Wie lernt man nach Noten zu spielen???

von neminis, 13.12.05.

  1. neminis

    neminis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #1
    Hi leute,


    Wie schon aus der Überschrift zu lesen, frag ich mich, wie man lernt nach Noten zu spielen.
    Ich spiel schon ca. 6 jahre gitarre und immer nur nach Tab. Das war bisher auch kein Problem, nur geht es bei mir jetzt ein wenig auf die professionelle schiene bzw. möchte das jetzt ein bisschen ausbauen.
    Ist ja nicht so, dass ich keine ahnung von der Notation habe, aber ich kann eben die Noten nicht auf das Griffbrett umwandeln/anwenden. Ich hoffe ihr wisst was ich meine ;)
    Und jetzt weiß ich eben nicht, wie ich die ganze sache anfangen soll bzw wie/was ich üben muss.

    Freu mich über jede hilfe

    lg
    Neminis
     
  2. The Mad A

    The Mad A Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #2
    wenn du die noten nicht aufs griffbrett umwandeln kannst, dann is das ärgerlich... genau das braucht man ja dafür denk ich mal. aufm keyboard damals war das nicht ganz so problematisch aber auch da musste man halt auswendig lernen welche note aufm Papier wo auf die tasten gehört.
    bei gitarre ist das natürlich n hauch komplexer...da spielt man ja praktisch mit 6 keyboards übereinander...ensprechend kann man sich ja aussuchen auf welcher saiten note xy gezupft wird...

    ich finde übrigens sowohl TAB als auch die klassische notation für gitarre unzureichend...jemand müsste sowas wie n Hybridsystem entwickeln...
     
  3. Metronom

    Metronom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #3
    Also ich bin da gerade auch dabei mir das beizubringen ich ich machs z.B so ich hab zuerstmal die dur tonleitern in allen positionen gelehrnt und versuch das jetzt umzusetzen das mach ich in etwa so das ich mir die tab´s abdecke und dann die noten so spiel wie ich denk es is am einfachsten für mich danach schau ich wie das lied transkiptiert wurde.

    klingt komisch aber so machs ich bin aber auch gerne an besseren lernvorschlägen interessiert.
     
  4. Maxi

    Maxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #4
    ich hab einfach alle töne auswendig gelernt :-d!
    Naja ist schon behindert ich finde mit tabs spielen ist besser! Vor allem wenn die wie bei Guitarepro sogar noch die fahnen da dran haben :-d! Das ist ja sowas wie ein kombiniertes system, was ich halt blöde finde ist das die selbe note in verschiedenen bünden/Saiten gegriffen werden kann, somit find ich soli abspieln viel schwierieger weil ich erst überlegen muss wo ich spiele...... oder wie macht ihr das?
    Bei tabs ist das viel besser--->Vorrausgesetzt der tab stimmt :-D!
    Bei Keyboard sind noten natürlich besser weil es auch jede note nur einma gibt....(ich spiele Orgel)! Naja ich hoffe ihr versteht was ich meine!
    Mal noch so nebenbei: Wo kann ich den sehen wer mich bewertet hat(Karma)?

    MFG: Maxi
     
  5. M?tze

    M?tze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #5
    AAAAAAAAAH! Ist ja geil! Endlich stellt mal jemand diese Frage - Wunder geschehen doch! :great:

    Mit "nach Noten spielen" meinst du sicher Blattspiel und das lernt sich sogar recht schnell. Wichtig dabei ist allerdings, dass man mit einfachen Stücken in der ersten Lage anfängt und sich dann langsam in die höheren vorarbeitet. Auf diese Weise hat man Anfangs jede Note nur einmal auf dem Griffbrett und quasi eine bessere Übersicht.

    Am Anfang hat es mir sehr geholfen, dass ich mir mein Griffbrett bis zur fünften Lage aufgemalt habe, darunter ein Notensystem, und dann auf kariertem Papier für jede vertikale Kästchenreihe eine Note ins System malte und dazu den passenden Bund samt Saite auf's Griffbrett. So erlernt man erstmal, wo die Noten auf der Gitarre liegen. Lernen in Reihenfolge: Leersaiten, alle Noten die in der C-Dur-Tonleiter vorkommen, der Rest ist dann mit ein bisschen Nachdenken logisch gut zu erfassen. Grundlegend ist natürlich die Kenntnis vom Aufbau des Notensystems als Solches.

    Notenmaterial: Ich empfehle für die allerersten Schritte: "Das Gitarrenspiel" Band 1a von Bruno Henze, in diesem Buch sind die ersten Stücke dermaßen einfach -> Einstimmig, erste Lage, keine Vorzeichen und nochmal: Sehr sehr einfach! Damit kann man ackern, ab der Hälfte wird's allerdings für komplette Anfänger zu schwierig. Dann kann man umsatteln auf Werner Götze, der meines Wissens nach nicht mehr publiziert wird. Daher einfach mal in Noten- oder Gitarrenläden gucken, ob die einen Secondhand-Grabbeltisch haben. Da hab ich meine beiden Götzeheftchen her. Die werden ab der Mitte allerdings auch schwerer. Dann kann man wieder zu Henze wechseln, dann wieder zu Götze. Es gibt aber auch noch etliche andere leichte Sachen, die beiden hier halt nur mal exemplarisch. (Ist allerdings klassische Musik)

    Wenn du wirklich garkeine Ahnung hast, wie Notenschrift mit Gitarre funktioniert, liesse ich mich hinreissen, noch ein paar Dinge zu sagen, aber jetzt ist Bettzeit.


    Achja: Viel Spaß, es lohnt sich.
     
  6. Rumba Improvisada

    Rumba Improvisada Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #6
    Genau das gleiche denke ich auch, aber es gibt ja auch Tabs mit Rythmuszeichen, und andere Zeichen für "lauter" (forte?) oder "schneller" (accelerando?) spielen kann man ja sowieso übernehmen.
    Ich habe eigentlich sowohl nach Noten als auch nach Tabs gespielt, wobei ich Tabs bevorzuge weil es 1. schneller geht und 2. genauer ist, jedoch spiel ich seit einem Jahr weder nach Noten noch nach Tabs weil ich das meiste raushöre (außer natürlich A°11b9b13 und ähnliches lol) und das was ich nicht raushören kann, dafür gibts auch nicht immer so viele Tabs, geschweige denn Noten... klingt komisch, ist aber so lol...
     
  7. Joscha

    Joscha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #7
    ich hab alle noten auf dem griffbrett auswendig gelernt...

    und das mit "so viele gleiche noten auf dem griffbrett da weiß man nich wo man spielen soll" stimmt auch nich ganz...was is mit der oktavlage (obwohl ich die auch erstma nich mitgelernt hab...das folgt noch^^)?

    dann noch flüssig vom blatt spielen zu können erfordert sicher übung (also ich kann es nich^^...naja ich spiel auch erst 6 monate :p)...am besten erstma gefühl für "die 5 striche" (haben die nen besonderen namen?) kriegen...also intervalle drin sehen etc.

    dann sollt das doch recht flott vorankommen...
     
  8. Amber

    Amber Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #8
    Kontrollzentrum! :)
     
  9. Maxi

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    Erstellt: 14.12.05   #9
    lol ich find's da net.... egal jetzt.-..
     
  10. M?tze

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    Erstellt: 14.12.05   #10

    Warum Noten unzureichend? Mit Noten kann alles erdenkliche auf der Gitarre dargestellt werden, was im klassischen Spiel vorkommt?
     
  11. The Mad A

    The Mad A Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #11
    ich würde sagen es geht über das klassische Spiel hinaus. Noten können absolut alles musiktechnisch darstellen (ausser Gefühl) - stimmt schon, sie sagen dir wie es sich ANZUHÖREN hat, aber nicht du es SPIELEN sollst. note XY kann ich doch auf weiss der geier wie vielen Saiten greifen, was unter umständen zur Unspielbarkeit des Stücks führt.
     
  12. M?tze

    M?tze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.05   #12
    Stimmt nicht, bei guten Noten ist fast immer ein Fingersatz dabei. Die Lagen werden durch römische Zahlen, die einzelnen Finger durch normale Zahlen (1-4) und zu spielende Saiten mit eingekreisten Zahlen gekennzeichnet. Steht alles an der Note dran und ist so leicht wie Fahrrad fahren.
     
  13. angiemerkel

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    Erstellt: 15.12.05   #13
    Occams Rasierer schägt auch hier zu: Pluralitas non est ponenda sine necessitate oder greife Er einfach die näher liegende Möglichkeit. Bei klassischen Stücken wird die zu zupfende Saite - zumindest da, wo der spezifische Klang dem Komponisten wichtig ist - angegeben.
     
  14. Maxi

    Maxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.05   #14
    wie kennzeichnet man bitte ein bending`?
     
  15. M?tze

    M?tze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.05   #15
    Weiss ich zugegebenermaßen nicht, ist mir aber auch noch nie untergekommen sowas machen zu müssen. Ich schätze allerdings, wenn es einem Komponisten wichtig ist, dass ein Bending gemacht wird, sieht das ähnlich aus wie bei Tabs oder völlig anders mit Fußnote zum Anweisen wie das zu spielen ist.
     
  16. Maxi

    Maxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.05   #16
    du hast schon recht das noten sehr nützlich sind aber in mancher hinsicht sind die kacke, ich spiele u.a. Orgel und da wiederum find ich sie sehr brauchbar auf der gitarre komm ich nicht richtig mit zurecht, ich kanndir sagen wo welcher ton ist, aber abspielen kann ich nich!
     
  17. neminis

    neminis Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.05   #17
    hi,

    erstmal danke für die rege anteilnahme :great:

    Genau das ist es ja, was ich eigentlich erreichen will. Direkt vom Blatt spielen.
    Weil ich denke, ob kurz oder lang, wenn man sich verbessern möchte kommt man um das "vom Blatt spielen" nicht drum rum. Das macht in meinen Augen einen professionellen Musiker aus. Und deshalb möchte ich da ein bisschen weiterkommen.
    Hab mir schon bis zum 12. Bund alle Noten rausgeschrieben und angefangen Tonleiter rauszuschreiben aber so wirklich kann das nicht der richtige Weg sein.

    lg
    neminis
     
  18. M?tze

    M?tze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.05   #18
    Blattspiel lernt man vor allem durch Blattspiel. Such dir ganz einfache, eventuell sogar einstimmige Sachen raus und versuche sie sehr langsam abzuspielen. Das klappt am Anfang nicht, ist aber normal. Mit der Zeit wird man besser. Und schau mal in die Hefte rein, die ich hier schon mal angepriesen hatte. Ungemein einfache Stücke am Anfang.

    Maxi: Dass du sie nicht abspielen kannst, ist aber nicht Fehler der Noten, ich zum Beispiel kann's. *angeb* Die meisten Gitarristen, die an Musikschulen lernen allerdings auch.
     
  19. nucles

    nucles Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #19
    Ich spiele seit 3 Monaten Gitarre. Von Anfang an habe ich nach Noten gespielt und ich finde sie besser als Tab's. Der größte Vorteil - sie geben den Rhytmus an.
    Ich finde aber, das ist alles Gewohnheitssache. Wenn ich mit Tab's angefangen hätte, würde ich glaube jetzt vielleicht das Gegenteil behaupten.
    Zur Zeit kann ich in ersten beiden Oktaven mich bewegen, also 1. ,2. und 3. Bünde
    Wenn ich das erste Mal was neues vor mir sehe (Viertlel-und Achtelnoten), kann ich zwar es durchspielen, aber langsam (unter 60 bpm) und mit Fehlern, aber schon beim 2 und 3. Versuch sicherer. Im Endeffekt erreiche ich so die Geschwindigkeit bis 100 bpm. Ich denke mir bis ich so weit bin, lese ich die Noten nicht nur vom Blatt sondern aus dem Kopf heraus...

    Ich kann auf jeden Fall das Heft "Klingender Gitarrenlehrgang" von Heinz Teuchert empfehlen. Das Ding wurde das erste Mal so um 1970!!! veröffentlicht! Danach gab es viele Neuauflagen. Die Stücke sind zwar für eine A-Gitarre konzepiert. Aber es ist sehr sehr gut methodisch dargestellt. Man beschränkt sich zuerst auf 3 Noten, und viertel-Noten. Dann wird das ganze anhand von kleinen Melodien mit nur drei Noten geübt. Dann kommen noch ein paar dazu...und weiter so in kleinen Schritten.
     
  20. Maxi

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    Erstellt: 16.12.05   #20
     
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