Wer hilft einem Anfänger in Sachen Mikro-Beratung?

von nightflyer, 06.04.05.

  1. nightflyer

    nightflyer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.05   #1
    Zu aller erst muss ich anmerken, dass ich selbst im Gegensatz zu den meisten hier kein ambitionierter Musiker bin, daher auch bisher leider so gut wie keine Erfahrung mit der Aufnahme von Gesang usw. habe. Ab und zu entschließe ich mich dennoch, über eine Musiksoftware Gitarre und Gesang aufzunehmen, dazu reichte mir bisher mein Standard PC-Mikro. E-Gitarre nehme ich verzerrt kaum auf, dafür reicht wohl meine Soundkarte nicht (über den Line-In) und sonst nur A-Gitarre, die keinerlei Möglichkeit zur Verstärkung hat.

    Ihr seht, die Ansprüche an Qualität sind nicht unbedingt hoch. Trotzdem würde ich gern wissen, ob ihr mir für meine Zwecke ein einfaches Mikro empfehlen könnt, das ich auch an den PC anschließen kann (also über Klinke) und zu dem ich keine weiteren Geräte benötige. Vom "Beyerdynamic TGX-58 Mikrofon" hab ich öfter gelesen, dies scheint ja an sich ein recht gutes Mikro zu sein, ich fürchte nur für mein Vorhaben doch leider viel zu teuer.

    Jetzt würde ich gern wissen: Wo liegen in einem Vergleich mit einem guten Mittelklasse-PC-Mikro (z.B. Hama CS-463) die Vorteile des angepriesenen TGX-58 von Beyerdynamic? So im Groben, damit ichs als Laie verstehe...
    Wäre für eine Antwort sehr verbunden, danke!
     
  2. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 06.04.05   #2
    das TGX-58 ist im unteren Einsteigerbereich ein hervorragendes Mikrofon für Live-Gesang.
    Da dir dies bereits zu teuer ist und du ja kein Live-Mikrofon, sondern ein Recording-Mikrofon suchst - die sind üblicherweise eine ganze Ecke teurer - bleibt mir hier nicht mehr viel zu sagen...
    außer mein Standardspruch: wir beraten hier zu vernünftigem Equipment, was du suchst ist Mickey Mouse. Da bist du bei HAMA oder Conrad sicherlich gut aufgehoben :)
     
  3. nightflyer

    nightflyer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.05   #3
    Ja nun gut...

    Also wie gesagt, ich bin Anfänger / Laie, kenne mich mit der Technik nicht aus, bin nicht ambitioniert in der Richtung. Ums nochmal zu verdeutlichen. Das heißt ich würde mir wohl kaum ein Mikro für 70-80 Euro kaufen, das ich dann dazu benutze, um für mich mal 1-2 Nummern aufzunehmen.
    Warum wäre denn das TGX-58 nun nicht mehr geeignet? Ist doch im Prinzip nur Gitarre und Gesang, noch nicht mal über nen Verstärker aufgenommen. Live-Mikro - Recording-Mikro? Wo liegt in der Technik der Unterschied?

    Und wenn du sagst PC-Mikros von Hama und Co wären Mickey Mouse (was für einen ambitionierten Musiker, der was aufnehmen will sicher richtig ist), dann erklär mir doch mal bitte die Unterschiede von einem solchen "Mickey Mouse" Mikro zu beispielsweise dem TGX-58. Das würde mich interessieren, weil letztlich nicht nur die Preisklasse entscheidend ist, sondern auch logischerweise die Technik.
     
  4. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 06.04.05   #4
    sicherlich genauso schwierig ist es jemandem der überhaupt nicht weiß was ein Auto ist den Unterschied zwischen einem Fiat Cinquecento und einer S-Klasse zu erklären.
    Aber so in etwa musst du dir das schon vorstellen.
    Ich werde nicht über HAMA-Mikros und sonstige Cartoon-Geschichten eine Diskussion anfangen - sorry, das ist hier nicht die richtige Plattform. Übrigens wenden sich hier nicht nur ambitionierte Musiker mit Grausen ab. Das ist allerunterste Schublade.
    Ein TGX-58 z.B. ist optimiert für Gesang und Live-Auftritte - d.h. es hat eine bestimmte Richtcharakteristik die z.B. Rückkoppelungen minimiert. Desweiteren ist ein Gesangsmikro (auch z.B. bei Bassdrum-Mikros) vom Frequenzgang her in Richtung Stimme optimiert - also bereits etwas "verbogen", damit die Stimme besser zur Geltung kommt. Desweiteren ist z.B. das TGX-58 für extrem hohe Schalldrücke ausgelegt, die bei einem Heavy-Sänger durchaus vorkommen können.
    Für Recording-Zwecke sollten Mikrofone verwendet werden, die relativ neutral klingen. Das macht sie in der Regel auch universell einsetzbar.
    Grundprinzipiell kannst du natürlich für deine Zwecke ein TGX-58 verwenden - aber bitte nicht direkt an die Soundkarte anschließen (sofern es eine Standard PC-Soundkarte ist). Das geht 1. vom Anschluss her nicht (es sei denn du adaptierst von XLR auf 3,5mm Klinke) und 2. wird ausser einem sehr hohen Rauschpegel nix dabei rauskommen.
    Du benötigst auf jeden Fall eine Vorverstärkung z.B. in Form einer "amtlichen" Soundkarte, eines Mischpults oder eines Mikrofon-Vorverstärkes (u.U. sogar schon mit integrierten Effekten).
     
  5. nightflyer

    nightflyer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.05   #5
    ok, heißt also schon mal 100 Euro aufwärts investieren...
    ich glaub dann wars das erst mal von meiner Seite. So viel Geld kann ich nicht mal eben für dieses "kleine Projekt" ausgeben, zumal ich gesangstechnisch auch nur experimentierfreudig und nicht Profi bin. Hatte gehofft es wäre auch in der unteren Preisklasse was zu kriegen aber wenns hier bei solch stolzen Preisen losgeht, ist das doch nicht ganz das, was ich suche. Danke trotzdem für die Beratung, nun weiß ich zumindest Bescheid.
     
  6. torben75hh

    torben75hh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.05   #6
    Ich finde es schade, daß mit solchen Aussagen Musikinteressierte gleich abgeschreckt werden hier etwas zu fragen...


    @nightflyer:
    Der Tipp von Harry mit Conrad ist schon nicht schlecht.
    Ich lese aus deinen Postings, daß du wirklich nur Feierabend-Musiker bist und dich einfach nur mal hören möchtest. Da tut es auf jeden Fall jedes Mic von Conrad.
    Du darfst dann allerdings nicht erwarten wie Eric Clapton Unplugged zu klingen!

    Denn da hat Harry schon recht. Es wird hier ein "Trabbi" mit einem "Ferarri" verglichen... ;-)
     
  7. Ravaging Dragon

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    Erstellt: 03.05.05   #7
    @ Harry:

    Du hast geschrieben, dass man aufjedenfall eine Vorverstärkung mit "amtlicher" Soundkarte, Vorverstärke oder ähnliches braucht.
    Kannst du mir vielleicht kurz erklären warum?

    Ich hab nen Shure SM 58 direkt in meine Soundkarte reingestöpselt, eine Soundblaster Live. Also ziemliche normalverbraucherkarte.

    Ich merk nur, dass wenn ich zu laut singe und zu nah rangeh dabei, viel zu viel Bass in der Stimme ist oder Tiefen oder kA wie des heißt. Hört sich jedenfalls scheisse an.
    Was für vorteile würd mir jetzt ein vorverstärker bringen? Und was gibt's da günstiges?
     
  8. Harry

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    Erstellt: 03.05.05   #8
    ein Mikro benötigt einen sogenannten Pre-Amp (Vorverstärker). Bei Durchschnittssoundkarten sind die ziemlich schlecht (ich drück es einfach mal so pauschal aus). Das Resultat ist in der Regel ein ziemlich hoher Nebengeräuschpegel in Form von Rauschen etc.
    Üblicherweise schaltet man ein kleines, billiges Mischpult davor und erzielt da schon mal ein um mindestens 100% besseres Ergebnis. Zudem hat man mit einem Mischpult noch die Möglichkeit z.B. das "zu viel Bass" in der Stimme direkt rauszuregeln.
    Für super-einfachste Anwendungen tut es z.B. sowas hier:
    http://www.musik-service.de/ProduX/Recording/Mischpulte/analog/Phonic_MU502_Mixer.htm

    http://www.musik-service.de/ProduX/Recording/Mischpulte/analog/Behringer_Eurorack_UB1002.htm

    Es soll auch ganz gute und günstige USB-Soundkarten geben - aber da halt ich mich mal dezent zurück.
     
  9. ars ultima

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    Erstellt: 03.05.05   #9
    Wie gut oder schlecht jetzt die Mikroanschlüsse an der Soundblaster Live sind, weiß ich auch nicht. Der offensichtlichste Qualitätsunterschied ist wohl der Rauschpegel. Allerdings bemerken viele das nicht immer direkt. Mir ist hier schon oft bei aufgefallen, dass sich manch Anfänger eine Recordingkarte kauft und fragt, wie er denn seine PC-Boxen (3,5mm-Klinke) dort anschließen kann. Die wissen vielelicht gar nicht, was für eine edle Karte sie da gekauft haben und wären mit ihrer Standardsoundkarte genauso zufrieden. Eine Billige Abhöre rauscht auch. Ich habe bei mir selbst festgestellt, dass ich den niedrigen Rauschpegel meiner damals neuen Audiokarte erst dadurch so richtig wahrnahm, dass die Aussteuerungsanzeige in der Software bei Ruhe wesentlich niedriger lag als bei meiner Onboardkarte.

    Das nennt man Nahbesprechungseffekt. Es handelt sich dabei um einen prinzipbedingten Effekt bei Druckgradientenmikrofonen, so wie das Shure SM 58 eines ist. Allerdings kann es auch noch sein, dass die Soundkarte aufgrund entsprechender Nichtliniearitäten diesen Effekt noch verstärkt.
     
  10. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 03.05.05   #10
    Für einen einigermaßen ambitionierten Amateur nicht akzeptabel.
    Diese Soundkarte gehört in eine der unteren Schubladen. Für Gamer vielleicht ganz o.k. - für Musiker und Recordingzwecke nicht.
     
  11. Ravaging Dragon

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    Erstellt: 03.05.05   #11
    Okay, danke mal für die Hinweise ^^

    Ich hab mir auch mal die beiden Links angeschaut, aber hier nochmal ne kleine Frage, da ich mich mit sowas überhaupt net auskenn:

    Was für ein günstiges Mischpult für einen "einigermaßen ambitionierten Amateur" könntet ihr mir denn empfehlen. Mir wären folgende Sachen wichtig:
    - kein oder zumindest wenig Rauschen
    - Nah rangehen an Mic möglich ohne zuviel Bass
    - Wär gut wenn es reinflüstern UND reinschreien mit der gleichen Einstellung beides Aufnehmen kann. Sorry für die dumme Erklärung, aber ich weiß net wie man das nennt ^^
     
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