Winkel - Hals - Korpus (Schraubhals wie bei Strat)

von Jamahl, 09.04.06.

  1. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #1
    Hey!
    Ich stehe beim Gitarrenbau gerade vor der Frage, welchen Winkel denn die Halstasche bei einem Schraubhals haben sollte. Bei verleimten Hälsen sollte der Winkel doch so sein, dass der Hals etwas nach hinten steht, aber im Buch von Martin Koch steht nichts darüber, wie das bei Schraubhälsen ist.
    Bitte um Auskunft

    Danke!
     
  2. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #2
    Sämtliche Gitarren, die ich bisher in den Fingern hatte, mit geschraubtem Hals, hatten den Hals parallel zum Korpus. Allerding, warum das so ist, keine Ahnung!?! Das sind dann eigentlich immer irgendwelche "stratigen" gewesen.
     
  3. Jamahl

    Jamahl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #3
    Bei meiner Strat sieht es für mich auch so aus, als wär der Parallel, aber ich war mir nicht sicher, und zerlegen wollte ich die nicht, weil sie grade neue Saiten drauf hat, die ich dann nicht mehr drauf bekomme.
    Sicher, dass der Hals parallel zum Korpus ist?

    Danke!
     
  4. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #4
    Einfach nur JA, bei meinen ist es überall so.
     
  5. Don Rollo

    Don Rollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #5
    Es kommt darauf an, was für eine Bridge Du verbauen möchtest. Bei einem normalen Tremolo, einem versenkten Floyd Rose, oder einer Fixed-Bridge ist der Halswinkel normalerweise Null. Für Tune-O-Matics, Schaller3D oder einem aufliegendem Floyd braucht man im allgemeinen immer einen nach hinten geneigten Hals.
     
  6. Jamahl

    Jamahl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #6
    Ist eine Tune-O-Matic mit Rollen.

    Wie bestimme ich eigentlich den Winkel?
     
  7. Don Rollo

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    Erstellt: 09.04.06   #7
    Am besten ist es wohl, alles einmal eins zu eins aufzuzeichnen und dann auszumessen. Mit ein wenig Trigonometrie gehts natürlich auch. Man braucht dazu nur die Höhe der Bridge über dem Body, die des letzten Bundes über dem Body und der Abstand von der Bridge zum letzen Bund. Am besten ist es aber, den Body und den Hals mal maßstabsgerecht von der Seite einzeln aufzuzeichnen, auszuschneiden und durch Anlegen den besten Winkel zu finden.
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.04.06   #8
    Es gibt auch schräg geschraubte, hab selber so eine Gitarre. Da ist die Halstasche einfach bewusst schrägt geschliffen, zum Korpus hin höher. Der grade Hals sitzt dann da drauf -> Winkel.

    Bei Strats halt unüblich, da die aufgrund der Brücke (in der Regel Trem oder STB-Hardtail) ohnehin optimalen Druck auf den Steg haben (90°-Knick)

    Bei Strats macht man das nachträglich manchmal mit untergelegten Shimms. Die verändern auch den Halswinkel.
     
  9. Peda

    Peda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #9
    und gerade fräsungen sind einfacher zu bauen, wie gut, dass ich mir keine paula bau^^

    bei meiner pacifica hab ich damals aufgrund einer etwas angeschlagenen halsschraube ein kleines stückchen holz untergelegt, richtung hals-pu...

    ist es gescheid realisierbar, nen fender-steg so abzusägen, dass der block hinten nich mehr dran is und ich mir ne fräsung sparn kann?
     
  10. Don Rollo

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    Erstellt: 09.04.06   #10
    Den Block kann man meistens einfach abschrauben und hat dann eine Fixed-Bridge. Der einzige Unterschied zu einer gekauften besteht eigentlich nur im (dann) überflüssigen Tremolo-Loch. Die Löcher für die Hülsen auf der Rückseite sind aber auch nicht ohne, denn hier muss man schon im 1/10 mm Bereich arbeiten, damit es gut aussieht und alles passt.
     
  11. Bullisht

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    Erstellt: 09.04.06   #11
    Hi,
    Thomas Kortmann empfiehlt für Paulas den 3,5° Winkel:
    http://www.gitarrist.net/Interview_Thomas_K.118.0.html
    Wie fräst man sowas aus? Legt man einen 3,5° Keil unter seine Fräse und läßt sie da hinauf laufen?

    Und wieso ist man bei den Saitenhülsen im 1/10mm-Bereich unterwegs? Verstehe ich da irgendetwas nicht? Offenbar...
    In welchen Gegenden ist man noch auf derartige Präzision angewiesen?

    Gruß,
    vrooom
     
  12. Don Rollo

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    Erstellt: 09.04.06   #12
    Im Prinzip ja. Man baut sich eine Art Rampe, an der die Fräse entlangläuft bzw. bockt seine Schablone an der Bodyseite soweit auf, bis der Winkel stimmt. Am besten ist es dann natürlich, wenn die Schablone bis zur Bridge reicht.
    Die Seitenhülsen sind meistens genau so gross, dass sie direkt, Kante an Kante, aneinander liegen. Jeder Fehler akkumuliert sich also von Loch zu Loch. Ausserdem sieht man bei so einem symmetrischen Gebilde sehr schnell Unregelmäßigkeiten. Ist zwar alles auf der Rückseite, aber gerade diese Kleinigkeiten machen eben den Unterschied.
     
  13. Jamahl

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    Erstellt: 11.04.06   #13
    Ich hab jetzt versucht, das abzumessen und komme immer wieder drauf, dass da nichts schräg gefräst werden müsste und der Hals um 1,2cm versänkt werden muss.
    Habe aber eine Tune-O-Matic Bridge und einen fertigen Fender-Style Hals von Rockinger.
    Hab ich da was falsch gemacht?
     
  14. Joachim1603

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    Erstellt: 11.04.06   #14
    Wenn´s gerade ist, dann ist das halt so. Hauptsache es passt.
     
  15. Jamahl

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    Erstellt: 11.04.06   #15
    jut (wollt ich schon immer mal sagen)
    Hab ich das schon richtig gemacht, hab mal so 1,2cm papier under the bridge gelegt, dann den hals so hin gelegt, dass er ca. im selben abstand zur bridge liegt, wie er dann bei der gitarre ist, dann ein lineal aufgelegt, sodass es die bridge sowie den ersten bund berührt und da hat es alle bünde berührt.
    Heißt das, dass der winkel stimmt?

    PS: Hab heute rausgefunden, wie elastisch und hart eschenholz ist - NIEMALS kaputt zu kriegen!
     
  16. Joachim1603

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    Erstellt: 11.04.06   #16
    Muss gestehen, dass ich mir das jetzt nicht vorstellen kann :eek:

    Stehe auf dem Schlauch :confused:
     
  17. Jamahl

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    Erstellt: 11.04.06   #17
    Ich versuchs nochmal zu erklären:
    Hab den Steg so hin gelegt, dass 1,2cm papier drunter liegen (weil eben der Hals um 1,2cm versänkt wird, damit ich den Hals einfach hinlegen kann und nicht versänken muss), dann hab ich den Hals so hin gelegt, dass er ungefähr in dem Abstand ist, in dem er zum schluss sein wird, dann hab ich ein lineal so darauf gelegt, dass es den Steg, sowie alle Bünde berührt.
    Heißt das, wenn ich den Hals um 1,2cm versänke, dann kann ich die Ausfräsung genau parallel zum Hals machen?
     
  18. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.06   #18
    Glaube ich habe es. Klingt logisch und scheint zu stimmen.:great:
     
  19. Bullisht

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    Erstellt: 18.04.06   #19
    Hallöchen,
    Man richtet doch parallel zum Korpus aus, nicht zum Steg, oder?! Und wenn, dann legt man kein Lineal, sondern eine Wasserwaage drauf.
    Ich orientiere mich bei der Tiefe der Versenkung des Halses strikt am Original (Stratocaster) und richte parallel zum Korpus aus.
    Leichte Höhenunterschiede überwindet man im übrigen mit den Verstellschrauben der Saitenreiter auf der Bridge.
    Gruß,
    vrooom
     
  20. STAINDmc

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    Erstellt: 19.04.06   #20
    Also hast du die Halstasche parallel zum Korpus gemacht?
    Bzw zu deiner Tune-O-Matic??

    *mal infos sammeln muss*

    Aber den Halstasche nur so flasch? *oder jetze wieder irgendwas falsch versteht*


    //edit:*an kopf klatsch* man sollte vorher doch nochmal blick auf die eigene gitarre werfen(wegen den 1,2 cm)
     
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