Yamaha Stagepas - für akustisches Duo geeignet?

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Barti303
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Guten Tag,
Ich brauche Hilfe bei folgender Angelegenheit.
Ich brauche eine PA Anlage für mein Duo.
Wir spielen in der Besetzung Cello-Gitarre und Cello-Kontrabass. Cello und Kbass werden mit Shertler Dyn C und dyb B abgenommen. Akustische Gitarre - Ovation hat einen eingebauten Tonabnehmer.
Zur Zeit spielen wir akustisch oder mit meinem Bassverstärker Markbass 121 + kleiner Mischpult.
Bei manchen Gigs ist es allerdings zu wenig.
Meine Frage:
Kann eine günstige Pa Kompaktanlage (Stagepass oder was anderes?) bei solcher Besetzung funktionieren? Ich würde am liebsten meinen Bassverstärker - Markbass - als Subwoofer benutzen...
Es handelt sich um eher kleinere Veranstaltungen - für ca 100 Personen - Trauungen, Gartenkonzerte u.s.w.
und meistens musikalische Umrahmungen - keine Tanzmusik oder so...
Ich wäre sehr für Ratschläge/ Ideen dankbar.
Gruss an das ganze Forum,
Barti303
 
Eigenschaft
 
Den Bassamp als Subwoofer einzubinden halte ich für keine gute Idee.

Grundsätzlich ist die Anforderung einen Kontrabass gut und einigermaßen laut wiederzugeben schwierig mit der nach kompakten Abmessungen der Anlage unter einen Hut zu bringen. Die Stagepas von Yamaha taugt da nicht für.

Innerlich vorbereitet auf mannigfaltige Aufschreie, der onk pushe "Stäbchen-PAs" würde ich aufgrund der Anforderung nach kompakten Abmessungen und zackigem Aufbau doch in Richtung einer MAUI 28 o.ä. tendieren. https://www.thomann.de/de/ld_systems_maui_28_g2.htm

Das Teil kommt bassmäßig gut runter, um auch die Grundschwingungen vom Kontrabass noch gut bedienen zu können, baut sich schneller auf als ein Top auf Stativ bzw. Subwoofer, kommt v.a. dezenter rüber und evtl. reicht Euch sogar der interne Mischer, so daß man ausser der Maui und den Instrumenten nix mehr zu schleppen hat.



domg
 
Danke für die Antwort,
Ich werde die Anlage von Maui bei der nächsten Gelegenheit anspielen, habe mir einiges damit angehört und tatsächlich - könnte eine Alternative für uns sein...

Darf ich noch fragen, wieso taugt Bassverstärker als subwoofer nicht? Gibt es da technische Begrenzungen?
Der Markbass klingt mit dem Kbass sehr gut, ich dachte es müsste so funktionieren...
Gruss
 
Der Markbass spielt ja quasi fullrange... stellst Du da noch ein Top dazu bräuchtest Du eine Frequenzweiche und zudem ist anzunehmen, daß der Basscombo eben deshalb nicht laut genug ist, weil er die Bässe nicht her bringt. Eine Entlastung im Hochtonbereich bringt Dir da folglich nix.

Sofern der Basscombo allerdings pegelmäßig für den Kontrabass alleine ausreicht, könnte man sich natürlich überlegen, nur für die übrigen Instrumente ein PA-Top anzuschaffen. Ob das in der Summe dann so gut klingt, wie alles über ein gemeinsames Wiedergabesystem, muß man testen.


domg
 
Ich hab' mal spaßeshalber im Manual zur Stagepas nachgelesen; das 600BT hat einen passiven Sub-Ausgang, laut Manual liegt die Trennfrequenz, wenn da etwas reingestöpselt wird, bei 120 Hz. Frequenzweiche wäre also vorhanden ... käme also eventuell auf einen Versuch an. Ansonsten würde ich persönlich auch dazu tendieren: never change a winning team ... wenn das mit dem Kontrabass über den Markbass gut funzt, dann belass es dabei und such' Dir für den Rest was Ordentliches zum Verstärken. Klar, ist ein Würfel mehr zu transportieren - aber da bist Du für den Bass auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Bässte Grüße

MrC
 
Danke für Eure Antworten - ich werde demnächst mit meinem Bass zum Justmusic oder sonstwo fahren und einbisschen testen...
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Ich hab' mal spaßeshalber im Manual zur Stagepas nachgelesen; das 600BT hat einen passiven Sub-Ausgang, laut Manual liegt die Trennfrequenz, wenn da etwas reingestöpselt wird, bei 120 Hz.

Was heisst das genau? Der Kbass hat Bereich 40hz bis 260hz - also würden die diefen Töne über sub kommen, und wenn ich mal hoch spielen, dann über PA???
 
Bei manchen Gigs ist es allerdings zu wenig.
Kannst Du das ein bißchen konkreter machen (was genau ist "zu wenig"?) und nicht zuletzt was zu den typischen Räumlichkeiten sagen (wenn es sowas gibt)? Wo steht der Amp bis jetzt?
 
Naja...

Also grundsätzlich: Der Kontrabass erzeugt noch viel höhere Frequenzen als 260Hz. Was Du angibst, ist der Bereich der Grundschwingungen der erzeugbaren Töne. Dazu kommen aber noch ein Haufen Obertöne, die den eigentlichen Soundcharakter des Instruments ausmachen. Würden die Obertöne fehlen, könnte man den Kontrabass-Klang garnicht als solchen erkennen...
Also muß ein Bassverstärker auch weit höhere Frequenzen wiedergeben können. Allerdings sind die ganz hohen Frequenzen dann nicht mehr soooo wichtig und drum verbaut man bei billigen Bassverstärkern (ok... manchmal auch bei teureren) eine simple Piezo-Hochton-Quäke. Es ist also schon in Deinem Basscombo so, daß der 12zöller bei jedem Ton den "Bumm-Anteil" wiedergibt, während das Anzupfgeräusch größtenteils aus dem Hochtöner kommt.

Zurück zum Problem der Frequenzweiche: Will man einen Subwoofer einsetzen (wie in Deinem Fall eben zweckentfremdet einen Basscombo), dann ist es klanglich von enormem Vorteil, die Frequenzbereiche, die Sub bzw. Top wiedergeben, zu trennen. Dabei spielt der Sub sauberer, weil er sich nicht zu hohen Frequenzen hin aufschwingen muß, das Top wird entlastet, weil vom Tieftonanteil des Signals befreit und man bekommt keine Überlagerungen, wie es der Fall wäre, wenn beide Boxen fullrange spielen würden.

Zur Stagepas: Weiche bin ich mir nicht sicher... steht nur was von "abgesenktem Pegel unter 120Hz" an den Leistungsausgängen für die Tops...



domg
 
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