Woher gestacktes 50 kOhm Poti?

von Mortifreak, 22.05.08.

  1. Mortifreak

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    Erstellt: 22.05.08   #1
    Ich muss bei einem Bass mit aktiver Schaltung das Pickupwahl-Poti austauschen. Dabei handelt es sich um ein gestacktes Balance-Poti mit Riffelachse. Die Kohlebahnen haben, wenn mein billiges Multimeter nicht lügt, einen Widerstand von ca. 50 kOhm, was ja im normalen Bereich bei aktiven Schaltungen liegen dürfte. Trotzdem finde ich nirgends einen Shop der die Dinger anbietet. Kann mir da jemand helfen?
     
  2. züborch

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  3. Mortifreak

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    Erstellt: 23.05.08   #3
    Was willst du mir jetzt damit sagen :confused:
     
  4. züborch

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    Erstellt: 23.05.08   #4
  5. Mortifreak

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    Erstellt: 23.05.08   #5
    Ja, genau. Allerdings am Besten einen mit Riffelachse, damit der Knob auch gescheit drauf hält. Bei den gängigen Shops (Thomann, Rockinger, etc) finde ich nur welche mit größeren Widerständen (500 kOhm etc.).
     
  6. züborch

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    Erstellt: 24.05.08   #6
    du kannst mit einem festen widerstand parallel zum signalweg am poti den widerstand in deine gewünschte größe bringen:
    http://www.elektrotechnik-fachwissen.de/grundlagen/parallelschaltung-widerstand.php

    hier ein einfacher rechner dafür:
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-parallel.htm

    bedeutet in deinem Fall, du kannst mit einem 56kOhm festwiderstand das poti auf den gesamtwiderstand von 50,36 kOhm bringen..

    Da du aber bei einem gestackten Poti 2 Potis in einem hast und der Gesamtwiderstand 500kOhm sind, hat jedes einzelne Poti 250kOhm. Bedeutet, du musst bei einem gestackten Poti an beiden Teilpotis feste Widerstände mit je 28kOhm parallel zum Signalweg anlöten, um auf die jeweil 25kOhm zu kommen, die dann addiert dein gewünschtes 50kOhm Poti ergeben... kann sein, das sich dadurch die Charakteristik sich leicht verändert.. (lin/log)
     
  7. DerOnkel

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    Erstellt: 24.05.08   #7
    Hier geht aber einiges durcheinander! Also Klarstellung:
    Man kann auf diese Weise nur den Widerstand des Potis verringern. "Gewünscht" ist also relativ. Je nachdem an welchen Anschlüssen der Widerstand angebracht wird, verändert man auch die Charakteristik des Potentiometers. Wer auf diese Weise aus linear logarithmisch machen will, hat es nur mit einer Bastellösung zu tun. Eine reziproke Funktion läßt sich aus mathematischer Sicht nun mal nicht zu einer Exponentialfunktion umbauen.

    Diese Aussage ist leider komplett falsch!

    Es gibt zwei Arten von Mehrfachpotis. Hier ein Bild:

    [​IMG]

    Links ein sogenanntes Tandem-Poti. Zwei unabhängige Potentiometer, die auf einer gemeinsamen Achse gekoppelt sind. Solche Potis werden häufig als Überblende oder Balance-Einstellung verwendet. Auch in einem Statevariable-Filter wird ein solches Poti benötigt. Aufgrund des Einsatzzwecks haben die beiden Potis in der Regel den gleichen Kennwiderstand.

    Rechts ein sogenanntes konzentrisches Potentiometer. Hier sind zwei konzentrische Achsen vorhanden, die jede für sich den Wert eines der beiden Potentiometer verändert. Es sind also quasi zwei unabhängige Potis die unabhängig voneinander eingestellt werden können. Hier gibt es durchaus Kombinationen mit unterschiedlichen Kennwiderständen.
    Für ein Concentric Pot sind spezielle Knöpfe erforderlich. Solche Potis sind in der Regel nicht Standard und manchmal nicht ganz billig, was zumindest für die Gitarrenelektronik gilt.

    Ulf
     
  8. züborch

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    Erstellt: 24.05.08   #8
    Mann Ulf, du hast ja recht, aber hat hier irgendwas von dem, was ich ungenauer als du geschrieben habe, irgendwie das Thema verfehlt? Es geht doch um ein Balancepoti (s.o.) und ich fragte ihn bereits, obs ein TANDEM-poti sein soll. Ich habe die Poti-In-Poti-Variante auch noch nie als "gestackt" bezeichnet gesehen.
    Und in seinem Fall lässt sich nunmal so wie von mir beschrieben ein 500kOhm Poti auf die (in diesem Fall) GEWÜNSCHTE Größe von 50k bringen. Es ging hier auch nicht darum, dass er die Charakteristik verändern MÖCHTE, sondern ich nur erwähnte, das sich diese verändern KANN.
    Und daran ist nichts falsch oder durcheinander.

    Mann muss nicht immer mit Kanonen auf Spatzen schießen.
     
  9. DerOnkel

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    Erstellt: 24.05.08   #9
    Der Kern meiner Kritik war:
    und das ist definitiv falsch!

    Wenn man schon versucht Dinge zu erklären, dann sollte man es auch richtig machen. Wenn es dann falsch ist, zähle ich es zu den Aufgaben eines HCAs, die Dinge richtig zu stellen. Das hat nichts mit "Kanonen auf Spatzen" zu tun.

    Daß ich die Angewohnheit habe, immer auch ein wenig Hintergrundinformation "beizulegen", steht auf einem anderen Blatt.

    Ulf
     
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