Wo sind all die tiefen Töne hin? Kleine Cello-Sinnkrise

von cgda, 07.01.17.

  1. cgda

    cgda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.17   #1
    Hallo liebe Cellofreunde,
    geht euch das auch so? Je länger man Cello spielt und je mehr man kann, umso höher spielt man irgendwie. Erst fand ich das ja ganz toll, mir die höheren Lagen zu erschließen und im Celloquartett oder
    -trio auch mal die anspruchsvollere erste Stimme spielen zu können. Aber allmählich vergeht mir ein bisschen die Lust, wenn bei diesen Stimmen auf den ersten Blick schon mal komplett alle Notenhälse nach unten zeigen. Und dann kommt der Tenorschlüssel noch dazu. Da spielt man oft nur noch a- und hier und da etwas d-Saite. Dann frage ich mich schon gelegentlich, wozu ich die beiden megateuren dicken Saiten eigentlich habe.
    Und warum schleppe ich mit diesem Riesenteil ab, wenn ich ca. ein Viertel, wenn nicht gar ein Drittel seines Tonumfangs gar nicht nutze? Da tut es doch auch eine Bratsche:D Genau, und darum lerne ich die jetzt!:cool:
    Nee, Spaß! Also die Bratsche probiere ich tatsächlich jetzt aus, nur nicht anstatt Cello, sondern zusätzlich.

    Aber das Cello haben wir uns doch ursprünglich wegen der schönen tiefen Töne ausgesucht, oder ist das bei euch anders?
    LG Christine
     
  2. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop Moderator

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    Erstellt: 07.01.17   #2
    :mad: ;)

    BACH -Solosuiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Da brauchst du alle Seiten!




    das Cello setzt sich halt in den höheren Lagen besser durch. Mir macht beides Spaß - das geliebte Continuo-Cello in den tiefen Lagen und das Solieren in den Daumenlagen. Das schönste ist aber, wenn die Stücke ALLES her geben :)

    Im der Popmusik wird aber oft die tiefere Lagen des Cellos eingesetzt,... Macht auch viel Spaß, ist aber technisch oft nicht so anspruchsvoll.
     
  3. cgda

    cgda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.17   #3
    Stimmt!:) Die sind genau richtig!

    Und beim Ensemblespiel hab ich auch gar kein Problem damit, weniger Anspruchsvolles zu spielen. Allzu virtuos ist mir viel zu anstrengend :rolleyes:

    Streichorchester auf Hobbyniveau fände ich ja mal wieder gut. Meine letzte Anfrage bei der städtischen Musikschule ergab, dass man Celli eigentlich genug habe. Wenn ich dagegen Bratsche spielen würde...:cool: Tja, probiere ich dann mal. Mit meinen tiefen Tönen komme ich da allerdings leider nicht weiter.
     
  4. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.01.17   #4
    Gibt es außer der Musikschule noch andere musikalische Möglichkeiten für Dich?
    Ich z.B. spiele nur noch in unserer Gemeinde im Musikteam Geige.
    Da wären tiefe Celloklänge echt super!
    Gibt es für Dich eventuell ähnliche Möglichkeiten?
     
  5. ratocaster

    ratocaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.17   #5
    Das erinnert mich an einen kürzlichen Dialog mit meiner Lehrerin, Lehrthema war gerade "Alle 4 Finger auf der C-Saite" mit entsprechenden Übungen, Stücke wie "Der kleine Tubaspieler" oder "Das dicke Nilpferd" :)

    Als ich meiner Freude und Vorliebe für die tiefen Töne Ausdruck verlieh, sagte sie, ich soll es genießen, später würde sich dann das meiste auf der D- und A-Saite abspielen...

    So scheint es ja wirklich zu sein? Vielleicht gibt es hier ja noch weitere Literaturtips (Bach ist bei mir sowieso das Ziel), nur so für die Zukunft, die den Tonumfang des Cello auch untenrum würdigen? Ich fühle mich im Bassschlüssel jedenfalls sehr wohl.
    Vielleicht sieht es bei Solostücken ja auch anders aus, Ensemblespiel ist nämlich eher nicht so meine Sache.
     
  6. cgda

    cgda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.17   #6
    Ja, in den Gemeinden könnte ich mich mal umhören. Gibt ja so verschiedene in Wuppertal.;)

    @ratocaster : Im Orchester spielst du am ehesten in den tieferen Lagen. Oder im Streichquartett.
    Leider kenne ich kein Quartett auf meinem Niveau, dem auch noch gerade das Cello fehlt:rolleyes:

    Zur Literatur sind mir eben noch die "Fünf Stücke im Volkston " von Robert Schumann eingefallen. Da ist man doch noch etwas mehr auf allen Saiten unterwegs. Die Noten habe ich sogar und dazu die CD mit der Klavierstimme.
     
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