zitterhände

von DestAy, 31.05.07.

  1. DestAy

    DestAy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #1
    Hallo,

    ich wollte mal fragen was man denn generell gegen die Nervosität bei Auftritten (bzw. beim Spielen vor anderen Leuten) und die damit verbundene Zittrigkeit der Hände tun kann.

    Ihr kennt das bestimmt, das man Lieder, die eigentlich 100% sitzen, vor Publikum aufgrund von zittrigen Händen nicht mehr sauber hinbekommt oder manche Stellen verkackt.

    Ich ziele dabei eher auf praktische Dinge ab, wie nen bestimmten Tee trinken oder ähnliche Hausmittelchen. Es soll kein Alkohol sein und auch keine anderen "Drogen" z.b. irgendwelche beruhigenden Medikamente. Psychologische Konzentrations-Tricks wie an was schlimmes oder schönes denken, etc pp möchte ich auch ausschließen.

    Was bleibt da noch so an möglichen Techniken, kann da jmd aus eigenen Erfahrungen berichten?
     
  2. Maggisus

    Maggisus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #2
    Ich denke ganz einfach "cool" bleiben und sich vorallem nicht so viele Gedanken machen. Viel denk ich könnt man dagegen nicht wirklich machen ausßer sich vielleicht noch irgendwie ablenken oder so.

    Mfg
     
  3. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #3
    Tief durchatmen und bis 30 zählen.
    Gut aufgewärmt vor Publikum erscheinen.
    Ausschütteln, dehnen.
    Ein positives Weltbild haben.
    Das Zittern geschickt als Vibrato-Technik nutzen.
     
  4. Dark Seven

    Dark Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #4
    Hi!

    Ich hab das schon seit einiger Zeit (zum Glück) kaum noch bis gar nicht mehr.
    Frag nach Gigs einfach mal rum, ob den Leuten überhaupt Fehler aufgefallen sind und wie sie es fanden, wenn Du der Meinung bist, dass etwas schief lief. Oft bemerken sie Fehler nämlich nicht mal. Ziel der Fragerei ist, dass Du mehr Selbstvertrauen aufbaust, womit die Aufregung und das Zittern weniger werden.

    MfG
     
  5. Schrax

    Schrax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #5
    ich habe aus meiner Erfahrung folgendes gelernt:
    Wenn etwas WIRKLICH 100%ig sitzt, dann passieren wenn du aufgeregt bist wirklich keine bis fast keine Fehler!
    Man hat oft das Gefühl etwas 100%ig zu können, aber in Wirklichkeit stimmt das manchmal einfach nicht.
    Ich mach das so: Wenn ich denke ich kann ein Stück "perfekt", übe ich es noch oft auf halben Tempo oder noch langsamer- denn erst wenn man etwas das man schon "in Tempo" kann, auch wieder "viel zu langsam" fehlerfrei hinbekommt, dann sitzts wirklich.

    Klingt vielleicht jetzt blöd- aber vielleicht kennt ihr das- man will jemandem etwas, was man eigentlich super kann, beibringen- dazu spielt mans ihm langsam vor und plötzlich schleichen sich Fehler ein, und man muss es sich selbst nochmal "in Tempo" vorspielen, damit man sich erinnert wie es eigentlich "Note für Note" geht...

    Hoffe ich habe das einigermaßen verständlich beschrieben, was ich meine... :-/
     
  6. DestAy

    DestAy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #6
    Vielen Dank schonmal für die Antworten,

    ich bin halt eher einer der nervöseren sorte, der sich auch wenn er will eher schlecht zusammenreißen kann ^^
     
  7. Scorpiosa

    Scorpiosa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #7
    Probier doch mal Bachblüten aus (den Tipp habe ich von meiner Gesangslehrerin) - es gibt da eine Mischung, die sich "Rescue" nennt und grade für Lampenfieber und andere "Extrem"-Situationen ist.
    Hab ich unserem hysterischen Zappelphillip-Schlagzeuger vor seinem allerersten Mal auf der Bühne empfohlen, er war anschließend so ruhig und gelassen wie selten zuvor :D
     
  8. Minicocker

    Minicocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #8
    Bei den ersten Auftritten hatte ich das auch recht krass! Und ein Gitarrist mit Zitterhänden kann einem schon zu schaffen machen! Bisher war es aber so, daß es nur am Anfang war! Mit jedem Song wurde es besser! Und natürlich wird es auch mit jedem weiteren Gig besser!
    Bei Drummern is das ja nich so wild, die müssen ja nicht so filigran zu werke gehen! ;) Hoffentlich kommen jetzt nicht die Unkenrufe!;)

    Aber mal ganz ernst! Das gehört doch auch einfach dazu! Die Aufregung und Nervosität ist doch in dem Moment ein gutes Gefühl! Besonders nachdem Konzert ist das Gefühl wesentlich besser, wenn man vorher nervös war!
    Wenn ich mal nicht mehr so nervös bin, weiß ich nicht, ob das Ganze dann noch so viel Spaß macht!

    Ansonsten stimme ich den Vorrednern zu, es merkt kein Schwein, ob Du nen Fehler machst! Das Wichtigste ist, niemals aufhören zu spielen! Sobald Du aufhörst, merkt auch der allerletzte, da stimmt was nicht! Also immer weiter machen, so schlimm wirds schon nicht!
     
  9. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.07   #9
    Meister Yoda sagt: "Nicht denken";) Den Rat meine ich wirklich ernst:

    Ich beobachte fasst jeden Tag Gitarrenschüler, die zunächst eine Übung gut hinbekommen, dann aber plötzlich ins Stolpern geraten. Meine Standardfrage ist dann immer: "An was hast Du gerade gedacht?" Dann kommen alle möglichen Antworten (an die Schule, das Bild an der Wand oder sonst irgendwas).
    Meine Erkenntnis daraus: Solange man konzentriert seinen Part spielt ohne abzuschweifen - und dazu gehören auch Gedanken wie "Oje, hoffentlich mache ich keinen Fehler...gleich kommt die schwere Stelle...dahinten steht die Musikerpolizei" usw - kann eigentlich nicht allzu viel schief gehen. Bereite Dich gut vor, mach Dein Ding und verwirre Dich nicht dem, was da alles passieren könnte.
    Ansonsten halte ich es mit meinen Vorredner: Ein wenig Nervosität ist normal, Fehler passieren immer mal - und nur selten merkt es jemand im Publikum.
     
  10. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 01.06.07   #10
    Genau so! Für mich die einfachste Methode, das zu erreichen, ist bewusst atmen. Wenn Lampenfieber, Nervosität oder sonstwas mich überkommt, atme ich einfach bewusst. Ein --- Aus --- Ein --- Aus (Mitflüstern, wenn nötig). Wenn's ganz schlimm ist, dann auch die ersten 10 bis 20 mal synchron mit den Augen (Einatmen/Augen auf, Ausatmen/Augen zu). Damit ist der Kopf besetzt, es gibt keinen Platz mehr darin für irgendwelchen Unsinn. Ruhig ein paar Minuten vor dem Auftritt damit beginnen. So kommt man schon viel entspannter auf die Bühne. Wenn du die Technik während des Spiels einsetzen willst, musst du deinen Part absolut im Schlaf können. Für mich hat sowas immer recht gut funktioniert, vielleicht hilft es dir ja auch.

    Viel Erfolg
    Gruss, Ben
     
  11. Tobbse

    Tobbse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.07   #11
    jopp bachblüten sind klasse für so was aber haut auch rein weil SEHR beruhigende wirkung.. ansonsten: kamillentee oder baldrian (ein bisschen, zähl ich nicht unter medikamentöse beruhigungsmittel :D )
     
  12. sirsmokealot

    sirsmokealot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.07   #12
    Hmm kann man sich nicht auf einfach auf das Lied konzentrieren und auf die Leute vergessen? Hör dir das Lied halt an was du spielst und schau nicht die Leute an :D
     
  13. Darkninja

    Darkninja Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.07   #13
    Und tatsache ist dass es keinen interessiert wenn du einen fehler machst.
    Der großteil der leute kennt eure songs soweiso nicht so gut als dass sie einen fehler ausmachen könnten.Solange du nicht komplett zu spielen aufhörst ist wirklich alles in ordnung :great:
     
  14. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 07.06.07   #14
    Hallo, DestAy,

    der größte Teil des Publikums hört gar nicht, ob Du wirklich nervös bist und deswegen glaubst, Fehler zu machen. Der einzige Effekt ist, daß Du Dich selber so in etwas reinsteigerst, daß Du dann echte Fehler begehst.
    Ich würde sagen, 99,9 % des Publikums kommen, um Dich zu hören und nicht, um Dich runterzumachen. Mit sich selbst ist man natürlich immer am kritischsten, ich kenne das...

    Ansonsten schließe ich mich der Empfehlung "Rescue-Tropfen" absolut an. Keine Chemie, nicht schädlich (allerdings wirken sie bei verschiedenen Leuten durchaus unterschiedlich). Meine Erfahrung - bin selbst ein lampenfiebergeplagter Sänger (hauptsächlich allerdings Klassik): Vor meinem ersten ernsthaften solistischen Einsatz (Benjamin Britten: Rejoice in the lamb) haben mir bei der Generalprobe dermaßen die Kniescheiben gewackelt, daß ich kaum noch stehen konnte. Meine Gesangslehrerin hat mir dann diese Tropfen verpaßt und sehr schnell stellte sich Ruhe ein - hier sind meine Töne, liebt sie! - und die Geschichte ging problemlos über die Bühne. Viel Routine hat mir seitdem geholfen, gelassener zu bleiben, aber manchmal bin ich doch froh, daß ich diese Rescue-Tropfen dabeihabe.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  15. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.07   #15
    Sorry aber zu dem Thema hab ich ne etwas krasse Meinung (ist kein persönliche Angriff nur meine Meinung dazu):

    Ich finde, man sollte nur vor Publikum spielen wenn man sich vor Publikum wohl fühlt und es einem Spas macht. Klar ist ein bisschen Nervosität auch dann normal und durchaus positiv.

    Aber wenn man sich live so unwohl fühlt und so viel Angs hat, dass man zittert, dann sollte man sich ernsthaft überlegen, ob man das mit der Bühne nicht lieber lassen sollte.

    Mal im Ernst:
    Du tuts weder dir noch deinem Publikum was gutes, wenn du so auf die Bühne gehst....

    Sorry, klingt hart, aber ist meine Meinung dazu...
     
  16. Piecemaker

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    Erstellt: 14.06.07   #16
    naja, also ein bisschen zittern in den händen ist ja wohl nicht so schlimm, dass man deswegen die sache sausen lassen muss...
    ich selber spiele zum beispiel auch theater und hab vor jeder aufführung ein bisschen schiss, obwohl es mir unglaublichen spaß macht, auf der bühne zu stehen
    ein bisschen nervösität ist meines erachtens wirklich nicht schlecht...
     
  17. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.07   #17
    Meine rede! Aber wenn man so zittert dass es einen beim spielen beeinflusst, dann geht es einem defintiv nicht gut und dann fühlt man sich auch alles andere als wohl. Und ob man was (als Hobby in seiner Freizeit) machen muss, wobei man sich nicht wohl fühlt...
    Naja jedem das seine...

    Bei mir ist ab dem ersten Ton die Nervosität komplett weg und Glückshormone überwiegen in meinem Körper... :great:

    Ein Fallschirm-Springer springt auch kein zweites mal, wenn er sich das erste in die Hosen gemacht hat und sich nicht wohl dabei gefühlt hat. Kenne da sogar jemanden dems so ging.

    Krasses Beispiel aber im Endeffekt das selbe.

    Also ich betreib in meiner Freizeit nur Aktivitäten, die mir ohne "nervositätssenkende Maßnahmen" oder gar Beruhigungsmitteln Spaß machen. Alles andere halte ich für absolute Verschwendung meiner Freizeit...
     
  18. Tobbse

    Tobbse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.07   #18
    hast du dich gerade selbst zitiert und dir selbst zugestimmt?^^
     
  19. MikePortnoy

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    Erstellt: 15.06.07   #19
    Ich finde das es ohne Nervosität gar nicht geht. Stellt euch mal vor ihr würdet einen Auftritt ohne vorrige Aufregung spielen. Dann hätte doch was wichtiges gefehlt. Ich finde es gibt kein besseres Gefühl als wenn die Nervosität weicht und Sicherheit ihren Platz einnimmt.
     
  20. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.07   #20
    :D

    Nein ich habe meinen Vorredner mit dem Quote darauf hingewiesen, dass ich das, was er geschrieben hat bereits gesagt hatte und ihm damit zugestimmt.
    Es kam nämlich so rüber, als ob er mir mit seinem Post widersprechen wollte, was er aber nicht tat.