Wie steuert man Aufnahme-Quellen aus?

von Mic80, 12.03.04.

  1. Mic80

    Mic80 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.04   #1
    Hallo zusammen,

    bin so etwas ein neuling im ernsthafteren Homerecording und wollte mal eine vermutlich etwas naive und dumme Frage stellen, auf die ich aber auch bisher noch nie eine vernünftige Antwort bekommen habe ;-)

    Also, vielleicht kann mir hier jemand helfen!

    Ich habe folgendes Problem:
    Wenn ich z.B. eine Gitarre aufnehme, dann habe ich vom Gitarren-Amp, über das analoge Mischpult, über die Audiokarte, die sich über eine Mixersoftware steuern läßt, bis hinein in die Recordings-Software (in diesem Falle zum Testen mal das Programm "Sonar 3") x-verschiedene Volumenregler. Wie muß ich die jetzt stellen, damit die Aufnahme "korrekt" ist und so diese "übliche" Original-CD Lautstärke hat. Falls ihr mein Problem versteht :-) Muß ich einfach immer nur alle Devices so regeln, das sie im Prinzip "voll offen" sind, aber dennoch nicht in den roten Bereich kommen, also das fachwort ist wohl hier "clipping" (?). Oder soll ich alles nur so ein bißchen aufdrehen und dann erst in der Recording-Software den Pegel bis zum "maximum" (was ist das Maximum eigentlich genau dann?) anheben? Ist es egal wenn ich leiser aufnehme? Kann ich das dann später einfach anheben? Wenn ich das irgendwo zu laut aussteuere, dann bekomme ich doch ein gewisse, ungewünschte verzerrung in das Signal, oder?

    Vielleicht hat jemand ein paar Tips, wie die Regler am besten zu stellen sind. Würde mich freuen.

    Danke & liebe Gruß an die Community (die hier übrigens ziemlich rockt!)
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.03.04   #2
    Eins gleich vorweg: Die "übliche CD-Lautstärke" erreicht man direkt bei der Aufnahme in den seltensten Fällen. Grund: Der Maximale Spitznpegel einer CD ist bei 0dBfs (also Vollaussteuerung der 16bit) erreicht und kann nicht überschritten werden. Ein typisches "nacktes" Signal hat bei eben dieser Vollaussteuerung aber einen Durchschnittspegel, der von dem aktueller CD-Produktionen weit entfernt ist. Da kommen dann beim Mischen Dinge wie Kompression und später beim Mastering noch andere Details (ggf.) hinzu, um eine CD im Direktvergleich mit einer gekauften etwa gleichlaut erscheinen zu lassen. Aber das ist ein ganz eigenes Thema und berührt die Fragestellung hier eigentlich nicht.

    Im Prinzip ersteres. Im zweiten Fall hast du mit Sicherheit viel Rauschen dabei (bei niedrig ausgesteuertem Pegel im Analogbereich) und kannst (im digitalen) nur wenige Bit an Dynamikumfang nutzen, was beim Aufziehen nicht besser wird.
    Im Klartext: Jeden Teil der Signalkette "voll" aussteuern - was nicht gleichzusetzen ist mit "Regler voll auf". Sprich: Dein Signal muss im Pult sauber ankommen (Aussteuerung des Kanals mittels "Gain", Kontrolle per PFL-Taste des Mischers -> ca. 0dB in den Spitzen), sauber weitergeleitet werden (Stereosumme oder wo auch immer du rausgehst auch wieder 0dB), genauso in der Soundkarte ankommen (Pegelanzeige im Soundkartentreiber bei max. 0dB) und dann in der Software möglichst hoch aufgenommen werden, ohne zu clippen = wieder max. 0dB.
    Dabei sind leichte Überschreitungen der 0dB-Marke im Analogbereich kein Problem, weil die Analoggeräte etwas (oder etwas mehr) Headroom haben und zum anderen analoge Verzerrungen "sanft" einsetzen und bei ganz kurzen Pegelspitzen meist nicht hörbar sind. Im digitalen Bereich (also ab Eingang Soundkarte) sind die 0dB eine Schallmauer - ab da zerrt es sofort und meist deutlich hörbar.

    Also dort lieber auf Nr. sicher gehen und ein paar dB (2-3 reichen meist) Reserve lassen für nicht geplante Peaks. Das kann man dann in der Tat in der Software noch aufholen, ohen die Qualität merklich zu verschlechtern.

    Jens
     
  3. Mic80

    Mic80 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.04   #3
    Vielen Dank für deine Ausführungen, hat mir sehr geholfen!

    Gruß
    Michael
     
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