Wo kann man Ersatzstimmplatten kaufen?

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Burkie

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Kann man Stimmplatten als Ersatzteile kaufen?
 

Stimmplatten sind bestellbar aber bei alten Instrumenten kann es sei daß es keinen neuen Ersatz gibt der von den Abmessungen der Stimmplatten zu den Stimmstöcken paßt.
 
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  • #3
Aber wenn Ersatz-Stimmplatten von den Abmessungen her in den Stimmstock passen, dann klingt es auch wieder wie "original"?
Oder hängt der Klang sehr stark von der Machart der Stimmplatte ab?

Grüße
 

T-Mensur Stimmplatten kann man z.B. direkt im Hohner-shop kaufen:

https://www.hohner-cshop.de/Akkordeon/Akkordeonteile/Stimmplatten/

Das sind Stimmplatten von "normaler" Qualität, die für die meisten einfacheren Instrumente aber gut funtkionieren.

Ob man bei den Herstellern direkt kaufen kann - weiß ich nicht, hab ich noch nie gemacht.
Wenn ich einzelne Stimmplatten gebraucht habe habe ich die bisher direkt bei meiner Fachwerkstatt bezogen. Hat den Vorteil dass die Fachwerkstätten meist einen größeren Fundus da haben und oft auch ältere Typen noch haben (zumindest als gebrauchte aus ausgeschlachteten Altinstrumenten)


Oder hängt der Klang sehr stark von der Machart der Stimmplatte ab?

Es sollte schon die gleiche Type und Qualität sein. Beim Ersatz einer A Mano durch eine z.B. T-Mensur wird man schon einen Unterschied merken, da die Zungenabmessungen anders sind und demzufolge das Ansprechverhalten und der Lautstärkeverlauf anders ist. Genauso wird es störend auffallen in ein Akkordeon das komplett einfachen Stimmplatten ausgestattet ist, eine A Mano zwischen rein zu bauen. Solange die Grobamessungen gleich sind und die Zungenform in etwa gleich ist und von ähnlicher Qualität ist, wird einem Zuhörer nichts auffallen.
 
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  • #6
Ich weiß es auch nicht.

Deshalb gehe ich bei Problemen mit einem meiner Instrumente zum HzimmgM, und wenn der sagt, er habe aus Aufkäufen schließender Werkstätten NOS für meine(n?) Imperator V S, dann glaube ich ihm das und runde die Rechnug ein wenig auf.
 
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Was bedeutet T-Mensur?
Das sind die einfachsten und günstigsten Stimmzungen, die die Firma Hohner in der Nachkriegszeit produziert hat, z.B. für die Concertos.
Sie funktionieren aber einwandfrei.
Was bedeutet A Mano?
Das ist die höchste Qualitätsstufe bei Stimmzungen, auch HA1 genannt.
Auch wenn beide Bezeichnungen auf Handarbeit hinweisen, werden beide genauso maschinell hergestellt wie die günstigeren, nur aus anderem Stahl und geringfügig größer, so dass sie passgenauer in den Tonspalt passen.
 
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  • #10
Was bedeutet A Mano?

A-Mano ist eine (nicht standardisierte und nicht näher quantifizierbare) Machart von Stimmplatten welche üblicherweise als die "hochwertigste" der kommerziell verfügbaren angesehen wird. Die Stimmzunge der "klassischen A-Mano" (oft auch HA1 Qualität genannt) ist im Unterschied zu HA2/Tipo-A-Mano und allen weiteren "minderwertigeren" Macharten aus einem sehr schmal (8mm Halbzeug-Breite wie die übliche Zungenstiefelbreite) gewalzten Bandstreifen gefertigt. Dies könnte den Vorteil eines höheren Umformgrades ggü. der bei Tipo-A-Mano üblichen 120mm breiten Halbzeugbreite zugunsten geringfügigst besserer mechanischen Eigenschaften aufweisen und ferner den Vorteil von geringeren beim Stanzprozeß eingebrachten Eigenspannungen im Vgl. zur Stanzung des vollen Zungenumrisses aus einem größeren Bandstreifen aufweisen. Doch diese postulierten Vorteile sind unter Fachleuten nicht einheitlich akzeptierter Konsens und eher umstritten. Ferner sind A-Mano Stimmen handgemacht, also insbesondere im Sinne des aufwändigeren Handvernietungs-Prozeßes bei welchem gemeinhin davon ausgegangen wird, daß der Luftspalt genauer eingestellt werden kann als bei semi-manuell oder maschinell vorvernieteten Stimmplattenerzeugnissen.
Soweit mir bekannt ist sind heutzutage echte sog. "A-Mano-Nastrino" nurmehr bei Binci (wohl exclusive Manufaktur in sehr kleiner Stückzahl nach sehr archaisch-antiquierten Herstellungsprozessen) und bei Harmonikas/Titlbach erhältlich. Bei Titlbach auch in längsgeschliffener Ausführung.
Nach meiner Erfahrung hat der Unterschied in Mensur und insb. im Zungenprofil einen wohl signifikant größeren Einfluss auf die unterschiedlichen Klangbilder der unterschiedlichen Stimmplattenerzeugnissen als die unterschiedlichen Stanzvarianten des Zungenrohlings.
Die sog. "Bugari" Stimmen -welche in den legendären 1960er Instrumenten bei Hohner Verwendung fanden- haben übrigens keine "Nastrino"-Stimmzungen, sind somit "nur HA2" und sind trotzdem wegen ihres "hochwertigen" Klanges sehr renomiert und etabliert.
Wobei die Klangwahrnehmung und damit verbundene Geschmäcker und Vorlieben sehr subjektiv ausfallen.
Ob ein aufwändiger zu erzeugendes Stimmplattenprodukt mit infolgedessen "seltenerem" Klangbild gemeinhin als höherwertig empfunden wird ist wahrscheinlich schwerlich quantifizierbar.
 
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  • #11
Ja,
das habe ich dank der Weblinks auch ein wenig nachlesen können.
Es kommt wohl auf die Größe oder Schmalheit des Schlitzes zwischen Zunge und Rahmen an, und das Rahmenprofil, damit die Zunge beim Einschwingen, wenn sie Torsionsschwinungen macht, nicht an der Rahmenwand anschlägt.
Vereinfacht gesagt, so verstehe ich es, je größer der Schlitz oder Luftspalt gefertigt ist, je mehr Luft geht "ungenutzt" um die Zunge herum ohne zur Tonerzeugung beizutragen.

Somit hätten die Fertigungsqualitäten oder Präzision des Spaltes Auswirkung auf Ansprache (viel Luft oder nur wenig Luft erforderlich), oder Lautstärke (bei gleichem Luftzug).

Ergeben sich darüber hinaus wesentliche Auswirkungen auf den Klang an sich, also das Obertonspektrum? Oder wird das hauptsächlich durch das Instrument an sich festgelegt?

Mensur kenne ich von der Gitarre als Länge der schwingenden Saiten (wenn sie nicht gegriffen werden), also von Steg bis Sattel.
Bezeichnet "Mensur" bei Stimmzungen für Akkordeons auch eine Länge?

Grüße
 
  • #12
Lies Dich dazu doch bitte mal dort ein, bevor alles im x-ten Thread wiederholt werden muss:
 
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  • #13
Das habe ich ja gemacht.
Dort wird zwar über "Mensur" geschrieben, aber nicht erklärt, was denn die "Mensur" bei Akkordeonstimmplatten wirklich ist.
Das steht in dem verlinkten Wikipedia-Artikel leider auch nicht drin.

Grüße
 
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  • #14
Siehe z. B.

Meine persönliche und ganz unmaßgebliche Meinung: Viele User hier im Forum machen die Qualität eines Akkordeons viel zu sehr und oft alleine an solchen Details fest. Ich habe z. B. keine Ahnung und nur eine vage Idee davon, welche „Innereien“ in meinen Instrumenten stecken - trotzdem bin ich mit jedem im Rahmen der Erwartungen zufrieden ;).

Jetzt spann uns doch nicht länger auf die Folter und verrate mal, was für ein Akkordeon Du spielst bzw. wofür Du Ersatzstimmplatten brauchst!
 
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  • #15
Hallo,

ich habe doch gar nicht gesagt, dass ich im Moment Ersatzstimmplatten brauche. Vielmehr wurden in dem Thread zum alten Akkordeon auch auf verstimmte oder defekte Stimmplatten hingewiesen.

Deshalb meine Frage, ob man Stimmplatten als Ersatzteile beziehen könne. Dann könnte man ja einzelne defekte Stimmplatten - mit handwerklichem Geschick - evtl. selber tauschen. Oder beim Fachmann tauschen lassen.


Es fiel häufiger der Begriff "Mensur" in diesem Zusammenhang.
Deswegen frug ich, was "Mensur" im Zusammenhang mit Stimmplatten bedeutet?
Ist es die Länge der Stimmzunge? Oder ist das nur eine Typenbezeichnung?

Mein Akkordeon ist ein Walther Pirat 72SI.

Grüße
 
  • #16
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  • #17
Bezeichnet "Mensur" bei Stimmzungen für Akkordeons auch eine Länge?
mit Mensur meint man bei den Stimmplatten das Zuschnittprofil der Zunge - also trapezförmig, parallel, schmäler, breiter...und da hat jeder Hersteller so seine eigene Philosophie. Wobei die Schnittprofile heutzutage von Hersteller zu Hersteller in den vergleichbaren "Qualitätsstufen " meist recht ähnlich aussehen. Und das bedeutet , dass man bei vergleichbaren "Stimmplattenqualitäten" auch von anderen Herstellern Stimmplatten einbauen kann.

Und manche Stimmplatten sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung einfach unter ihrem Herstellernamen bekannt - so z.B. die von Hohner gefertigten Stimmplatten für "einfache " Instrumente - die sog. T-Mensur...

.... und die höchste Qualitätsstufe wird im allgemeinen HA1 (Handarbsitsplatte Qualität 1) oder "A-mano" genannt - egal wie die wirklich hergestellt wird. ... Und weil da jeder Hersteller sich nochmal stärker ins Licht drängen will, haben die hier noch meist eigene Feinheiten die sie ihren Stimmplatten mitgeben was die - selbstverständlich - besser machen soll als die des Wettbewerbers... Also egal welcher Hersteller: der jeweilige ist nach eigenen Aussagen immer besser als der Wettbewerber! :engel:

Für den Endanwender ist hier nur maßgeblich, dass es unterschiedliche Qualitätsstufen gibt, bei denen typischerweise die Zugen"Mensuren" uterschiedlich sind. Und nebenbei sind auch die Stimmplattengrößen unterschiedlich ... es gibt also unzählig viele Varianten an Stimmplatten .. was die Sache nicht übersichtlicher macht.

Die Hersteller stellen schon alle möglichen Formate her.. nur schätze ich dass man als privater Mensch da nicht so direkt dran kommt, weil die Firmen normalerweise die Stimmplatten im 10-er Pack oder "Satzweise" verkaufen ... Deswegen führt normalerweise bei Ersatzbedarf der Weg immer dorthin, wo für den Endverbraucher der Ansprechpartner sitzt: in die Fachwerkstatt.
 
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  • #18
[...]die Qualität eines Akkordeons viel zu sehr und oft alleine an solchen Details fest.[...]
Überbewerten kann man die Qualität der Stimmzungen gar nicht, denn sie sind ja immerhin einer der entscheidendsten Faktoren für den Klang eines Akkordeons.[...]
Woran machen Sie @Wil_Riker die Qualität eines Hanzuginstruments fest?

Das habe ich ja gemacht.
Dort wird zwar über "Mensur" geschrieben, aber nicht erklärt, was denn die "Mensur" bei Akkordeonstimmplatten wirklich ist.
Das steht in dem verlinkten Wikipedia-Artikel leider auch nicht drin.

Grüße
Die Fachleute -mit welchen ich konversiere- zielen unisono auf die Abmessungen der Zunge -insb. die Länge- ab, wenn Sie auf die Mensur Bezug nehmen.
Las zwar ebenfalls noch keine eindeutige Definition der "Mensur" in Bezug auf die Stimmzunge, aber ausgehend von der Systhematik bei anderen Instrumenten wäre das Pendant einfach "Abmessung" der Stimmzunge.
Da sich bei anderen Instrumenten Mensur meiner Erfahrung nach immer auf die Abmessung des klangerzeugenden Teils (zB. Saitenlänge) bezieht, wäre mit Mensur hier analog insb. die (schwingende) Länge der Stimmzunge (Kanallänge) zu meinen, da sie (bei sonst gleicher Profilkrümmung) am stärksten auf die Frequenz und damit den Ton einwirkt.
Bei konstanten Profilquerschnitten spielt die Breite für die Frequenz und das Schwingungsverhalten wohl eine vernachlässigbare Rolle.
In der englischsprachigen Publication wird für den zum deutschen "Mensur" analogen Begriff "Scale Length" verwendet. Dies deutet darauf hin, daß mit der Mensur hier am ehesten auf die Länge referenziert werden müßte.

[...]Ergeben sich darüber hinaus wesentliche Auswirkungen auf den Klang an sich, also das Obertonspektrum?[...]
Nach angelesenem "Theorie-Wissen" und meiner praktischen Spiel Erfahrung: ja, signifikant!
Was stimmplattenseitig von der Stimme emittiert (oder eben von Haus aus nicht im selben Ausmaß vorhanden ist und daher nicht emmittiert) wird, sorgt für ein deutlich verschiedenen Klang des Instruments. Alles was "hinter der Stimmplatte&Kanzelle" passiert kann nur noch den Klang formend ändern durch Dämpfung des emittierten Schalls in spezifischen Frequenzbereichen.
Daher versuchen auch diejenigen Instrumentenbauer welche die Stimmplatte nicht lediglich als "Blackbox" begreifen und sie als solche auf die Kanzelle wachsen auch durch mechanische Verkleinerung des Luftspalts (sehr manuell aufwändiger und heikler Optimisations Prozeß) die Ursache für die Energieerhöhung des Obertonspektrums und damit den Klang in Richtung "breitbandiger"/voller zu optimieren.
Soetwas klingt dann zB. So oder soähnlich(siehe auch Videobeschreibung).
Auch der hier passende Linealtest wurd bereits mehrfach erwähnt.
Das klangliche Ergebnis gibt nach meinem Dafürhalten Lapper & Rumberger (keine Schleichwerbung an dieser Stelle) recht.
Für mehr Fachliches wissen hier sicher @jpascher & @Balg
 
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  • #20
hohner c shop stimmplatten
ja genau - aber eben nur den Typ "T-Mensur"!

all die anderen Stimmplattentypen muss man trotzdem schauen wo man die herbekommt. Wobei - für einfachere Instrumente kommt man mit der T-Mensur Platte schon sehr weit - da die meisten anderen ebenfalls ähnlich Maße haben und die T-Mensur, dafür dass das nur eine "einfache" Stimmplatte ist, dennoch recht gut funktioniert.

... Da gibts ja auch viele andere Typden, die so heute nicht mehr erhältlich sind z.B. die Weltmeister Stimmplatten , wie "Superfinish" und ähnliche... Da brauchts auf jeden Fall eine Fachwerkstatt die z.B auf Weltmeister spezialisiert war/ist.
 
Grund: Satz hinzugefügt
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