Zu tiefe Knochensattel-Kerbung korrigieren?

von drul, 02.08.16.

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pedaltrain
  1. drul

    drul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.16   #1
    Hi Leute,

    Mal eine Frage: bei meiner Les Paul ist der Knochensattel für die g-Saite eine Spur zu tief, so dass sie leer angeschlagen immer leicht scheppert.

    Will sie eh mal wieder zum Service geben, da ein neuer ABM Steg gekerbt werden soll.

    Wie würde da ein Gitarrenbauer vorgehen (mit dem Sattel) - zB Auffüllen mit Sekundenkleber und dann neu feilen - oder ist das Murks und es hilft am Ende nur ein neuer Sattel?

    Danke Euch im Voraus
     
  2. boisdelac

    boisdelac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.16   #2
    Gaaanz ehrlich ...

    Einen neuen Sattel bekommst Du für 10€ und das Einbauen und Kerben für max. 30€.
    Die Arbeitszeit, um den alten Sattel aufzufüllen und die Kerbe anzupassen kostet bestimmt auch 20€.
    Dann weißt Du aber immer noch nicht, ob die Kerbenfüllung hält.

    Deswegen wäre für mich das Auffüllen einer Sattelkerbe schlicht weg Murks, wenn schon ein neuer Steg um 200€ eingebaut wird.

    Schöner Tag

    Boisdelac
     
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  3. spikke

    spikke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.16   #3
    heir siehst Du wie Dan Erlewine das mit natron backpulver und sekundenkleber repariert.

    ich hab das selbst auch schonmal gemacht und funktioniert absolut...
    neuer sattel geht natuerlich auch
     
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  4. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.08.16   #4
    Die Sekundenkleber-Auffüll-Methode funktioniert super und wurde von mir schon mehrfach angewendet. :great:
     
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  5. gesch

    gesch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.16   #5
    Das mit dem Sekundenkleber ist schon nicht schlecht - noch besser und haltbarer wird es, wenn Du einen alten Knochensattel hast und diesen mittels Schleifpapier zu Knochenmehl verarbeitest (oder Knochenmehl kaufen). Dieses Knochenmehl mit Sekundenkleber mischen oder Knochenmehl in zu tiefe Kerbe geben und Sekundenkleber darüber (mischen ist aber besser) und aushärten lassen. Nun, mit geeigneter Feile neu Kerben - fertig.

    Gruß
     
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  6. drul

    drul Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.16   #6
    Danke Euch!

    Meint Ihr dass 3in Gitarrenbauer auch so arbeiten wird?
     
  7. gesch

    gesch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #7
    Den Trick habe ich von einem Gitarrenbauer.

    Gruß
     
  8. drul

    drul Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.16   #8
    Merci!
     
  9. Dr. PAF

    Dr. PAF Vintage Inspired Pickups HCA

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    Erstellt: 03.08.16   #9
    @drul Dein Gitarrenbauer wird das wahrscheinlich genau so machen wie oben beschrieben. Backpulver oder Knochenspaene + Sekundenkleber. Funktioniert super, habe ich selbst schon gemacht. In der neuen Vintage Guitar stellt Will Kelly L(iquid)O(ptically)C(lear)A(dhesive) vor.

    Dieser neuartige Kleber scheint mir die stressfreiste und einfachste Methode darzustellen. Muss mal schauen, wo man so was herbekommt (und was der Spass kostet).

    Ich bin mittlerweile von Knochen oder Nylon weg und habe auf (fast) allen meiner Gitarren Graph Tech TUSQ Saettel drauf: Keine Probleme mit der Schmierung, klingen klasse, lassen sich einfacher bearbeiten als Knochen, etc.
     
  10. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 03.08.16   #10
    Man kann das so machen. Ich persönlich halte es dennoch nicht für die beste Lösung.. Und Frage: Was für eine Paule ist das? Weil ein Knochensattel nicht besonders ideal ist für abgewinkelte Kopfplatten, bei denen dann auch noch die Saiten nach außen verlaufen. Zu viel Druck auf ein "weiches" Material..Selbst bei hochpreisigen Instrumenten der Art, findet man oft Kunsstoffsättel. Ist es sicher, das dort ein Knochensattel verwendet wurde?
     
  11. drul

    drul Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #11
    Ja es ist ganz sicher ein Knochensattel. Da gehen die Meinungen ja auseinander, manche schwören gerade bei Les Paul Type Gitarren auf Knochen.

    Danke Chev, beim nächsten Mal werde ich auch Graphtech probieren.

    Kann durchaus sein, dass sie die g schon ins Material gearbeitet hat; kann mich nicht erinnern dass das schon so war als der Sattel noch neu war.
     
  12. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 04.08.16   #12
    Also das Auffüllen kann man schon machen.... habe ich selbst auch schon. Die feinste Art ist das aber wirklich nicht und ist schon ein wenig "pfuschig". Sättel bestehen bei guten Gitarren immer aus einem Material, welches Zusätze hat um die Saitenreibung zu reduzieren. Entweder ist das fetthaltiger Knochen oder eben Kunststoff mit Teflon/Grafit/etc.-Zusätzen.

    Diese Zusätze verhindern auch, dass Sekundenkleber wirklich gut daran haftet. Bei zu tiefen Nutzen geht es meist nur um wenige 1/10mm und eine so dünne Schicht Kleber+Additiv haftet eben auch nur schlecht. Es kann und wird also in dieser einen Nut zum erhöhten Verschleiß kommen - Vorteilhaft ist natürlich, dass man es leicht wieder auffüllen kann.

    Etwas sauberer ist es den ganzen Sattel z.B. mit Furnier höher zu setzen. Wenn es nur um 1-2/10mm geht, kann man auch eine dünne Schicht Epoxid auf die Unterseite des Sattels auftragen. Das ist optisch weniger auffällig.
    Vorteil dabei ist, dass man alle Sattelnuten wieder sauber auf ein Level bringen kann. Nachteilig ist, dass man alle Sattelnuten bearbeiten muss und dass der Sattel optisch natürlich auch etwas höher steht.
     
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  13. boisdelac

    boisdelac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #13
    Das Liquid Optical Clear Adhesive gabs ein Zeit lang im Baumarkt. Eine Ampulle Kleber mit einer kleinen UV-Licht-Taschenlampe in einer Blechdose ....
    Der Kleber wurde mit dem UV-Licht ausgehärtet. Das Zeug hatte aber die Eigenschaft, nicht so recht auf der Unterlage zu halten. Ich hab es weggeworfen.

    Boisdelac
     
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