Wichtigkeit von Faktoren, die den Gesamtsound beeinflussen...

von DLGuitarman, 13.07.07.

  1. DLGuitarman

    DLGuitarman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #1
    Da ich in letzter Zeit immer wieder an meinem Sound experimentiere, sowohl im Bezug auf Spieltechnik als auch Equipment, habe ich darüber nachgedacht, dass es im Endeffekt eine ganze Reihe Faktoren gibt, die den Sound oft maßgeblich beeinflussen. Da fällt einem einfach auf, wie vielschichtig diese ganze Frage ist (im Bezug auf die ganzen "Ich will meinen Traumsound finden bzw. wie Band xyz klingen" Threads...).

    Hier mal eine Liste von "Faktoren", die mir so eingefallen sind, in mehr oder minder logischer Reihenfolge.

    Spieltechnik
    Picks
    Saiten
    PUs
    Gitarre an sich
    Kabel / Käbel
    Vorgeschaltete Effekte
    Amp
    Eingeschleifte Effekte
    Speaker
    Mikrofon
    Mic-Preamp / Mixer
    Endstufe
    PA-Boxen
    ...

    Da fällt mir spontan nur noch :screwy: ein, wenn man sich überlegt was im Endeffekt wohl noch an Bedeutung für jedes einzelne Glied in der Kette übrig bleibt...
    Mich würde einfach einmal interessieren, wie ihr die "Wichtigkeit" dieser Elemente einschätzen würdet, gerne als Prozentangabe zum Gesamtsound.

    Achja, was ich vielleicht noch anmerken sollte: Mir ist schon klar, dass es nichts bringt zu sagen "Spieltechnik mach 80% aus, deswegen übe ich ab jetzt nur noch das" etc. Mir geht es vielmehr einfach darum, mal eine Einschätzung von anderen Usern zu hören, da ich das eine interessante Frage finde.

    Gruß DLGuitarman
     
  2. Audax_Parvus

    Audax_Parvus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #2
    Puh das ist schwer zu sagen, da kommt es immer auf die Person an sich an.

    Spieltechnik
    Gitarre an sich
    PU´s
    Vorstufe
    Box
    Endstufe
    Picks
    Kabel


    Ja also ich will da mal nicht ins Detail gehn, aber irgendwie is das Sinnlos ^^ die ersten 6 Punkte machen m.M nach den Gesamsound aus. Klar Mikrofone etc können in auch etwas verändern aber nicht maßgeblich.

    Cheers
     
  3. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #3
    ???

    Das kenn ich anders. Der Mixer hat immer einen großen Anteil am Endsound, und er entscheidet welches Mikro er davorstellt. Dass das in 90 % der Fälle ein Shure ist, ebdeutet nicht, dass es nix ändert, wenn man kein Shure nimmt.

    In Studiosituationen haben Mikros und ihre Position einen großen Anteil.
     
  4. Audax_Parvus

    Audax_Parvus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #4
    Das ist schon richtig....Ist ja nicht umsonst der Studiostandart. Naja aber ich dachte es geht einfach um die Effektivität der einzelnen Komponenten und da macht m.M nach der Amp wesentlich mehr vom Sound aus als die Miks
     
  5. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.07.07   #5
    Passend zum Thema:

    https://www.musiker-board.de/vb/faq...n-sound-grundsaetzliches-abhaengigkeiten.html
    https://www.musiker-board.de/vb/faq...anlage-einstellen-damit-ich-wie-x-klinge.html


    Um da Prozente anzugeben, muesste man wieder wissen wer spielt, und vor allem was:

    Bei Edge hat z.B. das vorgeschaltete Delay einen nicht unerheblichen Einfluss, bei Vai hat bei vielen Liedern das Whammy eine grosse Rolle, bei Sambora hier und da die Talkbox....

    Kurz: es ist wenig sinnvoll Effekte dort einzuschaetzen, das ist stark Song (oder gar Riff)abhaengig.

    Mal nebenbei: nur weil das SM57 verbreitet ist, macht es das noch lange nicht zum Studiostandard. Ich frage mich manchmal, woher so einige ihr Weisheiten haben, aber das ist ein anderes, leidliches Problem.

    Lassen wir erstmal PA und Studio aussen vor, und auch den Einsatz von Modulations- und Verzoegerungseffekten beachten wir mal nicht. Dann ignorieren wir Pitch Shifter, Wahs etc. und beschranken uns auf:

    Gitarrist (stellvertretend fuer die Spieltechnik)
    Pick (oder Fingerkuppen/naegel, je nach Spielart :) )
    Saiten
    Tonabnehmer (plus restliche Onboardelektronik)
    Kabel
    Vorstufe (egal ob jetzt als Zerrpedal, einzelne Vorstufe oder Teil eines Combos oder Topteil)
    Endstufe
    Boxen (bzw. Bauform) und Lautsprecher.


    Den Löwenanteil am Sound macht der Gitarrist und sein Anschlag aus.

    Bei einem Grossteil der Gitarristen folgt dann die Vorstufe.

    Danach folgen imo Tonabnehmer und Boxen mit aehnlicher "Wichtigkeit".

    Endstufe und Saitenstaerke an naechster Stelle, und die Kabel runden das an "letzter" Stelle ab.


    Dies ist natuerlich keinesfalls allgemeingueltig, und verschiebt sich wohl bei jedem Gitarristen. Mitunter gibt es auch Kollegen, bei denen die Endstufe wichtiger ist als die Vorstufe, aber im Grunde gibt es hier wohl nichts, was es nicht gibt.

    Ich denke mal die von mir genannte Reihenfolge spiegelt sich auch haeufig bei der Entwicklung eines Gitarristen wieder: mit das erste was ausgetauscht, ergaenzt wird, ist die Vorstufe (bzw. das Geraet, das die Verzerrung macht), dann wird mal schnell ein Tonabnehmer ausgetauscht. Andere tauschen hier auch schonmal die Saitenstaerke, wobei das so weit "vorne" passiert, weil es nicht viel kostet.

    Neue Boxen (oder eben der Austausch des Combos gegen ein Topteil) sind dann haeufig der naechste Schritt, oefter dann auchmal mit einem Wechsel der Endstufentechnik.

    Hat man das alles hinter sich, werfen viele auchmal ein Auge auf ihre Kabel :)


    Aber das ist nur meine Meinung :)
     
  6. AndreasW

    AndreasW Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #6
    :confused:
    Ich denke du unterschätzt die Mikrofonwahl und die Anordnung bzw. die Aufstellung der Mikrofone gewaltig.
    Wirf mal ein Auge und besonders zwei Ohren auf diese Seite:
    http://www.bandido-music.ch/Guitar_MIX2.htm

    Wobei der Amp natürlich den Grundcharakter vorgibt und die Box das ganze "formt".
    Nur wie gesagt, es ist ein sehr großer Unterschied ob Mirko X auf die Mitte des Speakers zeigt, oder ob du Mikro X oder Y an den Rand bringst.
    Der Sound ändert sich gewaltig.

    Den ganzen im Eingangspost genanten Faktoren eine prozentuale Gewichtung zu geben finde ich sehr schwierig. Vielleicht sogar schon fraglich.
    Ich meine falls ein Glied dieser langen Kette "völlig" aus dem Rahmen fällt.
    ist das Ergebnis, trotz der ganzen anderen guten Glieder, wohl eher als schlecht einzustufen.
    Was bringt es z.B. wenn du eine "gute Gitarre" hast, die Saiten auf dieser aber schon ein Jahr in Benutzung sind.
    Was hat nun einen größeren Anteil am daraus entstehenden Sound?


    Andreas
     
  7. Audax_Parvus

    Audax_Parvus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #7
    Sry Jungs aber mittlerweile habe ich das mit den Miks auch gecheckt....:( und das mit dem Studiostandart, diese Weisheiten habe ich aus diversen Musikläden und von den Aussagen diverser Musiker. Naja ob die mich jez zu 100 beschissen haben bleibt wieder ansichtssache....
     
  8. LennyNero

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    Erstellt: 14.07.07   #8
    Und das SM58 ist dann das Standardstudiogesangsmikro?


    Mag sein das beide Live sehr verbreitet sind, im Studio duerften beide nicht unbedingt zur ersten Wahl gehoeren.

    EDIT: http://www.k-faktor.com/standart/
     
  9. Audax_Parvus

    Audax_Parvus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #9
    Is ja jut Lenny ^^ STANDARD!!! Besser? ^^

    naja okay kann natürlich auch sein das ich da was in den falschen Hals bekommen habe oder was falsch verstanden habe...sollte man ja mal net außen vor lassen.

    Na okay lass ich mich von was besserem belehren...aber jez stellt sich die Frage was wär denn erste Wahl fürs Studio (OT aber mich interessierts)
     
  10. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #10
    Hauptfaktoren sind der Spieler und die Klampfe, alles andere lässt sich großzügig verstellen. Aber der eigentliche Sound kommt größtenteils aus den Händen des Spielers.
     
  11. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.07   #11
    und dann kommen meines erachtens erstmal die mitmusiker. das man im bandgefüge, also wenn endstufe, PA boxen und ein abnahme-mic von nöten sind, sich dann tatsächliche alleine über lange passagen als gitarrist hört, kommt doch nie vor.

    wer einen guten sound als gitarrist haben will, muss mit seinem basser viel zusammen an vielen reglern probieren.
     
  12. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.07.07   #12
    Die Bandtauglichkeit ist ein Manko vieler Gitarristen. Ich kenne einige, die mir Spieltechnisch Gnadenlos ueberlegen sind, aber wenn es darum geht mit anderen Zusammen zu spielen, dann bekomme ich teilweise das Grauen.... wenn dann auf der anderen Seite Musiker sind, die sich darauf einstellen koennen, dann klappt es ja wieder irgendwie, aber das kann es ja auch nicht sein.


    Entscheidend ist im Grunde: Dynamik und Sound kommen von der Buehne, dem Mann am Mischpult sollte nur noch die AUfgabe zufallen mal ein Solo hervorzuheben, den Hall herauszunehmen wenn eine Ansage gemacht wird und minimales korrigieren.
     
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