Wie altert eine Holzflöte?

gupjek
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Ich höre immer wieder, dass eine Holzflöte nunmal eine gewissen Lebenszeit hat. Das gibt Sinn für mich. Holz reagiert auf Schwankungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit und Blasinstrumente sind genau diesen zwei wechselnden Faktoren immer wieder ausgesetzt.
Dann höre ich aber auch immer wieder von Leuten die Instrumente spielen die mehrere Dekaden alt sind. Ich habe auch ein Video aus der Von Huene-Werkstatt gesehen in dem ganz kurz eine Contrabassblockflöte gezeigt wird, die in den 60ern gebaut wurde und zur Überholung in die Werkstatt kam.
Da frage mich schon, ja wie denn nun? Müssten die Flöten nicht alle hinüber sein? Was genau passiert mit einer Holzflöte wenn sie altert? Degeneriert die Stimmung der Töne zueinander, weil das Holz sich verzieht? Verschlechtert sich der Klang, weil das Labium arbeitet oder sich sonstwie abnutzt?
 
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Flöten sind aus total verschiedenen Hölzern gemacht, was sich auf die Lebensdauer auswirkt. Wenn Einflüße starke Benutzung und schlechte Pflege außer Acht läßt ergeben sich allein daraus schon krasse Unterschiede. Hölzer wie Ebenholz, Palisander und Grenadill sind sehr feuchteresistent und schwinden wenig, auch die Labien halten ewig. Ich habe viele Flöten aus diesen Hölzern die in den 30er Jahren hergestellt wurden und praktisch wie neu sind. Bei Hölzern die stark schwinden verändert sich die Stimmung, das kann man aber korrigieren. Bei stark bespielten Instrumenten aus weicheren/empfindlicheren Hölzern kann, besonders bei schlechter Pflege und Lagerung, das Labium tatsächlich Schaden nehmen und auch Verzug ist möglich. Ausserdem ist bei Blockflöten der Block irgendwann nicht mehr zu gebrauchen und muß erneuert werden und es kann Schimmel auftreten, den man zwar chemisch abtöten kann aber das lohnt sich eigentlich nur bei herausragenden Instrumenten. Ansonsten gibt es in Musen Jahrhunderte alte Flöten die noch brauchbar sind.
 
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Meine beste Sopranflöte ist beinahe 45 Jahre alt, noch immer perfekt intoniert und einwandfrei in Ordnung. Nur ein Kork ist mal "zerbröselt", den habe ich mit Zwirn ersetzt.

Ich denke mal, wenn man die Blockflöten nicht zu nass/trocken/warm/kalt aufbewahrt und einigermaßen pflegt, dann können die kerngesund uralt werden.

Meine o.g. Sopran lag sogar knapp vierzig Jahre unbespielt in der Schublade, unter nicht immer idealen Bedingungen, und wurde in der Zeit nie geölt.
 
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Die Lebensdauer hängt wohl direkt von der Intensität der Benutzung ab. Wenn die Flöte täglich stundenlang nassgespielt wird, quittiert sie eher den Dienst als wenn man die Spielzeiten beschränkt und ihr Zeit zum Trocknen gibt. Deswegen benutzen viele Spieler Kunststoffflöten zum Üben da diese von Feuchtigkeit nicht angegriffen werden.
 
Danke für eure Antworten. Und Danke @diatoner für die Details.
 

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