Wie Saitenzug reduzieren / Welche Saiten?

von account, 17.05.06.

  1. account

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    Erstellt: 17.05.06   #1
    Hi Leute,

    ich hab an meinem Bass einen unheimlichen Saitenzug. Jetzt wüsste ich gerne ob es Möglichkeiten gibt die Saitenspannung zu reduzieren (abgesehen von dünneren Saiten) bzw. welche Saiten dafür bekannt sind eher "weich" zu sein.
    Meine Erfahrungen bisher sind: Thomastik Superalloy hart, Thomastik Powerbass & Elixier normal, Fender 7350 (glaub ich) & Ernie Ball Super Slinky eher weich, DR Hi Beams weich.

    Bestätigungen/Gegenerfahrungen ausdrücklich erwünscht. :)

    lg
     
  2. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 17.05.06   #2
    Wenn man mal von mittleren Stärken ausgeht, stramm wären u.a. Alembic CX, D'Addario ProSteel, Ernie Ball Slinky Nickel, Fodera Diamond Stainless, La Bella Deep Talkin' Bass Roundwound, La Bella Slappers, La Bella Super Steps, MTD Essentials, Thomastik-Infeld Power Bass. Mittel wäre sowas wie D'Addario XL, DR Hi-Beams (Compression Wound, Stainless Steel, Roundcore), Warwick Black Label. Weich wäre sowas wie Thomastik-Infeld Jazz Bass (Round und Flat).
     
  3. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 18.05.06   #3
    Wobei sich der Saitenzug im engen Rahmen hält. Dieser wird durch das Gewicht der Saite bestimmt, die bei gleicher Stärke nur wenig differiert.
     
  4. account

    account Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.06   #4
    Ok, aber gibt es sonst noch Möglichkeiten die Saitenspannung zu reduzieren?

    lg
     
  5. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.05.06   #5
    Mit der Physik alleine kommen wir hier nicht weit. Außerdem ist die Differenz zwischen einem Satz TI Jazz Round mit insgesamt 122,34 lbs und einem TI Powerbass mit insgesamt 183,62 lbs (jeweils für Viersaiter) schon nicht mehr so vernachlässigbar. Der Haken ist, die Saiten sind ja keine einfachen massiven Drähte, sondern haben Kerne und Umwicklungen, die sehr verschieden sein können.

    Das ist dann auch ausschlaggebend für das Spielgefühl. En entsprechender Satz TI Superalloy liegt zwar mit 179,64 lbs unter dem Powerbass, fühlt sich aber sehr viel härter an, da der Kern massiver und damit weniger elastisch ist.
     
  6. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 20.05.06   #6
    @Heike

    Beziehen sich diese Gewichtsangaben (lbs = Gewicht?) auf die Mensurlänge oder die gesamte Saite? Sind die in Deinem Vergleich genannten Saiten in der Stärke gleich?

    Ich hab nicht gewusst, dass die Gewichte so stark differieren.:screwy:
     
  7. deejot

    deejot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #7
    Zugkräfte sind gemeint. Man sollte mal eine Kampagne "Newton fürs Volk" starten, damit diese Gleichsetzerei von Masse und (Gewichts-)Kraft mal ein Ende hat ;)

    Heike sprach das oben ja schon an mit dem Verhältnis aus Kern und Umwicklung. Der Zug auf die Saite findet nur auf den Kern statt, die Umwicklung trägt nur schwingende Masse bei.
     
  8. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.05.06   #8
    Ja gut, es ist natürlich (hier zumindest) doch alles Physik, man müßte es nur auch alles berücksichtigen, wenn man sich denn schon unbedingt dazu entschließen wollte...

    Und es war Stoff der 8. Kl., wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, aber angeblich gilt ja "glücklich ist, wer vergißt" :eek: (Jetzt weiß ich auch, warum ich nicht :(, dabei war die Zeit echt nix als KV*...)

    Diese Wert werden gemessen für die jeweilige Mensurlänge, also hier immer 34".

    Nein. Power Bass sind .047 - .068 - .080 - .107", Superalloy .040 - .060 - .080 - .100, Jazz Round .043 - .051 - .068 - .089.

    Anm.:

    * Kannste vergessen™
     
  9. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.06   #9
    Hallo Heike,

    wenn mir der 45-105er Satz der ProSteels vom Spielgefühl her sehr gut gefallen hat, welche Stärke würdest Du mir dann für die XLs empfehlen?

    Danke :)
     
  10. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.05.06   #10
    Ich würde empfehlen, bei den PS zu bleiben :D Man kann das ja nicht so einfach mal per Dreisatz ausrechnen, wie sich das anfühlen wird. Realistisch betrachtet fühlt sich kein XL Satz so an wie egal welcher PS Satz, geschweige daß er nicht so klingen kann.
     
  11. blackout

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    Erstellt: 21.05.06   #11
    :D Klingen sollen sie ja gar nicht so, und dass sie von der Oberfläche etwas anders sein werden ist mir auch klar. Mich interessiert nur die "Strammheit" ;)
    Egal, 45-105 werden wohl auch hier gehen...
     
  12. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.05.06   #12
    Sie dürften auch verschieden dicke Kerne haben, und damit unterschiedliche Elastizität.

    Ja, wenn man Hybridsätze bevorzugt, würde ich auch da dabei bleiben. In kräftiger macht sich dann doch die Massenträgheit bemerkbar.
     
  13. account

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    Erstellt: 24.05.06   #13
    Also die TI Jazz Bass sind damit wohl das dünnste was man so kriegen kann. (.089 E-Saite!!) Die werden jetzt einmal bestellt. :)

    Ansonsten hab ich den Hals einmal kerzengerade eingestellt, das sollte eigentlich auch eine Verringerung des Zuges bewirken. Kann man sonst noch was machen?

    lg
     
  14. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 25.05.06   #14
    Nein, Du kannst den Saitenzug nicht verändern, erst recht nicht mit der Halseinstellung.

    Du solltest den Hals nach Neubesaitung wieder so einstellen wie er vorher war, sonst scheppert es bzw. die Saitenlage ist zu hoch.

    Die einzige Möglichkeit, den Saitenzug zu beeinflussen ist einanderes Instrument mit anderer Mensur oder mit anderen Saiten.

    Natürlich kannst Du die Saite auch lockerer drehen. Dann verändert sich auch der Zug. Aber dann stimmt der Ton nicht mehr...
     
  15. account

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    Erstellt: 25.05.06   #15
    Wieso nicht?
    Spann mal eine Schnur auf einen dünnen Ast (Bogen). Ich zumindest habe festgestellt dass die Schnur umso stärker gespannt ist je mehr der Ast gebogen wird. Ist für mich irgendwie auch logisch, je mehr Krümmung desto größer sind die Kräfte die wirken.

    edit: schlechtes Beispiel/falsch formuliert. Uwe hat schon recht, ich wollte auf etwas anderes hinaus.
    Klar. Habs natürlich nur so gerade gemacht dass es nicht scheppert.
    :eek::p Das ist wirklich gut. :p

    lg
     
  16. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.06   #16
    Aha. Und wenn du die Sehne auf einen Bogen spannen willst versuchst du auch immer vorher den Bogen möglichst gerade zu machen, damit du die Sehne leichter draufbekommst? :screwy: :D

    Aber mal im ernst: Durch Halskrümmung kannst du wirklich ncihts verändern. Wenn die Spannung größer wird verändert sich auch der Ton, das kannst du auch gerne mit deinem Bogen ausprobieren ( ;) ).
     
  17. Uwe B.

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    Erstellt: 25.05.06   #17
    Spätestens ab hier fällt es mir schwer, weiterhin sachlich zu antworten. [​IMG]

    In welche Klasse gehst Du? Hast Du schon Physikunterricht? Hast Du schon einmal versucht, auf einem Ast Bass zu spielen?

    Je stärker der Ast gekrümmt ist, desto größer ist die Spannkraft, desto höher ist aber auch der Ton. Beim Bass brauchst Du nicht den Hals verbiegen. Du kannst die Spannkraft eleganter unter Zuhilfenahme der Stimmmechaniken einregulieren. Das ist viel einfacher. Allerdings ändert sich .... äh, das hatten wir doch oben schon einmal ... [​IMG]

    Bevor wir hier weitere Techniken zur Modifikation der Saitenspannkraft geben, möchte ich Dich gerne nach Dem Hintergrund Deines Problems fragen: Warum willst Du den Saitenzug reduzieren?
     
  18. deejot

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    Erstellt: 25.05.06   #18
    Du verwürfelst hier zwei Dinge. Saite X liefert nur bei einer bestimmten Zugkraft Y die "Tonhöhe" Z. Die ist unabhängig davon, wie sie letztlich aufgespannt ist. Egal mit welcher Krümmung Du im Hinterland arbeitest, die Spannung in der Saite wird letztlich wieder die gleiche sein, da Du ja eine bestimmte Tonhöhe erreichen willst.

    Ein ganz anderer Aspekt ist die Nachgiebigkeit des Halses, das _kann_ durchaus einen Einfluss aufs Spielgefühl haben. Saite und Hals stehen ja im Gleichgewicht, das heisst, drückt man die Saite auf den Bund nieder, dann bringt man das System in eine andere Gleichgewichtslage, man verformt also nicht nur die Saite, sondern letztlich auch den Hals in ganz geringem Maße. Hat man nun einen sehr weichen Hals, dann wird es durch die geringere Gesamtsteifigkeit des Systems leichter fallen, die Saite niederzudrücken als mit einem Hals - sagen wir mal - aus Stahl, der an sich nicht (für verhältnismässig grosse Werte von "nicht" ;)) nachgibt.

    (Edit: Lahmes ich ;))
     
  19. account

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    Erstellt: 25.05.06   #19
    Darum gehts nicht. Es geht um den Saitenzug an sich, wie die saite raufkommt ist erstmal egal.
    Das ist mir schon klar.
    Nanana.
    Mein Beispiel ist wahrscheinlich etwas unglücklich formuliert, aber deswegen brauchst du es nicht extra verkehrt verstehen. Ich will nicht die Saitenspannung über die Halskrümmung einstellen und wofür ich Stimmmechaniken an meinem Instrument habe ist mir auch klar.

    Ich bin mir ziemlich sicher dass es (fürs Spielgefühl!) nicht egal ist wie die Spannung auf die Saite kommt. (von der Mechanik oder von der Halskrümmung) Wenn du sagst für die richtige Tonhöhe ist nur die Saitenspannnung verantwortlich dann hast du damit zwar recht aber es ist eine vereinfachende Sicht der Dinge. Mir geht es um das Spielgefühl, und das hat sich geändert nachdem ich den Hals gerader gestellt habe. Ich habe es ausprobiert.
    Ich kenne den Zusammenhang zwischen Saitenspannung und Tonhöhe. Deshalb habe ich die Saiten auch gelockert nachdem ich den Hals gerader gestellt habe.

    Das ganze ist ein Modell. Jedes Modell ist eine Vereinfachung des wirklichen Sachverhalts. Was ist z.B. mit der Tatsache dass wenn ich den Hals gerader stelle die Saite länger wird? Wenn ich eine Saite anreiße verbiege ich in geringem Maß auch den Hals. Der Kraftaufwand dafür ist umso größer je stärker der Hals schon gebogen ist. Das alles hat einen Einfluss aufs Spielgefühl, da bin ich mir ziemlich sicher. Genau weiß ich es nicht, deshalb habe ich hier gepostet. Wenn du diesbezüglich etwas weißt lasse ich mich gerne von dir vom Gegenteil überzeugen.

    Ich würde es allerdings begrüßen wenn du dazu einen etwas freundlicheren Ton wählen würdest...
    Naja, weil er mir zu hart ist.
    Wir spielen durchaus auch mal 6h und mehr an einem Abend, da muß ich schon haushalten mit meinen Fingern.

    lg
     
  20. account

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    Erstellt: 25.05.06   #20
    Wie gesagt, unglückliches Beispiel meinerseits. Ich meinte mit "stärker gespannt" das Spielgefühl, nicht die (aus der Spannung resultierende) Tonhöhe.

    Ich formuliers neu: Wenn ich einen krummen und einen geraden Hals (beide richtig gestimmt!!) habe, dann fühlen sich die Saiten auf dem geraden nicht so stark gespannt an. Mir gehts auch eher um die Zupfhand, dass ich mit der Greifhand umso weiter drücken muss je mehr der Hals gekrümmt ist ist weniger das Problem.
    Ja, so ähnlich meinte ich das.

    lg
     
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