Zivildienst

von Radio-Zombie, 22.05.07.

  1. Radio-Zombie

    Radio-Zombie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.07   #1
    da ich momentan meinen Zivildienst in nem Club und Jugendzentrum ableiste, würde ich euch gerne mal fragen wie eure Zivizeit war/ist, was ihr gemacht habt/macht.

    beste Grüße

    Radio-Zombie
     
  2. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 23.05.07   #2
    Ich war bei der "Beratungstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche" (kurz: Erziehungsberatungsstelle) der Caritas. War wirklich eine sehr schöne Zeit. Ich fühlte mich nicht wie de Arsch für alles, sondern wie ein Mitarbeiter, die Kollegen waren toatl nett, ich gehörte da wirklich zum Team. Neben diversen typischen Zivi-Aufgaben (Sekretärin unterstützen, Akten holen, Hilfsarbeiten - aber insgesamt waren sich die anderen da auch nie zu schade für) habe ich auch Hausaufgabentraining gemacht. Also ein paar Kinder sind als Ergänzung zu ihren Haupt-Beratungs/Thearpie-Sitzungen dann auch noch noch zu mir gkommen, und ich habe mit ihnen Hausaufgaben gemacht. Dabei ging es weniger um inhaltliche Nachhilfe, sondern darum, dass sie lernen zu arbeiten. Wie meine Kollegen hatet ich dann da also richtieg Termine, hab dazu anschließend protokolle geschrieben und war auch entsprechend bei Elterngesprächen dabei. Mein Vorteil war halt auch, dass der Altserunterschied halt nicht so groß war, und ich da dann manchmal noch einen andere Zugnag zu den Kindern hatte, bzw. einen etwas anderen Einblick bekommen habe.
    Die Arbeitszeiten waren halt der Gleitzeit im öffetlichen Dienst angepasst, also meistens 8-17 Uhr, Freitag bis 12:30. Ich konnte das aber flexibel handhaben, musste halt nur auf meine 38,5 Stunden kommen.
    Ich hatte das Glück, dass ich noch bei meinen Erltern gewohnt habe, mit dem Fahrrad Mittags zum essen nach hause fahren konnte, und das Essensgeld ausgezahlt bekommen habe. Also ich hatte am Ende des Zivildienstes einiges an Geld angespart :)
     
  3. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.07   #3
  4. Radio-Zombie

    Radio-Zombie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.07   #4
    jepp! du bist es!
     
  5. Hel

    Hel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.07   #5
    War beim Rettungsdienst und bin im Nachhinein verdammt froh darüber. Zunächst mal habe ich eine medizinische Grundausbildung als Rettungssanitäter bezahlt bekommen, wo ich auch insgesamt sechs Prüfungen (Rettungshelfer-, Rettungssanitäterprüfung, jeweils schriftlich, mündlich und praktisch) zu bestehen hatte bis ich fahren durfte. Die meiste Zeit fährt man Krankenwagen, aber auch Rettungswagen als zweiter Mann zusammen mit einem Rettungsassistenten. RTW Schichten dauern 24h, man sitzt auf der Wache und wartet darauf dass der Melder geht. Dann gehts mit Sonderrechten zu einem Notfall, kriegt über Funk die ungefähre Situation geschildert, weiss aber nie genau was einen erwartet, das häufigste sind u.a. Schlaganfälle, Herzinfarkte, aber auch Verkehrsunfälle oder sonstige chirurgische Sachen sind nicht selten. Blutdruck messen, EKG und Pulsoxy anlegen, Infusion und Zugang vorbereiten, Medikamente aufziehen, Sauerstoffversorgung sind ein paar der Aufgaben, die man als Sani zu tun hat. Kommt natürlich auf die jeweilige Situation an. Die Arbeitszeiten sind nicht voraussehbar, man bekommt nen Dienstplan für einen Monat, darf häufig auch am Wochenende arbeiten, an Feiertagen (u.a. Weihnachten), Nachts. Wenn man nachts selig schlummert und der Melder geht ist es verdammt schwierig in kurzer Zeit fit zu sein. Wenn man Pech hat, hat man auch mal 3x24h Dienste in der Woche.

    Trotzdem möchte ich die Erfahrungen, die ich in meiner Zivildienstzeit gesammelt habe, auf keinen Fall missen. Man wird zwar mal angekotzt, darf Blut oder Kot aufwischen, aber man hat auch ein unheimliches Triumphgefühl z.B. bei einer gelungenen Reanimation (Wiederbelebung). Wenn man weiss dass man einem Menschen wirklich geholfen hat.
     
  6. Blind

    Blind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.07   #6
    Es sind nur noch vier Arbeitstage, bis ich meinen Zivildienst in einer Schule für geistigbehinderte Kinder beenden muss. Sowohl die Zivis, als auch die Betreuer / Lehrer / Pädagogen hätten gerne eine Verlängerung unserer Zeit gehabt - zumindest bis zum Schuljahresende.
    Es war / ist einfach nur traumhaft und soviel Spass hatte ich wirklich noch nie in meinem Leben. Das sind einfach nur tolle Menschen - Kinder und Personal -, die mich wirklich geformt haben. Man leidet und freut sich mit den Kindern und hatte jeden Morgen auf dem Fahrrad Spass dabei, auf Arbeit zu fahren.
    Die Mitarbeiter waren auf uns immer gut zu sprechen und man war immer gern gesehen.
    Am Besten waren die "außerschulischen" Aktivitäten, wenn wir mit unserem Theaterstück in andere Städte fuhren, um sie dort aufzuführen (Wochenende) oder, wie diesen Dienstag, mit einigen Kinder in den Ferien in der Schule übernachteten.
    Eine einfach nur tolle Zeit, die ich jetzt schon vermisse.

    Übrigens, last uns daraus keine Diskussion über Sinn und Unsinn von Bund und / oder Zivi machen. Das hatten wir schon zur Genüge in den Threads, die der Herr Cobb oben erwähnte.