Wie funktioniert das Musizieren miteinander?

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Hey an die Leser,

einige Freunde und ich wollten spontan eine Band gründen, Proberaum und co. sind etwa nächstes Jahr geregelt. Soweit ich weiß hat außer einem, der in der Schulband in der Rhythmusgruppe ist, keiner Erfahrung in einer Band, wobei er auch nur das spielt, was ihm die Lehrerin vorsetzt.
Heute haben ne Freundin und ich versucht aus Spaß zu jammen, sie am Piano, ich an der Gitarre, hat natürlich nicht funktioniert. Well, am Ende hat sie irgendwie ein Solo gehalten und ich kleine Noten aus der Tonleiter runtergeträllert(hat übrigens nicht allzu gut geklungen).
Daraus habe ich nun den Schluss gezogen, das ich absolut keine Ahnung habe, wie man mit anderen Leuten musiziert, abgesehen davon, dass ich keine Noten hatte und sonstiges. Hab dies bereits auch schon mit Backingtracks versucht, klang auch recht schepp, das Tempo war übrigens laut Tablatur korrekt.

So nun die Frage,
wie musiziere ich gemeinsam mit anderen Leuten, ich bin mir sicher dass es Spaß machen würde, wenn ich bloß wüsste wie man das anstellt. Übrigens ist mir bewusst, dass man beim Musizieren mit anderen Leuten die Stimmen in Rhythmus, Bass, Melodie und co. aufteilt.
ABER ich habe weiterhin keine Ahnung wie diese Aufteilung vorgenommen werden soll, was ich dann bei was spielen muss und wie ich was spiele ohne Noten, da in den meisten Fälle keine Noten im Internet für ganze Bands stehen. Gibt dafür natürlich keine Universallösung, aber vielleicht habt ihr ja Ansätze wie ich an die ganze Sache rangehen soll.

Bedanke mich hiermit schonmal für die Antworten!
 
Eigenschaft
 
Wie wärs mit HÖREN...??

Wahrscheinlich spielt ihr zu Beginn eh keine hochkreativen eigenen Kompositionen, sondern spielt irgendwas nach, was es schon gibt.

Also hinsetzen und HÖREN was da gespielt wird, von welchem Instrument es gespielt wird, wie es gespielt wird - wenn möglich das Gehörte notieren und dann ÜBEN. Zunächst mal jeder für sich, dann gemeinsam.

Die Welt kann so einfach sein.
 
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An das Hören versuche ich mich momentan dran, wobei ich da auch keine großen Fortschritte machen. Das einzige was ich meist raushören kann, ist die Melodie. Was die z.b. die Gitarre da alles macht, keine Ahnung. Weiß auch nicht ganz recht wo ich da anfangen soll mit dem Trainieren des Gehörs abgesehen vom "einfachen" Zuhören an dem ich ja zurzeit versuche, schaue mich da aber mal im Gehörbildungsbereich um und hoffe da eventuell Fortschritte zu machen. Ohne das Gehör zu trainieren komme ich wohl ansonsten nicht weit.
 
Ohne das Gehör zu trainieren komme ich wohl ansonsten nicht weit.
Man kann auch miteinander reden.
Ich kann Songs überhaupt nicht raus hören und komme trotzdem in der Band gut zurecht.
Ich frage einfach den Gitarristen, es was spielst du da und er sagt mir ganz einfach: F A G und A A# F und schon kann ich mitspielen.

Dann schau ich in welcher Tonart der Song ist und kenne entsprechend schonmal den Spielraum, in dem ich nicht viel falsch machen kann.
 
Moin!

Welche Instrumente habt ihr zur Verfügung?
Und welcher Musikstil soll es werden?

Ansonsten:
1. Bluesschema ist für den Einstieg nicht verkehrt. Oder eben irgendwelche Pop/Rock-Hits, zu denen man hinreichend Noten oder Leadsheets im Internet findet.
2. Wenn, wie im genannten Beispiel, Klavier und Gitarre zusammen jammen, dann würd eich empfehlen, dass genau einer von beiden Melodie oder Solo spielt, der andere Akkorde.
3. Wichtig ist, einen gemeinsamen "Groove" zu finden; besonders für Bass/Drums, denn das ist das Fundament, das den anderen Musikern Halt gibt. Wenn weder Bass noch Schlagzeug dabei sind, kann Klavier oder Gitarre den Groove übernehmen.
4. In jedem Fall: aufeinander hören!
 
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Das einzige was ich meist raushören kann, ist die Melodie. Was die z.b. die Gitarre da alles macht, keine Ahnung. Weiß auch nicht ganz recht wo ich da anfangen soll mit dem Trainieren des Gehörs
Die Melodie heraus zu hören ist schon mal nicht schlecht.
Für das Zusammenspiel geht es in erster Linie aber gar nicht so sehr um die genauen Töne, die z.B. der Gitarrist in der Aufnahme bei seinem Solo spielt. Für das Zusammenspiel ist das Nachvollziehen der Struktur wichtiger. Also: wer spielt wann, wann spielen alle zusammen, wann pausieren einzelne Instrumente oder nehmen sich ganz zurück, was spielen Bass+Keyboard wenn die Gitarre ein Solo hat, wie passt sich die Band der Sängerin/dem Sänger an usw.
Das Schlimmste ist, wenn alle einfach immer drauf los spielen, das endet ganz schnell in einem undefinierbaren und langweiligen Klangbrei.

Hört also aus guten Aufnahmen die Struktur heraus, dann bekommt ihr eine Ahnung, was wann und wie zu tun ist.
Letztlich geht es also in die Richtung einer Art Arrangement. Das muss aber nicht notiert sein, man kann es einfach absprechen, wenn man erst mal eine Idee von Struktur und Form hat. Sehr erfahrene Bands können das dann schließlich auch spontan.

Man kann auch mal suchen, ob es in der Gegend erfahrene Musiker gibt, die euch mal bei ein paar Proben "coachen", also euch anleiten (normalerweise gegen Bezahlung natürlich). Manche Musikschulen bieten so etwas auch an.
 
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Schnapp dir doch einfach ein oder zwei Songs, die ihr spielen wollt, organisiert euch zumindest mal tabs/ Chords und den Text, setzt euch zusammen und hört das Stück an, legt klare und für jeden verständliche Schemate/ Abläufe fest, und übt dann das ganze jeder für sich, getrennt zuhause und setzt euch dann erst mal zusammen und beginnt langsam.
Ihr seid jetzt eine Band und keine Solisten mehr, ihr müsst lernen welche Aufgabe wer in der Band hat und auch erkennen wo eure schwächen und stärken liegen und das klappt nur durch strikte Abläufe und durch üben, üben und noch mehr üben.
Habt ihr Bass und Drums in der Band, dann sollten diese gerade bei den ersten Songs die ihr als Band gemeinsam spielt ein ordentliches Rhythmisches Fundament schaffen.
Spart euch auch für den Anfang erstmal virtuose Soli (außer ihr seid ne Jazz-kombo.... da gehts wohl fast nicht anders....), mit einfachen Sachen anfangen und sich langsam steigern, bis ihr euch alle musikalisch näher kennt und auch den anderen einschätzen könnt.

Und wenn die einfachen Songs klappen, dann kann man sich steigern, ich habe die Erfahrung gemacht, das solche Projekte häufig an keiner / zu wenig Strukturierung scheitern.
Also auf einen Notensatz/ eine Tonart, Tempo und Rhythmusschema festlegen.

Wünsche euch viel Glück und Grüße
Stephan
 
Ich kann meinen Vorrednern bzw. -schreibern nur zustimmen. MITeinander Musik machen ist halt doch was Anderes, als alleine vor sich hinklimpern oder zu einem Backing Track spielen. Vielleicht noch ein Hinweis: bei einem Song gibt es Informationen, die alle betreffen, und Informationen, die "nur" einzelne in der Band betreffen. Dass der Sänger sich den Songtext draufschaffen muss, klar, für den Drummer ist das eher nebensächlich. Wichtig ist jetzt, dass die Infos "für alle" einheitlich vorliegen. Und das ist vor allem die Songstruktur. Wir haben das für meine Band so gelöst, dass ich für jeden Song, den wir zumindest mal ausprobieren, eine Art Struktur-Sheet erstelle. Kein Lead Sheet im klassischen Sinn, sondern ein Blatt, in dem die einzelnen Songteile draufstehen, plus Länge der Teile in Takten sowie Start des einzelnen Teils in Minuten/Sekunden (ist für unseren Drummer wichtig). Ach ja, bpm sind auch noch drauf. Und eine Spalte "Bemerkungen", da kann dann jeder Einzelne die Zusatz-Infos reinschreiben, die für seinen/ihren Part wichtig sind.

Warum das Ganze? Wir haben bei uns die Erfahrung gemacht, dass unterschiedliche Musiker unterschiedlich vorgehen. Einmal meinte unser Sänger, "wenn ich das und das singe, muss das Schlagzeug langsam lauter werden". Nur: unser Drummer achtet nicht auf den Text. Für ihr war die Information viel wichtiger, dass nach den acht Takten der 3. Strophe vier Takte Übergang zum Refrain kommen, während der er lauter werden soll ... und dass dieser Übergang im Song bei 2 Min. 24 Sek. beginnt. Und damit man bei solchen Dingen "die gleiche Sprache spricht", ist es wichtig, dass nicht jeder die Songstruktur für sich selber heraustüftelt, sondern dass dies nur einer für alle macht. Kann derjenige sein, der den Song vorschlägt, oder aber ein Bandmitglied kriegt diese Aufgabe fest aufs Auge gedrückt (war bei mir der Fall). Denn: wo bei dem Einen die erste Strophe aufhört, fängt bei dem Anderen die Bridge noch lange nicht an ... und die Bridge heißt dann beim Drummer Übergang, beim Sänger Pause, beim Rhythmusgitarristen Interlude, usw. usf..

Und noch ein Tipp: einigt euch bei einem Song, welche Version ihr verwendet. Am besten einen Youtube-Link o.ä. miteinander teilen, damit ihr alle tatsächlich die gleiche Basis habt. Ist einfach blöd, wenn der Gitarrist das Solo aus der Liveversion des Songs spielt, und der Drummer haut mittendrin sein Fill rein, weil die Albumversion an dieser Stelle bereits mit dem Solo durch ist ...

Und zum Abschluß der wichtigste Hinweis: spielt MITeinander, nicht NEBENeinander oder gar GEGENeinander ...

Bässte Grüße

MrC
 
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Ich habe 10 Jahre Banderfahrung, und kann auch etwas beisteuern:

Als erstes trifft man sich, schaut sich die spielerischen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder an. Der schlechteste Spieler bestimmt dann, was zu Beginn der Bandkarriere gespielt wird. Es bringt nichts, wenn das Schlußlicht Material vorgesetzt bekommt, das es in 10 Jahren nicht spielen kann. Es gibt soviele Songs, die auf nur 2 oder 3 Akkorden bestehen und wirklich geil zu spielen sind, z.B. von BJH "Hymn" oder "Knocking on Heavens Door." Ist die Meute nicht ganz unbeleckt, kann man das Bluesschema probieren... Sollte der Drummer nicht so fit sein, reichen 4/4-Takte völlig aus, und wenn er sich traut, mal einen Doppelschlag auf der Snare als Break.

So tastet man sich langsam an komplizierte Sachen heran. Wichtig ist, sich Stücke auszusuchen, die ALLE spielen wollen, sonst sind Querelen vorprogrammiert. Noch wichtiger ist, über Fehler der anderen hinwegzusehen, die machen sie, garantiert. Stücke/Melodien werden daheim geübt, in der Probe wird nur am Zusammenspiel gefeilt. Nicht vergessen, jeder hat mal einen schlechten Tag. Sollten sich die schlechten Tage allerdings häufen, sollte man über ein neues Mitglied nachdenken. Bei uns hieß es: Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. So haben wir auch schon kurz vor einem Auftritt den Drummer an die frische Luft gesetzt und ich durfte dann 4/4 auf der Schießbude "spielen", obwohl ich noch nie getrommelt habe. Hat leidlich ohne Breaks und Spirenzchen funktioniert, denn einen einfachen Bum-Tschack habe ich damals schon hinbekommen. Von den Breaks reden wir lieber nicht, die haben nie gepaßt.... :) und wurden mir auch nach den ersten Proberaumerfahrungen STRIKT VERBOTEN!!!!

Je öfter geprobt wird, desto besser, aber: Die Probenzeit ist zu wertvoll, um sie mit Schmusereien, Saufereien, Kifferorgien oder ähnlichem zu verschwenden. Das kann NACH der Probe stattfinden, nie vorher. Früher habe ich einmal den Fehler gemacht, (ist verjährt, kann ich deshalb jetzt ruhig beichten), vor der Probe einen Joint kreisen zu lassen, dannach lag die gesamte Bande auf der Couch und hat vor sich hingeschnarcht....
 
Man kann auch miteinander reden.
Ich kann Songs überhaupt nicht raus hören und komme trotzdem in der Band gut zurecht.
Ich frage einfach den Gitarristen, es was spielst du da und er sagt mir ganz einfach: F A G und A A# F und schon kann ich mitspielen.

Dann schau ich in welcher Tonart der Song ist und kenne entsprechend schonmal den Spielraum, in dem ich nicht viel falsch machen kann.

Problematisch, dass ich der Gitarrist bin und nicht weiß was ich genau spielen soll. Meistens kann man die Akkorde im Internet finden, aber ich kann die ja schlecht einfach immer durchgehend strummen. Im Prinzip weiß ich in dem Falle nicht, wie ich was spielen soll. Da wir noch nen zweiten Gitarristen haben, habe ich dann noch das Problem, dass ich umso weniger weiß ich was spielen soll, da einer schon die Akkorde spielt.

Moin!

Welche Instrumente habt ihr zur Verfügung?
Und welcher Musikstil soll es werden?

Ansonsten:
1. Bluesschema ist für den Einstieg nicht verkehrt. Oder eben irgendwelche Pop/Rock-Hits, zu denen man hinreichend Noten oder Leadsheets im Internet findet.
2. Wenn, wie im genannten Beispiel, Klavier und Gitarre zusammen jammen, dann würd eich empfehlen, dass genau einer von beiden Melodie oder Solo spielt, der andere Akkorde.
3. Wichtig ist, einen gemeinsamen "Groove" zu finden; besonders für Bass/Drums, denn das ist das Fundament, das den anderen Musikern Halt gibt. Wenn weder Bass noch Schlagzeug dabei sind, kann Klavier oder Gitarre den Groove übernehmen.
4. In jedem Fall: aufeinander hören!
Wir haben momentan Vocalist, 2 Gitarristen, Bassist, Keyboarder und einen Schlagzeuger und der Stil ist wahrscheinlich eher im Pop Bereich.
Zum Punkt 2, wie genau spielt man dann die Akkorde, heißt gebrochen spielen,nur einzelne Töne davon, kurz, lang, schnell, langsam, wenn in dem Stück z.b. kein Keyboard oder sonstiges dabei ist, muss man das irgendwie selbst "erfinden"?


Die Melodie heraus zu hören ist schon mal nicht schlecht.
Für das Zusammenspiel geht es in erster Linie aber gar nicht so sehr um die genauen Töne, die z.B. der Gitarrist in der Aufnahme bei seinem Solo spielt. Für das Zusammenspiel ist das Nachvollziehen der Struktur wichtiger. Also: wer spielt wann, wann spielen alle zusammen, wann pausieren einzelne Instrumente oder nehmen sich ganz zurück, was spielen Bass+Keyboard wenn die Gitarre ein Solo hat, wie passt sich die Band der Sängerin/dem Sänger an usw.
Das Schlimmste ist, wenn alle einfach immer drauf los spielen, das endet ganz schnell in einem undefinierbaren und langweiligen Klangbrei.

Hört also aus guten Aufnahmen die Struktur heraus, dann bekommt ihr eine Ahnung, was wann und wie zu tun ist.
Letztlich geht es also in die Richtung einer Art Arrangement. Das muss aber nicht notiert sein, man kann es einfach absprechen, wenn man erst mal eine Idee von Struktur und Form hat. Sehr erfahrene Bands können das dann schließlich auch spontan.

Man kann auch mal suchen, ob es in der Gegend erfahrene Musiker gibt, die euch mal bei ein paar Proben "coachen", also euch anleiten (normalerweise gegen Bezahlung natürlich). Manche Musikschulen bieten so etwas auch an.

Wie genau sollen wir ohne Notierung wissen, was wir spielen(abgesehen vom Hören)? Bin mir zwar nicht sicher, ob die anderen Mitglieder das können, aber ich kann das nicht oder wüsste nicht wie. Ggf. sind die Instrumente dann ja auch nicht im Stück vorhanden, wodurch man ja praktisch was eigenes kreieren muss und da stellt sich mir die Frage, wie geht das?
 
Problematisch, dass ich der Gitarrist bin und nicht weiß was ich genau spielen soll. Meistens kann man die Akkorde im Internet finden, aber ich kann die ja schlecht einfach immer durchgehend strummen. Im Prinzip weiß ich in dem Falle nicht, wie ich was spielen soll. Da wir noch nen zweiten Gitarristen haben, habe ich dann noch das Problem, dass ich umso weniger weiß ich was spielen soll, da einer schon die Akkorde spielt.
Naja, bei zwei Gitarristen ist es natürlich blöd, wenn beide das gleiche spielen. Aber gerade im Pop bereich solltest du doch auch schon fertige Sätze für 2 Gitaristen finden, damit du /ihr mal ein Gefühl bekommt, was so möglich ist. Man könnte ja auch z.B. die selben Chords nur oktaviert spielen, sprich einer normal und einer halt ne oktave höher, halt mit unterschiedlichen, sich aber ergänzenden Strummingpattern... oder einer Powerchords der andere normal.
Meiner Meinung nach wäre das ein vernünftiger und doch recht einfacher Anfang.

Wir haben momentan Vocalist, 2 Gitarristen, Bassist, Keyboarder und einen Schlagzeuger und der Stil ist wahrscheinlich eher im Pop Bereich.
Zum Punkt 2, wie genau spielt man dann die Akkorde, heißt gebrochen spielen,nur einzelne Töne davon, kurz, lang, schnell, langsam, wenn in dem Stück z.b. kein Keyboard oder sonstiges dabei ist, muss man das irgendwie selbst "erfinden"?
Klingt nach einer Besetzung aus der sich was machen lässt.


Wie lange spielst du denn schon Gitarre? Bzw. wie ordnest du dich ein und wie gut ist euer zweiter Gitarrist, hat er vielleicht Ideen?
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Wie genau sollen wir ohne Notierung wissen, was wir spielen(abgesehen vom Hören)? Bin mir zwar nicht sicher, ob die anderen Mitglieder das können, aber ich kann das nicht oder wüsste nicht wie. Ggf. sind die Instrumente dann ja auch nicht im Stück vorhanden, wodurch man ja praktisch was eigenes kreieren muss und da stellt sich mir die Frage, wie geht das?

Das mit dem selbst kreieren/ Eigeninterpretationen würde ich für den Anfang lassen.

Sucht euch Songs die auf eure Besetzung passen und sucht nach Noten/Chords.
Hier müsstest eigentlich was finden, halt auf die Tonart achten (ich hoffe das du Genug Musiktheorie beherrschst um Sätze im Notfall anzupassen)
https://musescore.org/de
https://www.ultimate-guitar.com/

Grüße
Stephan
 
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Wie lange spielst du denn schon Gitarre? Bzw. wie ordnest du dich ein und wie gut ist euer zweiter Gitarist, hat er vielleicht Ideen?

Ich spiele etwa seit 5-6 Jahren Akustikgitarre und bin daher recht neu an der E-Gitarre. Einschätzen würde ich mich als unteres Mittelmaß, heißt ich beherrsche die Grundlegenden Techniken und auch einige Percussion Techniken(das funktioniert wohl nicht auf der E-Gitarre), wobei die meisten aus dem Fingerstyle Bereich sind. Ohne Noten oder Tablaturen geht bei mir mir momentan aber nicht viel bis gar nichts, heißt wenn ich Akkorde sehe fange ich schon an zu verzweifeln, da ich wie gesagt nicht weiß wie ich was spiele. Habe mich da wahrscheinlich zu sehr an die Tablaturen und co. geklammert.
Der andere Gitarrist spielt seit etwa 3 Jahren und kann soweit ich weiß auch ohne Tablaturen und co. nicht allzu viel. Gehört habe ich ihn schon paar mal, darum würde ich ihn im Punkt Technik auch etwa ins Mittelmaß stufen.


Das mit dem selbst kreieren/ Eigeninterpretationen würde ich für den Anfang lassen.
Das klingt nach einem Plan! Aber auch rein aus Interesse, wie genau geht das?
 
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Das klingt nach einem Plan! Aber rein aus Interesse, wie genau geht das?


Eigentlich ganz simpel..... einfach stur und originalgetreu nachspielen.

Ich spiele etwa seit 5-6 Jahren Akustikgitarre und bin daher recht neu an der E-Gitarre. Einschätzen würde ich mich als unteres Mittelmaß, heißt ich beherrsche die Grundlegenden Techniken und auch einige Percussion Techniken(das funktioniert wohl nicht auf der E-Gitarre), wobei die meisten aus dem Fingerstyle Bereich sind. Ohne Noten oder Tablaturen geht bei mir mir momentan aber nicht viel bis gar nichts, heißt wenn ich Akkorde sehe fange ich schon an zu verzweifeln, da ich wie gesagt nicht weiß wie ich was spiele. Habe mich da wahrscheinlich zu sehr an die Tablaturen und co. geklammert.
Der andere Gitarrist spielt seit etwa 3 Jahren und kann soweit ich weiß auch ohne Tablaturen und co. nicht allzu viel. Gehört habe ich ihn schon paar mal, darum würde ich ihn im Punkt Technik auch etwa ins Mittelmaß stufen.

Im Endeffekt sind ja Chords auch nur Tabs (ich weiß, blöd formuliert) aber hier kannst du dir diese ja mal anschauen,
ein Normaler Dreiklang ist ja immer nur Grundton, Terz und Quinte nur kannst du hier ja schon variieren welches der tiefste Ton ist (lässt sich am Klavier leichter erklären) jetzt gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, Akkorde zu spielen du kannst eine Oktave hinzufügen oder eine septe, was halt passt, ich hoffe du verstehst worauf ich hinaus will. Ich will sagen du kannst einen F-Dur ja auf zig verschiedene weißen spielen und auch deine Abschläge ändern, nur vereinzelte Saiten anschlagen.

Ich glaube du solltest dich mal auf die suche nach einem Notensatz eines Songs für eine Band machen, bei dem wirklich alles niedergeschrieben ist (also Tabs für 2 Gitarren, Bass, Noten für´s Keyboard und auch vorgeben/ Notation für die Drums) damit du mal ein Gefühl für das ganze bekommst. Aber evtl. kanns dir ja ausm board noch wer sauber und schnell erklären ohne zu sehr in Musiktheorethische abgründe zu rutschen, aber ich weiß leider gerade nicht wie.

Oder dann halt Bücher:
mal ein Bsp.: https://www.thomann.de/de/schott_queen_best_oftranscribed.htm
https://www.thomann.de/de/hal_leonard_rock_band_3_pop_rock_hits.htm

sowas halt.

Grüße
Stephan
 
Z.B. spielt der eine Gitarrist sagen wir mal e-Dur als Akkord, der andere spielt Arpeggios in e-Dur. Oder der eine läßt den Akkord klingen, der andere spielt abgedämpfte Achtel dazu.

Und was die Bestimmung des Grundtones eines Dreiklanges betrifft, guck mal unter "1." "2." oder "3. Kadenz" nach. Und die Terz bestimmt, ob Dur oder Moll. Kleine Terz ist Moll, große Terz ist Dur.
 
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Zum Raushören: bei vielen, gerade älteren Aufnahmen hast Du oft den Effekt, dass die einzelnen Instrumente im Stereo-Panorama sehr deutlich nach links und rechts getrennt wurden. Ich hab' mir gerade mal "It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock'n'Roll)" von AC/DC angehört, da ist links der Part für die Rhythmus-Gitarre und rechts der Part für die Solo-Gitarre bzw. für Akzente (das Solo wird in dem Song von einem Dudelsack übernommen). In so einem Fall ist es wirklich leicht, die unterschiedlichen Spielweisen herauszuhören. Mit etwas Übung gelingt das aber bei vielen Bands.

Es muß ja auch nicht immer von BEIDEN Gitarren das verzerrte Brett über alle Saiten kommen. Bei Rammstein beispielsweise wird's gerne so gemacht, dass sich die beiden Gitarristen (Richard Z. Kruspe und Paul Landers) in verschiedenen Lagen des Griffbretts befinden und/oder ein Gitarrist den Powerchord auf den tiefen, der andere Gitarrist dagegen auf den hohen Saiten spielt. Das gibt in der Summe (!) trotzdem das fette Brett, aber eben kein Gematsche. Ganz wichtig: vorher untereinander abstimmen, wer wann was spielt. Auch hier helfen Vorbilder: wenn man sich bei Bands wie Deep Purple (git/keyb) oder Iron Maiden (drei (!) Gitarren seit 1999) die einzelnen Songs anhört, gibt es immer Passagen, bei denen es EINE Solo-Stimme gibt und sich die anderen Instrumente eher zurückhalten. (Okay, bei Deep Purple hat das nicht immer funktioniert ...) Und wenn ihr es dann noch schafft, euch in der Strophe zurückzuhalten, habt ihr auch noch einen glücklichen Sänger ...

Ansonsten ist der Einstieg "nach Anleitung", also z.B. mit Buch, eine gute Wahl. Bei UltimateGuitar gibt's auch eine Menge "offizielle" Tabs, die in aller Regel eine wirklich gute Qualität aufweisen und auch Spuren für zwei oder sogar mehr Gitarren haben. (Allerdings sind auch die offiziellen Tabs für Nicht-Gitarren nicht ganz fehlerfrei - sagt der gequälte Bassist ...)

Und vielleicht noch ein letzter Tipp für den Anfang: achtet auf euer Timing! Lieber etwas sparsamer arrangiert, dafür aber tight auf den Punkt, als mit dem Versuch, möglichst viel Gedöhns unterzubringen, Schiffbruch zu erleiden.
 
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Erstmal: Glückwunsch zur besten Idee der Welt - nämlich eine Band zu gründen. Das wird zu Beginn etwas schleppend, lasst euch nicht entmutigen!

Ergänzend zu dem, was schon geschrieben wurde: Ich würde die Ansprüche mal ganz nach unten schrauben. Nehmt zwei bis drei simple Songs, die ihr covern könnt, und dann macht erstmal jeder das, was er kann. Es geht ja nicht um originalgetreues covern, sondern darum, ein Gefühl für's miteinander Musizieren zu bekommen. Da ist erstmal... 5 € ins Bandkassenschwein... der Weg das Ziel.

Also:
Drums 'nen straighten 4/4-Beat
Bass Viertel oder Achtel auf den Grundtönen
...dann steht schonmal das rhythmische Grundgerüst.

Dann:
Die Gitarren schrubben die Akkorde. Erstmal beide gleichzeitig. Warum denn nicht? Wenn ihr das zu zweit in time schafft, seid ihr schon einen Schritt weiter. Und wenn sich einer traut, mal zu imoprovisieren, einen Akkord mal aufzulösen, mal den Anschlag zu verändern, ist der andere halt da und macht die Basis. Und ja, es wird am Anfang öfters mal schiefgehen und grausig klingen, und es ist egal.

Das schwerste vielleicht:
Der Gesang. Gott sei Dank ist bei Covern grob vorgegeben, was wann wie passieren sollte. Achtet bei der Songauswahl auch darauf, dass man's einfach singen kann. Also nicht "What's up" nehmen, weil es im grünen Liederbuch als erstes steht und nur drei Akkorde hat! Dennoch: Ich erinnere mich an mein "erstes Mal mit Mikro" (................... <= place your joke here). Das sind schon Welten zu unverstärkt in den Raum singen. Hier bedarf es vielleicht am meisten Geduld und Frustrationstoleranz, denn mit dem Mikro umgehen muss man lernen. Sich trauen, reinzusingen, ist ein guter Anfang. Und so ein wenig rantasten, in welchem Bereich man gut singen kann. Oft ist das in einer Band nicht unbedingt die Tonart, die man gemütlich zu Hause auf dem Sofa vor sich hinknurrt. also ruhig mal was experimentieren, wenn's nicht klappt.

Was Keyboarder machen, hab ich noch nie verstanden. Bier holen wär vielleicht sinnvoll. *duckundweg*

Und das wichtigste: Viel Spaß!
 
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...Was Keyboarder machen, hab ich noch nie verstanden. Bier holen wär vielleicht sinnvoll. *duckundweg*...
:D

Ich bin ja schon länger im "Rentenalter", bei all der Musik, die ich seit Kindesbeinen gemacht habe, waren Gitarristen extrem entbehrlich - alles ein Frage der Sichtweise!:cool::eek:


Nein, ich bin kein Keyboarder, sondern Schlagwerker.
 
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@WilliamBasie: Kein Widerspruch. Ich bin Bassist. Ich denke, wir werden uns einig, was wirklich wichtig ist.
 
Am einfachsten ist es, wenn man die Option hat, bei erfahreneren Musikern mitzuspielen. Da lernt man's am ehesten. Wir haben bei uns Jugend-Bandworkshops. Da werden die Kids, die ein Instrument gelernt haben, abgeholt, und zusammen mit anderen stellt man dann unter Anleitung eine Banderlebnis auf die Beine. Auf einer Open Stage kann man das dann mal zum besten geben, um auch unbedarft und ohne Verpflichtungen und Druck vor Publikum aufzutreten. Funktioniert sehr gut. Es soll auch in schulen engagierte Musiklehrer geben, die so etwas unterstützen.
 
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Erstmal: Glückwunsch zur besten Idee der Welt - nämlich eine Band zu gründen. Das wird zu Beginn etwas schleppend, lasst euch nicht entmutigen!



Was Keyboarder machen, hab ich noch nie verstanden. Bier holen wär vielleicht sinnvoll. *duckundweg*

Na, einer in der Band muss ja Noten lesen können ;-)

Aber zum Thema:
Der klassischen Fehler:

-Jeder spielt Solo. Das ist ganz grosser Quatsch. Leider leiden viele Musiker unter Profilneurosen und müssen in jedem Songe ihren neuenste Amp vorführen.
-2 Gitarristen+Bass+Keyboard ist i.d.R. Quatsch. DAs mag klappen, wenn man eingespielt ist und Mut zur Lücke hat. Aber ansonsten wird schnell matschig. Vor allem, wenn sowohl Keyboarder und Rythmusgit jeweils voll reihauen. Und wenn sowohl KEyboard und Bass jeweils die tiefen Frequenzen besetzten (am besten gleich noch oktaiviert), dann klingt es noch übler. Weniger ist mehr, noch weniger ist noch mehr.
-technisch zu hoch einsteigen. Lieber mit einem einfachen Song einsteigen.
-Abläufe nicht aufschreiben, wenigsten rudimentär. Dann gibt es immer endlose Diskussionen..
-zu detailversessen sein, ständig unterbrachen. Las ma ruhig laufen, das findet sich schon.
-keine Einzeldiskussionen um Details.
-kein rumgedaddelt zwischen den Songs
-Stur die Akkorde durchdrücken, bzw runterschrammeln, eine spiel Substanz, der andere Akzente. Was der zweite Gitarrist macht, habe ich nie verstanden. Bier trinken vielleicht.
-Sich nicht gemeinsam über die Zielsetztung (Fererabendspass vs Rockstarkarriere vs Schlüpferstürmer) im Klaren zu sein.
Und, und, und......


Mein Tip: Fragt doch mal einen erfahrenen Musiker, ob er nicht bei Euch mal 2-3 Proben coacht und die Sach in Gang bringt. Und die von Rollo angesprochenen Workshops haben zwar so ein uncooles "Haus der Jugend-Flair" (und sehr wahrscheinlich wird sogar Yesterday gespiel), sind aber echt hilfreich!
 
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