Powermixer/Yamaha_EMX500012.htm
    Ich habe zwar in diesem Forum schon einen Beitrag zu Powermixern gelesen, aber mehrere Meinungen sind natürlich nicht verkehrt ;)
     
  4. magicgynnii

    magicgynnii Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.10.03   #4
    Hi,

    für Eure Zwecke kommt es ja weniger auf den Tiefbass an - eher auf hohe Sprachverständlichkeit und Ausgewogenheit von den unteren Mitten bis hin zu den Höhen. Gerade da macht sich eine 12-3 Box recht gut. Ein Zweiwegesystem mit mi 15" hat klanglich meist ein ziemliches "Loch" gerade in dem Bereich, der für Stimme und viele akustische Instrumente wichtig ist.

    Da ich gerade heute Morgen einen Kommentar zum Theam Powermixer geschrieben habe, zitiere ich den hier einfach mal:

    Passt jetzt zwar nicht so ganz - die Tendenz wird aber klar ;-)

    Ich hatte selbst mal ein Dynacord Powermate 2200, das mit 2x 600 Watt schon ganz ordentliche Endstufenleistung bringt und klanglich absolut in Ordnung ist. Was mich aber dazu bewogen hat, doch immer wieder eine Pult- Endstufenlösung mitzunehmen und das Powermate letztlich zu verkaufen war, dass es keine Subgruppen, keine Mutetaster in den Kanälen und zu wenige Auxwege hat. Die eingebauten Effkte sind ganz brauchbar, nur fehlt mir auch da die Möglichkeit, die Parameter zu verändern... Da bringt selbst ein kleines Effektgerät wie das T.C. M300 wesentlich mehr....

    Grundsätzlich sollten Euch erst einmal zwei 12-3 Lautsprecher reichen (ich kenne einige Gemeinden einschließlich meiner, die mit wesentlich schlechterer Beschallung auskommen) - was natürlich etwas aufs Kreuz geht, ist der Transport der Endstufe - die vorgeschlagenen Lautsprecher sind recht handlich. Gute aber leichtere Endstufen sind allerdings um ein wesentiches teurer - das sollte sich also noch machen lassen...

    Ausserdem lässt sich das System dann recht einfach um einen Controller oder eine aktive Weiche, eine zweite Endstufe und einen oder zwei Subs erweitern, sobald Ihr eigen Räume habt.

    Gruß Günter
     
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