Wie gefährlich ist Clipping?

von Reen, 12.07.04.

  1. Reen

    Reen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.04   #1
    Hallo!

    Wir haben uns eine Gesangsanlage für den Proberaum geholt, und wenn wir jetzt mal etwas lauter werden dann springt die Anzeige vom Verstärker(Nur Mikro ist an der PA dran) hin und wieder bei lauten Tönen bzw. schreien in den Clipping-Bereich. Wollte jetzt wissen ob es nicht allzu schlimm ist wenn ich während eines Songs ab und zu in den Clippingbereich komme...jedenfalls leuchtet die Clippinganzeige nicht konstant, wie gesagt hin und wieder während eines Songs, und wie kann man es am besten verhindern, ohne zu leise zu werden...


    Danke!
    Rock On! :rock:
     
  2. Bruder Kane

    Bruder Kane Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.04   #2
    Ich würde einfach mal sagen einen dicken Amp nehmen oder den ihr hab noch mal kaufen und beide in Brücke fahren damit ihr genug reseven habt an Leistung.
    Wäre warscheinlich die beste lösung oder ihr macht das ganze leiser aber das soltle ja nett der fall sein um welschem AMP handelt es sich denn ???
     
  3. Pahan

    Pahan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.04   #3
    Hey,

    also bei uns im Club (Hochzeitsraum ca. 400 m²) steht eine
    Dynocord Powermate 1600-2. An ihr "hängen" 2 x JBL SF-15 und
    2 x HK Audio PR-115 Premium Subs. Der Powermixer war
    letzte Woche bis ans Clipping gefahren worden und dabei
    ist bei einer SF-15 das Horn durchgebrannt. Außerdem, trotz des
    Limiters "on-Board" geht der Powermixer pro Nacht 2-5 mal
    wegen überlastung/überhitzung aus.

    Naja, bin eigentlich nicht so zufrieden mit dem und außerdem ist der Sauteuer.
     
  4. Uwe 1

    Uwe 1 PA-Technik/Elektronik HCA

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    Erstellt: 13.07.04   #4
    Clipping an sich ist für Lautsprecher immer gefährlich, da insbesondere den Hochtönern elektrische Energie in Form und Gehalt zugeleitet wird, die sie zum einen nicht verarbeiten können und zum anderen werden sie dabei extrem Überlastet. Ob nun eine, von Zeit zu Zeit aufleuchtende Clipping-LED bereits bedeutet, das die Endstufe unsaubere Signale abgibt hängt von dem Amp. ab. Dies wird Dir hier keiner so aus dem Stehgreif sagen können, da hilft nur Osszi ran und messen. Aus der Erfahrung anderer User war zumindest zu entnehmen das beispielsweise t-amp. als konventioneller amp. mit dem clipping recht vorsichtig umgeht, sprich die Anzeigen kommen bereits deutlich vorm eigentlichen clipping und so sollte es auch sein. Dennoch, die 3 bis 6 dB die da eventuell noch als Reserve da sein werden retten die VA lautstärkemäßig auch nicht mehr. Also sollte man clipp-LCDs schon sehr ernst nehmen und den gain etwas zurücknehmen, man hört es eh kaum.
    Was für ein Mikro habt Ihr dran? Bei Funkstrecken kann auch der Receiver bereits clippende Signale erzeugen.

    Uwe
     
  5. Reen

    Reen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.04   #5
    Also die ganaue Bezeichnung von der Endstufe habe ich momenttan nicht im Kopf, da muss ich erst nachschauen, ich weiss nur das es eine Musicstore Powermaxx ist und 1800Watt Sinus Leistung hat. Unser Mikro ist ein dynamisches NoName Billigteil...(kein Funk).
    Achja: Was mir auch sehr komisch vorkommt ist das wenn wir einen Discman an das Mischpult anschliessen, können wir die Anlage aufdrehen bis einem die Ohren wegfliegen, ohne in den Clippingbereich zu kommen! Wenn ich allerdings reinbrülle, bei halber lautstärke clippt die Anlage sofort!! Und das ist wirklich nur halb so laut...

    Gruss...
     
  6. Uwe 1

    Uwe 1 PA-Technik/Elektronik HCA

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    Erstellt: 14.07.04   #6
    Moin Reen,

    da musst Du dann leider konkret werden :D . Welches Micro, welches Pult. welche Endstufe und wie/womit ist das ganze verbunden?
    So wie Du das schilderst riecht das stark nach Impedanz- bzw. Pegelanpassungsproblemen. Na sage erstmal, was Ihr dastehen habt.

    Uwe
     
  7. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.07.04   #7
    Das liegt aber an was anderem: Die üblichen modernen CD-Produktionen sind "compressed to f**k", das heisst, die Dynamik (die auch deiner Gesangsstimme innewohnt) wird auf ein Minimum reduziert. So kann man den mittleren Pegel deutlich (!) erhöhen, ohne dass in den Spitzen etwas "überschiesst".

    Komprimieren des Gesangs im Proberaum sollte man aber nicht machen, weil dadurch die Feedbackgefahr erheblich steigt.

    Jens
     
  8. Uwe 1

    Uwe 1 PA-Technik/Elektronik HCA

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    Erstellt: 14.07.04   #8
    Hallo Jens,

    was die Dynamik heutiger CDs angeht, gebe ich Dir uneingeschränkt Recht, da lobe ich mir die Presswerke jenseits der Neiße. Die Qualität derer CDs ist, zumindest was Dynamik und Aussteuerung angeht, deutlich besser :wink:
    Das dies für das vergleichsweise frühe clipping der Endstufe (im direkten Höreindruck) verantwortlich scheint ist zweifelsfrei auch möglich. Na mal sehen was noch kommt :cool:

    kind regards

    Uwe
     
  9. Reen

    Reen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.04   #9
    Also:
    Unsere Endstufe hat eine Ausgangsleistung von 1800W Sinus/4Ohm.
    Wir haben 2 Horngeladene Boxen à 900W Sinus, jedes Horn hat 8Ohm. Zum Mirko kann ich momentan nicht viel sagen, da müsste ich am Samstag mal nachschauen.
    Kann man das denn über das Mischpult irgendwie mit der Impedanz regeln? Das Mischpult ist das Samick Sm1600P. Oder könnte man sonst irgendwie die Impedanz angleichen?

    Die Endstufe ist mit Speakon-Kabeln an den Boxen verbunden und das Mischpult ist mit normalen Klinke-Kablen mit der Endstufe verbunden.

    Danke...
     
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