Wie geht ihr mit euren Audioaufnahmen um?

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SamRainy
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Hallihallo
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Nachdem ich mir mehr oder weniger "selber Gesangsunterricht gebe" komme ich ums Aufnehmen und anhören nicht herum. Im Prinzip hab ich da auch kein problem mit, ich finde es immer wieder lustig, mich selbst aufzunehmen
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Womit ich aber ein Problem habe ist, dass ich, wenn ich mir meine Stimme anhöre, immer mein eigenes Bild im Kopf habe und an die ganzen peinlichen Situationen denken muss und so weiter. Ist ja ein altbekanntes Phänomen, dass man seine eigene Stimme auf Band nicht mag.
Was ich mich aber frage, wäre: wie geht ihr damit um?
Gewöhnt man sich daran?
Was macht man als Profi? Irritiert das nicht, wenn klar ist, die Stimme klingt gut, aber man selber schreckt sich, wenn man die aufnahme hört?
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Würd mich über ne unterhaltung freun
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Grees SAM
 
Eigenschaft
 
Da man in professionellen Situationen nur begrenzte Zeit hat, sing ich so lange, wie ich darf und bis ich es ertragen kann. Nicht solange, bis ich zufrieden bin. Die Zeit gibt es nicht. Viele Fehler entdecke ich auch erst viel später ... Nach Wochen.
 
Eine *dry* Aufnahme ist immer etwas desillusionierend. Man hört (ohne jegliche Begleitung und Effekte) echt *jeden* Fehler.

Das muss man einfach wissen. Mit Begleitung und Effekten (Kompressor, Hall, etc.) wird es sehr schnell besser.

Dies soll nicht heissen, dass die Effekte aus jeder Stimme was brauchbares machen, aber selbst sehr versierte Sänger machen halt Fehler.

Unser Gitarrist z.B. ist echt eine Bank, an der Akustischen hört man aber auch leichte Ungenauigkeiten. An der E-Gitarre isses einfach nur geil, die Effekthelferlein tun ihren Dienst. ;)

Bzgl. "Unwohlsein bzgl. des eigenen Gesangs" habe ich eine ganz einfache Lösung. Sich einfach in die Songs verlieben, dann ist man weniger kritischer mit sich selbst (BTW, wir machen nur eigene Mucke ;)).
 
Gewöhnt man sich daran?

Ja, man gewöhnt sich dran. Ich nehme schon seit einiger Zeit fast alles auf, was ich mache, und mittlerweile hab ich einen recht objektiven / distanzierten Blick auf die eigene Stimme - ich mag sie sogar :cool: Ich denke also, dass die Chancen gut stehen, dass es dir nach genügend Aufnahmen ähnlich gehen wird.

Ich weiß aber auch nicht, was du mit "Bild im Kopf haben" meinst - ich stell mir beim Anhören nicht vor, wie ich beim Singen aussehe, wieso auch? :gruebel: (und ich *weiß*, wie ich beim Singen aussehe, Videoaufnahmen beim alten GU sei Dank :rolleyes:)
 
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Das mit den "ganzen peinlichen Situationen" habe ich auch nicht ganz verstanden. Mir ist es eigentlich nicht peinlich, wenn ich unzufrieden mit dem Ergebnis bin. Ich habe auch keine Bilder im kopf. Ich denke nur: klingt doof, muss besser klingen ...

Ich schätze, hier muss erstmal geklärt werden, ob es um Übungen geht oder um die Aufnahme eines richtigen Songs. Bei Übungen zur Selbstkontrolle kann ich mir lustig-peinliche Momente schon eher vorstellen. Aber sowas habe ich nie gemacht. Daher muss ich passen.

...
 
Zuletzt bearbeitet:
@antipasti Es geht um beides, ums Üben und um ernstzunehmende Aufnahmen (wobei ich letzteres eh an einer Hand abzählen kann)... mit peinlich meine ich, eher Situationen denen man einfach so, also unabhängig vom Singen seine stimme verwendet.
Ich diskutiere zum beispiel unglaublich gerne und da gehe ich anderen (und mir selber meistens auch) ganz schön aufm Keks... Und genau diese Stimme höre ich eben dann auf meinen Aufnahmen.

@.hs Hmm also du meinst, ich solls einfach ma mit ein bisschen mehr Technik versuchen... Joa ist ne möglichkeit - beim Üben geht dann halt der Übungseffekt verloren weil ich dann ja meine Fehler nicht mehr höre :p Aber wenn ich das nächste Mal nen Song aufnehme beherzige ich das...
Das mit euerm Gitarristen finde ich lustig... bei mir ists nämlich genau umgekehrt :D je mehr Drive, desto mehr Fehler höre ich^^ (spiel aber auch noch nicht so lange auf der Stromgitarre)
In die Songs verlieben... check :D muss ich ja, sonst merk ich sie mir ja nicht bis ich das nächste mal Schreibzeug zur Hand hab ;) ... stimmt aber, bei den Aufnahmen eigener Songs finde ich meine Stimme gar nicht soooo tragisch :p

@cracked_copper man gewöhnt sich dran :D wie mich das beruhigt - also optisch seh ich zwar lustig aus beim Singen, aber jetzt nicht übertrieben Peinlich :D

Grees SAM
 
@antipasti .. mit peinlich meine ich, eher Situationen denen man einfach so, also unabhängig vom Singen seine stimme verwendet.
Ich diskutiere zum beispiel unglaublich gerne und da gehe ich anderen (und mir selber meistens auch) ganz schön aufm Keks... Und genau diese Stimme höre ich eben dann auf meinen Aufnahmen.

Von Nicht-Sing-Situationen war nie die Rede - da bin ich auch nicht unbedingt stimmverliebt :tongue: Aber: auch daran gewöhnt man sich, man muss es nur oft genug machen ;)
 
Mich dünkt, das ist eher ein Plauderthema. Verschiebe mal.

Ansonsten, um direkt auf den Titel zu antworten: Ich gehe gar nicht damit um, ich lebe einfach damit. Was bleibt mir anderes übrig?

Ich diskutiere aber auch meist eher zurückhaltend und meine Sprechstimme empfinde ich als angenehmer als meine Singstimme.
 
Ich diskutiere aber auch meist eher zurückhaltend und meine Sprechstimme empfinde ich als angenehmer als meine Singstimme.

Jetzt stapelst Du aber tief. :gruebel:

https://www.musiker-board.de/threads/ich-mag-dich.575363/

Ich betrachte Recorden aus mehreren Gründen als sinnvoll:
- Ideenspeicher
- spätere Kontrolle (die Erinnerung ist immer besser als die Aufnahme)
- sofortige Kontrolle (Direct Monitoring)

Es spricht IMO nix dagegen immer mitzuschneiden (kostet ja nix, gelöscht ist auch schnell).
 
Ich habe natürlich auch ein Zoom zum Ideen aufnehmen. Aber dabei achte ich dann weniger auf meinen Gesang. Hauptsache es ist gespeichert.

Üben tu ich dann eigentlich erst beim richtigen aufnehmen des Songs.

Und: danke :)
 
Ich habe natürlich auch ein Zoom zum Ideen aufnehmen. Aber dabei achte ich dann weniger auf meinen Gesang.

Dito. Der Recorder wird beim Improvisieren reingehalten, ausgeschlatet wird später. ;)

Üben tu ich dann eigentlich erst beim richtigen aufnehmen des Songs.

Ich übe anscheinend immer da ein Recorder immer mitläuft (kostet ja nix ;)).

Im Ernst, Direct Monitoring ist eine tolle Möglichkeit sich beim Üben zu kontrollieren. Da es (ausser der Anschaffungskosten) nix kostet durchaus empfehlenswert.

Man braucht einen Laptop (hat fast jeder, (m)ein gebraucht gekaufter Dell M90 kostete 150€ gekostet), ein Interface, ein Mikro und Kopfhörer. Alles zusammen für knapp 500€ zu haben.

Software ist beim Interface i.a. dabei (z.B: Cubase Ai) wenn man noch Instrumente beherrscht kann man Songs mit hoher Qualität aufnehmen.

Da ich ein mieser Instrumentalist bin, nutze ich mein Interface nur für Gesang. Die Gitarrenspuren bekomme ich dankenswerterweise geliefert, und kann somit zuhause auch üben. Und wenn die Aufnahme OK ist lade ich die hoch in den Bandordner bei Box.com. ;)
 
Das geht auch schon für 200 (ohne PC). focusrite Scarlett Studio. Alles dabei. Damit ist auch die von dir verlinkte Aufnahme entstanden.
 
Den Rechner hab ich mal vorausgesetzt. Der Rest ist drin. Sogar ein xlr-Kabel.

Aber lass uns nicht wieder off topic werden. Für Equipmentberatung haben wir ja ein eigenes subforum.
 
Ollah again... Hab hier länger nicht reingeschaut. Also normalerweise bin ichs ja gewohnt dass ich in meinen Foren immer die Einzige bin die Diskutiert.... Mit mir selber :p
Freut mich aber wenns auch ohne mich geht^^
Zum Recording: Mir schwebt da was vor, damit komme ich inklusive allem drum und Dran (Außer PC) auf knappe 170 - bin mir aber nicht so 100% sicher ob das dann was taugt... (ist eh nur zum Monitorin und gegenüber meinem Laptopmikro garantiert eine Leistungssteigerung^^)
Bei Audionotizen achte ich auch nie auf meinen Gesang... Klingt dann halt auch besch... aber hauptsache die Töne stimmen (irgendwie.... manchmal...)
:D
 
... , dass man seine eigene Stimme auf Band nicht mag.
Was ich mich aber frage, wäre: wie geht ihr damit um?
Gewöhnt man sich daran?...
Ja, man gewöhnt sich daran. Aber das Problem kennen wohl die Meisten. Die eigene Stimme hört sich durch Resonanzverstärkungen/abschwächungen eben total fremd an.
Mit vernünftigem Equipement aufgenommen ist es aber nicht so schlimm. Mittlerweile habe ich mich so an meine aufgenommene Stimme gewöhnt, dass sie mir fast schon gefällt :)

Ich nehme mich oft selbst auf, um an meiner Dynamik, meinem Ausdruck und halt vor allem an meiner Artikulation zu arbeiten. Und wenn ich meine "Problemstellen" dann analysiere höre ich auch "fast" nur noch diese Stellen. Da ist der Rest für mich ziemlich egal.
 

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