Wie bekommt man diese Brillianz in seine Aufnahmen???

von QOTSA_Lover, 22.11.05.

  1. QOTSA_Lover

    QOTSA_Lover Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #1
    Mich würde mal interessieren wie man diese Brillianz der prof. CD-Produktionen in seine AUfnahmen bekommt? Was wir in diesen riesen Studios verwendet, damit alles so brilliant und gestochen scharf klingt???

    Außerdem sind meine Aufnahmen immer etwas leiser und dumpfer als solche Referenz-Songs. Woran liegt das und wie (wenn überhaupt möglich) kann man als normal sterblicher dem Abhilfe schaffen???
     
  2. watergate

    watergate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #2
    Die nehmen hunderte von Aufpush-geräte her, wie Compressoren, Preamps,Effekte usw, die sich kein normaler Mensch leisten kann^^
     
  3. Gast 23432

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    Erstellt: 22.11.05   #3
    Ups, jetzt war watergate schneller, aber auch richtig!

    Hi,
    so ganz viel weiß ich nicht dazu, nur das es sehr stark von den Mikros abhängt.
    Neumänner sind derartig analytisch und präzise, das ist schon unklar, was die alles hören.
    Meine Erfahrungen stammen allerdings nur von Assistenzarbeiten bei den "Großen". Selber hab ich auch nur "normale" Mic's.
    Und dann noch entsprechende Software dazu - zu astronomischen Preisen, so um 250.000€ rum....

    Deine Aufnahmen sind leiser als...? Ich frag jetzt mal ganz dumm: schon mal mit einem Kompressor rumprobiert?
    Und dumpfer...? Einen Exiter vielleicht einsetzen?
    Ich arbeite mit Samplitude, das geht eigentlich schon ganz gut.

    Vielleicht gibst Du erst mal ein paar konkretere Info's, welche Mikros, Aufstellung, Musikrichtung, sonstiges Equipment....
    Und manchmal (hab jetzt zwar grad kein passendes Beispiel zur Hand) machen auch die "großen Studios" ziemlichen Mist, besonders beim "digitally remasterd"!
    Da klingen dann die Höhen eher so wie Zischen....
     
  4. Musictoon

    Musictoon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #4
    Auch wenn du das ^^ am Ende gemacht hast, solche Aussagen hasse ich abgrundtief. ;)
    Ich habe schon vieles Mixdowns gehòrt, welche nur mit z.B. den Standardplugins von Cubase gemacht worden sind, und diese Klangen so was gut.

    Was ich sagen will: die Sachen klingen gut, weil der "Knòpfleindruecker" die Sache gut kann.
     
  5. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #5
    Ja, klar, die beste Technik allein nutzt nix, wenn der Typ an den Knöpfen taub ist :great:

    Andererseits kann einer, der's richtig drauf hat, mit wenig Zeugs 'ne tolle Aufnahme hinlegen! (aus Sch.... Gold machen, heißt das unter uns;) )
     
  6. *JEAN*

    *JEAN* Don Jean Guitars

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    Erstellt: 22.11.05   #6
    mastering ist eine arbeit die leider nicht mit nur ein plugin erledigt wird! da brauchste sehr viel erfahrung, können und das richtige material! an die lautsrärke von amtlichen cd's kommat mal alls hobbymucker selten ran!

    man soll das mastering nicht unterschätzen!!! nur weil diese die summe(n) bearbeiten......
     
  7. Gast 23432

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    Erstellt: 22.11.05   #7
    Und beileibe nicht nur die Summen!!!!!!!
     
  8. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.05   #8
    Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt liegt an der Abhöre und der Raumakustik. Mit PC-Brüllwürfeln (Zitat lemursh :great: :D ) wird auch ein Profi kein solch geiles Ergebenis erzielen, als wenn er in einem dafür optimierten Raum sitzt und ne Abhöre drinnen stehen hat, die extra in die Wand eingelassen wurde und dazu noch mehrere tausende Euronen gekostet hat - das ist auch im Homerecordingbereich sehr wichtig. Man sollte schon darauf achten optimale Verhältnisse zu schaffen um überhaupt das Klangbild maßgeblich beurteilen zu können ... man kann schließlich nichts mischen das man nicht hört.

    Grüße

    Manuel
     
  9. Erdie

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    Erstellt: 23.11.05   #9
    Eine Frage hätte ich mal:
    Warum ist die Lautstärke immer das Maß aller Dinge? Wenn die CD leiser ist, dann dreh ich eben die Laustärkeregler mehr auf, und? Ist doch gut, dann hat die Mucke wenigstens mehr Dynamik, das vermissen ich sowieso auf den meisten "professionellen" Aufnahmen.

    Erdie
     
  10. DeathMetal

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    Erstellt: 23.11.05   #10
    Seit man herausgefunden hat, dass Lautstärke mit "gut" assoziiert wird ist Lautheit scheinbar das Maß aller Dinge geworden. Der Radiosender, der am lautesten sendet hat meist gewonnen ... genau deshalb - besonders im Pop-Bereich ist das so. Ein Beispiel: Wenn du zu Hause fernsehschaust und das mit normaler Lautstärke und dann auf einmal die Werbung kommt musst du um einiges zurückdrehen ... rate mal woher das kommt :D ja genau! Laut = Gut (diese Meinung teile ich nicht ...) - hör` dir mal Pink Floyd und Red Hot Chilli Peppers an ... der RMS-Pegel liegt bei Pink Floyd ca. bei - 22db ... bei Red Hot Chilli Peppers irgendwo bei - 7db ... wenn du nun gemütlich RHCP hörst und danach mit selber Lautstärkeregelung dir Pink Floyd reinziehst dann hörst du nix mehr ... damals stand Dynamik noch vor Lautheit ... heute ist das umgekehrt!

    Grüße

    Manuel
     
  11. Erdie

    Erdie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.05   #11
    Ja, ich bin da Deiner Meinung, meine Frage war auch eher rethorisch zu verstehen. Aber Du sprichtst mir aus der Seele. Ich frage mich, ob dieser Trend sich mal wieder wandeln wird. Zumindest wir als Hobbyrecordler können es doch so machen, wie es uns gefällt ..
     
  12. Gast 23432

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    Erstellt: 23.11.05   #12
    Da bin auch der Meinung (so), laut ist weder gut und schon gar nicht schön....
    Ja, als Hobbyrecordler (was ist das denn?, netter Ausdruck! Find ich gut, irgendwie...) da kannst Du Dir Deine Musik so mischen, wie es Dir gefällt. Und ein paar Bekannten wird es sicher auch so gefallen, das ist gut so. Aber die breite Masse, die ist versaut (sry für dieses Wort!). Die kennen es von Rundfunk un TV nicht anders, viele Kauf-CD's sind auch schon so kaputtgemacht (digitally remastert ist da ein großes Reizwort!)- da höre ich doch lieber eine gute alte Schallplatte! Natürlich nur auf einem halbwegs guten Laufwerk mit einem etwas besseren Entzerrerverszärker!
     
  13. Chriz Biz

    Chriz Biz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.05   #13
    die brillianz liegt im mastering, im high end equipment (mics, ad/da converter, welche pre-amps) und hauptsaechlich in der erfahrung des engineers..

    letzteres wird heutzutage leider oft unterschaetzt und somit kommen wir dann zu hochkomprimierten aufnahmen, die viel zu laut sind und viel zu viel von ihrer dynamik verloren haben (wie oben schon erwaehnt: fuer viele leute ist laut gleich gut!)


    ich mag digitale medien so oder so nicht..
    die 44.1 kHz (16 bit) von stereo CD's covern zwar eigentlich ueber das komplette akustische spektrum, das der mensch hoeren kann (ca. 16Hz bis 20kHz.. somit hat man bei den 44.1 kHz bei einer stereo CD die theoretische maximalbandbreite von 2 mal 20.5 kHz was das spektrum wie gesagt theoretisch komplett abdecken sollte), jedoch kommt bei vinyl noch etwas streuwirkung vom subbass bereich rein, die den klang einfach waermer und voller macht (jetzt mal von der verzerrung in gewissen frequenzbereichen abgesehen)
     
  14. MVS

    MVS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.05   #14
    Womit wir (oder ich zumindest) wieder bei der Feststellung wären, dass ... na ja, ich werde jetzt nicht über MusikKONSUMENTEN herziehen, die können ja nichts für ihre Verblödung.

    Schlecht komprimiert ... jaja, da fällt mir doch sofort "Home" von Simply Red ein. Deren frühere Studioproduktionen glänzten eigentlich immer durch eine hervorragende (Ton)Qualität. Home klingt zwar sehr inspiriert, aber leider technisch nicht gerade überzeugend.

    Selbes: Rialto, von Laura Veirs. Wer da die Gitarren verarbeitet hat, sollte erschlagen werden.

    Da freue ich mich immer, wenn ich Namen wie Bob Ludwig, Bob Clearmountain oder Kevin Killen im Booklet einer CD lese. Da weiß ich, dass sich das Ergebnis WIRKLICH gut anhören wird. Man könnte fast sagen, man könnte ein Fan von Ludwig oder Clearmountain sein, statt der Künster/innen, die sie mixen/mastern.
     
  15. Erdie

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    Erstellt: 24.11.05   #15
    Habt Ihr mal "Made in heaven" von Freddy Mercury gehört? Also die CD klingt als ob der Tontechniker besoffen oder taub oder beides gewesen sein muß. Die Stimme von Freddy ist dermaßen schrill, es tut weh - es tut WIRKLICH weh, schon bei moderaten Lautstärken. Ich kann mir die CD nicht anhören, sie ist wertlos für mich obwohl ich die Musik sonst gut fände. Eure Meinung dazu würde mich interessieren.

    Erdie
     
  16. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.05   #16
    Queen haben schon immer ihren eigenen "Touch" gehabt was Produktionen anbelangt und es ist fast vermessen zu sagen, dass die Produktion "schei.e" ist ... natürlich ist vieles Geschmackssache, aber das würde ich nun nicht unbedingt als schlechtes Produkt abtun ... was genau stört dich daran. Die Stimme besitzt nicht die gewohnte Präsenz von Freddy, ja da hast du recht, ich denke aber, dass das damit zu tun hat, dass es letztendlich auch als letzte !!! Pop-Scheibe !!! angekündigt wurde und man sich diesen Gegebenheiten einfach angepasst hat. Mit Reverb wurde sicherlich nicht gespart, aber ich gehe mal davon aus, dass dies mit Absicht so produziert wurde ...

    Grüße

    Manuel
     
  17. Nav

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    Erstellt: 24.11.05   #17
    1. Raum schaffen durch frequenztechnisches Abgrenzen
    2. In fast allen Kanälen (außer Bass und Bassdrum) gleich mal einen Hochpaßfilter setzen, damit der Bass untenrum atmen kann
    3. Nicht totkomprimieren, den Kompressor entweder zu technischen Korrekturen oder für vereinzelte, extreme Klangänderungen künstlerischer Natur einsetzen - und nicht, weil er da ist
    4. Selbiges gilt für den EQ
    5. Auch auf den Reverb achten. Ein Reverb pro Mischung ist definitiv zu wenig! Außerdem muß die Qualität des Reverbs hoch sein.
    6. Gute, passende Mikrofone und hochwertige Preamps verwenden
    7. Gute Wandler einsetzen
    8. Bei hoher Lautstärke (> 85 dB!) abhören - sonst kann man den Frequenzgang nicht beurteilen
    9. Alle 2 Stunden mindestens eine halbe Stunde Pause machen

    Wenn mir nochwas einfällt, werde ich es sagen
     
  18. Erdie

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    Erstellt: 24.11.05   #18
    Hallo Manuel,
    die Stimme von Freddy klingt absolut unnatürlich schrill, wirklich pervers schrill, so als ob man den Höhenregler an der Stereoanlage voll aufgedreht hat und der Hochtöner fast am Ende ist. Und glaube mir, ich habe gute Lautsprecher, daran liegt es nicht. Von mangelnder Präsenz kann man da nicht reden, eher von penetranter, überzogener oder evtl falscher Präsenz. Wenn das Absicht ist, na dann, gute Nacht oder ich bin für sowas zu alt, kann auch sein. Nicht von ungefähr höre ich kaum noch Pop, meistens Klassik. Aber nicht weil ich Pop nicht mag. Wenn das so klingt wie die besagte CD, dann ist das eine Tortur für die Ohren, kein Musikgenuss.

    Erdie
     
  19. DeathMetal

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    Erstellt: 24.11.05   #19
    Hallo Nav,

    mich würde das Thema "Wandler" näher interessieren, da ich mich damit eigentlich noch nicht wirklich beschäftigt habe. Inwiefern sind Wandler für mich wichtig, vorausgesetzt ich recorde über ein ausgezeichnetes Interface? Wie sieht überhaupt der Signalweg aus, wenn ich z.B. ne Gitarre recorde und in`s Mischpult gehe (unten stehend -> Soundcraft Spirit Auto 24/8) und danach in das Audio-Interface ... sorry für die etwas konfuse Fragestellung, aber ich hab` davon keine Ahnung ...

    Grüße

    Manuel
     
  20. Nav

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    Erstellt: 24.11.05   #20
    Auch Dein Audiointerface enthält Wandler. Und genau auf DIE kommt es dann an.

    Das mit den externen Wandlern (z.B. von Apogee) ist ja auch ganz nett, aber für unsereins sicher ein Overkill.

    Ich (auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen) empfehle im Homerecordingbereich die Verwendung von RME - Interfaces. Damit flutscht es! :)
     
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