Wie wird folgendes gespielt?

  • Ersteller CapFuture
  • Erstellt am
Das spielt man als Tremolo.
Also immer schön alle Noten des Akkords ganz schnell durcheinander spielen;)
 
Danke erstmal :)

Üblicherweise von unten nach oben oder darf es auch wirrwarr sein?
 
CapFuture schrieb:
Danke erstmal :)

Üblicherweise von unten nach oben oder darf es auch wirrwarr sein?

Ich schüttle meist bei Tremoli (is das die richtige Pluralform?) das ganze Handgelenk und halte die Hand relativ steif, da ist die Reihenfolge der Noten schwer festzulegen.
 
hm. ich müsste wissen, was für ein Stück das ist und wie es im Zusammmenhang steht. Normalerweise sind Tremoli immer zwei Noten oder zwei Akkorde die durch einen Balken verbunden sind - die Tremoli sind dann mit den /// im Balken gekennzeichnet.

Doch hier ist nur ein einzelner Akkord so gekennzeichnet - das ist eigentlich nur die Spar-schreibweise von 32teln! D.h. der ganze Akkord sollte in 32-Werten wiederholt werden (genau: erst ab der zweiten 32-tel auf der 2. Takthälfte, da er ja übergebunden ist). Je nach Tempo kann man es als 16-Triole ausführen. Wenn es einem zu schwer ist - oder das Tempo einfach zu hoch - kann man auch auf Pendel-Bewegung im Akkord umsteigen: dann wprde ich den jeweils untersten Akkordton mit den 3 oberen abwechseln.

Gruß,
Endorf
 
Danke für die Erklärungen und Tips

Hier wird das Tempo wahrscheinlich zu hoch sein (190 BPS) von daher werd ich wohl vereinfachen müssen oder einfach mehr üben ;)

Habe von der CD mal die Passage rausextrahiert. Leider kann ich bei dem Tempo seine genaue Spielfolge nicht raushören.... Spontan würde ich sagen, dass er die einzelnen Töne des Akkordes rauf-runter-rauf spielt

 
Sehr komisch,
ich würde sagen, der Endorf hat Recht, eigentlich meint die Notierung, daß der ganze Akkord (alle Töne gleichzeitig) in 32stel anzuschlagen ist. Was hier allerdings gespielt wird, ist in der Tat sowas, wie derLouis es beschreibt. Ich höre hier ein Oktavtremolo.
Nur als Beispiel für ein berühmtes Tremolo: Beethoven Sonate op.13 1. Satz (Oktavtremolo!). Hat schon so mancher bei falschem Üben mit ner Sehnenscheidentzündung bezahlt (aber das schrieb ich neulich schon irgendwo :confused: )
 
Also auf der Aufnahme hört man ganz deutlich, dass der Pianist an der betreffenden Stelle insgesamt 3 16tel und eine Achtel spielt und zwar beginnend auf der 10. 16tel im Takt. Er pendelt dann zwischen dem unterem Akkordton und den 3 oberen (wie ich auch vermutete) - beginnend mit dem unteren. Den letzten Akkord hält er sogar als Achtel aus. Klingt ganz gut, eher leicht im Klang.
Ein Durchspielen mit 32teln klingt übrigens grauenhaft!

Endorf
 
In der Ausgabe, die ich hab, ist das auch als Tremolo notiert. Das ist im Prinzip ein und dasselbe.
 
Also,

das sogenannte Tremolo taucht das rste Mal im 18Jh. bei Orchesterwerken in den Streicherstimmen auf. Hier werden keine exakten Notenwerte mehr gespielt, sondern man repetiert die Noten "so schnell wie man kann".

Auf dem Klavier gibt es bis Franz Liszt KEIN Tremolo, hier müsen alle Notenwerte genau so gespielt werden wie sie notiert sind. Die Sparschreibweise /// gibt also genau zu spielende Notenwerte an
Ab Liszt sind die /// nicht mehr als exakte Notenwerte anzusehen, sondern als Tremoli - d.h. die Noten sind so schnell wie möglich repetieren. Die genaue Gestaltung der Tremoli ist aber dem Ausführenden selbst überlassen, er kann z.B. das Tempo innerhalb eines Tremolis variieren, oder einzelne Zöne dynamisch hervorheben - das war bis zu dieser Zeit noch nicht möglich und nicht vorgesehen.

Endorf
 
siehste! Wieder was gelernt!
Tausend Dank für die Nachhilfe !

Wolf
 
Jep, nocheinmal Danke von mir :)

Demnach gibts keinen pauschalen Tipp wie man ein Tremolo sauber spielt ohne krämpfe in der Hand zu bekommen, oder?
 
CapFuture schrieb:
Demnach gibts keinen pauschalen Tipp wie man ein Tremolo sauber spielt ohne krämpfe in der Hand zu bekommen, oder?

Krämpfe bekommt man, wenn das handgelenk steif ist: mach mal "winke, winke", da geht die hand locker rauf und runter, du kannst sie aber ebenso locker links/rechts mit dem unterarm drehen. Beide bewegungen geschmeidig kombinieren, erspart dir manches, manchmal muss man auch die gelenke fixieren, aber bitte danach wieder lockern, etwa am phrasenende sanft abheben. Vielleicht gibt es heute lehrer, die einem so etwas beibringen, ich musste alles selber herausfinden.
@ Endorf, danke für das "tremolo", das sich dem metrum entzieht, nicht so die achtel bei op.13.
Das beispiel würde ich so spielen: die drei unteren töne als akkord im schnellen wechsel mit dem höchsten.
 
G?nter Sch. schrieb:
...... Vielleicht gibt es heute lehrer, die einem so etwas beibringen, ich musste alles selber herausfinden.

Oh ja, die gibts, und die gab es auch schon früher. Ich hatte das grosse Glück genau so eine Lehrerin zu haben. Und das ist auch schon ca. 30 Jahre her. Ich verdanke ihr soooo viel......
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben