Wikipedia als Quelle - gut oder schlecht?

von Limbo, 04.04.08.

  1. Limbo

    Limbo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.08   #1
    Da diese Quellenangabe oft bei politischen Diskussionen auftaucht, poste ich dieses Thema hier.

    Vorteil: schnell verfügbares Allgemeinwissen
    Nachteil: jeder kann darin herumschmieren

    Schon klar. Mir stellt sich aber die Frage, warum diese Quelle oft nicht akzeptiert wird. Mir ging das hier schon mehrmals so, und ich kenne derartige Einwände auch aus anderen Foren. Meine Meinung: eben weil viele Leute ein Auge darauf haben (und gegebenenfalls eingreifen können) und weil diese Quelle allgemein bekannt ist, greife ich gern auf Wikipedia zurück. Ebenso verwende ich lieber Medien wie Spiegel, FAZ oder Welt als Quellenangabe weil diese von den meisten Leuten als relativ seriös betrachtet werden, während sie z.B. Indymedia eher als linkslastig und z.B. Politically Incorrect eher als rechtslastig ansehen.

    Was meint ihr dazu?
     
  2. ETiTho

    ETiTho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.08   #2
    Wikipedia als Quelle benutze ich fast nur, wenn ich mal schnell was nachschlagen will. Für Referate oder andere Schulzwecke benutze ich sie kaum. Wenn, dann guck ich mir lieber die Seiten an, die bei Wikipedia als Quelle genannt werden.
    Wikipedia ist mir meist zu oberflächlich, denn selbst wenn ich nur ein kurzes Referat halten muss, will ich doch ein gewisses Maß an Hintergrundwissen haben, was mir die Wikipedia meist nicht in dem Umfang liefern kann, wie ich es gerne hätte. Dies trifft besonders bei naturwissenschaftlichen Themen zu (wobei auch auf diesem Gebiet manche Wikipediaartikel relativ gut sind)
    Bei politischen Themen greife ich lieber auf Quellen zurück, in denen nicht jeder schreiben kann was er will (um es mal übertrieben zu formulieren). Außerdem suche ich mir da meist mehrere Quellen. Besonders bei Infos von Seiten die eine einschlägig bekannte politische Einstellung vertreten bin ich da sehr vorsichtig und suche lieber noch eine zweite oder dritte Quelle.
    Gruß
    ET
     
  3. nightflight

    nightflight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #3
    Für sehr oberflächlichen und schnellen Wissenszugang ist Wikipedia akzeptabel, sogar ideal.

    Aber mir ist schon ziemlich schnell aufgefallen, dass Wikipedia sehr ungenau ist und teils einfach komplett falsch. Abgesehen davon, finden sich wirklich (fast) alle Artikel auch wo anders im Internet, meistens ist es so, dass bei WIkipedia einfach von offiziellen HPs Informationen zusammengeszogen werden (meist ganz einfach "Copy-Paste"...:rolleyes:

    Also ich informier mich nur noch über seriöse udn offizielle Seiten.

    Hinzu kommt noch, dass vor allem im Bereich der Musik, vor allem die ganzen Artikel über Bands absolut a) teils unwichtiges steht und b) meistens von unwissenden Fans geschrieben wird...und diese Subjektivität schlägt sich dann sehr nieder...(bei Band bevorzuge ich dann wenn überhaupt sowie so das englische Wikipedia z.b.)

    Der Verstand ist schon immer bei wenigen nur gewesen, meinte mal Schiller...glaubt nicht der Mehrheit...das ist sogar glaub ich wisenschaftlich bewiesen, gibte s da nicht ein Buch sogar darüber, Die Weisheit der Vielen oder so?

    Edit: Wikipedia = Fast-Knowledge; McDonalds = Fast-Food
     
  4. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #4
    Wikipedia als Quelle finde ich nicht gerade berauschend, weil eben oft einfach Falsches oder Unvollständiges drin steht. Aber um einen groben Überblick/Einstieg in ein Thema zu finden, reicht es. Danach sollte man aber verlässlichere und vor allem vollständigere Quellen heran ziehen. In eine Hausarbeit (an einer Universität eh nicht, auch nicht unbedingt an Schulen) würde ich Wiki nur bedingt empfehlen, allenfalls als Ergänzung zu anderen (Haupt-)Quellen oder um etwas nachzuschlagen, was in der Hauptquelle nicht mehr auf dem neuesten Stand ist (und dafür auch noch die in Wiki angegebenen Quellen durchsehen).

    Aber hier im Board in einer Diskussion über Politik o.ä. reicht Wiki doch allemal. Wer würde hier denn schon in eine Bibliothek gehen, um eine Quelle aus irgendeiner Diskussion nachschlagen? Ich schätze keiner. Selbst die, die hier Wiki nicht als Quelle haben wollen würden das wohl kaum tun, schätze ich einfach mal.
    Da ist Wiki (Spiegel online,... auch) eben einfach leichter und schneller "erreichbar".
     
  5. nightflight

    nightflight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #5
    Als Beispiel noch im Bezug auf wie bei Wikipedia eigentlich nur kopiert wird:

    Heinrich Böll - Doktor Murkes gesammeltes Schweigen

    Wikipedia und Dieter Wunderlich

    Total übernommen und - als Höhepunkt - nicht mal gekennzeichnet, da steht nicht wo das her ist, zwar sind unten einige Literaturangaben aber nicht die, hab das per Zufall entdeckt mal...da wirds mir echt schlecht bei einem solchen Umgang mit Zitaten :mad:
     
  6. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #6
    Also ich finde Wikipedia eigentlich echt nett.

    Ich habe schon in der Schule sehr viel damit gearbeitet, habe mich im Grunde auf mein gesamtes Geschichtsabi damit vorbereitet (wo es wegen unvollständigem/falschen Wissen übrigens keine Probleme gab ;)) und sogar jetzt im Studium, wo ich einfach ein recht breit gefächertes Wissen in einigen Randgebieten brauche, benutze ich es durchaus auch mal.
    Für die Kerngebiete ist natürlich alles, was man da finden könnte, viel zu ungenau und oberflächlich, aber das sind eben auch die Inhalte, die wirklich kein Mensch außer Studenten und ihren Professoren so genau kennt ;)

    Der Vorteil ist aber sicherlich, dass eben wirklich viele Leute darauf Zugriff haben und auch wirklich schnell festgestellt wird, wenn Fehler drin sind. Ich habe zB schonmal einen Artikel über ein geschichtliches Thema geschrieben und zwei Tage später war der Artikel weiträumig ergänzt und verbessert worden, Quellenangaben waren drin und alles. Und das bei einem Thema, was vorher überhaupt nicht existiert hat. Das gibt es bei anderen Wikis eben nicht in dem Maße, weil da nicht so viele User sind und gerade so etwas wie Indymedia ist nun einmal auch tendenziell eine Plattform für bestimmte Richtungen des politischen Spektrums.
    Wobei man sagen muss, dass auch Wikipedia durchaus seine Probleme mit solchen Artikeln hat. Man kann auch scheinbar objektive Informationen durchaus tendenziös gestalten, wenn man weiß wie und wenn man sich die History von entsprechenden Artikeln anschaut, merkt man, dass da fast ein kleiner Krieg zwischen den verschiedenen Richtungen läuft.
     
  7. EDE-WOLF

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    Erstellt: 05.04.08   #7
    bei dem diskussionsniveau das hier herrscht (diskussionen unter laien) halte ich wikipedia für ausreichend....
     
  8. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #8
    Sehe ich auch so. Dass zb bei Diskussionen im PF jemand Wikipedia für unzureichend hält, verstehe ich vollkommen - da gehts halt tiefgründiger zu Werke (kann man das über das PF überhaupt sagen? :rolleyes::screwy:)

    Für son bisl Planschen reicht das allemal.

    Dass einige Artikel beim wiki allerdings arg kurz und andere hingegen ellenlang sind, stört mich manchmal schon...
     
  9. sickranium

    sickranium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #9
    Also ich nutze Wikipedia sehr stark, hauptsächlich zwecks Bandbios, die mich interessieren, oder auch in Bezug auf Themen, in die ich mal schnell reinschnuppern will, oder wo ich Links dazu suche. Aber es stimmt schon, für fundierteres Wissen führt kein Weg an Fachliteratur vorbei.

    grühs
    Sick
     
  10. Axolotl

    Axolotl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #10
    2005 waren da die Kontrollen noch nicht so umfangreich. Wer auf so etwas stößt, sollte das sofort melden, danke für die Hinweis.

    Ansonsten noch drei Anmerkungen:
    1. Die Qualität steht und fällt mit der Mitarbeit. Wer Fehler, Ungereimtheiten, wichtige Auslassungen usw. findet, darf gerne seine Tastatur benutzen.
    2. Es handelt sich nur um eine Enzyklopädie. Bereits jetzt sind einige Artikel m. E. für diesen Zweck viel zu umfangreich.
    3. Es beileibe nicht so, dass der Querschnitt der Mitarbeiter auch dem Querschnitt der Bevölkerung entspricht. Der Bildungsgrad ist zwar überdurchschnittlich hoch, aber auch das Alter meist recht niedrig (wie typischerweise bei Internet-Gemeinschaften), zudem ist der Großteil der angemeldeten Benutzer männlich. Dies führt zu einer starken Gegenwartlastigkeit sowie einer Überrepräsentation "typisch männlicher" Themen
     
  11. Djangoausberlin

    Djangoausberlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #11
    Ich würde es von der Größe das Artikels abhänig machen.
    Bei kleineren Themen, ist die Anzahl der Bearbeiter recht klein, also ist eine Verfälschung noch am ehesten möglich. Bei größern Artikeln wie z.B. über Goethe, kann man sich sicher sein, dass da so viele Leute draufgucken, dass die Informationen darin verlässlig sind.

    Es grüßt
    Django
     
  12. BASSisT86

    BASSisT86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #12
    Ich habe mal von einer Studie gelesen, in der Einträge von Brockhaus und anderen Lexikas mit der Qualität von Wikipedias Einträgen verglichen wurden. Wikipedia hat im Umfang und in der Qualität besser abgeschnitten.

    Hier ist die Studie:
    http://www.stern.de/computer-technik/internet/: stern-Test -Wikipedia-Brockhaus/604423.html

    Insofern scheint Wikipedia gar nicht so unseriös zu sein. Das Argument mit dem rumschmieren im negativen Sinne scheint also nicht wirklich zuzutreffen.
     
  13. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #13
    Wikipedia ist sicherlich eine hervorragende Internetquelle.
    Da allerdings, wie bereits erwähnt, jeder darin herumschreiben kann ist es natürlich sehr gut möglich, dass falsche Tatsachen in den Artikeln zu lesen sind.
    Um sich jedoch schnell und oft auch ausführlich einen Überblick über gewisse Themen zu beschaffen, würd ich sagen, dass Wikipedia schon fast unersetzlich geworden ist. Man kann super schnell die Dinge finden, die man braucht und wird oft sogar auf Tatsachen hingewiesen, denen man nie bewusst war.
    Das Wissen, das einem Wikipedia aber offenlegt, sollte immer noch durch weitere Nachforschungen bestätigt ggf. widerlegt werden. So kann man schnell und einfach seriöse Quellen finden.
     
  14. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #14
    Also ich persönlich bin eigentlich "Wikipedia-Anhänger", sowohl als Informationsquelle, als auch als Quellenverzeichnis.

    Allerdings verwende ich Wikipedia für ernsthafte Projekte (z. B. Schule) nur bei Themen, die objektiv betrachtet werden und nicht subjektiven Faktoren unterliegen. So z. B. in den Naturwissenschaften: Da ist nun einmal - einfach betrachtet - etwas entweder richtig oder falsch (wenn es nicht grad um neue Theorien geht), und wenn etwas bei Wikipedia falsch ist, sollte es nach kurzer Zeit von irgendjemand anderem korrigiert werden. Und steht etwas schon seit Ewigkeiten dort (-> Artikel-History), scheint es nicht falsch zu sein, gerade, wenn auch noch Quellen angegeben sind. Das gilt aber nicht nur für die Naturwissenschaften, sondern auch für z. B. Geschichte, wobei man hier keine interpretierenden/wertenden Abschnitte als seriöse Quelle übernehmen sollte, da diese wirklich von jedem verfasst worden sein könnten, aber wenn es um das bloße darstellen der historischen Fakten geht, kann man Wikipedia - meiner Meinung nach - gut gebrauchen.

    Gruß,
    Max
     
  15. nightflight

    nightflight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #15
    Bitte! :)

    Jetzt wurde der Artikel ja tatsächlich gelöscht, und ich bin schuld... :o

    Hoffentlich werden trotz des Löschens auch andere weiterhin noch auf die hervorragende Persiflage von Heinrich Böll aufmerksam! :great:
     
  16. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 06.04.08   #16
    Hallöli,

    ich ziehe die "Geschichte" mal andersrum auf ...

    Geschichte wurde viele Jahrhunderte lang einzig von den Siegern und den Mächtigen gemacht.
    Außerst interessant ist sowas zum Beispiel, wenn man etwas über die "Entdeckung" Neuseelands durch Cook erfahren will. Als Cook erstmals an Land ging, erschoss er zwei Maori. Cooks Sichtweise prägte über 200 Jahre unsere Sichtweise der "Entdeckung" Neuseelands. Die Maori haben diese Begebenheit jedoch ebenfalls tradiert - und bei ihnen hört sich die Geschichte der "Entdeckung" ganz anders an.

    In den Klappentexten vieler Bücher (renomierter Verlage) steht, die Autorin Ellis Peters (Cadfael Romane) sei in Wales geboren. Da kann man auch als Laie die Verlage anschreiben - und es in Wikipedia richtig stellen.

    Um 1850 war sich die Wissenschaft noch sicher, dass Epedemien durch "böse Gerüche" übertragen werden. Man kann behaupten, so etwas gehöre in der Wissenschaft der Vergangenheit an.

    Wer sich aber mit dem Thema Autismus auseinander setzt wird feststellen, dass renomierte Wissenschaftler völlig konträre Meinungen dazu haben. Auch aus renomierten deutschen Uni-Kliniken (mit dem Spezialgebiet Autismus) hört und liest man noch immer den größten Mist.
    Hier bietet Wikipedia die Möglichkeit gegen "Müll" anzuschreiben, Vorurteile und Unkenntnis von Wissenschaftlern auszuräumen.

    Selbst Wissenschaft ist in den seltensten Fällen ein objektives Arbeitsfeld!

    Es ist nich alles korrekt was in Wikipedia steht - aber das trifft auch auf renomierte Werke zu. Wenn nur die "Quellen der Sieger" oder "der Mächtigen" zur Verfügung stehen, wird eben einiges falsch niedergeschrieben. Wikipedia bietet die Möglichkeit, dass auch "die Verlierer" "ihre Wahrheit" nieder schreiben.

    Gruß
    Andreas
     
  17. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.08   #17
    Bei größeren Artikeln ist Wikipedia schon ziemlich verlässlich - es schauen einfach zu viele Leute drauf als dass ein einzelner wirklich etwas verfälschen könnte. Und durch das dezentrale Autorenverfahren sind die Artikel immer sehr aktuell.

    Und was kleine Artikel angeht, die fehlerträchtiger sind: Diese stehen etwas aus Konkurenz, da diese in offiziellen Nachschlagewerken nicht vorhanden sind.

    Außerdem finde ich es ein gutes Verfahren, dass die Leute Artikel schreiben die wirklich Ahnung von haben. Habt ihr schonmal (jetzt nur als Beispiel) die Artikel über Industrial Rock im Brockhaus nachgeschlagen? Die sind schrecklich, da schreibt ein Autor über Dinge, von denen er keine Ahnung hat. Vergleicht man das zu Wikipedia, die allein zu dem Themengebiet ganze Bücher füllen könnte ist das schon sehr bezeichnend.


    Für Diskussionen im Inet ist die Seriösität lang ausreichend, für das wissenschaftliche Arbeiten nicht, da ist aber jedes Nachschlagewerk überfordert. Ich nutze für diesen Fall Wikipedia nur, um mir einen schnellen Überblick über ein Themengebiet zu verschaffen.


    Und was in meinen Augen der Hauptvorteil ist: Wikipedia wird immer schneller immer besser und größer, und es ist nicht kontrollierbar.
    Rein gesamtgesellschaftlich betrachtet ist das immens wichtig, da die Geschichte von allen Menschen geschrieben wird, und nicht von Regierungen kontrolliert werden kann. Gesammeltes Wissen, für jeden verfügbar und von allen kontrolliert, das wäre noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen.
     
  18. schmunda

    schmunda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.08   #18
    Um Forumsäußerungen zu untermauern reichts vielleicht. Aber spätestens bei Referaten ganz zu schweigen von wissenschaftlichen Abhandlung absolutes "no-go". Erstens weil generell (als) unseriös (erachtet) und zweitens weil in solchen Arbeiten immer Primärliteratur zitiert werden sollte. Wikipedia ist selbst bei korrektestem Inhalt maximal Sekundärliteratur und deswegen nicht zitierfähig.
     
  19. Born2Run

    Born2Run Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.08   #19
    Ist halt recht für den kleinen Wissenshunger zwischendurch. Fast Food des Wissens quasi. ;)
     
  20. Jerry

    Jerry Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.08   #20
    Mir sind mittlerweile zu viele geschönte, verzerrte, und ideologische Beiträge enthalten! :screwy: In manchen Bereichen, etwa Firmenprofile, Politik, und Geschichte, ist Wikipedia mittlerweile zu einer propagandistischen Plattform für Marketingexperten und Polit-Spinner verkommen. :mad: Aber auch die "normalen" Beiträge strotzen oft nur so vor Fehlern. Hier ein aktuelles -- > Beispiel <-- aus unserem Forum!

    Ich für mich stehe Wikipedia mittlerweile sehr skeptisch gegenüber, und höre nicht auf, meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu warnen und daraufhin zu weisen, dass jeder in diese Online-Enzyklopädie 'reinschreiben kann, was er nur will. Viele glauben nämlich leider, Wikipedia wäre sowas wie ein "kostenloser Online-Brockhaus", und haben daher blindes Vertrauen! :cool:

    Und nicht mal das (s. o. :rolleyes:).