Ziehen der Äusseren Endstufenröhren

von wary, 23.01.05.

  1. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.05   #1
    Hi, eine Frage an die Techniker :)

    Wenn ich bei einem Amp mit 4*el34 Röhren die äusseren Beidenm ziehe halbiert sich die Ausgangsleistung... immer richtig?

    Allerdings halbiert sich auch die Impedanz. Was mach ich aber wenn ich eine Combo habe, mit nur einem Speaker, dessen Impedanz mir zu alledem nicht bekannt ist?

    ich will die beiden äusseren Röhren vorrangig deshalb ziehen, weil der Amp im Betrieb recht laut knarzt, was definiv an der Endstufe liegt (Preamp Out in andere Endstufe arbeitet hervorragend). Beim Blick auf die Röhren viel mir auf das die ganz rechte EL34 einen schwarzen Niederschlag hat, und auch nicht mehr so stark wie der Rest leuchtet... ist die vielleicht der Übeltäter?

    Vielen Dank für die Hilfe
    wary
     
  2. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.01.05   #2
    wenn die röhre einen schwarzen niederschlag hat, dann ist ein röhrenwechsel umumgänglich!!!! die ist hinüber. und wenn du deinen amp weiter betreibst, können auch andere bauteile schaden nehmen
     
  3. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.05   #3
    deswegen will ich die auch ziehen. Der schwarze Niederschlag ist nicht eindeutig erkennbar, und bevor ich mir neue Röhren ordere will ich ganz sicher gehen und die vermeintliche böse Röhre ziehen... meine Frage ist halt ob die Impedanz mir dann Probleme macht, oder ob ich durchaus kurz den Amp so anspielen kann...
     
  4. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.05   #4
    Hi, nach Rat im AussensaiterForum habe ich es ausprobiert und gerade mal die äusseren beiden Röhren gezogen, Ergebniss war wie erhofft : Keine Nebengeräusche mehr.

    Das heißt jetzt natürlich das ein neuer Satz Röhren auf mich zu kommt, verbunden mit Bias-Einstellungen. Wird dem Amp bestimmt nicht schaden, der ist ja auch schon um die 25 Jahre alt und das sind originale Solton-Röhren drin (stellen die überhaupt noch welche her? Wie alt werden die wohl sein?)

    Kennt sich jemand mit der Fehlanpassung der Impedanz gut aus? Kann ich den jetzt bis ich neue Röhren habe mit den beiden Röhren laufen lassen? Wenn ich das richtig sehe ist doch jetzt die Impedanz des Lautsprechers nur halb so groß wie die Impedanz des Verstärkers (sehe ich doch richtig), also kleiner als sie sein sollte...

    Hab jetzt schon zig Meinungen zu dem Thema gehört. Droht meinem Amp davon jetzt der Exitus oder hab ich so nur Leistungsverlust?

    Vielen Dank für eure Hilfe!
    wary
     
  5. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 24.01.05   #5
    Die Impedanz des Lautsprechers bleibt gleich, warum sollte sich daran was ändern?
    Nur die Impedanz der Endstufe verdoppelt sich (nicht halbiert!), also muß man den Impedanzwählschalter eine Stufe niedriger einstellen als vorher. Ein 16Ohm-Cab müsste jetzt z.B. in den 8Ohm Ausgang, ein 8Ohm Cab in den 4 Ohm Ausgang und wenn Du ein 4Ohm Cab hast solltest Du's besser lassen. Übrigens sollte man nach dem Röhrenziehen auch das Bias nachstellen.
     
  6. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.05   #6
    Das ist schon klar, aber einen Schalter gibt es nicht, es handelt sich bei dem Amp um eine Combo. Also wenn ich beispielweise eine 8 Ohm Box am 8 Ohm Anschluss habe, und die äusseren Endstufenröhren ziehe müsste ich den 4 Ohm Anschluss benutzen. Da dies nicht geht habe ich einen 8 Ohm-Box an einem 16 Ohm Anschluss... also ist die Impedanz der Box halb so groß wie die des verwendeten SpeakerOuts... Natürlich ändert sich am Speaker nicht, aber das Verhältniss zum Amp ändert sich halt.

    Oder bin ich da auf dem Holzweg?
     
  7. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.05   #7
    stimmt, aber soweit ich weiss ändert sich der Arbeitspunkt der Röhren nicht so massiv das es eine Gefahr für meinen AMp wäre es nicht nachzustellen, nur der Verschleiss der Röhren nimmt zu, aber die sollen ja eh bald raus
     
  8. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 24.01.05   #8
    8 Ohm Box gehört an den 4 Ohm Ausgang wie Du geschrieben hast. Ich vermute, beim zweiten Satz hast du Dich vertippt und meinst 16 Ohm Box am 8 Ohm Ausgang?! Andersherum wäre es eine krasse Fehlanpassung!
    Was das Bias angeht:
    Wenn die Röhren sowieso wegkommen (wird auch Zeit sonst kommen die Röhren unter Denkmalschutz :D ) und es nur provisorisch ist, dann SOLLTE der Amp das eigentlich abkönnen. Falls nicht, hab ich das aber nicht gesagt... ;)
     
  9. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.05   #9
    Wieso vertippt? Wenn ich das richtig verstehe verdoppelt dich doch die Impedanz des Speakerout wenn ich den nur auf halber Leistung laufen lasse. Das heist ein 4 Ohm Speakerout hat dann 8 Ohm, ein 8 Ohm hat dann 16 Ohm. Wenn ich also eine (beispielsweise) 8 Ohm Box an einem 8 Ohm SpeakerOut habe, und die äusseren Endstufenröhren ziehe, hat der 8 Ohm Ausgang doch jetzt 16 Ohm. Das bedeutet doch ich habe eine 8 Ohm Box an einem 16 Ohm SpeakerOut. Das würde bedeuten die Impedanz der Box wäre kleiner als die des Amps. Da ich eine Combo habe bei der ich die Impedanz nicht wählen kann, vielmehr sogar mir die Impedanz nicht bekannt ist, wäre dies doch bei mir der Fall, oder? (Natrülcih nicht zwingend mit den gleichen Werten)

    Genau das meine ich... die Röhren sollen eh raus, die dürften schon mehr als im Rentenfähigen alter sein. Somit denke ich über Röhrenverschleiss nicht so sehr nach.

    Ist schon klar, alles was ich mache geschieht auf meine Verantwortung, die will ich dir auch nicht übertragen :D
     
  10. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.05   #10
    Nachtrag : Hab gerade den Amp angemacht (mit nur zwei Röhren), erst den Verstärker angemacht, mir die Röhren angeschaut... alles sah gut aus. Gitarre geschnappt, gedudelt und am feinen Klang erfreut (scheint sogar recht deutlich früher in samtige Endstufensättigung zu gehen. Dann nach so 2-3 Minuten nochmal hinten zu den Röhrchen geschaut, und ich war offensichtlich nicht der Einzige der sich gefreut hat : Eine der Röhren hatte vor Aufregung ganz rote Backen :eek:

    also doch umbedingt Bias nachstellen? Die Fehlanpassung kann doch eigentlich nicht der Grund sein, oder?
     
  11. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 24.01.05   #11
    Ich habe jetzt ehrlich gesagt nicht ganz kapiert, wo Du die 8 Ohm Box angeschlossen hast. Aber wenn die Röhrenbleche anfangen zu glühen, dann kann man vom weiterspielen nur stark abraten. Du kannst zwar das Bias runterdrehen, bis die Röhren nicht mehr glühen. Aber wenn Du Dich im Amp nicht auskennst, ist das zu gefährlich. Am allerbesten wäre es sowieso, den Amp mal bei einem Techniker durchsehen zu lassen. Nach 25 Jahren ist das sicher nicht verkehrt. Mein Bandkollege hat einen Fender aus den 70ern, aus gegebenen Anlaß hab ich mal reingeschaut. Innen sind einige der Widerstände an den Endröhren im Laufe der Zeit einfach zerbröselt (im wahrsten Sinne des Wortes), die anderen hatten tw. nur noch die Hälfte oder aber auch das doppelte des ursprünglichen Werts etc. Als die Gleichrichter-Dioden durchgeschlagen haben ging dann gar nix mehr...
     
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